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		<title>Kommunikation und Sozialdoktrin</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 08:08:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Verbreitung der Frohen Botschaft bewirkt ein Wachstum der Menschheit Von Antonio Gaspari Rom, 18. Mai 2012, zenit.org Der gesamten Realität des Universums liegt ein Informations- und Kommunikationsprozesses zugrunde. Es existiert Information physikalischer, chemischer, magnetischer oder nuklearer Art, etc. Diese wird zwischen den Himmelskörpern ausgetauscht und schafft Verbindungen, aus denen die Realität des Universums  hervorgeht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Die Verbreitung der Frohen Botschaft bewirkt ein Wachstum der Menschheit</strong></em></p>
<div id="article">
<p><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Grafisch-Nachrichtenfluss1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39856" title="Grafisch Nachrichtenfluss" src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Grafisch-Nachrichtenfluss1-150x73.jpg" alt="" width="150" height="73" /></a>Von Antonio Gaspari</p>
<p>Rom, 18. Mai 2012, zenit.org</p>
<p>Der gesamten Realität des Universums liegt ein Informations- und Kommunikationsprozesses zugrunde. Es existiert Information physikalischer, chemischer, magnetischer oder nuklearer Art, etc. Diese wird zwischen den Himmelskörpern ausgetauscht und schafft Verbindungen, aus denen die Realität des Universums  hervorgeht.</p>
<p><span id="more-39849"></span>Von besonderer Bedeutung ist dieser Prozess für alle Lebensvorgänge. Information ist die Grundvoraussetzung für die Entstehung des Lebens und Kommunikation schafft die Bedingungen für dessen Wachstum und Gedeihen.</p>
<p>Betrachten wir an dieser Stelle den Beginn des Lebens der menschlichen Spezies: bereits unmittelbar nach der Befruchtung sendet die Eizelle Informationen an die umliegenden Zellen und an den Körper der Mutter aus und leitet so die Bedingungen für die Aufnahme und das Wachstum des zu einem Jungen oder Mädchen heranreifenden Lebewesens ein. Dies geschieht bereits bevor Mutter und Vater von der Existenz ihres Kindes wissen. Information und Kommunikation sind zudem entscheidende Faktoren für die Entwicklung und den Fortschritt menschlicher Gemeinschaften.</p>
<p>Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass die Menschheit dank ihrer hoch entwickelten Fähigkeit, Informationen zu sammeln und sie mit Hilfe zunehmend spezialisierter Instrumente weiterzugeben.</p>
<p>Alle grossen Kulturen zeichneten sich durch die Hervorbringung kultureller Innovationen aus, die in die Geschichte eingingen. Ohne eine Entwicklung der Kommunikationsmittel wären die Durchführung und die Verbreitung ihre grossen Projekte jedoch niemals gelungen. Daher ist die  Geschichte der Menschheit und deren Entwicklung untrennbar verbunden mit der Geschichte der Sammlung und der Weitergabe von Informationen.</p>
<p>In seiner Botschaft zum 45. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel  im Jahr 2011 schrieb Papst Benedikt in diesem Zusammenhang folgendes: &#8220;In einer digitalen Welt bedeutet  Informationsübermittlung immer häufiger, sie  in ein soziales Netzwerk einzugeben, in dem das Wissen im Rahmen eines persönlichen Austauschs geteilt wird. (…) Diese Entwicklung hat zu einer Neubewertung des Kommunizierens geführt. Dieses wird vor allem als Dialog, Austausch, Solidarität und als Aufbau positiver Beziehung verstanden. (…) Die neuen Technologien ermöglichen die Begegnung von Menschen über räumliche und selbst kulturelle Grenzen hinweg und somit die Erschaffung einer  vollkommen neuen Welt potenzieller Freundschaften. Dabei handelt es sich um eine grosse Chance, (…) Wenn Menschen Informationen austauschen, teilen sie sich selbst, ihre Weltsicht, ihre Hoffnungen und Ideale mit&#8221;.</p>
<p>Der Widerspruch unserer Zeit liegt darin, dass sie durch eine in der Menschheitsgeschichte bisher unerreichte technologische Entwicklung, durch einen masslosen Reichtum an Wissen und Gütern, gekennzeichnet ist, aber keine Generation grosser Politiker und keine grosse Spiritualität hervorgebracht hat.</p>
<p>Dieser Widerspruch wurde vom seligen Papst Johannes Paul II. folgendermassen stigmatisiert: &#8220;Ist es angesichts der Lage der Menschheit übertrieben, von einer Kulturkrise zu sprechen? Wir beobachten grosse Fortschritte im Bereich der Technologie, doch diese gehen nicht immer mit einem spirituellen und moralischen Fortschritt einher.&#8221; (Ansprache an die Teilnehmer an der Abschlusszeremonie der interreligiösen Begegnung am 28. Oktober 1999).</p>
<p>Der berühmte Soziologe Marshall Mac Luhan schrieb folgendes: &#8220;wir erleben den Höhepunkt einer technologischen Renaissance, doch wo ist der Renaissancemensch geblieben?&#8221;. Wir bedienen uns unfassbarer Technologien. Man denke daran, dass uns heute ein flaches Kästchen aus Magnetsilizium, das Smartphone, jederzeit Zugriff auf die grösste Bibliothek der gesamten Menschheitsgeschichte gewährt. Man kann seine Position auf dem Globus abrufen und Informationen über seien Umgebung erhalten. Eine Verbindung und Kommunikation mit Milliarden von Menschen auf dem Planeten in Realzeit ist möglich, und das ist längst nicht alles … Das sind Möglichkeiten, die ich mir als Kind nur in meine Phantasie ausmalte.</p>
<p>Vor dem Hintergrund dieses Reichtums bewirkt der  utilitaristische Zugang dazu,  dass die Massenmedien für bestimmte und oberflächliche Zwecke, zur Konditionierung der Kultur, für Machtkämpfe, zur Auferlegung freiheitsfeindlicher und defätistischer Ideologien verwendet werden und folglich die schlimmste Seite des Menschen zum Vorschein bringen.</p>
<p>Um zu erkennen, auf welcher Seite die Massenkommunikationsmittel stehen, ist es notwendig, deren Zweck zu kennen.  Ist das Ziel eine Konditionierung der Leser, so werden die verpackten und verkauften Nachrichten vorwiegend negativ sein und Katastrophen heraufbeschwören oder Empörung erwecken.</p>
<p>Bedauerlicherweise wird die Welt der Massenmedien von der zynischen Regel: &#8220;schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten&#8221; regiert. Der christlichen Lehre zufolge müsste folgende Regel gelten: &#8220;Gute Nachrichten sind schöne Nachrichten&#8221;.</p>
<p>Das Ziel der Kommunikation müsste die Sammlung und die Verbreitung alles Guten sein, das Tag für Tag getan wird. Auch die ausweglosesten Situationen lassen sich Menschen finden, die trotz ihrer Menschlichen Zerbrechlichkeit heldenhafte Werke der Liebe an den Bedürftigsten vollbringen. Darin offenbart sich die wahre Dimension des Menschen, die der Hoffnung auf eine bessere Welt Nahrung gibt. Wie der hl. Paulus sagte, &#8220;das Gute siegt über Bose&#8221; und &#8220;wo jedoch die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergross geworden&#8221; (Röm 5,20).</p>
<p>Tatsächlich sind die sozialen Kommunikationsmittel an der Verbreitung von Information, Bildung und Kultur entscheidend beteiligt.</p>
<p>Nach der Sozialdoktrin ist es daher wichtig, sowohl den Betreiber als auch den Nutzern ein Gefühl ihrer Verantwortung dafür zu vermitteln, dass von den Massenkommunikationsmitteln &#8220;unter einer gewissenhaften Einhaltung der moralischen Gesetze&#8221; die &#8220;Frohen Botschaft&#8221; verbreitet wird, damit &#8220;ein Wachstum der modernen Gesellschaft bewirkt werden kann&#8221;.</p>
<p>[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]</p>
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		<title>Die Treue zum Evangelium kann teuer zu stehen kommen</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 07:28:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jahr des Glaubens]]></category>

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		<description><![CDATA[Benedikt XVI. an die Bischöfe der amerikanischen Bischofskonferenz Die Wahrheit Christi – Schlüssel der echten menschlichen Verwirklichung der Gesellschaft insgesamt. Von Armin Schwibach Rom, kath.net/as, 18. Mai 2012 Mit der fortschreitenden Schwächung der traditionellen christlichen Werte und der Bedrohung in einer Zeit, in der die Treue zum Evangelium teuer zu stehen kommen kann, ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Benedikt XVI. an die Bischöfe der amerikanischen Bischofskonferenz</strong></em></p>
<p><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Amerikanische-Bischofskonferenz.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39839" title="Amerikanische Bischofskonferenz" src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Amerikanische-Bischofskonferenz-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Wahrheit Christi – Schlüssel der echten menschlichen Verwirklichung der Gesellschaft insgesamt. Von Armin Schwibach</p>
<p>Rom, kath.net/as, 18. Mai 2012</p>
<p>Mit der fortschreitenden Schwächung der traditionellen christlichen Werte und der Bedrohung in einer Zeit, in der die Treue zum Evangelium teuer zu stehen kommen kann, ist es notwendig, dass die Wahrheit Christi nicht nur verstanden, dargelegt und verteidigt wird. Sie muss mit Freude und Vertrauen als Schlüssel der echten menschlichen Verwirklichung der Gesellschaft insgesamt vorgeschlagen werden. Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. am heutigen Vormittag an die 15 amerikanischen Bischöfe der orientalischen Kirchen der Vereinigten Staaten von Amerika anlässlich des Abschlusses ihres Ad-limina-Besuches.</p>
<p><span id="more-39836"></span><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Diözesen-und-Bistümer-der-römisch-katholischen-Kirche-in-den-Vereinigten-Staaten.png"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-39843" title="Diözesen und Bistümer der römisch-katholischen Kirche in den Vereinigten Staaten" src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Diözesen-und-Bistümer-der-römisch-katholischen-Kirche-in-den-Vereinigten-Staaten-150x117.png" alt="" width="150" height="117" /></a>Die unterschiedlichen orientalischen Kirchen der Vereinigten Staaten von Amerika verkörperten in einzigartiger Weise den ethnischen, kulturellen und spirituellen Reichtum der amerikanischen katholischen Gemeinden, so Benedikt XVI. In der Geschichte habe die Kirche in Amerika gekämpft, um eine derartige Verschiedenheit anzuerkennen und zu Integrieren. Nicht ohne Schwierigkeiten sei es ihr gelungen, eine Gemeinschaft in Christus und im apostolischen Glauben zu schmieden, die typisch für die ganze Kirche sei.</p>
<p>Der Papst lobte vor allem die unermüdlichen Anstrengungen der Bischöfe, dem Phänomen der Immigration zu begegnen. Die katholischen Gemeinden Amerikas würden grossherzig fortfahren, die Wellen neuer Immigranten aufzunehmen, ihnen pastorale Hilfe, karitative Aufnahme und Beistand zur Regulierung ihrer Situation zu bieten. Ein besonderes Zeichen sei der andauernde Einsatz der Bischöfe für die Reform der Immigration. Dabei handle es sich jenseits politischer, wirtschaftlicher und sozialer Erwägungen in erster Linie um eine menschliche Frage. Auch in unseren Tagen sei die Kirche in Amerika zur Aufnahme, Integration und Pflege des reichen Erbes an Glauben und Kultur der Immigranten aufgerufen, was sowohl die Riten als auch die ethnischen Gruppen betreffe.</p>
<p>Die anspruchsvolle Aufgabe, eine Gemeinschaft der Kulturen innerhalb der Ortskirchen zu fördern, müsse von besonderer Wichtigkeit bei der Ausübung des bischöflichen Amtes im Dienst der Einheit sei. Diese Herausforderung dürfe nicht unterbewertet werden. Das grosse Erbe und die Energien der neuen Generationen &#8220;warten darauf, für die Erneuerung des Lebens der Kirche und für den Wiederaufbau des sozialen Gewebes Amerikas genutzt zu werden&#8221;.</p>
<p>Dieser Einsatz für die Förderung der Einheit sei nicht nur notwendig, um den positiven Herausforderungen der Neuevangelisierung zu begegnen, sondern auch, um den spaltenden Kräften in der Kirche entgegenzuwirken, die immer mehr ein schweres Hindernis für die Sendung der Kirche in den Vereinigten Staaten darstellten. Benedikt XVI. brachte seine Wertschätzung für die Anstrengungen zum Ausdruck, die unternommen worden seien, um die Gläubigen zu ermutigen, gemeinsam voranzugehen und &#8220;einstimmig&#8221; zu sprechen, um den Dringlichkeiten von heute zu begegnen.</p>
<p>In den Begegnungen während der Ad-limina-Besuche sei die Sorge der Bischöfe für den Aufbau immer stärkerer Bande der Freundschaft, der Zusammenarbeit und des Vertrauens mit den Priestern hervorgetreten. Der Papst mahnte auch, den Männern und Frauen besonders nahe zu sein, die sich in den Ortskirchen für die Nachfolge Christi in immer grossherzigerer und vollkommenerer Weise einsetzten und den evangelischen Räten folgten.</p>
<p>Benedikt XVI. brachte seine tiefe Dankbarkeit für das Beispiel an Treue und Hingabe seitens der vielen Ordensschwestern in Amerika zum Ausdruck. Sie sollten mit dem Gebet gestützt werden, damit dieser Augenblick der Unterscheidung reiche geistliche Frucht für die Neubelebung und Stärkung ihrer Gemeinschaften im Geist der Treue zu Christus und zur Kirche entsprechend ihrer Gründungscharismen bringen. Die &#8220;dringliche Notwendigkeit&#8221; von glaubwürdigen Zeugen für die Kraft des Evangeliums mache es unverzichtbar, den Sinn für die hohe Würde und Schönheit des geweihten Lebens neu zu erlangen.</p>
<p>Abschliessend brachte Benedikt XVI. den Wunsch zum Ausdruck, dass das kommende &#8220;Jahr des Glaubens&#8221; das Verlangen der ganzen amerikanischen katholischen Gemeinschaft wecke, sich freudig und dankbar den unschätzbaren Schatz unseres Glaubens neu anzueignen.</p>
<p><a href="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/orientchurch/index_ge.htm">Vatikan:</a> Kongregation für die Orientalischen Kirchen<br />
<a href="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/orientchurch/eventi/rc_con_corient_doc_20090203_sandri-usa_ge.html">Kongregation</a> für die Orientalischen Kirchen<br />
<a href="http://www.radiovaticana.org/tedesco/Vatikanlexikon/curia/congregazione/congregazione_chiese_orientale.htm">Radio-Vatican:</a> Kongregation für die Orientalischen Kirchen<br />
<a href="http://www.usccb.org/">Amerikanische</a> Bischofskonferenz<br />
<a href="http://www.kathpedia.com/index.php?title=Kategorie:Bisch%C3%B6fe_USA">Bischöfe</a> USA<br />
<a href="http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/index_ge.htm">Päpstlicher-Rat</a> zur Förderung der Einheit der Christen</p>
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		<title>46. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 07:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Lehramtliche Dokumente]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Stille und Wort: Weg der Evangelisierung&#8221; Botschaft des Heiligen Vaters Papst Benedikt XVI. zum 46. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel, Sonntag, 20. Mai 2012 &#8220;Stille und Wort: Weg der Evangelisierung&#8221; Liebe Brüder und Schwestern! Im Hinblick auf den kommenden Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel möchte ich euch einige Überlegungen bezüglich eines Aspektes des menschlichen Kommunikationsprozesses unterbreiten, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>&#8220;Stille und Wort: Weg der Evangelisierung&#8221;</strong></em></p>
<p><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/02/Benedikt-Papst1.bmp"><img class="alignleft size-full wp-image-32933" title="Papst Benedikt XVI." src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/02/Benedikt-Papst1.bmp" alt="" /></a>Botschaft des Heiligen Vaters Papst Benedikt XVI. zum 46. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel, Sonntag, 20. Mai 2012</p>
<p>&#8220;Stille und Wort: Weg der Evangelisierung&#8221;</p>
<p>Liebe Brüder und Schwestern!</p>
<p>Im Hinblick auf den kommenden Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel möchte ich euch einige Überlegungen bezüglich eines Aspektes des menschlichen Kommunikationsprozesses unterbreiten, der – obwohl er sehr wichtig ist – bisweilen übersehen wird und an den zu erinnern heute besonders notwendig erscheint.</p>
<p><span id="more-32196"></span>Es handelt sich um das Verhältnis von Stille und Wort: zwei Momente der Kommunikation, die sich ausgleichen, aufeinander folgen und sich ergänzen müssen, um einen echten Dialog und eine tiefe Nähe unter den Menschen zu ermöglichen. Wenn Stille und Wort sich gegenseitig ausschliessen, verschlechtert sich die Kommunikation, entweder weil sie eine gewisse Betäubung hervorruft oder weil sie, im Gegenteil, eine Atmosphäre der Kälte schafft; wenn sie jedoch einander ergänzen, gewinnt die Kommunikation an Wert und Bedeutung.</p>
<p>Die Stille ist ein wesentliches Element der Kommunikation, und ohne sie gibt es keine inhaltsreichen Worte. In der Stille hören und erkennen wir uns besser, entwickelt und vertieft sich das Denken, verstehen wir mit grösserer Klarheit, was wir sagen wollen oder was wir vom anderen erwarten, entscheiden wir, wie wir uns ausdrücken. Wenn man schweigt, erlaubt man dem Gegenüber, sich mitzuteilen, und auch wir selbst bleiben so nicht nur unseren eigenen Worten und Ideen verhaftet ohne einen angemessenen Austausch. Auf diese Weise eröffnet sich ein Raum gegenseitigen Zuhörens, und eine engere menschliche Beziehung wird möglich. In der Stille erfasst man zum Beispiel die typischen Momente der Kommunikation unter Liebenden: die Geste, der Gesichtsausdruck und der Leib als Zeichen, die die Person erkennen lassen. In der Stille sprechen Freude, Sorgen und Leid, die gerade in ihr eine besonders intensive Ausdrucksform finden. Aus der Stille also entsteht eine noch anspruchsvollere Kommunikation, die die Sensibilität und jene Fähigkeit des Hörens ins Spiel bringt, die oft das Ausmass und das Wesen der Beziehungen offenbart. Wo es eine Fülle von Nachrichten und Informationen gibt, wird die Stille unentbehrlich, um das, was wichtig ist, von dem, was unnütz oder nebensächlich ist, zu unterscheiden. Eine gründliche Reflexion hilft uns, die Beziehung zu erkennen, die zwischen Ereignissen besteht, die auf den ersten Blick nicht miteinander in Zusammenhang zu stehen scheinen; sie hilft uns, die Nachrichten zu bewerten und zu analysieren; und so kann man ausgewogene und sachbezogene Meinungen teilen und zu echter, gemeinsamer Erkenntnis gelangen. Daher ist es notwendig, ein förderliches Umfeld zu schaffen, gewissermassen eine Art &#8220;Ökosystem&#8221;, das Stille, Wort, Bilder und Töne in Gleichgewicht zu bringen weiss.</p>
<p>Die aktuelle Dynamik der Kommunikation verläuft grossenteils in einem Prozess von Fragen auf der Suche nach Antworten. Die Suchmaschinen und die sozialen Netzwerke sind der Ausgangspunkt der Kommunikation für viele Menschen, die Rat, Anregungen, Informationen, Antworten suchen. Das Netz wird heutzutage immer mehr der Ort von Fragen und Antworten; mehr noch, der Mensch von heute wird von Antworten auf Fragen bombardiert, die er sich nie gestellt hat, und auf Bedürfnisse, die er nicht empfindet. Die Stille ist kostbar, um das nötige Unterscheidungsvermögen zu fördern im Hinblick auf die vielen Umweltreize und die vielen Antworten, die wir erhalten, gerade um die wirklich wichtigen Fragen zu erkennen und klar zu formulieren. In der komplexen und bunten Welt der Kommunikation taucht jedenfalls das Interesse von vielen für die letzten Fragen der menschlichen Existenz auf: Wer bin ich? Was kann ich wissen? Was muss ich tun? Was darf ich hoffen? Es ist wichtig, sich der Menschen, die diese Fragen stellen, anzunehmen und die Möglichkeit für ein tiefes Gespräch zu eröffnen, das aus Argumenten und Meinungsaustausch besteht, das aber auch zum Nachdenken und zur Stille einlädt, die mitunter beredter sein kann als eine übereilte Antwort und es dem Fragenden erlaubt, in sich zu gehen und sich für jenen Weg der Antwort zu öffnen, die Gott in das Herz des Menschen eingeschrieben hat.</p>
<p>Diese unaufhörliche Flut von Fragen macht letztlich die Unruhe des Menschen deutlich, der stets auf der Suche nach Wahrheit ist, im kleinen wie im grossen, die seiner Existenz Sinn und Hoffnung verleiht. Der Mensch kann sich nicht mit einem blossen unverbindlichen Austausch von kritischen Meinungen und Lebenserfahrungen zufriedengeben: Wir alle sind auf der Suche nach Wahrheit und teilen diese tiefe Sehnsucht, erst recht in unserer Zeit, denn &#8220;beim Austausch von Informationen teilen Menschen bereits sich selbst mit, ihre Sicht der Welt, ihre Hoffnungen, ihre Ideale&#8221; <strong>(Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunkationsmittel 2011). </strong></p>
<p>Mit Interesse sind die verschiedenen Websites, Anwendungen und sozialen Netzwerke zu betrachten, die dem Menschen von heute behilflich sein können, Momente des Nachdenkens und echten Fragens zu erleben, aber auch Räume der Stille und Gelegenheit zu Gebet, Meditation oder Austausch über das Wort Gottes zu finden. In der auf das Wesentliche konzentrierten Form kurzer Botschaften, oft nicht länger als ein Bibelvers, kann man tiefe Gedanken zum Ausdruck bringen, wenn man es nicht versäumt, das eigene innere Leben zu pflegen. Es ist nicht verwunderlich, wenn in den verschiedenen religiösen Traditionen die Einsamkeit und die Stille privilegierte Räume sind, um den Menschen zu helfen, sich selbst und jene Wahrheit wiederzufinden, die allen Dingen Sinn verleiht. Der Gott der biblischen Offenbarung spricht auch ohne Worte: &#8220;Wie das Kreuz Christi zeigt, spricht Gott auch durch sein Schweigen: Das Schweigen Gottes, die Erfahrung der Ferne des allmächtigen Vaters, ist ein entscheidender Abschnitt auf dem irdischen Weg des Sohnes Gottes, des fleischgewordenen Wortes. (…) Das Schweigen Gottes ist wie eine Verlängerung der Worte, die er zuvor gesprochen hat. In diesen dunklen Augenblicken spricht Er im Geheimnis seines Schweigens&#8221; (Nachsynodales Apostolisches Schreiben <strong>Verbum Domini</strong><em>, </em>30. September 2010, 21). Im Schweigen des Kreuzes spricht die beredte Liebe Gottes, die bis zur äussersten Hingabe gelebt wurde. Nach dem Tod Christi verharrt die Erde im Schweigen, und am Karsamstag, als &#8220;der König ruht&#8221; und &#8220;Gott – als Mensch – in Schlaf gesunken ist und Menschen auferweckt hat, die seit unvordenklicher Zeit schlafen&#8221; (vgl. <strong>Lesehore am Karsamstag</strong>), ertönt die Stimme Gottes voller Liebe zur Menschheit.</p>
<p>Wenn Gott zum Menschen auch im Schweigen spricht, entdeckt ebenfalls der Mensch im Schweigen die Möglichkeit, mit und von Gott zu sprechen. &#8220;Wir [brauchen] jenes Schweigen, das Kontemplation wird, die uns in das Schweigen Gottes eintreten und so dorthin gelangen lässt, wo das Wort, das erlösende Wort geboren wird&#8221; <strong>Predigt in der</strong> <strong>Eucharistiefeier mit den Mitgliedern der InternationalenTheologischen Kommission, 6. Oktober 2006). </strong><em> </em>Wenn wir von der Grösse Gottes reden, bleibt unser Sprechen stets unangemessen; und so öffnet sich der Raum der stillen Betrachtung. Aus dieser Betrachtung erwächst in all seiner inneren Kraft die Dringlichkeit der Mission, die gebieterische Notwendigkeit, das, &#8220;was wir gesehen und gehört haben&#8221;, mitzuteilen, damit alle in Gemeinschaft mit Gott seien (vgl. 1 Joh 1,3). Die stille Betrachtung lässt uns eintauchen in die Quelle der Liebe, die uns zu unserem Nächsten hinführt, um seinen Schmerz zu empfinden und um das Licht Christi anzubieten, seine Botschaft des Lebens, seine Gabe totaler Liebe, die rettet.</p>
<p>In der stillen Betrachtung wird das ewige Wort, durch das die Welt erschaffen wurde, noch deutlicher, und man erkennt den Heilsplan, den Gott durch Worte und Taten in der ganzen Geschichte der Menschheit verwirklicht. Wie das <strong>Zweite Vatikanische Konzil</strong> in Erinnerung ruft, ereignet sich die göttliche Offenbarung in &#8220;Tat und Wort, die innerlich miteinander verknüpft sind: die Werke nämlich, die Gott im Verlauf der Heilsgeschichte wirkt, offenbaren und bekräftigen die Lehre und die durch die Worte bezeichneten Wirklichkeiten; die Worte verkündigen die Werke und lassen das Geheimnis, das sie enthalten, ans Licht treten&#8221; (<strong>Dei Verbum</strong>, 2). Dieser Heilsplan gipfelt in der Person des Jesus von Nazareth, dem Mittler und der Fülle der ganzen Offenbarung. Er hat uns das wahre Antlitz von Gott Vater erkennen lassen, und durch sein Kreuz und seine Auferstehung hat er uns aus der Knechtschaft der Sünde und des Todes in die Freiheit der Kinder Gottes geführt. Die Grundfrage über den Sinn des Menschen findet im Geheimnis Christi die Antwort, die der Unruhe des menschlichen Herzens Friede geben kann. Eben aus diesem Geheimnis entsteht die Mission der Kirche, und eben dieses Geheimnis drängt die Christen dazu, Verkünder der Hoffnung und des Heils zu werden, Zeugen jener Liebe, die die Würde des Menschen stärkt und Gerechtigkeit und Friede schafft.</p>
<p>Wort und Stille. Sich zur Kommunikation erziehen heisst nicht nur reden, sondern auch hören und betrachten lernen; das ist besonders wichtig für diejenigen, die das Wort Gottes verkünden: Stille und Wort sind beide wesentliche und integrierende Elemente des kommunikativen Handelns der Kirche für eine erneuerte Verkündigung Christi in der Welt von heute. Das ganze Werk der Evangelisierung, das die Kirche durch die Kommunikationsmittel ausübt, vertraue ich Maria an, deren Schweigen hört und das Wort Gottes aufblühen lässt (vgl. <strong>Gebet für die Agorà der Jugendlichen in Loreto</strong>, 1.-2. September 2007).</p>
<p>Aus dem Vatikan, am 24. Januar 2012, dem Gedenktag des heiligen Franz von Sales</p>
<p><strong>BENEDICTUS PP. XVI</strong></p>
<p>© Copyright 2012 &#8211; Libreria Editrice Vaticana</p>
<p><a href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20110124_45th-world-communications-day_ge.html">Botschaft</a> zum 45. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel 2011<br />
<a href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/apost_exhortations/documents/hf_ben-xvi_exh_20100930_verbum-domini_ge.html">VerbumDomini</a> Nachsynodales Apostolisches Schreiben über das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche<br />
<a href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2006/documents/hf_ben-xvi_hom_20061006_commissione-teologica_ge.html">Predigt</a> 6. Oktober 2006<br />
<a href="http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm">ZweitesVatikanischesKonzil</a><br />
<a href="http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651118_dei-verbum_ge.html">DeiVerbum</a> Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung<br />
<a href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2007/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20070901_preghiera-loreto_ge.html">Gebet</a> in Loreto</p>
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		<title>Maria eröffnet die Teilnahme der Kirche am Opfer des Erlösers</title>
		<link>http://katholisch-informiert.ch/2012/05/maria-eroffnet-die-teilnahme-der-kirche-am-opfer-des-erlosers/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 21:43:44 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gottesmutter Maria]]></category>

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		<description><![CDATA[Maria ist die grosse Glaubende Mit dem Papst durch den Marienmonat Mai Auf kath.net jeden Tag eine Betrachtung zur Gottesmutter aus dem Lehramt Benedikts XVI. zu Maria. Von Armin Schwibach Rom, kath.net, 18. Mai 2012 Von der Verkündigung bis zum Pfingstereignis erscheint Maria von Nazaret als die Person, deren Freiheit sich ganz und gar dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Maria ist die grosse Glaubende</strong></em></p>
<p><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Lukas-malt-Maria-mit-dem-Jesuskind.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39832" title="Lukas malt Maria mit dem Jesuskind" src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Lukas-malt-Maria-mit-dem-Jesuskind-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit dem Papst durch den Marienmonat Mai</p>
<p>Auf kath.net jeden Tag eine Betrachtung zur Gottesmutter aus dem Lehramt Benedikts XVI. zu Maria. Von Armin Schwibach</p>
<p>Rom, kath.net, 18. Mai 2012</p>
<p>Von der Verkündigung bis zum Pfingstereignis erscheint Maria von Nazaret als die Person, deren Freiheit sich ganz und gar dem Willen Gottes anpasst. Ihre unbefleckte Empfängnis offenbart sich im eigentlichen Sinn in der unbedingten Verfügbarkeit gegenüber dem göttlichen Wort. In jedem Augenblick ist ihr Leben geprägt von einem gehorsamen Glauben angesichts des Handelns Gottes. Als die hörende Jungfrau lebt sie in vollkommenem Einklang mit dem göttlichen Willen; die Worte, die ihr von Gott zukommen, bewahrt sie in ihrem Herzen, und indem sie sie wie zu einem Mosaik zusammensetzt, lernt sie sie tiefer verstehen (vgl. Lk 2,19.51).</p>
<p><span id="more-39829"></span>Maria ist die grosse Glaubende, die sich vertrauensvoll in die Hände Gottes gibt und sich seinem Willen überlässt. Dieses Geheimnis verdichtet sich bis zur vollen Einbeziehung in den Erlösungsauftrag Jesu. Wie das Zweite Vatikanische Konzil erklärt hat, ging &#8220;die selige Jungfrau Maria den Pilgerweg des Glaubens&#8221;. Ihre Vereinigung mit dem Sohn hielt sie in Treue bis zum Kreuz, wo sie nicht ohne göttliche Absicht stand (vgl. Joh 19,25), heftig mit ihrem Eingeborenen litt und sich mit seinem Opfer in mütterlichem Geist verband, indem sie der Opferung dessen, den sie geboren hatte, liebevoll zustimmte.</p>
<p>Und schliesslich wurde sie von Christus Jesus selbst, als er am Kreuz starb, dem Jünger zur Mutter gegeben mit den Worten: Frau, siehe da dein Sohn. Von der Verkündigung bis zum Kreuz ist Maria diejenige, die das Wort aufnimmt – das Wort, das in ihr Fleisch annimmt und am Ende verstummt im Schweigen des Todes. Sie ist es schliesslich, die in ihre Arme den bereits leblosen hingegebenen Leib dessen aufnimmt, der die Seinen wirklich &#8220;bis zur Vollendung&#8221; (Joh 13,1) geliebt hat.</p>
<p>Darum wenden wir uns jedesmal, wenn wir in der Eucharistiefeier den Leib und das Blut Christi empfangen, auch an sie, die in voller Zustimmung das Opfer Christi für die ganze Kirche angenommen hat. Zu Recht haben die Synodenväter bekräftigt, dass &#8220;Maria die Teilnahme der Kirche am Opfer des Erlösers eröffnet&#8221;. Sie ist die Unbefleckte, die die Gabe Gottes bedingungslos annimmt und auf diese Weise am Heilswerk beteiligt wird. Maria von Nazaret, die Ikone der entstehenden Kirche, ist das Vorbild dafür, wie jeder von uns das Geschenk empfangen soll, zu dem Jesus in der Eucharistie sich selbst macht. (Nachsynodales Apostolisches Schreiben &#8220;Sacramentum caritatis&#8221;, 33</p>
<p><a href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/apost_exhortations/documents/hf_ben-xvi_exh_20070222_sacramentum-caritatis_ge.html">Sacramentum-Caritatis:</a> Nachsynodales Schreiben über die Eucharistie</p>
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		<title>100. Geburtstag von Pietro Kardinal Palazzini</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 20:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Priester Ordensleute]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialkompetenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Seelsorger, Gelehrter und Gerechter unter den Völkern Ein Mann des Glaubens und der Kirche in allen Lebenslagen Zum 100. Geburtstag von Pietro Kardinal Palazzini (1912-2000), eines Seelsorgers, Gelehrten und Gerechten unter den Völkern Von Ulrich Nersinger* Rom, 18. Mai 2012, zenit.org Am 19. Mai 1912 wurde in Piobbico, in den italienischen Marken, Pietro Palazzini, eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Seelsorger, Gelehrter und Gerechter unter den Völkern</strong></em></p>
<p><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Zenit.org-Rom1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39826" title="Zenit.org Rom" src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Zenit.org-Rom1-e1337374981143-150x143.jpg" alt="" width="150" height="143" /></a>Ein Mann des Glaubens und der Kirche in allen Lebenslagen</p>
<p><strong>Zum 100. Geburtstag von Pietro Kardinal Palazzini (1912-2000), eines Seelsorgers, Gelehrten und Gerechten unter den Völkern</strong></p>
<p>Von Ulrich Nersinger*</p>
<p>Rom, 18. Mai 2012, zenit.org</p>
<p>Am 19. Mai 1912 wurde in Piobbico, in den italienischen Marken, Pietro Palazzini, eines der verdienstvollsten und angesehensten Mitglieder des  Kardinalskollegiums geboren.</p>
<p><span id="more-39813"></span>Der Purpurträger entstammte einfachen Verhältnissen; der Vater war Droschkenkutscher gewesen, die Mutter Schneiderin. Während seines Studiums im &#8220;Seminario Pio XI&#8221; der Diözese Fano erhielt er ein Stipendium, mit dem er in das römische Priesterseminar wechselte und an der Päpstlichen Lateranuniversität die Kurse in Theologie und kirchlichem wie weltlichem Recht belegte. Er erwarb ausgezeichnete Doktorate in beiden Disziplinen. Nach einem Jahr als Vizedirektor des bischöflichen Seminars von Cagli wurde er nach Rom zurückberufen und bekleidete dort von 1942 bis 1945 das Amt eines Assistenten und Vizerektors des &#8220;Seminario Romano Maggiore&#8221; beim Lateran. Im Juli 1945 wurde er mit der Professur für Moraltheologie an der Päpstlichen Lateranuniversität betraut. Elf Jahre lang dozierte er, bis er 1956 von Papst Pius XII. (1939-1958) zum Untersekretär der Religiosenkongregation ernannt wurde. Am 18. Dezember 1958 erfolgte die Berufung zum Sekretär der Konzilskongregation (&#8220;Sacra Congregazione del Concilio&#8221; war die Bezeichnung für die spätere Kleruskongregation).</p>
<p>Mit dem Datum vom 28. August 1962 verlieh ihm der selige Johannes XXIII. (1958-1963) die Würde eines Titularerzbischofs von Cäserea in Kappadozien; die Bischofsweihe spendete ihm knapp einen Monat später, am 21. September, der Heilige Vater selber. Mit grossem Interesse und Engagement nahm Monsignore Palazzini am II. Vatikanischen Konzil teil. Im Konsistorium vom 5. März 1973 empfing er aus den Händen Papst Pauls VI. (1963-1978) das Rote Birett und erhielt die Diakonie S. Pier Damiani ai Monti di S. Paolo zugewiesen (ein Jahr später optierte er auf die Diakonie S. Girolamo della Carita; 1983 wechselte er in die Rangklasse der Kardinalpriester, gleichzeitig wurde seine Diakonie &#8220;pro hac vice – für dieses eine Mal&#8221; zur Titelkirche erhoben).</p>
<p>Am 27. Juni 1980 ernannte ihn der selige Johannes Paul II. (1978-2005) zum Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren; dieser Verpflichtung widmete er sich mit beachtlichem Arbeitseifer. In seine Amtszeit fiel die Umstrukturierung der Kongregation und Neuregelung der Selig- und Heiligsprechungsverfahren. 1984 war an seiner Behörde ein Studium zur Ausbildung von Mitarbeitern in Beatifikations- und Kanonisationsprozessen errichtet worden, die Eröffnungsvorlesung eines neuen Kurses übernahm er stets selber. Am 1. Juli 1988 trat er aus Altersgründen von seinem Amt als Präfekt der Kongregation zurück. Im Oktober des Jahres 2000 gab der Kardinal seine unsterbliche Seele dem Schöpfer zurück.</p>
<p>Beachtlich ist, was Palazzini auf wissenschaftlichem und publizistischem Gebiet leistete. Er war u. a. der Hauptbegründer des zwölfbändigen hagiographischen Standardwerkes &#8220;Bibliotheca Sanctorum&#8221; und Gründer der theologischen Zeitschrift &#8220;Studi Cattolici&#8221;, er zeichnete verantwortlich für den &#8220;Dizionario di teologia morale&#8221; (1955) und den sechsbändigen &#8220;Dizionario dei Concilii&#8221;  (1963); mit grossem Eifer und Fachwissen versah er die Aufgaben eines Redakteurs der &#8220;Enciclopedia Cattolica Italiana&#8221;. Der &#8220;Osservatore Romano&#8221;, die Tageszeitung des Vatikans, verdankt ihm eine Vielzahl von qualifizierten und aufschlussreichen Artikeln.</p>
<p>1985 waren viele Katholiken überrascht, als sie erfuhren, dass der Kardinal mit der höchsten Ehrung bedacht wurde, die der Staat Israel einem Nicht-Juden verleiht. Am 19. August 1953 war im israelischen Parlament, der Knesset, das &#8220;Gesetz zum Andenken an die Märtyrer und Helden – Yad Vashim&#8221; verabschiedet worden. Mit ihm wurde die Gründung einer Holocaust-Gedenkstätte erwirkt, in der man der Opfer der Shoa, aber auch der Nichtjuden gedachte, die sich in dieser dämonischen Zeit als &#8220;gerecht&#8221; erwiesen hatten. Eine hochrangige Kommission unter der Leitung des Obersten Gerichtshofs des Staates Israel verleiht an Menschen, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens Juden vor dem Tode bewahrten, den Titel &#8220;Gerechter unter den Völkern&#8221;.</p>
<p>Das, was in jüdischen Augen von todesverachtendem Mut, konsequentem Handeln und tiefer Menschlichkeit zeugte, hatte sich in den Jahren 1943 bis 1944 in Rom zugetragen, im Priesterseminar der Diözese des Papstes, als Don Pietro Palazzini dort die Ämter eines Assistenten und Vizerektors innehatte. Über die Geschehnisse, die sich in der Zeit der deutschen Besatzung Roms in seiner Arbeitsstätte ereigneten, schwieg der Purpurträger zumeist. Erst 1995 konnte man ihn dazu bewegen, seine Erinnerungen aufzuschreiben; er gab ihnen die Überschrift &#8220;Il Clero e l’occupazione tedesca di Roma – Il ruolo del Seminario Romano Maggiore – Der Klerus und die deutsche Okkupation Roms – Die Rolle des römischen Priesterseminars&#8221; (Roma 1995).</p>
<p>Viele Menschen, die nun um ihr Leben fürchten mussten, fanden im Vatikan, in dessen exterritorialen Besitzungen und vielen katholischen Ordenshäusern Unterschlupf – die Order hierzu war aus dem Apostolischen Palast, von Papst Pius XII. höchstpersönlich, gekommen. Auch am Lateran richtete man sich auf einen Zustrom von Flüchtlingen ein. Die exterritoriale Zone bei der Bischofskirche des Papstes umfasste die Basilika, das Gebäude der &#8220;Scala Santa&#8221; (Heilige Stiege), den Apostolischen Palast, die Residenzen der Kanoniker und Beichtväter, die Universität und das römische Priesterseminar. Jeder, der in der exterritorialen Zone des Laterans Zuflucht fand, hatte eine Erklärung zu unterzeichnen: Er versprach die Neutralität des Vatikanstaates zu respektieren und nichts zu unternehmen, was dieser Neutralität hätte schaden können.</p>
<p>Oft war es Don Pietro Palazzini, der gefährdete Personen in den sicheren Lateran brachte. In der zweiten Septemberhälfte des Jahres 1943 bat ihn der Rektor, die Wohnung von Monsignore Pietro Barbieri in der Via Cernai, Nr. 14, aufzusuchen. Dort befände sich eine Person, die so schnell wie möglich in Sicherheit gebracht werden müsse. Im Haus von Mons. Barbieri [1], einem Beamten der römischen Kurie, traf er auf seinen Schutzbefohlenen. Der Unbekannte setzte sofort eine Sonnenbrille auf; dann verliessen sie das Haus. Da ihnen kein Auto zur Verfügung statt, fuhren sie mit der Linie 16 der römischen Strassenbahn in Richtung Lateran. Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle, so dass Palazzini seinen Begleiter bald zu seinem Zimmer im Seminar führen konnte. Der Neuzugang war kein Geringerer als der Sozialistenführer Pietro Nenni.</p>
<p>Noch viele andere Personen, die später im italienischen Staat an entscheidender Stelle Verantwortung übernahmen, sollten im Seminar Aufnahme finden. Ein weiterer berühmter Politiker war &#8220;Porta&#8221;. Der Betreffende hatte sich so genannt, weil an seiner Zimmertür immer noch der Name des Seminaristen, der hier seine Kammer gehabt hatte, stand: Don Alfonso Porta.  Hinter dem Pseudonym verbarg sich Alcide De Gasperi.  Fast die gesamte Führungsgruppe des &#8220;Comitato Liberazione Nazionale – C.L.N.&#8221; (Komitee zur Nationalen Befreiung), an ihrer Spitze der ehemalige Ministerpräsident Italiens, Ivanoe Bonemi, lebte im römischen Priesterseminar.</p>
<p>Ein Blick auf die Berufe der Personen, die Unterschlupf im römischen Seminar fanden, zeigt ein breites soziales Spektrum: im Hause befanden sich Ex-Minister und Angehörige des Adels, Senatoren, Generäle und einfache Soldaten, Professoren und Studenten, Ärzte, Ingenieure, Unternehmer, Kaufleute, Angestellte und Arbeiter. Im Seminar selber fanden 200 Verfolgte Zuflucht, auf dem gesamten Gebiet der exterritorialen Zone des Laterans waren es 1068 Menschen. Palazzinis besondere Sorge galt den jüdischen Mitbürgern, denen er im römischen Priesterseminar eine sichere Heimstätte gegeben hatte.</p>
<p>Diese Mitmenschen mosaischen Bekenntnisses waren aber nicht die einzigen ihres Volkes, die ihr Leben Pietro Palazzini zu verdanken hatten. Über weitere Namen und die nicht ungefährliche Aktionen zur Rettung von Juden schwieg der Kardinal beharrlich. Aber es dürften noch sehr viele mehr gewesen sein, die dank seiner Bemühungen der Folter in der Via Tasso, dem Sitz der Gestapo und des SD, entgingen und denen der Weg in die Todeskammern der Konzerntrationslager erspart blieb.</p>
<p>Zu einer nicht abzuschätzenden Gefahr für die exterritoriale Zone des Laterans wurde der unfreiwillige Aufenthalt einer der wichtigsten Personen des italienischen Widerstands. General Roberto Bencivenga hatte sich in den Lateran begeben, um zu einem kurzen Gespräch mit Ivanoe Bonomi zusammenzutreffen. Beim Verlassen des Seminars rutschte er auf dem glatten Marmorboden aus; er fiel so unglücklich, dass er sich den Oberschenkel brach. Den General in ein Krankenhaus zu bringen, ohne dass er Gefahr lief, in die Hände der Nazis zu fallen, schien unmöglich. Palazzini entschied sich spontan, den General im Seminar zu verstecken und ihn dort behandeln zu lassen.</p>
<p>Auch in eine weitere gefährliche Situation war Palazzini persönlich involviert (später betrachtete er sie eher mit einer gewissen Heiterkeit). Pietro Nenni hatte im Seminar begonnen, die Geschichte der Sozialistischen Partei zu schreiben. Bevor er das Seminar aus Sicherheitsgründen verliess, übergab er seine Aufzeichnungen Palazzini. Der Priester wollte in diesen unsicheren Tagen die Blätter nicht im Hause deponieren. Er überlegte, wo er das Manuskript verstecken könnte. Er ging dann in den grossen Verschlag, in dem die Kühe und Schweine zur Versorgung des Laterans untergebracht waren; dort schob er es provisorisch zwischen die Strohballen.</p>
<p>Die folgende Zeit waren so ereignisreich, dass er auf Nennis Niederschrift vergass. Einige Tage später kam der Kuhhirte zu ihm, vor Aufregung am ganzen Leib zitternd. Als er die Tiere mit Stroh füttern wollte, hatte er das Manuskript gefunden und auf dem Titelblatt den Namen Nennis gelesen. Die Person, zu der er am meisten Vertrauen hatte, war Palazzini, und so ging er mit seinem brisanten Fund zu ihm. Zur Erleichterung des Priesters sprach der verängstigte Kuhhirte mit niemandem über die Angelegenheit. Am 5. Juni liess Palazzini das Manuskript seinem Besitzer wieder zukommen.</p>
<p>Viele, denen das &#8220;Seminario Maggiore Romano&#8221; Zuflucht geboten hatte,  vergassen nach der Befreiung Roms ihre Wohltäter nicht. Das Seminar erhielt schon in den Tagen, die auf den 4. Juni 1944 folgten, eine Reihe von Dankesschreiben; unter diesen befanden sich Briefe von Alcide De Gasperi, Roberto Bencivenga und Pietro Nenni. Pietro Palazzini und viele andere Priester der Ewigen Stadt waren keine Männer, die Ehre suchten. Das, was sie taten, empfanden sie als selbstverständlich. Es kam ihnen nicht in den Sinn, in ihrem Handeln etwas anderes zu sehen, als das, was von ihnen als Christ und Priester gefordert war. Von all diesen stillen Helden war immer nur zu hören: &#8220;Wir haben doch nur unsere Pflicht getan!&#8221;</p>
<p>[1] Die Stadt Rom ehrte Monsignore Pietro Barbieri (1883-1963), indem  sie am 9. Dezember 1976 eine Strasse (zwischen der Basilika S. Maria degli Angeli und der Via Cernai) nach ihm benannte.</p>
<p><em>*</em>Ulrich Nersinger ist Historiker und Spezialist für Geschichte der Päpste und des Vatikanstaates. Er studierte Philosophie und Theologie in Bonn, Wien und Rom und am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie. Er ist Mitglied der &#8220;Pontificia Accademia Cultorum Martyrum&#8221;. Unter seinen zahlreichen Veröffentlichungen sind ein zweibändiges Werk „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3936741654/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;tag=zenit-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3936741654">Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof</a>&#8221; und sein neuestes Werk „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3867441936/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;tag=zenit-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3867441936">Tiara und Schwert &#8211; Die Päpste als Kriegsherren</a>“.</p>
<p><a href="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/homilies/2000/documents/hf_jp-ii_hom_20001013_card-palazzini_en.html">Predigt:</a> Beisetzung 13. Oktober 2000: englisch</p>
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		<title>Die Multi 2012</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 16:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie Glaubensweitergabe]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Multi&#8221;die grösste multilaterale Jugendbegegnung Deutschlands Interview mit Wolfgang Heitzer, Koordinator Internationale Begegnungen, Büro für Interkultur der Stadt Oberhausen Von Britta Dörre Oberhausen, 18. Mai 2012, zenit.org Wolfgang Heitzer engagiert sich seit mehr als zwanzig Jahren intensiv in der Jugendarbeit. Eines seiner wichtigsten Projekte ist die &#8220;Multi&#8221;, die grösste multilaterale Jugendbegegnung Deutschlands. Kultureller, interreligiöser Austausch und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>&#8220;Multi&#8221;die grösste multilaterale Jugendbegegnung Deutschlands</strong></em></p>
<p><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Schirmherrschaft.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39806" title="Schirmherrschaft" src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Schirmherrschaft-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Interview mit Wolfgang Heitzer, Koordinator Internationale Begegnungen, Büro für Interkultur der Stadt Oberhausen</p>
<p>Von Britta Dörre</p>
<p>Oberhausen, 18. Mai 2012, zenit.org</p>
<p>Wolfgang Heitzer engagiert sich seit mehr als zwanzig Jahren intensiv in der Jugendarbeit. Eines seiner wichtigsten Projekte ist die &#8220;Multi&#8221;, die grösste multilaterale Jugendbegegnung Deutschlands. Kultureller, interreligiöser Austausch und Friedensarbeit sind die Leitideen des 1992 ins Leben gerufenen Projektes, an dem Jugendliche von 14 bis 17 Jahren aus 12 verschiedenen Nationen teilnehmen.</p>
<p><span id="more-39793"></span>ZENIT: Was ist die &#8220;Multi&#8221;?</p>
<p>Wolfgang Heitzer: Im Ruhrgebiet leben circa 5,3 Millionen Menschen, und ihr Durchschnittsalter ist relativ niedrig. Deshalb wird im Ruhrgebiet auf die Jugendarbeit ein &#8221; in Oberhausen organisiert Jugendbegegnungen mit dem Ziel, Jugendliche unterschiedlichster Kulturkreise zusammenzubringen und Friedensarbeit zu leben. Der respektvolle Umgang mit dem Nächsten ungeachtet seiner Nationalität, Sprache, Hautfarbe, Bildung, sozialer Herkunft etc. ist die Grundlage für ein friedvolles Miteinander. Die Jugendlichen lernen andere Kulturkreise kennen, schliessen Freundschaften und bauen Brücken.</p>
<p>Die &#8220;Multi&#8221; ist 1992 aus Städtepartnerschaften entstanden. Damals haben sich drei Nationen beteiligt, mittlerweile besteht ein riesiges Netzwerk von insgesamt 11 Ländern. Alle zwei Jahre ist Oberhausen Gastgeber für circa 400 Jugendliche aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen und Nationen. In diesem Jahr werden vom 5. bis zum 19. August Jugendliche aus Grossbritannien, Italien, Israel, Polen, Rumänien, Bashkortostan, Ukraine oder auch China teilnehmen, um nur einige der Teilnehmerländer zu nennen.</p>
<p>Der organisatorische Aufwand ist aufgrund der Vielzahl der Nationen erheblich. In Oberhausen werden die Jugendlichen in Gastfamilien untergebracht. Das hat den grossen Vorteil, dass die Jugendlichen auf Gleichaltrige treffen und in das Familienleben eingebunden sind. Gleichzeitig bietet der Aufenthalt in den Familien die Gelegenheit, die Kultur des anderen aus der Nähe und im Alltag kennenzulernen. Durch die Gastfamilien entsteht ein Netzwerk, das immer weiter ausgebaut wird.</p>
<p>Der Jugendliche einer Oberhausener Gastfamilie, der eine Unterkunft zur Verfügung stellt, kann 2013 zu einer Familie eines Oberhausener Partners ins Ausland reisen.</p>
<p>Die Gastfamilien beschreiben die Erfahrung als sehr positiv. Bei Sprachproblemen hilft das eigens für die &#8220;Multi&#8221;-Teilnehmer erstellte polyglotte Wörterbuch, das in jedem Begrüssungsrucksack zur Grundausstattung zählt.</p>
<p>ZENIT: Wer kann an der Multi teilnehmen?</p>
<p>Wolfgang Heitzer: An der &#8220;Multi&#8221; können Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren teilnehmen. Die Bewerbung ist online möglich. Das Projekt ist umklammert verschiedene Bildungs-und Sozialschichten. Wir versuchen immer, den Jugendlichen zu helfen. Wenn zum Beispiel keine Unterkunft für einen Gast zur Verfügung gestellt werden oder der Reisebeitrag nicht aufgebracht werden kann, der Jugendliche aber ein grosses Interesse an der &#8220;Multi&#8221; zeigt, suchen wir nach einer Lösung und können auf Spenden und Patenschaften zurückgreifen.</p>
<p>ZENIT: Wie finanziert sich das Projekt?</p>
<p>Wolfgang Heitzer: Das Projekt hat eine Vielzahl von Sponsoren, die man unserer Homepage entnehmen kann. Aus öffentlicher Hand erhalten wir Gelder vom Bund (Bundesjugendministerium), dem Land Nordrhein-Westfalen und einen Sockelbetrag von der Stadt Oberhausen.</p>
<p>ZENIT: Wie sieht das typische Programm einer &#8220;Multi&#8221; aus?</p>
<p>Wolfgang Heitzer: Das Programm wird von ehrenamtlichen Multiplikatoren, das heisst in der Regel ehemaligen Multi-Teilnehmern, in Zusammenarbeit mit dem Büro für Interkultur der Stadt Oberhausen gestaltet. Das Programm zielt darauf, die unterschiedlichen Interessen und Begabungen der Jugendlichen anzusprechen und ihre Kreativität zu fördern. In den Workshops treffen Jugendliche aus den verschiedensten Kulturkreisen aufeinander und arbeiten gemeinsam an einem Projekt, zum Beispiel an einem Theaterstück. Die Jugendlichen verbringen viel Zeit miteinander und haben die Möglichkeit, im Alltag und in Gesprächen nicht nur viel über die Kultur des anderen, sondern auch über die eigene Kultur zu lernen.</p>
<p>Die &#8220;Multi&#8221; richtet sich nicht an Erwachsene, sondern an Jugendliche. Deshalb versuchen wir, mit dem Programm auf ihre Interessen und Erwartungen einzugehen. Die Jugendlichen sollen Spass haben.</p>
<p>Traditioneller Auftakt ist die &#8220;Ice-Break-Party&#8221;, bei der &#8220;das Eis gebrochen werden soll&#8221;. 400 Jugendliche, die sich nicht kennen, die nicht dieselbe Sprache sprechen, sollen sich kennenlernen und miteinander sprechen. Um die Kontaktaufnahme zu erleichtern, haben die Organisatoren sich einen kleinen Trick ausgedacht. Alle Teilnehmer wählen einen der 40 Workshops selbst aus. Anschliessend beginnt die grosse Tauschbörse, bei der die Jugendlichen aufeinander zugehen müssen, um einen passenden Tauschpartner zu finden und am jeweiligen Wunschprojekt teilnehmen zu können.</p>
<p>Alles Wissenswerte über die Stadt Oberhausen erfahren die Jugendlichen beim Stadtspiel. In den Projekten und Workshops stehen Sport und Kultur auf dem Programm. Kunst, Theater, Pantomime und Musikgruppen stehen im kreativen Bereich zur Auswahl. Wer sich lieber sportlich betätigen möchte, kann zum Beispiel mit einem Fussballtrainer seine Technik verbessern. Auf grosses Interesse stösst erfahrungsgemäss das &#8220;Dice Stacking&#8221;, ein Geschicklichkeitsspiel mit Würfeln. Alle Gruppen werden von Fachkräften und Profis geleitet.</p>
<p>Ein weiterer fester Bestandteil des Programms ist der Sozialtag. Zunächst hatten wir Bedenken, die Jugendlichen an einem Tag soziale Aufgaben übernehmen zu lassen, doch der grosse Erfolg hat uns recht gegeben. Zu unserer Überraschung sind die Jugendlichen sehr begeistert von den Tätigkeiten. Am Sozialtag gehen die Jugendlichen zum Beispiel in das Altenheim Haus Gottesdank und kümmern sich um die Senioren. Sie kochen gemeinsam und hören den Erzählungen zu. Die Resonanz war bei allen überaus positiv.</p>
<p>ZENIT: Was ist den &#8220;Multis&#8221; wichtig?</p>
<p>Wolfgang Heitzer: Die Jugendlichen möchten andere Kulturkreise kennenzulernen, neue Freundschaften  schliessen, ihren Horizont erweitern. Sie sind sehr offen und am Dialog interessiert. Wir bereiten die Jugendlichen natürlich vor. Die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit liegt uns sehr am Herzen. Deshalb sind wir sehr froh, dass in diesem Jahr die israelische Sängerin Noa die Schirmherrschaft der &#8220;Multi 2012&#8243; übernehmen wird.</p>
<p>Wir wollen Friedensarbeit leisten; christliche,  muslimische oder auch jüdische Jugendliche, um nur einige Glaubensrichtungen zu nennen, arbeiten gemeinsam an Projekten und Workshops, lernen sich kennen und schliessen Freundschaften. Jeder von ihnen ist Botschafter seines Landes und Kulturmittler.</p>
<p>Die Teilnehmer sind sich dieser Aufgabe bewusst. Sie suchen den Dialog und diskutieren über Themen wie Menschenrechte, Immigration und die damit verbundenen Probleme.</p>
<p>Die Oberhausener Jugendlichen nehmen meist mehrfach an der Multi teil, anschliessend bringen sie ihre Erfahrung als Multiplikatoren ein und übernehmen eine Leiterfunktion. Für sie ist es wichtig, einen Beitrag zu leisten und Verantwortung übernehmen zu können. Unsere Homepage wird zum Beispiel von einem ehemaligen &#8220;Multi&#8221; gestaltet und betreut.</p>
<p>Die &#8220;Multi&#8221; stellt als grösste multilaterale Jugendbegegnung Deutschlands für die Jugendlichen eine wichtige Plattform dar, um sich auszudrücken, die eigene Meinung zu äussern, Stellung zu beziehen, neue Erfahrungen zu sammeln, aufeinander zuzugehen und einen Beitrag zum interkulturellen und interreligiösen Dialog zu leisten. Die heute noch Jugendlichen sind die Erwachsenen von morgen, ihr Interesse und ihre Offenheit sind ein Beispiel für mehr Toleranz, Respekt und damit ein friedvolles Miteinander der Menschen.</p>
<p>Weitere Informationen über die &#8220;Multi 2012&#8243; kann man <a href="http://www.multi-online.org/">hier</a> entnehmen</p>
<p><a href="http://www.multi-online.org/">Multi</a> 2012</p>
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		<title>Heute startet die Pfingstnovene</title>
		<link>http://katholisch-informiert.ch/2012/05/heute-startet-die-pfingstnovene/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 12:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebete Gebetsaktionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://katholisch-informiert.ch/?p=39759</guid>
		<description><![CDATA[Eine Einladung zum Gebet Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit! Rom, kath.net, Heute startet weltweit die Pfingstnovene. KATH.NET lädt alle Leser ein, dazu täglich bis zum Pfingstfest die bekannte Pfingstsequenz und die Litanei zum Heiligen Geist zu beten: Komm, Heiliger Geist &#8211; Veni, Sancte Spiritus &#8211; Pfingstsequenz Komm, o Geist der Heiligkeit! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Eine Einladung zum Gebet</strong></em></p>
<p><strong><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Komm-Heiliger-Geist-xp2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39773" title="Komm Heiliger Geist xp" src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Komm-Heiliger-Geist-xp2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit</strong>!</p>
<p>Rom, kath.net,</p>
<p>Heute startet weltweit die Pfingstnovene. KATH.NET lädt alle Leser ein, dazu täglich bis zum Pfingstfest die bekannte Pfingstsequenz und die Litanei zum Heiligen Geist zu beten:</p>
<p><strong>Komm, Heiliger Geist &#8211; Veni, Sancte Spiritus &#8211; Pfingstsequenz</strong></p>
<p><span id="more-39759"></span>Komm, o Geist der Heiligkeit!<br />
Aus des Himmels Herrlichkeit<br />
Sende Deines Lichtes Strahl.</p>
<p>Vater aller Armen Du,<br />
Aller Herzen Licht und Ruh,<br />
Komm mit Deiner Gaben Zahl!</p>
<p>Tröster in Verlassenheit,<br />
Labsal voll der Lieblichkeit,<br />
Komm, o süsser Seelenfreund!</p>
<p>In Ermüdung schenke Ruh,<br />
In der Glut hauch Kühlung zu,<br />
Tröste den, der Tränen weint.</p>
<p>O Du Licht der Seligkeit,<br />
Mach Dir unser Herz bereit,<br />
Dring in unsre Seelen ein!</p>
<p>Ohne Deinen Gnadenschein<br />
Steht der arme Mensch allein,<br />
Kann nicht gut und sicher sein.</p>
<p>Wasche, was beflecket ist,<br />
Heile, was verwundet ist,<br />
Tränke, was da dürre steht,</p>
<p>Beuge, was verhärtet ist,<br />
Wärme, was erkaltet ist,<br />
Lenke, was da irre geht!</p>
<p>Heil&#8217;ger Geist, wir bitten Dich,<br />
Gib uns allen gnädiglich<br />
Deiner sieben Gaben Kraft!</p>
<p>Gib Verdienst in dieser Zeit<br />
Und dereinst die Seligkeit<br />
Nach vollbrachter Wanderschaft.</p>
<p><strong>Die Litanei zum Heiligen Geist</strong></p>
<p>Herr, erbarme dich unser<br />
Christus, erbarme dich unser<br />
Herr, erbarme dich unser,<br />
Christus, höre uns Christus erhöre uns</p>
<p>Gott Vater im Himmel &#8211; erbarme dich unser<br />
Gott Sohn, Erlöser der Welt<br />
Gott Heiliger Geist<br />
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einziger Gott<br />
Heiliger Geist, du Geist der Weisheit und des Verstandes<br />
Du Geist des Rates und der Stärke<br />
Du Geist der Wissenschaft und Gottseligkeit<br />
Du Geist der Furcht des Herrn<br />
Du Geist des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe<br />
Du Geist der Wahrheit, der Freude und des Friedens<br />
Du Geist der Geduld, der Güte und der Milde<br />
Du Geist der Langmut, Sanftmut und Treue<br />
Du Geist der Sittsamkeit, Mässigkeit und Keuschheit<br />
Du Lehrer und Regierer der heiligen Kirche<br />
Du Ausspender aller Gnaden<br />
Du Tröster der Betrübten<br />
Du Erleuchter der Patriarchen<br />
Du Lehrer der Apostel<br />
Du Stärke der Märtyrer<br />
Du Stütze der Bekenner<br />
Du Schirm und Schutz der Jungfrauen<br />
Du Freude aller Heiligen</p>
<p>Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt &#8211; verschone uns, o Herr<br />
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt &#8211; erhöre uns, o Herr<br />
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt &#8211; erbarme dich unser</p>
<p>Lasset uns beten: O Gott, der du die Herzen der Gläubigen gelehrt hast, verleihe uns, dass wir in diesem Geiste das, was recht ist, verstehen und uns seines Trostes allzeit erfreuen, durch Christus unsern Herrn.</p>
<p>Amen</p>
<p><a href="http://www.kathtube.com/player.php?id=26832">KathTube</a> Komm Heiliger Geist<br />
<a href="http://www.heiligenlexikon.de/Kalender/Pfingsten.html">Pfingsten</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Novene zum Heiligen Geist</title>
		<link>http://katholisch-informiert.ch/2012/05/novene-zum-heiligen-geist/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 09:15:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gebete Gebetsaktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Beten wir mit dem Heiligen Vater um seine Anliegen 5. Tag Beten wir auch um den Frieden, die Einheit und die richtige Entscheidung für die Priesterbruderschaft St. Pius X (FSSPX) Komm, Heiliger Geist, du Vater der Armen, du Spender der Gnaden, du Licht der Herzen, du bester Tröster, du lieber Gast der Seele, du sanfte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Beten wir mit dem Heiligen Vater um seine Anliegen 5. Tag</strong></em></p>
<p><strong><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Heiliger-Geist-Vatikan.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39506" title="Heiliger Geist Vatikan" src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Heiliger-Geist-Vatikan-e1336995532377-150x146.jpg" alt="" width="150" height="146" /></a>Beten wir auch um den Frieden, die Einheit und die richtige Entscheidung für die Priesterbruderschaft St. Pius X (FSSPX)</strong></p>
<p>Komm, Heiliger Geist, du Vater der Armen, du Spender der Gnaden, du Licht der Herzen, du bester Tröster, du lieber Gast der Seele, du sanfte Ruhe!</p>
<p>Innig bete ich zu dir: Reinige, erfrische und heilige meine Seele. Verleihe mir deine Gnade, reiche Tugend, ein frommes Leben, ein heiliges Sterben und die ewige Freude des Himmels.</p>
<p><span id="more-39504"></span>Voll Vertrauen bitte ich dich inständig: Schenke mir immer mehr dein Licht und entzünde mich mit deiner Liebe. Gott Heiliger Geist, den ich so oft betrübt und zurückgewiesen habe, offenbare mir deine Persönlichkeit, deine Gegenwart, deine Macht. Schenke mir die Gabe der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Stärke, der Wissenschaft, der Frömmigkeit und der Furcht Gottes.</p>
<p>Giesse aus deine Liebe in mein Herz. Gib mir einen Strahl deines heiligen Lichtes, einen Funken deines heiligen Feuers. Lasse mich ganz in deiner göttlichen Liebe versinken, damit in mir alle Makel der Sünde ausgelöscht werden. Ziere mich mit deinen 12 Früchten und lasse mich in dir leben und sterben und ewig glücklich werden. Amen.</p>
<p><strong>Bitte um die sieben Gaben des Heiligen Geistes</strong></p>
<p>Komm, o Geist der Weisheit! Unterrichte mein Herz, damit ich lerne, die himmlischen Güter zu schätzen und zu lieben und sie allen irdischen Gütern vorzuziehen. Hilf mir, immer bereit zu sein, eher alle Ehren, Reichtümer und Freuden dieser Welt hinzugeben, als deine Gnade und das ewige Heil zu verlieren.<br />
Vater unser&#8230; Gegrüsset seist du, Maria&#8230; Ehre sei&#8230;</p>
<p>Komm, o Geist des Verstandes! Erleuchte meine Seele, damit ich alle Geheimnisse des Heils und deine Offenbarungen recht erfasse und mit gläubigem Herzen annehme. Würdige mich, dereinst in deinem Lichte Gott zu schauen. Lasse mich im Himmel dich mit dem Vater und dem Sohn, von denen du ausgehst, vollkommen erkennen. Vater unser&#8230; Gegrüsset seist du, Maria&#8230; Ehre sei&#8230;</p>
<p>Komm, o Geist des Rates! Stehe mir in allen Nöten, Anliegen und Zweifeln bei. Lasse mich stets das Richtige erkennen und wählen. Schenke mir die Gnade, deinen Eingebungen treu zu folgen, die Gebote genau zu beobachten und das ewige Leben zu erben. Vater unser&#8230; Gegrüsset seist du, Maria&#8230; Ehre sei&#8230;</p>
<p>Komm, o Geist der Stärke! Gib meinem Herzen Kraft und Standhaftigkeit. Stärke es in aller Verzagtheit und Not. Verleihe mir Kraft wider die Nachstellungen meiner Feinde, damit ich in keiner Versuchung unterliege. Lasse mich nie von dir, o Gott, getrennt werden. Vater unser&#8230; Gegrüsset seist du Maria&#8230; Ehre sei&#8230;</p>
<p>Komm, o Geist der Wissenschaft! Lasse mich klar erkennen, wie ich dir am besten dienen, deinen Ruhm und deine Ehre fördern und mein Heil finden kann. Leite meine Wissbegierde, damit ich nichts zu wissen und zu kennen wünsche, das mir schädlich oder unnütz ist. Vater unser&#8230; Gegrüsset seist du, Maria&#8230; Ehre sei&#8230;</p>
<p>Komm, o Geist der Frömmigkeit! Flösse meinem Herzen wahre Gottseligkeit und heilige Liebe zum Herrn ein. Entzünde in mir Eifer für die Ehre des Allerhöchsten und lasse mich ganz deinem heiligen Dienste geweiht sein. Möge durch deine Gnade mein Leben ein immerwährendes Lob- und Dankgebet vor dem Herrn werden. Vater unser&#8230; Gegrüsset seist du, Maria&#8230; Ehre sei&#8230;</p>
<p>Komm, o Geist der Gottesfurcht! Durchdringe mein ganzes Wesen mit heiliger Furcht, damit ich Gott allzeit vor Augen habe und sorgfältig alles meide was deiner Majestät missfallen könnte. Vater unser&#8230; Gegrüsset seist du, Maria&#8230; Ehre sei&#8230;</p>
<p>O Heiliger Geist, süsser Gast meiner Seele, bleibe bei mir und mache, dass ich immer bei dir bleibe!</p>
<p><strong>Obige Gebete verrichtet man an allen neun Tagen. Es kann auch die Litanei und ein Zehner des Heilig-Geist-Rosenkranzes angefügt werden.</strong></p>
<p><a href="http://www.kathpedia.com/index.php?title=Litanei_zum_Heiligen_Geist">Litanei</a> zum Heiligen Geist<br />
<a href="http://www.kirchenweb.at/rosenkranz/rosenkranzgebete/heilig_geist_rosenkranz.htm">Rosenkranz</a> zum Heiligen Geist<br />
<a href="http://www.piusx.ch/">Priesterbruderschaft</a> St. Pius X.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>&#8220;Einen neuen Aufbruch wagen&#8221;</title>
		<link>http://katholisch-informiert.ch/2012/05/einen-neuen-aufbruch-wagen/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 06:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jahr des Glaubens]]></category>

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		<description><![CDATA[Papst an deutsche Katholiken: &#8220;Wir brauchen einen neuen Aufbruch&#8221; &#8220;Der Beitrag aller Getauften zur Neuevangelisierung ist unerlässlich&#8221; Rom, Radio Vatican, 17. Mai 2012 Mit einer Botschaft des Papstes ist am Mittwochabend der 98. Deutsche Katholikentag in Mannheim eröffnet worden. Benedikt XVI. rief zu Treue im Glauben und zur Kirche auf. &#8220;Wir dürfen die Kirche nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Papst an deutsche Katholiken: &#8220;Wir brauchen einen neuen Aufbruch&#8221;</strong></em></p>
<p><strong><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Papst-Benedikt-XVI.-der-Papst-aus-Bayern2.bmp"><img class="alignleft size-full wp-image-39756" title="Papst Benedikt XVI. der Papst aus Bayern" src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Papst-Benedikt-XVI.-der-Papst-aus-Bayern2.bmp" alt="" /></a>&#8220;Der Beitrag aller Getauften zur Neuevangelisierung ist unerlässlich&#8221;</strong></p>
<p>Rom, Radio Vatican, 17. Mai 2012</p>
<p>Mit einer Botschaft des Papstes ist am Mittwochabend der 98. Deutsche Katholikentag in Mannheim eröffnet worden. Benedikt XVI. rief zu Treue im Glauben und zur Kirche auf. &#8220;Wir dürfen die Kirche nicht in ihrem Haupt manipulieren&#8221;, heisst es in dem Grusswort, das von Papstbotschafter Jean-Claude Périsset verlesen wurde. Anschliessend wandten sich die Veranstalter und Gastgeber an die Besucher des fünftägigen Treffens; es steht unter dem Motto &#8220;Einen neuen Aufbruch wagen&#8221;. Bei kühlem, aber sonnigem Wetter waren nach offiziellen Angaben 15.000 Menschen zum Mannheimer Marktplatz gekommen. Der Papst richtete an die deutschen Katholiken den Appell zu einem neuen Aufbruch. (kna/rv)</p>
<p><strong><span id="more-39746"></span>Hier die gesamte Botschaft des Papstes im Wortlaut</strong></p>
<p>Meinem verehrten Bruder Robert Zollitsch, Erzbischof von Freiburg,<br />
den Bischöfen, Priestern, Diakonen und Ordensleuten<br />
sowie allen Teilnehmern am Katholikentag in Mannheim</p>
<p>Liebe Brüder und Schwestern in Christus! &#8220;Einen neuen Aufbruch wagen&#8221; – unter diesem Leitwort versammeln sich in diesen Tagen zahlreiche Gläubige zum 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim. In Verbundenheit grüsse ich euch alle, die ihr zur feierlichen Eröffnung auf dem Marktplatz im Herzen der Stadt zusammengekommen seid. Mein besonderer Gruss gilt dem Erzbischof von Freiburg und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Dr. Robert Zollitsch, den anwesenden Kardinälen und Bischöfen sowie dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken, das gemeinsam mit dem Erzbistum Freiburg Gastgeber dieses Katholikentags ist.</p>
<p>Ebenso grüsse ich die Vertreter der Ökumene, des öffentlichen Lebens und alle, die über die Medien mit euch verbunden sind. Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich gerne und mit grosser Dankbarkeit an meinen Pastoralbesuch im vergangenen Jahr in unserem Heimatland und an die vielen bereichernden Begegnungen mit Menschen aus allen Teilen der Bevölkerung bei diesem grossen Fest des Glaubens.</p>
<p>&#8220;Einen neuen Aufbruch wagen&#8221; steht über eurer Zusammenkunft in Mannheim. Was will uns dieses Wort eigentlich sagen? Aufbrechen heisst sich in Bewegung setzen, sich auf den Weg machen. Vielfach ist damit aber auch eine Entscheidung zur Veränderung und Erneuerung mitgemeint. Aufbrechen kann nur, wer bereit ist, Altes zurückzulassen und sich auf Neues einzulassen. Was aber bedeutet dies dann für die Gemeinschaft der Kirche, die nach dem Apostel Paulus der geheimnisvolle Leib Christi ist? Christus ist das Haupt, und wir sind die Glieder. Wir dürfen die Kirche nicht in ihrem Haupt manipulieren, sondern wir selbst sind gerufen, uns immer wieder neu als Glieder am Haupt, am &#8220;Urheber und Vollender&#8221; unseres Glaubens (vgl. Hebr 12,2) auszurichten.</p>
<p>Erneuerung trägt nur Frucht, wenn sie aus dem wirklich Neuen von Christus her geschieht, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (vgl. Joh 14,6). So betrifft Aufbruch jeden Gläubigen persönlich und zuinnerst. Durch die Taufe sind wir neu in Christus. Der Herr hat unser Menschsein von der Knechtschaft der Sünde befreit und &#8220;aufgebrochen&#8221; für die lebensspendende Beziehung mit Gott. Dieses von Gott her geschenkte Aufbrechen muss daher immer wieder ein persönliches Aufbrechen zu Gott hin werden. Jeder hat sich um seinen persönlichen Glauben zu bemühen, ihn konkret zu leben und ihn weiterzuentwickeln. Aber in unserem Glauben sind wir nicht allein, isoliert von den anderen. Wir glauben mit und in der Gemeinschaft der Kirche. Aufbruch jedes Getauften ist zugleich Aufbruch in und mit der Kirche!</p>
<p>Zu allen Zeiten gab es Menschen, die diesen Aufbruch gewagt haben und in denen sich die Gegenwart Gottes besonders deutlich gezeigt hat. Das Glaubenszeugnis der Heiligen und der grossen Schar von Christen, die froh und unerschrocken die Botschaft des Evangeliums ihren Mitmenschen verkündet haben, kann uns auch heute Mut machen zu einem neuen Aufbruch, uns anspornen zu einem neuen Mut des Glaubens. Die Heilige Schrift und die Geschichte der Kirche kennen eine Vielzahl von Menschen, denen das Allgemeinübliche ihrer Zeit nicht genügte, ja nicht genügen konnte. Mit unruhigem und offenem Herzen waren sie fähig, in ihrem Leben und in den Anforderungen des Alltags den &#8220;Heraus-Ruf&#8221; Gottes zu vernehmen.</p>
<p>Nicht menschliche Unbeständigkeit liessen sie aufbrechen, sondern die Sehnsucht nach Wahrheit und das Hören auf Gottes Wort. Wahrer Aufbruch, so zeigen sie uns, besteht im Gehorsam und Vertrauen gegenüber Gottes Weisung und Ruf. Wer sich von Gott angeredet weiss und aus diesem Dialog mit Gott heraus sein Leben gestaltet, überwindet Enge und Ängstlichkeit und kann so &#8220;Rede und Antwort geben von der Hoffnung, die ihn erfüllt&#8221; (vgl. 1 Petr 3,15).</p>
<p>Ein Sohn der Stadt Mannheim, der Jesuitenpater und spätere Märtyrer Alfred Delp, schildert uns in einer Betrachtung, die er wenige Wochen vor seinem Tod geschrieben hat, jene Menschen, die unter dem Anruf Gottes aufbrechen und sich auf den Weg zu machen wagen: &#8220;Es sind dies die Menschen&#8221;, so schreibt er, &#8220;mit den unendlichen Augen. Sie haben Hunger und Durst nach dem Endgültigen; richtig Hunger und Durst. Sie sind der entsprechenden Entschlüsse fähig. Sie ordnen das Leben seinen Endgültigkeiten unter. Suchende, fahrende Menschen sind sie geworden, weil sie dem inneren Ruf und dem äusseren Zeichen – das sie ohne den innerlichen Hunger und die gespannte Wachheit nie bemerkt hätten – mehr glaubten als der sicheren und behaglichen Seßhaftigkeit&#8221; (Im Angesicht des Todes, 97f).</p>
<p>Liebe Schwestern und Brüder!</p>
<p>Der Katholikentag ist in einer Stadt zu Gast, in der sich eine schier unübersehbare Vielfalt von Ideen und Auffassungen, von Lebensentwürfen und Religionen findet. Das Wagnis eines neuen Aufbruchs bedeutet in einer solchen Umgebung, ihre Chancen und Gefährdungen zu erkennen und Räume echten Miteinanders zu schaffen. Denn nur eine Menschheit, in der die &#8220;Zivilisation der Liebe&#8221; herrscht, wird sich eines wahren und bleibenden Friedens erfreuen können. Als Kirche haben wir den Auftrag, den Anspruch und die Botschaft des Evangeliums offen und klar zu verkünden. Der Beitrag aller Getauften zur Neuevangelisierung ist unerlässlich. Auch unser Land braucht einen neuen missionarischen, apostolischen Aufbruch. Ein besonderes Wort möchte ich den Jugendlichen und jungen Erwachsenen widmen. Vielen von euch durfte ich im vergangenen Jahr beim Weltjugendtag in Madrid und einige Wochen später bei der Vigilfeier in Freiburg begegnen. Wer wie ihr sein Leben noch vor sich hat, ist immer wieder gefordert, Entscheidungen zu treffen und auch bei Enttäuschungen wieder aufzustehen und kraftvoll Zukunft zu gestalten. Habt den Mut, euch an Jesus Christus zu orientieren!</p>
<p>Stärkt euch gegenseitig im Glauben! Steht in eurem Freundeskreis, in Schule und Beruf für die Botschaft des Evangeliums ein! Wie Christus die Kirche liebt (vgl. Eph 5,25), wollen auch wir die Kirche lieben. Ja, identifiziert euch mit der Kirche, weil sich Christus mit der Kirche identifiziert, weil sich Christus mit uns identifiziert! Schöpft aus dem Leben und aus der Wahrheit, die uns Christus in der Kirche schenkt! Wir alle wollen diesen Schatz der Liebe Gottes den Menschen in unserm Land bringen. Auf sein Wort hin wollen wir aufbrechen (vgl. Lk 5,5) und so Gottes Aufbruch zu uns Menschen erwidern. Der 98. Katholikentag bildet gewissermassen einen Auftakt zum Jahr des Glaubens, das wir in Kürze anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils beginnen werden.</p>
<p>So mögen diese Tage zu einem Glaubensfest werden und mithelfen, den Glauben der Kirche in seiner Schönheit und Frische wiederzuentdecken, ihn sich aufs neue und immer tiefer anzueignen wie auch in eine neue Zeit hinein zu verkünden. Mit diesem Wunsch lege ich den Verlauf des Katholikentags in Gottes Hände und erteile euch allen von Herzen den Apostolischen Segen.</p>
<p>Aus dem Vatikan, am 14. Mai 2012<br />
BENEDIKTUS PP. XVI</p>
<p><a href="http://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Alfred_Delp.html">Alfred</a> Delp</p>
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		<title>Impuls zum Fest Christi Himmelfahrt</title>
		<link>http://katholisch-informiert.ch/2012/05/impuls-zum-fest-christi-himmelfahrt/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 19:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Evangelium]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist Von Msgr. Dr. Peter von Steinitz* Münster, 16. Mai 2012, zenit.org &#8220;Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel?&#8221; sagen zwei Männer in weissen Gewändern zu den Aposteln, nachdem der Herr zum Himmel aufgefahren ist. Die Frage der Engel enthält einen Ansporn, fast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist</strong></em></p>
<p><a href="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Die-Männer-in-Weiss.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39742" title="Die Männer in Weiss" src="http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2012/05/Die-Männer-in-Weiss-e1337284352604-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Von Msgr. Dr. Peter von Steinitz*</p>
<p>Münster, 16. Mai 2012, zenit.org</p>
<p>&#8220;Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel?&#8221; sagen zwei Männer in weissen Gewändern zu den Aposteln, nachdem der Herr zum Himmel aufgefahren ist. Die Frage der Engel enthält einen Ansporn, fast eine Kritik. So als wollten sie sagen: Ihr sucht Christus, der diese Welt verlassen hat, aber ihr sollt ihn nicht oben in der Luft suchen. Er ist aus der sichtbaren Welt in die unsichtbare Welt hinüber gegangen.</p>
<p><span id="more-39740"></span>In der Tat, immer wenn wir das Credo beten, sprechen wir von diesen beiden Welten. Was ist nun diese unsichtbare Welt? Gibt es so etwas wie ein Paralleluniversum?  Oder ist sie nur eine eingebildete Welt? Ein Wolkenkuckucksheim?</p>
<p>Das Fest Christi Himmelfahrt kann uns daran erinnern, dass wir uns als Christen immer wieder klarmachen müssen: diese sichtbare Welt, in der wir jetzt leben, ist nicht alles. Darin wissen wir uns auch mit vielen Nicht-Christen einig. Alle Religionen sprechen vom Jenseits. Aber erst durch Jesus Christus ist uns die jenseitige Welt als etwas absolut Erstrebenswertes erklärt worden. In der frommen Sprache des Glaubens: Christus hat uns den Himmel aufgeschlossen. Das Schicksal des Menschen nach dem Tod war bis zur Auferstehung und Himmelfahrt des Herrn ein eher düsteres. Es gab die Unterwelt, den Hades. Die elysischen Gefilde waren den Göttern vorbehalten. Selbst die frommen Hebräer kannten im Prinzip nur den Scheol, die Unterwelt. Die Gerechten des Alten Bundes befanden sich in einer Art Wartestand. Das höchte der Gefühle war der &#8220;Schoss Abrahams&#8221;, in dem im Gleichnis Jesu vom reichen Prasser der arme Lazarus ausruht von seinem elenden irdischen Leben. Aber der Himmel, die selige Anschauung Gottes und damit das höchste denkbare Glück, war verschlossen.</p>
<p>Heute denken wir an den Tag, an dem Christus diesen so anderen Seinsbereich für den Menschen zugänglich gemacht hat. Wir sagen gerne leichtfertig: &#8220;der verstorbene Vater, die verstorbene Mutter sind inzwischen sicher schon im Himmel&#8221;, so als wäre das eine Selbstverständlichkeit. Oder noch leichtsinniger, besser gesagt alberner: &#8220;Wir kommen alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind&#8221;. So zu reden (oder zu singen) würde bedeuten, das Erlösungswerk Christi ins Lächerliche und Banale herabzuziehen. Es hat ihn nämlich unsagbar viel gekostet. Und wir sollten es nicht &#8220;einfach so&#8221; entgegen nehmen.</p>
<p>Die ernsten Worte der beiden Engel zu den Männern von Galiläa können auch wir uns zu Herzen nehmen. Nach wie vor ist der Himmel nicht &#8220;oben&#8221;, in der Stratosphäre oder im schwarzen Weltraum. Er ist um uns herum, aber nicht im üblichen Sinne lokalisierbar. Es ist ein anderer Seinsbereich. Das Tor zu dieser anderen Welt ist der Tod. Unsere fünf Sinne können uns über jene Welt nichts aussagen, sie beschränken sich auf die Erkenntnis der diesseitigen Welt. Wenn wir aber das Jenseits von hier aus gar nicht sehen können, wie können wir dann etwas darüber aussagen?</p>
<p>Eben das ist der Punkt: Gott selber, der Schöpfer dieser und aller sonst noch denkbaren Welten, hat uns in seiner väterlichen Liebe mitgeteilt, wie es dort ist. Und wie man es erreicht, dort nicht in eine Düsternis, sondern in ein helles Licht zu gelangen. Wir nennen diese Selbstmitteilung Gottes die Offenbarung. Der Mensch konnte nicht von selbst darauf kommen. Wohl kann der Mensch mit seinen irdischen Möglichkeiten erkennen, dass es Gott gibt (die Schöpfung setzt einen Schöpfer voraus), aber er kann nicht wissen, &#8220;wie&#8221; Gott ist. Das wissen wir – und das ist genauso zuverlässig wie naturwissenschaftliche Erkenntnisse es in ihrem Bereich sind – von den Propheten des Alten Bundes, und dann besonders vom menschgewordenen Gottessohn selbst, Jesus Christus, der uns nicht nur mitteilt, wie &#8220;es dort oben&#8221; ist, sondern der uns durch seinen Tod, seine Auferstehung und Himmelfahrt eine Eintrittskarte zu diesen Herrlichkeiten schenkt.</p>
<p>Noch einmal: um diese jenseitige Welt wahrzunehmen, haben wir keine Sinne. Sie erschliesst sich uns nur im Glauben. Aber der verleiht uns mehr Sicherheit als alle Sinneswahrnehmung.</p>
<p>Die Männer in den weissen Gewändern kündigen an: &#8220;Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist&#8221;.</p>
<p>Warten wir nicht bis dahin, halten wir es lieber wie die Freunde Jesu: Die Jünger gingen voll Freude und Optimismus an ihre Arbeit. Auf den Ikonen der Ostkirche werden sie dargestellt, wie sie sich aufmachen, den Missionsbefehl Christi in alle Welt zu tragen. In ihrer Mitte geht Maria.</p>
<p>*Msgr. Dr. Peter von Steinitz, war bis 1980 als Architekt tätig; 1984 Priesterweihe durch den sel. Johannes Paul II.; 1987-2007 Pfarrer an St. Pantaleon, Köln; seit 2007 Seelsorger in Münster. Er ist Verfasser der katechetischen Romane: „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3980519732/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;tag=zenit-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3980519732">Pantaleon der Arzt</a>“ und „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3868052232/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;tag=zenit-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3868052232">Leo &#8211; Allah mahabba</a>“.</p>
<div id="article">
<p>Von Msgr. Dr. Peter von Steinitz*</p>
</div>
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