„Weide meine Schafe“
Papst Franziskus hat in seinem Brief an den Münchner Erzbischof zwei Antworten, nicht nur zu seinem Rücktrittsgesuch, sondern im Grunde auf die schwere Krise unserer Kirche in Deutschland gegeben
Von Initiative Pontifex, 11. Juni 2021
Papst Franziskus hat in seinem Brief an den Münchner Erzbischof zwei Antworten, nicht nur zu seinem Rücktrittsgesuch, sondern im Grunde auf die schwere Krise unserer Kirche in Deutschland gegeben.
Die erste Antwort ist das „Mea Culpa“. Das Eingeständnis unserer eigenen Schuld, unserer eigenen Sünden und Nachlässigkeiten ist die Voraussetzung dafür, dass Heilung passieren kann. Kein lautes „tua culpa“, oder „sua culpa“, sondern ein ehrliches und schamvolles „mea culpa“, ein Umgang mit der eigenen Schuld, frei von Selbstgerechtigkeit, Heuchelei oder Gefallsucht. Das ist der Schritt, den jeder Christ gehen kann, um frei zu werden für Gottes heilendes Wirken. Denn Gott kann alles heilen, sogar die tiefen Narben und offenen Wunden des sexuellen Missbrauchs in der Kirche. „Was uns retten wird, ist: die Tür zu öffnen für den Einen, der allein uns retten kann, und unsere Nacktheit zu bekennen: „ich habe gesündigt“, „wir haben gesündigt“ – und zu weinen, und zu stammeln, so gut wir können: „Geh weg von mir, denn ich bin ein Sünder““, schreibt der Papst und spricht dabei nicht nur seine Bischöfe an, sondern auch Dich und mich. Wir können nicht wieder gut machen, was geschehen ist und die allermeisten von uns haben auch keine Mitschuld daran. Aber die Kirche kann erneuert werden, indem einzelne sich selbst erneuern und Gott Raum geben, sie zu retten.
G7
Bischöfe fordern von G7 Einsatz für „gerechte“ und „nachhaltige“ Zukunft
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
London, 12. Juni 2021 (CNA Deutsch)
Am Vorabend des G7-Gipfels in Cornwall, der am Freitag seinen Auftakt nahm und am Sonntag endet, haben katholische Bischöfe aus ganz Grossbritannien die Staats- und Regierungschefs aufgefordert, sich für eine „gerechte“ und „nachhaltige“ Zukunft einzusetzen.
Wie die Catholic News Agency (CNA) berichtet, riefen die Bischöfe in einem Brief an den britischen Premierminister Boris Johnson zu wirtschaftlicher Unterstützung nach der Pandemie, zu mehr Hilfe für Entwicklungsländer und zu grösserer Dringlichkeit bei der Erfüllung von Umweltzielen auf.
„Wir haben jetzt die Verantwortung – besonders als wohlhabendere Nationen – schnell zu reagieren, um Massnahmen zum Wohle unserer ganzen Menschheitsfamilie und des Planeten finanziell zu unterstützen, sei es unsere eigene Gemeinschaft oder jene, die durch räumlichen Abstand von uns getrennt, aber durch unsere Abhängigkeit von der Artenvielfalt unseres gemeinsamen Hauses eng mit uns verbunden sind“, schrieben die Bischöfe in dem Brief vom 7. Juni, der am 9. Juni veröffentlicht wurde.
Kardinal Marx bietet Papst Franziskus Amtsverzicht an *UPDATE
Kardinal Reinhard Marx hat Papst Franziskus gebeten, seinen Verzicht auf das Amt des Erzbischofs von München und Freising anzunehmen und über seine weitere Verwendung zu entscheiden

Quelle
*Oster zu Marx-Rücktrittsangebot: „Das stellt unsere Fragen noch intensiver“
München, 4. Juni 2021 (CNA Deutsch)
Kardinal Reinhard Marx hat Papst Franziskus gebeten, seinen Verzicht auf das Amt des Erzbischofs von München und Freising anzunehmen und über seine weitere Verwendung zu entscheiden.
In einem Brief vom 21. Mai an Papst Franziskus legt der 67 Jahre alte Kardinal seine Gründe für diesen Schritt dar, und erklärt:
„Die nächsten Jahre meines Dienstes würde ich gerne verstärkt der Seelsorge widmen und mich einsetzen für eine geistliche Erneuerung der Kirche, wie Sie es ja auch unermüdlich anmahnen.“
‚Pascite Gregem Dei‘
Franziskus – ‚Pascite Gregem Dei‘ – Apostolische Konstitution: Mit der das Buch VI des Codex des kanonischen Rechtes erneuert wird
Quelle
Die Apostolische Konstitution Pascite Gregem Dei im Wortlaut
Apostolische Konstitution Pascite Gregem Dei mit der das Buch VI des Codex des kanonischen Rechtes erneuert wird
Franziskus – ‚Pascite Gregem Dei‘ – Apostolische Konstitution: Mit der das Buch VI des Codex des kanonischen Rechtes erneuert wird
„Weidet die euch anvertraute Herde Gottes, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie Gott es will“ (vgl. 1 Petr 5, 2). Diese inspirierten Worte des Apostels Petrus klingen im Ritus der Bischofsweihe nach: „Wie der Vater unseren Herrn Jesus Christus gesandt hat, um die Menschen zu erlösen, so hat dieser die Apostel gesandt. Er hat ihnen aufgetragen, in der Kraft des Heiligen Geistes das Evangelium zu predigen und alle Völker zu sammeln, sie zu heiligen und sie zu leiten. (…) [Jesus Christus selbst] führt euch durch den Bischof in Weisheit auf dem Weg durch die Zeit zur ewigen Freude“ (vgl. Die Weihe des Bischofs, der Priester und der Diakone, Nr. 42). Der Hirte aber ist dazu berufen, seine Aufgabe auszuüben «durch Rat, Zuspruch, Beispiel, aber auch in Autorität und heiliger Vollmacht» (Lumen gentium, Nr. 27), da es die Liebe und die Barmherzigkeit erforderlich machen, dass ein Vater sich auch bemüht, das wieder geradezubiegen, was manchmal krumm wird.
Vatikan/Italien
Vatikan/Italien: Papst eröffnet Bischofs-Vollversammlung
Quelle
Migranten-Ansturm auf Ceuta: ‚Eher eine politische Krise‘
Die Vollversammlung der Italienischen Bischofskonferenz in Rom ab kommenden Montag wird von Papst Franziskus persönlich eröffnet. Nach Angaben von Vatikan und Bischofskonferenz will der Papst eine Eröffnungsansprache halten.
Den Konferenzvorsitzenden, Kardinal Gualtiero Bassetti, empfing das Kirchenoberhaupt bereits an diesem Donnerstag im Vatikan. Das Thema der Vollversammlung lautet: „Das Evangelium in einer Zeit des Neuanfangs verkünden – um einen synodalen Weg anzubahnen“.
Die Vollversammlung der 235 Bischöfe und Weihbischöfe soll den Auftakt bilden für einen synodalen Prozess, zu dem der Papst die Kirche in Italien aufgerufen hat. Dieser müsse jede Gemeinde und jede Diözese erfassen und sowohl „von oben nach unten wie von unten nach oben“ wirken. Die Konferenz findet in einem römischen Hotel unweit dem Sekretariat der Bischofskonferenz statt und dauert bis Donnerstag (27. Mai).
Rundschreiben ‚Aeterni Patris‘ *UPDATE
1. Die Kirche ist die Lehrmeisterin der Religion
Quelle/Vollständiges Dokument
Papst Leo XIII.
I. Einleitung
1. Die Kirche ist die Lehrmeisterin der Religion
1 Der eingeborene Sohn des ewigen Vaters, der auf Erden erschien, um dem menschlichen Geschlechte das Heil und Licht der ewigen Wahrheit zu bringen, hat der Welt eine wahrhaft grosse und wunderbare Wohltat erwiesen, als er bei seiner Auffahrt zum Himmel den Aposteln gebot, dass sie hingingen und alle Völker lehrten [1], und die von ihm gegründete Kirche als gemeinsame und oberste Lehrerin aller Völker zurückliess. Denn die Menschen, welche die Wahrheit befreit hatte, sollten in der Wahrheit erhalten werden, und die Früchte der göttlichen Lehren, durch welche dem Menschen das Heil geworden, wären nicht lange geblieben, hätte Christus der Herr nicht zur Unterweisung der Geister im Glauben ein fortdauerndes Lehramt eingesetzt. Die Kirche aber, von den Verheissungen ihres göttlichen Urhebers getragen und in Nachahmung seiner Liebe, hat der Art ihren Auftrag erfüllt, dass sie dahin immer strebte, darnach ganz besonders verlangte, die Religion zu lehren und die Irrtümer beständig zu bekämpfen.
„Maria 1.0“ ruft Bischöfe zur Einheit mit Rom auf
„Maria 1.0“ ruft Bischöfe zur Einheit mit Rom auf – Priester sollten „unnötige Provokationen, wie die geplanten Segnungsfeiern am 10. Mai, unterlassen“
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
Berlin, 8. Mai 2021 (CNA Deutsch)
Die Initiative „Maria 1.0“ ruft die Bischöfe Deutschlands dazu auf, die Segnungsfeiern für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die von einigen Priestern für den 10. Mai geplant sind, zu unterbinden.
„Die geplanten Segnungsfeiern sind eine gezielte Provokation in Richtung von Papst Franziskus und sollten daher von den Priestern unterlassen werden“, so Clara Steinbrecher, Leiterin der Initiative, in einer Mitteilung am heutigen Samstag.





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