Konsistorium im Vatikan
Konsistorium im Vatikan: Kardinäle beraten über Weltlage und Synodalität – Am Wochenende des 26. und 27. Juni 2026 versammelt sich das Kardinalskollegium im Vatikan zu einem außerordentlichen Konsistorium. Es handelt sich um das zweite von Papst Leo XIV. einberufene Treffen dieser Art nach einer ersten Versammlung im vergangenen Januar. Ziel des Zusammentreffens im Vorfeld des Hochfests der Apostel Petrus und Paulus ist die Beratung und Vertiefung von Themen, welche die aktuelle Situation der Kirche und der Welt betreffen
Salvatore Cernuzio und Mario Galgano – Vatikanstadt
In einem Schreiben des Dekans des Kardinalskollegiums, Kardinal Giovanni Battista Re, wurden die Themenschwerpunkte vorab präzisiert. Dazu gehören die internationale Lage, der Einsatz für den Frieden unter Überwindung der Theorie des “gerechten Krieges”, die Enzyklika “Magnifica humanitas” sowie die Umsetzung des synodalen Prozesses.
Konsistorium: Austausch über Weltpolitik, Enzyklika und Synode
In einem Schreiben an alle teilnehmenden Kardinäle hat der Dekan des Kardinalskollegiums, Kardinal Giovanni Battista Re, die detaillierte Tagesordnung des kommenden Konsistoriums bekanntgegeben, welches vom 26. bis zum 29. Juni in der vatikanischen Audienzhalle und der Synodenaula stattfinden wird
Mario Galgano – Vatikanstadt
Die viertägigen Beratungen markieren eine institutionelle Neuerung, da Papst Leo XIV. am Ende der vergangenen Januartagung den Wunsch geäußert hatte, dieses Format künftig in Kontinuität zu den Generalkongregationen als jährliche feste Einrichtung fortzuführen.
Ein Raum des gegenseitigen Hörens und der globalen Bestandsaufnahme
Das erklärte Ziel des Pontifex ist es, die reichhaltigen Erfahrungen und den Rat des weltweiten Kardinalskollegiums unmittelbar fruchtbar zu machen. Das Treffen versteht sich ausdrücklich als ein Raum des gegenseitigen Zuhörens, des kollektiven Unterscheidungsvermögens und der gemeinsamen Vertiefung von Kernfragen, die das Leben und den Auftrag der Kirche in der Gegenwart betreffen. Kardinal Re betont in seinem Schreiben, dass der Erfolg dieser Arbeit maßgeblich von einer Atmosphäre der Freiheit, des Vertrauens und der Freimütigkeit abhängt, um zu einer echten, geteilten Erkenntnis zu gelangen. Der Papst baue dabei auf die aktive Mithilfe und die Unterstützung jedes einzelnen Kardinals in seinen jeweiligen lokalen Verantwortungsbereichen.
Vatikan legt Fahrplan für Synodenprozess bis 2028 vor
Das Generalsekretariat der Synode hat Richtlinien für die Fortführung und Umsetzung des weltweiten synodalen Prozesses publiziert. Das neue Dokument legt die Termine und Kriterien fest, anhand derer Ortskirchen, Bischofskonferenzen und kontinentale Zusammenschlüsse die bisherigen Ergebnisse auswerten und austauschen sollen. Ziel ist die Vorbereitung einer allgemeinen Kirchenversammlung, die im Oktober 2028 im Vatikan stattfinden wird


Quelle
Vatikan stellt Prozess für die nächsten Jahre der Weltsynode zur Synodalität vor
Mario Galgano – Vatikanstadt
Der strukturierte Weg bis zur Versammlung im Jahr 2028 gliedert sich in vier Abschnitte, die jeweils bestimmten Zielsetzungen folgen. Im ersten Halbjahr 2027 steht das Erinnern im Vordergrund. Die Diözesen und Eparchien führen Bewertungstreffen durch, um die Umsetzung des Abschlussdokuments der Synode 2021–2024 zu analysieren. Die Ergebnisse werden in einem narrativen Bericht sowie in einem Brief an die anderen Teilkirchen festgehalten.
‘Synodalkonferenz nicht für November 2026’
DBK-Chef Wilmer erwartet erste Synodalkonferenz nicht für November 2026

Quelle
Kardinal Müller: Neuer Text von Synoden-Studiengruppe ist “häretische Relativierung”
Der synodale Bericht über Homosexualität muss entschieden abgelehnt werden – der neue Tageskompass/Übersetzung
Ein Gespräch mit dem Kirchenrechtler Heribert Hallermann über den “Synodalen Ausschuss”: “Rechtswidrig und somit ungültig”
“Bewusst mit Unschärfen gearbeitet”: Kirchenrechtler Hallermann über Synodalkonferenz
Grosse Verwirrung
Von Martin Bürger
Redaktion – Samstag, 16. Mai 2026
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) erwartet die erste Zusammenkunft der Synodalkonferenz als Verstetigung des Synodalen Wegs nicht für November 2026, wie dies eigentlich geplant war. Hintergrund ist die vatikanische Prüfung der Satzung dieses neuen Gremiums auf Bundesebene, das aus Bischöfen und Nicht-Bischöfen bestehen soll, wie Bischof Heiner Wilmer SCJ am Freitag ausführte.
In einem Gespräch mit dem Fernsehsender Phoenix am Rande des Katholikentags in Würzburg sagte der Bischof: “Ich gehe persönlich nicht davon aus, dass wir schon im November zusammenkommen, aufgrund der Dynamiken, weil es von einem Diskasterium ins nächste geht.”


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