Gebunden an Wort und Tradition
Warum die Protestantisierung der katholischen Kirche ein ökumenischer Holzweg ist
Eine Antwort an Norbert Lammert. Von Bischof Gerhard Ludwig Müller
Die Tagespost, 06.02.2012
Bundestagspräsident Norbert Lammert hat mit seiner Kritik an der katholischen Kirche kürzlich Aufsehen erregt: Die gegenwärtige personelle Besetzung an der Kirchenspitze biete wenig Hoffnung auf Reformen, sagte der aus dem Bistum Essen stammende Katholik bei einer Podiumsdiskussion. “Ich persönlich glaube, dass es eine ernsthafte Chance zur Veränderung erst unter dem ersten nichteuropäischen Papst gibt.” Bereits 2010 hatte Lammert erklärt: “In wenigen Jahren begehen wir den 500. Jahrestag der Reformation – ich jedenfalls als protestantisch veranlagter Katholik, empfinde das als die grösste Herausforderung für unsere Generation. Und mich treibt es zunehmend um, wie wir uns im Rahmen der Luther-Dekade auf den Weg machen, 500 Jahre Kirchenspaltung zu feiern, als handle es sich um eine Errungenschaft.”
Piusbrüder: Den Kairos verpasst
Es war der deutsche Papst, der im Vatikan das Thema Pius-Bruderschaft auf die Tagesordnung gesetzt hat
Vatikan, 06.02.2012, von Guido Horst
Von dem einen oder anderen unterstützt, etwa dem kolumbianischen Kurienkardinal Darío Castrillón Hoyos, hat Benedikt XVI. Schritt für Schritt getan, um ein Schisma zu überwinden, dessen Entstehung er als Glaubenspräfekt an vorderster Front miterlebt hatte. Jetzt hat die von Erzbischof Lefebvre gegründete Bruderschaft die zum Greifen nahe Einigung mit Rom abgelehnt. Der Obere spricht davon, man werde nun wohl noch fünf, zehn Jahre warten müssen.
Arabischer Frühling und christlicher Winter
Kirche in Not begeht 9. Pater-Werenfried-Jahresgedenken in Köln
Eine Rückbesinnung auf die Botschaft des Evangeliums und Authentizität des christlichen Glaubens haben Journalisten säkularer und kirchlicher Medien bei einem Podiumsgespräch im Rahmen des Pater-Werenfried-Jahresgedenkens in Köln gefordert.
Die Teilnehmer eines Gesprächs mit dem Titel “Der Papst, die Neuevangelisierung und die Medien – sprechen wir dieselbe Sprache?” bedauerten, dass viele Menschen hierzulande nur noch wenig über Glaubensinhalte wüssten.
Einladung an den Papst
Die Bischöfe von Polen laden den Papst zu einem zweiten Besuch in ihr Land ein
Rom, Radio Vatican, 01.02.2014
Das berichtet die katholische polnische Nachrichtenagentur. Erzbischof Stanislaw Gadecki von Poznan hoffe auf einen Besuch Benedikts bei den 1050-Jahrfeiern der Christianisierung Polens. Eine Alternative wäre ein Papstbesuch zum Weltjugendtag – wenn der wirklich, wie sich Kardinal Stanislaw Dziwisz das wünscht, 2015 in Krakau ausgerichtet werden sollte. Benedikt XVI. war schon 2006 auf den Spuren seines Vorgängers Johannes Paul in Polen.
5. Februar Heilige Agatha
Jungfrau, Märtyrerin, Nothelferin
* um 225 in Catania auf Sizilien in Italien
† um 250 daselbst
Agatha stammte aus Catania in Sizilien und erlitt den Märtyrertod wahrscheinlich unter Kaiser Decius (249-251). Ihre Verehrung hat sich früh ausgebreitet. Um 500 baute Papst Symmachus eine Kirche an der Aurelischen Strasse. Papst Gregor d. Gr. weihte 592 eine Kirche neu, die um 460 der Gote Ricimer, ein Arianer, gebaut hatte und die heute noch Santa Agata de‘ Goti heisst. – Am heutigen Tag wird in vielen Gegenden das Agatha-Brot gesegnet.
HeiligeAgatha von Catania
Darf man heute noch vom ‘Gericht Gottes’ predigen?
Die “Idee, dass Gott nicht straft, ist tatsächlich ein Glaubenshindernis!”
Ein kath.net Klartext von Bischof Andreas Laun
Salzburg, kath.net, 2. Februar 2012
Abgesehen von Priestern, die man dann spöttisch in die Ecke der “Erzkonservativen” und dabei der “nicht Ernstzunehmenden” zu stellen pflegt, gibt es wohl kaum noch Prediger oder andere Personen im Dienst der Verkündigung, die das Thema “Gericht Gottes” ansprechen. Und wenn doch, aber dann nur um zu sagen, dass man “früher” aus dem Evangelium eben eine “Drohbotschaft” gemacht habe und jetzt alles anders sei! Diese Diagnose ist wohl nicht falsch: Das Thema Gericht ist aus der Verkündigung weitgehend verschwunden, es wird weithin als Fehlentwicklung und falsches Gottesbild abgetan, dem man den Gott der “bedingungslosen Liebe” als das eigentlich christliche “Gottesbild” entgegenstellt.
Leben 2.0 – Das letzte Projekt des Menschen?
Ein Überblick über Licht- und Schattenseiten der Synthetischen Biologie
Was wie ein Spiel aussieht, könnte tödlicher Ernst werden: Der Mensch aus dem Baukasten der Synthetischen Biologie kann Gefahren heraufbeschwören, die schlimmer als bisherige Krankheiten wirken.
Wenn von “Synthetischer Biologie” die Rede ist, fallen meist auch Begriffe wie “Neu-Schöpfung” oder “Gott spielen”. Dabei wäre “kopieren” und “manipulieren” viel treffender. Wo es tatsächlich einmal kreativ zugeht, mag man auch von “Design”, nicht aber von “Schöpfung” sprechen können. Ein Überblick über Licht- und Schattenseiten der Synthetischen Biologie.
Die Tagespost, 03.02.2012, von Stefan Rehder



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