Lehrer des Glaubens
Lehrer des Glaubens: Wozu Bischöfe der Kirche bestellt sind
Von Thorsten Paprotny, 21. März 2021
Die Österliche Busszeit 2021 steht im Zeichen von Streit und Konflikten. Dem am 18. März publizierten Gutachten zum Skandal des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Köln wird von kirchenkritischen Stimmen vorgehalten, dass die moralischen Themen ausgeblendet würden. Man muss sich die karnevaleske Meinung wirklich vergegenwärtigen: Juristen wird vorgeworfen, dass sie juristisch argumentieren. Vatikanische Klärungen – wie der am Montag publizierte Text der Glaubenskongregation – sorgen für Proteste und Unmut. Auch wer hiervon subjektiv nicht überzeugt ist, müsste doch durch den kirchlichen Gehorsam sich hieran gebunden wissen. Selbst Bischöfe, die als Hirten ihrer Diözesen zu Nachfolgern der Apostel bestellt und zur Verkündigung der Lehre berufen sind, scheinen die Stimme des Lehramtes auf eine Meinung zu verkürzen, die in Gespräche Eingang finden und irgendwie berücksichtigt werden soll. Andere solidarisieren sich gleich mit Opponenten – wie Bischof Dr. Overbeck oder auch Bischof Dr. Dieser –, die ihren Widerspruch bekräftigen. Den Katechismus der römisch-katholischen Kirche haben in den letzten Wochen einige umschreiben wollen, in prominenter Weise äusserte sich hierzu Bischof Dr. Bätzing.
“Werde die nötigen Konsequenzen ziehen”
“Werde die nötigen Konsequenzen ziehen”: Kardinal Woelki im Interview zum Gercke-Gutachten
Quelle
Hamburgs Erzbischof Hesse bietet Papst Franziskus Amtsverzicht an
Erzbistum Köln
Der Erzbischof von Köln gegenüber CNA Deutsch über die Veröffentlichung der unabhängigen Missbrauchs-Untersuchung am heutigen Donnerstag und die nächsten Schritte
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
Köln, 18. März 2021 (CNA Deutsch)
Es ist die wohl umfangreichste und transparenteste Studie, die je von einer deutschen Institution zum Thema sexualisierte Gewalt an Minderjährigen in Auftrag gegeben worden ist: Mit der Veröffentlichung des 800 Seiten langen, unabhängigen Gercke-Gutachtens am heutigen 18. März soll neben der Aufarbeitung von Sachverhalten vor allem die Rolle der damaligen und heutigen Verantwortlichen – Personalchefs, Generalvikare und Bischöfe – geklärt werden. Im Interview mit CNA Deutsch spricht der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, über die Veröffentlichung des Gutachtens, das er in Auftrag gegeben hatte.
Die Erklärung von Weihbischof Schwaderlapp im Wortlaut
Die Erklärung von Weihbischof Schwaderlapp im Wortlaut – CNA Deutsch dokumentiert den vollen Wortlaut der Erklärung von Weihbischof Schwaderlapp
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Weihbischof Schwaderlapp: “Habe dem Papst meinen Amtsverzicht angeboten”
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
Köln, 18. März 2021 (CNA Deutsch)
Anlässlich der Veröffentlichung der Unabhängigen Untersuchung der Kanzlei Gercke/Wollschläger zum Umgang mit sexualisierter Gewalt im Erzbistum Köln erklärt Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp
“Sexueller Missbrauch verletzt Menschen zutiefst. Besonders tief schneidet die Untat ein, wenn ein Priester der Täter ist. Missbrauch steht gegen alles, wofür Berufung und Sendung der Priester steht.
Die nun vorliegende “Unabhängige Untersuchung” klärt die Verantwortung der Bistumsleitung in der Vergangenheit. An so manchen Stellen hätten wir entschiedener, koordinierter und wirksamer gegen Täter vorgehen müssen, die ihren priesterlichen Dienst ausgenutzt haben, um anvertraute Menschen zu missbrauchen.
Köln live
Pressekonferenz: Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt
Gutachten – Bei Kardinal Woelki keine Pflichtverletzung feststellbar!
Englischer Bischof
Englischer Bischof: “Synodaler Weg” in Deutschland birgt Risiko eines “de facto Schisma”

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Kardinal: “Segens-Verbot ist keine Diskriminierung“
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
Portsmouth, 17. März 2021 (CNA Deutsch)
Ein englischer Bischof hat nach eigenen Angaben vom Dienstag befürchtet, dass der “Synodale Weg” der deutschen Kirche zu einem “de facto Schisma” führen könnte.
Bischof Philip Egan von Portsmouth sagte am 16. März gegenüber der “Catholic News Agency” (CNA), dass er sich verpflichtet fühle, sich zu dem mehrjährigen Prozess zu äussern, der deutsche Laien und Bischöfe zusammenbringt, um vier grosse Themen zu diskutieren: die Art und Weise, wie Macht in der Kirche ausgeübt wird; die Sexualmoral; das Priestertum; und die Rolle der Frauen.
Erzbistum Köln
Erzbistum Köln: Missbrauchsgutachten soll Donnerstag vorgestellt werden
Katholischer Fernsehsender EWTN.TV überträgt Pressekonferenz live
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
Köln, 17. März 2021 (CNA Deutsch)
Am morgigen Donnerstag, dem 18. März 2021, werden die Ergebnisse des Gutachtens über die Missbrauchsfälle im Erzbistum vorgestellt. Dabei geht es vor allem um die Frage, inwiefern der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, letztlich be- oder entlastet wird – sowie mögliche weitere personelle Konsequenzen.
Der katholische Fernsehsender EWTN.TV wird die Pressekonferenz zur Vorstellung des Missbrauchsgutachtens in Kooperation mit dem Kölner “Domradio” ab 10.00 Uhr live übertragen. Im Anschluss an die Pressekonferenz sind in der EWTN-Sondersendung zwei Experten zu Gast, die die Ereignisse rund um die Präsentation des Gutachtens erörtern.
Polen *UPDATE
Bischöfe beklagen EU-Resolution zu Abtreibungsrecht in Polen

Quelle
Polen: Bischöfe weisen EU-Kritik an Abtreibungsurteil zurück
Papst an Polen: “Schutz jedes Menschen von der Empfängnis an”
Papst Franziskus würdigt heilige Faustyna Kowalska in Brief
*Polnische Bischöfe: Mittelpunkt der Vollversammlung war “die persönliche Bekehrung jedes Gläubigen”
Polen
Die EU-Bischofskommission COMECE hat sich erneut kritisch über eine EU-Resolution vom November 2020 geäussert. Das Europaparlament hatte die Verschärfung des Abtreibungsverbots in Polen kritisiert.
Die EU-Resolution vom 26. November trug den Titel “Entschliessung des Europäischen Parlaments zu der De-facto-Abschaffung des Rechts auf Abtreibung in Polen”. Schon damals hatte es kirchliche Kritik dazu gegeben.
Der Verband von EU-Bischöfen (COMECE) betont nun in einem Brief, dass das Grundrecht auf Verweigerung einer Abtreibung aus Gewissensgründen eine Ausprägung der Gewissensfreiheit sei. Dies in Frage zu stellen sei “besonders besorgniserregend” angesichts der Tatsache, dass Verweigerer aus Gewissensgründen im Gesundheitssektor ohnehin schon in vielen Fällen diskriminiert würden.




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