Israel/Palästina: Unruhe am Tempelberg
Der jüdische Aktivist Yehuda Glick ist am späten Mittwochabend in Jerusalem durch Schüsse schwer verletzt worden
Der in den USA geborene Glick leitet eine Organisation, die eine israelische Souveränität über den Tempelberg in Jerusalem fordert. Der Tempelberg ist für Juden, Muslime und Christen eine wichtige heilige Stätte. Er wird von der islamischen Wakf-Behörde verwaltet. Der mutmassliche Täter wurde nach Polizeiangaben am Donnerstagmorgen in Jerusalem durch Einsatzkräfte erschossen, nachdem er sich der versuchten Festnahme widersetzt hatte. Palästinensischen Angaben zufolge handelt es sich um einen Palästinenser.
In den vergangenen Tagen hatten sich
Jordaniens König warnt vor Vertreibung von Christen in Nahost
‚Historische Bedeutung der Christen für die Entwicklung der arabisch-muslimischen Zivilisation‘
Bei einem Staatsbesuch von Armeniens Präsident Serzh Sargsyan betonte Abdullah am Mittwochabend die historische Bedeutung der Christen für die Entwicklung der arabisch-muslimischen Zivilisation.
Amman, kath.net/KNA, 30. Oktober 2014
Jordaniens König Abdullah II. (Foto) hat vor einer gewaltsamen Vertreibung von arabischen Christen aus dem Nahen Osten gewarnt. Bei einem Staatsbesuch von Armeniens Präsident Serzh Sargsyan betonte Abdullah am Mittwochabend die historische Bedeutung der Christen für die Entwicklung der arabisch-muslimischen Zivilisation, wie die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtete.
Zum Tode verurteilte Asia Bibi schreibt Brief an den Papst
Betet, betet, betet (Aufruf der Gottesmutter)
Bibi bittet Franziskus um Gebet für ihre Freilassung – Sowohl Papst Benedikt XVI. als auch Franziskus forderten in Vergangenheit Freilassung der Christin.
Vatikanstadt, kath.net/ KAP, 26. Oktober 2014
Die wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilte Pakistanerin Asia Bibi hat einen Brief an Papst Franziskus gesandt. Darin bittet ihn die Christin, für ihre Freilassung zu beten, wie das Internetportal „Vatican Insider“, dem das Schreiben vorliegt, am Samstag berichtete. Darin heisse es wörtlich: „Papst Franziskus, ich bin deine Tochter, Asia Bibi. Ich beschwöre Dich: Bete für meine Rettung und für meine Freiheit. In diesem Moment kann ich mich nur Gott, dem Allmächtigen anvertrauen, der alles für mich tun kann.“
Die Zukunft der Nahost-Christen
Kampf ums schiere Überleben
Die Tagespost, 22. Oktober 2014
Papst fordert Hilfe für Christen in Nahost
Iran: Drei evangelische Christen verurteilt
Von Oliver Maksan
Während die westliche Christenheit um ihren Platz in einer radikal-säkularisierten Gesellschaft ringt und in Teilen versucht ist, ihr nachzugeben, kämpft das Christentum in seinen orientalischen Stammländern ums schiere Überleben. Letzteres hat man in Rom deutlich erkannt. Erneut hat der Papst deshalb jetzt die Lage und Zukunft der Christen in Nahost zur Chefsache gemacht und mit den zum nachsynodalen Konsistorium versammelten Kardinälen und Patriarchen beraten. Der Heilige Vater, der nach eigenen Worten sogar kurz erwogen hatte, selbst in den Irak zu fliegen, will nach Auskunft des chaldäischen Patriarchen Louis Raphael Sako ein Schreiben an die Christen im Irak richten. Für die Menschen dort sind solche Gesten neben substanzieller humanitärer Hilfe extrem wichtig, um nicht ganz der weit verbreiteten Versuchung der Hoffnungslosigkeit zu erliegen.
‚Ich finde afrikanische Bischöfe ungemein inspirierend!‘
Kardinal: ‚Ich finde afrikanische Bischöfe ungemein inspirierend!‘

Quelle
KathTube: Kardinal Dolan über die Bischöfe von Afrika
KathTube: Kardinal Napier
Dolan, Erzbischof von New York, über afrikanische Synodenväter: „Junge, Junge, die können sprechen und uns zurückrufen zu den Wurzeln der christlichen Offenbarung“, „sie haben keine Angst davor, uns in eine Gewissensprüfung zu leiten“.
Vatikan, kath.net, 17. Oktober 2014
„Wir haben gerade [in der Bischofssynode] Ignatius Kaigame, Erzbischof von Jos, gehört, in dessen Erzbistum 106 Kirchen von Boko Haram angegriffen worden sind, wir reden also nicht über irgendwelche Leute im Elfenbeinturm, sondern über einen Bischof, der im Wortsinn das Blut seines Volkes abwischt und ihre Wunden verbindet.“
Gericht bestätigt Todesurteil gegen Asia Bibi
Pakistan: Gericht bestätigt Todesurteil gegen Asia Bibi

UPDATE: Pakistan: Es gibt noch Hoffnung für Asia Bibi
Das Gericht der nordpakistanischen Regionalmetropole Lahore hat am Donnerstagvormittag das Todesurteil gegen Asia Bibi bestätigt. Das meldet der Verteidiger der wegen Blasphemie verurteilten Christin, Naeem Shakir. Der Berufungsantrag Shakirs und weiterer Anwälte wurde von den Richtern abgelehnt. Die Verteidiger hatten in ihrem schriftlichen Plädoyer argumentiert, dass die Zeugen wenig glaubhaft seien und die Anklage offensichtlich konstruiert sei. „Der Richter beurteilte die Zeugenaussage zweier muslimischer Schwestern über die angeblichen blasphemischen Aussagen von Asia als glaubwürdig“, so Shakir. „Die Justiz befindet sich zunehmend in den Händen von Extremisten“, fuhr er fort. Der Jurist kündigte an, dass man sich im Einverständnis mit dem Ehemann von Asia Bibi mit einem weiteren Berufungsantrag an das Oberste Gericht, die dritte und letzte Instanz, wenden werde.
Syrien: Entführt, wieder frei, unter Arrest
Verschleppung offenbar „Bestrafungsaktion“
Die Verschleppung des Franziskaners Hanna Jallouf und weiterer Gemeindemitglieder des Dorfes Knayeh unweit der türkischen Grenze war offenbar eine „Bestrafungsaktion“ von Islamisten, die die Regie in der Region übernommen haben. Das berichtet der Fides-Dienst an diesem Freitag. Pater Jallouf habe sich bei den Islamisten über zunehmende Schikanen bewaffneter Milizen gegenüber der Klostergemeinschaft von Knayeh beschwert und sei danach zusammen mit anderen Gemeindemitgliedern verschleppt worden. Der inzwischen wieder frei gelassene, jedoch unter „Hausarrest“ stehende Ordenspriester harrt nun eines Urteils des lokalen „Islamischen Gerichtes“, das ihm „Kollaboration“ mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad vorwirft. Dies bestätigte Pater Pierbattista Pizzaballa, der Kustos im Heiligen Land, gegenüber Fides. Die Kustodie im Heiligen Land vermutet, dass es sich bei den Entführern um Anhänger der dschihadistischen al-Nusra-Front handelt.






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