US-Bischöfe erleichtert über Einigung im Atomstreit
Am Dienstag einigte man sich und präsentierte stolz das Iran-Atomabkommen
Die US-Kirche zeigt sich nach der Einigung im Atomstreit mit dem Iran erleichtert. Das am Dienstag zwischen den UNO-Vetomächten und dem Iran getroffene Abkommen sei “epochal”, sagte der Vorsitzende der Kommissionen für internationale Gerechtigkeit und Friedensentwicklung der US-Bischofskonferenz, Oscar Cantu, am Mittwoch in einer Mitteilung.
“Wir hoffen, dass die volle Umsetzung des Abkommens schrittweise eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens schafft, damit solche Fortschritte mehr Stabilität und Dialog in die Region bringen,” betonte der Bischof von Las Cruces im US-Bundesstaat New Mexico.
Die Ansprache des Papstes im Elendsviertel Banado Norte
Volltext der Ansprache von Papst Franziskus beim Besuch im Elendsviertel Banado Norte in Asunción, Paraguay, am Sonntag, 12. Juli 2015
Quelle
Vatikan Offiziell: Besuch der Bevölkerung von Banado Norte
Do. Reiseprogramm
Ich segne euren Glauben, eure Hände, eure Gemeinschaft
Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!
Mit grosser Freude mache ich euch an diesem Morgen einen Besuch. Ich konnte mich nicht in Paraguay aufhalten, ohne zu euch zu kommen, ohne auf dieser eurer Erde zu verweilen!
Wir haben uns hier in dieser Pfarrei getroffen, die der Heiligen Familie geweiht ist. Ich muss euch gestehen, dass, seit ich an diesen Besuch dachte und als ich zu Fuss herkam, mich alles an die Heilige Familie erinnerte. Eure Gesichter zu sehen, eure Kinder, eure Grosseltern. Eure Geschichten zu hören und alles, was ihr geleistet habt, um hier zu bleiben, all die Kämpfe, die ihr geführt habt, um ein würdiges Leben, um ein Dach zu haben. Alles, was ihr tut, um den Unbilden des Wetters, den Überschwemmungen dieser letzten Wochen zu trotzen, alles verweist auf das Gedächtnis der kleinen Familie von Betlehem. Ein Kampf, der euch nicht das Lächeln, die Freude, die Hoffnung geraubt hat. Ein sich Dranmachen, das die Solidarität nicht genommen, sondern im Gegenteil, sie stimuliert hat, sie hat sie wachsen lassen.
Die Menschen ertragen das Elend nicht mehr
Die Menschen ertragen das Elend nicht mehr – Für soziale Gerechtigkeit und Brüderlichkeit unter den Menschen
Wir sagen Nein zu allen Formen der Kolonialisierung
KathTube: Papst Franziskus beim zweiten weltweiten Kongress der Volksbewegungen in Santa Cruz/Bolivien (in voller Länge ohne Überrsetzung)
Ansprache von Papst Franziskus beim II. Welttreffen der Volksbewegungen in Santa Cruz
Rom, Britta Dörre
Papst Franziskus nahm gestern am späten Nachmittag in Santa Cruz am II. Welttreffen der Volksbewegungen auf dem Messegelände “Expo Feria” teil. In seiner sehr eindrinlichen und offenen Ansprache erinnerte der Papst an ihre letzte Begegnung in Rom und an Gefühle wie “Geschwisterlichkeit, Charisma, Engagement, Durst nach Gerechtigkeit”, die er auch heute wieder empfinde.
Mit Freude stellte Papst Franziskus die Vielzahl der Menschen fest, die sich in den Volksbewegungen engagieren und bestärkte “Bischöfe, Priester und Laien gemeinsam mit den sozialen Einrichtungen der städtischen und ländlichen Randgebiete” in ihrem Engagement.
Bolivien: Das Gefängnis von Palmasola
Eines der berüchtigsten Gefängnisse in Lateinamerika: Palmasola in La Cruz, Bolivien
Papst Franziskus wird diesen Ort besuchen. Es ist kein Hochsicherheitsgefängnis, eher das Gegenteil: Eine Hüttenstadt von 10.000 Quadratmetern, umgeben von Mauern und Stacheldraht, von aussen bewacht, innen herrscht eine mafiöse Selbstverwaltung der Inhaftierten. Ausgelegt wäre die Anstalt für 800 Häftlinge, aber es leben mehr als 5.000 dort, erklärt der Sozialarbeiter Mario Mazzoleni, der in Palmasola das Umerziehungszentrum für jugendliche Straftäter leitet. 5.000 Erwachsene, “nicht gezählt die Kleinkinder, die bis zum Alter von sechs Jahren im Gefängnis bei der Mutter bleiben”.
Die Justiz in Bolivien arbeitet langsam. Das spiegelt sich in der Belegung der Haftanstalt. Vier von fünf Inhaftierten in Palmasola sind keine verurteilten Straftäter, sondern warten noch auf ihr Urteil.”Das ist ein trauriger Rekord, den wir da in Bolivien haben”, sagt Mazzoleni. Papst Franziskus besucht diesen Ort, weil er für etwas steht, ist der Sozialarbeiter überzeugt: “Palmasola ist ein Synonym für die mit Füssen getretene Würde des Menschen: dort, wo die Armen wirklich die Ärmsten sind. Ein Symbol der sozialen Ächtung.”
Papst bittet um Gebet für Griechenland
Der Papst wolle dem griechischen Volk seine Nähe bekunden, heisst es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung von Vatikansprecher Federico Lombardi

Franziskus mit dem früheren griechischen Präsidenten Karolos Papoulias, März 2014
Papst Franziskus bittet um Gebet für Griechenland. Der Papst wolle dem griechischen Volk seine Nähe bekunden, heisst es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung von Vatikansprecher Federico Lombardi. Die Nachrichten über die wirtschaftliche und soziale Lage des Landes seien besorgniserregend. Franziskus denke vor allem an die vielen Familien, die von “einer sehr komplexen und leidvollen menschlichen und sozialen Krise” schwer geprüft seien.
Die Krise als Dauerzustand
Zum ökomischen Desaster kommt der Ausverkauf politischer Grundsätze
Von Andreas Wodok
Die Tagespost, 03. Juli 2015
Zum ökomischen Desaster kommt der Ausverkauf politischer Grundsätze. Doch die schlimmste Konsequenz des Griechen-Dramas ist der soziale Sprengstoff. Der könnte für Europa schnell zu einem noch viel grösseren Problem werden. Die Lunte brennt bereits.
In welche Statistik man auch schaut, von einer “Rettung” Griechenlands kann keine Rede sein. Es droht eine humanitäre Katastrophe – und zwar in einem Ausmass, das man im Europa des 21. Jahrhunderts nicht für möglich gehalten hätte.
Die griechische Tragödie
Die Griechen haben am Sonntag bereits abgestimmt – an den Bankomaten
Von Stephan Baier
Die Tagespost, 29. Juni 2015
Wenn schon der Staat nicht zu retten ist, dann rette zumindest privat jeder, was er noch retten kann. Das mag nach einem privatwirtschaftlichen Ansatz klingen, der angesichts der paläomarxistischen Wirtschaftsideen der regierenden Syriza-Truppe fast schon vernünftig scheint. Doch der Schein trügt. Denn diese Mentalität, die nun an ihrer Bahre steht, stand auch an der Wiege der Krise: In den Jahrhunderten osmanischer Fremdherrschaft war der Staat der Feind, vor dem man Vermögen in Sicherheit bringen musste, den zu bestehlen Ehre war. So etwas prägt: den kleinen Verwaltungsbeamten, der mit 52 in Rente geht, wie den Reeder, der sein Vermögen unversteuert im Ausland bunkert. Wo aber der Staat als Selbstbedienungsladen betrachtet und politische Verantwortung zur Bereicherung der eigenen Familie, des eigenen Clans, der eigenen Partei genutzt wird, wächst kein Gemeinwohlbewusstsein. Für die öffentlichen Aufgaben war immer irgendwer zuständig: einst der Sultan, dann mächtige Familien, heute die Europäische Union. Darum fällt es Tsipras und seinen Hofideologen jetzt auch nicht schwer, die Schuld an der aktuellen Misere der EU zuzuschieben.





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