Ethik-Agentur

Vom Ende einer Ethik-Agentur

Von Guido Horst Tagespost

Viele hatten geglaubt, die katholische Kirche könne sich in der säkularisierten Gesellschaft ein Mitspracherecht erkaufen, indem sie über das Dogma schweigt, dafür aber weiche Themen bedient. Dann kam der Missbrauchsskandal und plötzlich taugt die Kirche nicht mehr als Ethik-Agentur. Um wieder glaubwürdig zu werden, bleibt nur die Rückkehr zum Kerngeschäft.

Die kirchliche Obrigkeit hat das Ausmaß der Katastrophe, die mit den Missbrauchsskandalen über den „katholischen Erdkreis“ hereingebrochen ist, noch gar nicht richtig realisiert. Es hatte in den säkularisierten Gesellschaften des Westens eine Art „Aufgabenteilung“ gegeben: Den „Kirchen“ – was immer das sein mag, aber so hatte es sich im Sprachgebrauch der weltlichen Nachrichtenmedien eingebürgert – war auch nach der Abschaffung des christlichen Welt- und Menschenbilds als Fundament der westlichen Leitkultur durchaus noch das Recht zugesprochen worden, sich zu den „weichen Themen“ äußern zu dürfen. Weiterlesen

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