Sozialkompetenz

Jesaia 5.8

Weherufe über die Sünden der Grossen

Quelle

8. Weh denen, die ein Haus an das andere ziehen und einen Acker zum andern bringen, bis dass kein Raum mehr da sei, dass sie allein das Land besitzen! (Micha 2.2)

9. Es ist in meinen Ohren das Wort des HERRN Zebaoth: Was gilt’s, wo nicht die vielen Häuser sollen wüst werden und die grossen und feinen öde stehen?

10. Denn zehn Acker Weinberg soll nur einen Eimer geben und ein Malter Samen soll nur einen Scheffel geben.

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Jordanien

Initiative zum Jahr der Barmherzigkeit: Tafel verteilt jeden Tag 500 Mahlzeiten an Arme

Heilig-Grab-Kirche-Jerusalem-2“Da tickt eine Zeitbombe”
Israel blockiert Konten des Lateinischen Patriarchats

Amman, Fides – Dienst, 10. Dezember 2015

Am Mittwoch, den 23. Dezember beginnt eine Tafel ihre Tätigkeit, die jeden Tag von 14 Uhr bis 16 Uhr ingesamt rund 500 Mahlzeiten an Bedürftige verteilt. Das so genannte „Restaurant der Barmherzigkeit“ wurde in Amman von der Ortskirche in Zusammenarbeit mit Caritas Jordanien auf den Weg gebracht. An der offiziellen Eröffnung werden Erzbischof Maroun Laham, Vikar für Jordanien des lateinischen Patriarchats Jerusalems und der Bürgermeister von Amman teilnehmen, im Zeichen des Interesses der Institutionen für kirchliche Initiativen.

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Die alte Geschichte von Nabot wiederholt sich täglich

Mit diesen Worten aus De Nabuthae ermahnte der heilige Ambrosius die Menschen seiner Zeit

Quelle
Enzyklika Rerum novarum
Vor 75 Jahren – Pius XI. stirbt
Caritate Christi compulsi: Pius XI., Enzyklika über die gegenwärtigen Menschheitskrise: 3.5.1932
Papst Paul VI. (6o)

Mit diesen Worten aus De Nabuthae ermahnte der heilige Ambrosius die Menschen seiner Zeit. Das Werk ist nach jenem Armen in der Bibel benannt, der dem damaligen Herrrscher der Juden widersprechen musste.

von Lorenzo Cappelletti

Es war einmal ein Mann namens Nabot. Er besass in Jesreel einen Weinberg, der die Begierde Ahabs, des Königs von Samaria, weckte. Um ihn also zu erwerben, machte ihm der König verschiedene Angebote, aber Nabot lehnte sie ab: „Der Herr bewahre mich davor, dass ich dir das Erbe meiner Väter überlasse.“ Der König war in seinem Stolz verletzt. Seiner Frau Isebel entging der Missmut ihres Gatten nicht, und daher versprach sie ihm: „Ich werde dir den Weinberg Nabots aus Jesreel verschaffen.“ Sie befahl den Ältesten, zwei nichtswürdige Männer als Zeugen gegen Nabot zu suchen. Sie sollten ihn öffentlich beschuldigen, gegen Gott und den König gelästert zu haben. Gesagt, getan. Nabot wurde gesteinigt, und Ahab erwarb den Weinberg.

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… trotzdem Ja zum Leben sagen:

… trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager

“Die Konzentrationslager Hitlers und Himmlers sind heute historisch, sie sind nur ein Beispiel für vielfach andere, neuere Höllen; und wie Viktor Frankl seine Lager-Zeit überwand, das ist inzwischen anwendbar geworden auf viele, nicht nur deutsche Situationen, die Zweifel am Sinn des Lebens nahelegen”

Hans Weigel im Vorwort

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Prof. Dr. Viktor E. Frankl (1905–1997) war Professor für Neurologie und Psychiatrie an der Universität Wien und Professor für Logotherapie u.a. in San Diego, Kalifornien. Begründer der Logotherapie. Inhaber von 29 Ehrendoktoraten. Seine Bücher wurden in 22 Sprachen übersetzt.

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Friede, Versöhnung und satte Wirtschaftsverträge

Als Start seiner ersten Europareise hatte sich der iranische Präsident Rom ausgesucht – Rohani lädt auch Franziskus nach Teheran ein

Von Guido Horst

Rom, Die Tagespost, 27. Januar 2016

Bei aller Feierlichkeit, mit der der iranische Staatspräsident Hassan Rohani den ersten Europabesuch nach dem Ende des Embargos und der aussenpolitischen Isolation seines Landes in Italien begonnen hat – es blieb am Ende ein schlechter Nachgeschmack. Staatsvisite in Italien, das heisst Rom: Empfang beim Präsident der Republik, Begegnung mit dem Regierungschef, Reitergarden, Prachtuniformen, völlig blockierter Verkehr, Einfahrt in den Vatikan und Audienz beim Papst. Der Politiker und schiitische Rechtsgelehrte hatte sich ein passendes “Einfallstor” für seinen ersten öffentlichen Auftritt im Okzident ausgesucht, bevor er nach Frankreich weiterflog. Doch zur Pressekonferenz mit Ministerpräsident Matteo Renzi – ebenfalls stilvoll in den Kapitolinischen Museen – am Montagabend hatten die Verantwortlichen nackte Statuen aus Marmor abgedeckt und hinter Holzverschlägen verschwinden lassen. Sogar die Kapitolinische Venus machte ein solcher Blickschutz unsichtbar.

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Papst: Wohlstand und neue Modelle

WEF in Davos

Quelle

Das Unternehmertum ist eine edle Berufung, weil sie Wohlstand erzeugt und die Welt verbessern kann. Das schreibt Papst Franziskus in seiner Botschaft an das Weltwirtschaftsforum (WEF)im schweizerischen Davos. Zum bereits 46. Mal trifft sich in dem Skiort die Wirtschaftselite, um die Welt zu retten, so der Anspruch des Gründers Klaus Schwab. Das offizielle Thema der diesjährigen Tagung ist die sogenannte vierte industrielle Revolution, die Informatisierung der Fertigungstechnik und auch die Logistik bei der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation.

Zu diesem Thema wurde Papst Franziskus eingeladen, ein Grusswort zu schreiben. Kardinal Peter Turkson, Präsident des Rates für Gerechtigkeit und Frieden, ist in Davos und hat das Schreiben an den Präsidenten Klaus Schwab überreicht. Franziskus geht auf die Veränderungen in der Arbeitswelt ein, die die vierte industrielle Revolution nach sich gezogen haben, nicht selten Arbeitslosigkeit, soziale Ungerechtigkeit und Armut. Es müssten neue Modelle unternehmerischer Tätigkeit entwickelt werden, die technologische Fortschritte fördern, aber auch würdevolle Arbeit ermöglicht. “Der Mensch muss die technologische Entwicklung bestimmen, ohne sich von ihr beherrschen zu lassen. An sie alle appelliere ich ein weiteres Mal: Vergessen sie die Armen nicht,” schreibt Franziskus.

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Die ungerechte Kluft

Wut kann einen angesichts der Zahlen überkommen, die Oxfam Anfang der Woche zu den globalen Eigentumsverhältnissen veröffentlicht

Von Reinhard Nixdorf

Die Tagespost, 20. Januar 2016

Wut kann einen angesichts der Zahlen überkommen, die Oxfam Anfang der Woche zu den globalen Eigentumsverhältnissen veröffentlicht hat. Laut der Nichtregierungsorganisation verfügen 62 Superreiche über ein Vermögen, wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen – und das sind immerhin 3,6 Milliarden Menschen. Dies kann nicht Ergebnis eines Konkurrenzkampfes sein, bei dem jeder mit einer fairen Chance antrat.

Vermutlich arbeiten Superreiche wie Bill Gates sehr hart. Doch vor allem sind sie in einer lukrativen Branche unterwegs. Und wenn in den Vereinigten Staaten die Gehälter der Konzernbosse seit Ende der 1970er Jahre neunzig Mal schneller gestiegen sind als die der Durchschnittsangestellten, hat das weniger etwas mit ihrer Leistung zu tun als mit der Entwicklung der Börsenkurse. Harte Arbeit allein macht nicht reich. Näherinnen in Bangladesh, die für einen Hungerlohn bis zur Erschöpfung schuften, werden es bestätigen.

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