Frieden

Vor sechzig Jahren: “Nie wieder Krieg!”

“Nie wieder Krieg, nie wieder Krieg!” Sechzig Jahre sind vergangen, seit Paul VI., Bischof von Rom, seinen Friedensruf im Glaspalast der Vereinten Nationen ausstieß

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Nie wieder Krieg

Andrea Tornielli

Es war Montag, der 4. Oktober 1965. Die Welt, die zwanzig Jahre zuvor die ungeheure Tragödie des Zweiten Weltkriegs hinter sich gelassen hatte, war in zwei Blöcke geteilt, und es hatte gerade erst eine Zeit des Dialogs und des Tauwetters begonnen, mit ersten Versuchen einer Einigung über die Kontrolle der Atomwaffen.

“Ihr erwartet von uns dieses Wort”, sagte Papst Montini, “das sich seiner Ernsthaftigkeit und Feierlichkeit nicht entziehen kann: Nicht mehr gegeneinander, nie wieder! Zu diesem Zweck ist vor allem die Organisation der Vereinten Nationen entstanden: gegen den Krieg und für den Frieden!” Und er fügte hinzu: “Hört die klaren Worte eines großen Verstorbenen, John Kennedy”, der verkündete: “Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg wird der Menschheit ein Ende setzen.”

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Päpste und Kriege in der Moderne

Angesichts der zerstörerischen Kraft moderner Waffen ist es sehr schwierig, wie in vergangenen Jahrhunderten von der Möglichkeit eines “gerechten Krieges” zu sprechen. Bereits 1963 schrieb Johannes XXIII. in der Enzyklika Pacem in terris, dass es im Atomzeitalter fast unmöglich sei, sich vorzustellen, dass Krieg als Mittel der Gerechtigkeit angesehen werden könne. Dem schließt sich Leo XIV. an, der den Frieden zu einem der zentralen Themen seines Pontifikats macht

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Papstappell an die schweigende Mehrheit, die Frieden will – Vatican News
Vor sechzig Jahren: “Nie wieder Krieg!“ – Vatican News
“Nie wieder Krieg”: Päpste vor der UNO – Vatican News
Friedenstreffen in Kamerun mit Leo XIV.: Die Papstansprache im Wortlaut – Vatican News

Andrea Tornielli – Algier/Algerien

In Zeiten, in denen wieder von einem “gerechten Krieg“ die Rede ist, mag es sich lohnen, daran zu erinnern, was das Lehramt der Päpste in den letzten einhundert Jahren zum Thema des Friedens gesagt hat. Ein Lehramt, das nach und nach bereichert und vertieft wurde und zur Erkenntnis gelangt ist, dass die Möglichkeit eines “gerechten Krieges” immer unwahrscheinlicher wird. Die Überlegungen hinsichtlich der Theologie der vergangenen Jahrhunderte und der möglichen Rechtfertigungen für einen Krieg sehen ab von der Tatsache, dass Kriege mit Keulen und Schwertern geführt wurden und nicht mit tödlichen Waffen und computergesteuerten Drohnen, als die Theologen der Vergangenheit über diese Themen schrieben. Denn diese Tatsache wirft moralische Fragen von dramatischer Tragweite auf, und tatsächlich ist das Bewusstsein gewachsen, dass Krieg kein gangbarer Weg ist.

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Klare Worte von Papst Leo XIV. beim Friedensgebet

Leo XIV.: Wer seine Macht zum Götzen macht, dient dem Tod

Leo XIV.: Wer seine Macht zum Götzen macht, dient dem Tod

Die Regierenden der Nationen sollten sich “an den Tisch des Dialogs und der Vermittlung” setzen, nicht an die Tische, “an denen Aufrüstung geplant und tödliche Maßnahmen beschlossen werden”: Diesen eindringlichen Appell lancierte Papst Leo XIV. an diesem Samstagabend vor den zahlreichen Teilnehmern, die seiner Einladung zu einem gemeinsamen Friedensgebet in den Petersdom gefolgt waren. Doch auch jeder Einzelne müsse für den Frieden einstehen, mahnte der Papst

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Rosenkranzgebet für den Frieden (11. April 2026)

Christine Seuss – Vatikanstadt

Der Petersdom war für die Vigil bereits ab mittags für Besucher geschlossen, nur die Teilnehmer an dem Gebet konnten hinein. Eine Statue der Regina Pacis, der Friedenskönigin, war aus der gleichnamigen Pfarrei im römischen Stadtviertel Monteverde in den Petersdom gebracht worden, rund 10.000 Menschen waren der Einladung des Papstes vom Ostersonntag gefolgt, an dem gemeinsamen Rosenkranz für den Frieden teilzunehmen, der auch live übertragen wurde. Bevor er in die Basilika eintrat, grüßte Leo XIV. die zahlreichen Menschen, die keinen Platz im Petersdom gefunden hatten, ihn auf dem Vorplatz erwarteten.

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Hilfswerk Missio: Waffenstillstand “muss auch für den Südlibanon gelten”

Das in Aachen beheimatete katholische Hilfswerk Missio hat mit Blick auf den zweiwöchigen Waffenstillstand im Krieg der USA und des Staates Israel gegen den Iran gefordert, dass dies “auch für den Südlibanon gelten” müsse

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Tote UN-Blauhelm-Soldaten und Vertriebene: Eskaliert die Lage im Süden des Libanon? – YouTube
Angriffe auf die Hisbollah: Was sind die Ziele Israels im Libanon? – News – SRF
Die libanesische Hisbollah – Extremismus – Konrad-Adenauer-Stiftung

Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion

Redaktion – Freitag, 10. April 2026

Das in Aachen beheimatete katholische Hilfswerk Missio hat mit Blick auf den zweiwöchigen Waffenstillstand im Krieg der USA und des Staates Israel gegen den Iran gefordert, dass dies “auch für den Südlibanon gelten” müsse.

Bald nach Beginn des Iran-Kriegs kam es zu Auswirkungen auf die gesamte Region. Im Libanon stellte sich die Terrororganisation Hisbollah an die Seite des Iran und antwortete auf den Krieg mit Schlägen auf Ziele im Staat Israel. Dieser Staat wiederum kämpft nun gegen den Libanon, wobei bereits von tausenden Todesopfern und hunderttausenden Flüchtlingen die Rede ist, die aus dem Süden des Landes gen Norden fliehen.

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7. April 2026 Angelus/Hl. Rosenkranz

Christen in aller Welt begehen Karfreitag – Appelle für Frieden

Christen in aller Welt haben an Karfreitag an das Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz erinnert. Bei Gottesdiensten und Prozessionen verurteilten sie Kriege und Unrecht und riefen zum Frieden auf

Quelle
Netzwerk Friedenskooperative | Network of the German Peace Movement

In Deutschland warnte der Limburger Bischof Georg Bätzing vor einer zunehmenden “Mitgefühlsmüdigkeit”. Viele Menschen seien mit der anhaltenden Gewalt in verschiedenen Regionen der Welt überfordert, sagte der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz laut Manuskript im Limburger Dom. “Es ist einfach zu viel, um innerlich Anteil zu nehmen.” Dem stellte der Bischof das Beispiel Jesu gegenüber, der selbst in den bittersten Stunden seines Leidens das Mitleiden nie aufgegeben habe.

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