Vatikan-Astronom: Urknall-Theorie “zutiefst katholisch”
Der Leiter der Vatikanischen Sternwarte, Jesuitenpater Richard Anthony D’Souza, sieht zwischen Wissenschaft und Glauben keinen Gegensatz. In einem Interview mit der Wochenzeitung “Die Zeit” (Donnerstag) bezeichnete er die Theorie vom Ursprung des Universums als konform mit der kirchlichen Lehre: “Die Theorie vom Urknall ist zutiefst katholisch!”, so der Astronom unter Verweis auf den Priester Georges Lemaître, der diese Theorie einst entwickelte

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Vatikan: Neuer Direktor der Sternwarte stammt aus Indien – Vatican News
Päpstliche Sternwarte
D’Souza unterstrich, dass er die biblische Schöpfungsgeschichte ausdrücklich nicht wörtlich verstehe. Diese stehe vielmehr “im absoluten Einklang” mit der Urknall- und der Evolutionstheorie. Dabei zog der Jesuit eine methodische Grenze zwischen Religion und Naturwissenschaft. Sein Gottesbild sei kein “Lückenfüller für alles Unerklärbare”. Während die Religion Sinn und Hoffnung stifte, könne sie naturwissenschaftliche Erklärungen nicht ersetzen.
Papst Leo XIV. mahnt zu neuem Lebensstil für die Schöpfung
Die ökologische Krise der Gegenwart lässt sich nicht allein mit Daten und Algorithmen lösen. Mit dieser Botschaft wandte sich Papst Leo XIV. an die Teilnehmer des XVII. Internationalen Forums der Umweltorganisation Greenaccord, das derzeit in Treviso unter dem Motto “Building Future Together” stattfindet
Marina Tomarro – Treviso und Mario Galgano – Vatikanstadt
In einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Telegramm rief das Kirchenoberhaupt dazu auf, die Bewahrung der Schöpfung als eine Aufgabe zu begreifen, die “Geist, Herz und Hände” gleichermaßen fordern müsse.
Unter Bezugnahme auf seinen Apostolischen Brief Disegnare nuove mappe di speranza (“Neue Karten der Hoffnung zeichnen”) aus dem Jahr 2025 betonte der Papst, dass technische Daten zwar notwendig seien, aber nicht ausreichten. Es bedürfe einer Erziehung zu neuen Gewohnheiten und “tugendhaften Gemeinschaftspraktiken”, um den kommenden Generationen eine inklusive und respektvolle soziale Umwelt zu garantieren.
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