Mexiko: Hundert Jahre Cristero-Krieg
Vor bald hundert Jahren, am 14. Juni 1926, wurde in Mexiko die sogenannte “Ley Calles” verkündet. Das Gesetzesbündel, das von Präsident Plutarco Elias Calles (1877-1945) erlassen wurde, schränkte die öffentliche Glaubensausübung stark ein
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Quelle
Guerra Cristera – Wikipedia
Calles Gesetz – Wikipedia/Übersetzung
Christus von El Cubilete – Wikipedia
Es stellte die Kirche unter staatliche Kontrolle, was zu Jahren massiver Unsicherheit, Verfolgung und heftiger Spannungen zwischen Staat und Kirche führte. Gläubige leisteten damals auch bewaffneten Widerstand in einem Konflikt, der laut Angaben der nationalen Bischofskonferenz 200.000 Tote hinterließ und als “Guerra Cristera” (Cristero-Krieg) in die Geschichte einging. Die Nachwirkungen prägen Historikern zufolge die mexikanische Gesellschaft und Kirche bis in die Gegenwart.
EU: Für Beauftragten gegen Christenhass
Der Verband von EU-Bischofskonferenzen (Comece) begrüßt es, dass sich das EU-Parlament unlängst für die Ernennung eines Beauftragten gegen Christenhass ausgesprochen hat
Quelle
EU-Bischöfe fordern Einsatz gegen antichristlichen Hass – Vatican News
COMECE
In einer Erklärung auf ihrer Internetseite an diesem Montag stellen sich die EU-Bischöfe hinter die Forderung des Parlaments. Sie bitten die Europäische Kommission, einen entsprechenden Koordinator zu bestimmen, wie es ihn schon zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit gibt. Allerdings stören sich die Bischöfe am Begriff “Christianophobie”, den das EU-Parlament verwendet; sie schlagen stattdessen die Wendung “antichristlicher Hass” vor.
“Das Christentum im Nahen Osten verschwindet still und leise”
Es gibt Orte, an denen das Christentum älter ist als viele europäische Nationen. In Aleppo, Mossul oder der Ninive-Ebene reicht seine Geschichte bis in die ersten Jahrhunderte zurück. Doch ausgerechnet dort, wo der Glaube einst Wurzeln schlug, werden diese Wurzeln heute immer dünner. Nicht durch ein einziges Ereignis, sondern durch einen schleichenden, beinahe lautlosen Exodus
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Quelle
Experte: Christentum verliert im Nahen Osten seine Wurzeln – Vatican News
Der Exodus der Christen aus dem Nahen Osten hört nicht auf | tagesschau.de
Christen im Nahen Osten: Eine bedrängte Minderheit kämpft ums…
“Wir lassen euch nicht allein”: Bischof Bertram Meier zieht Bilanz seiner Syrien-Reise – Vatican News
Blutbad in Taraba: 80 Tote und 90.000 Vertriebene lösen verzweifelten Protestmarsch aus – Vatican News
DR Kongo: Aktivistin Kamate fordert zivilen Widerstand – Vatican News
Interessen: Pizzaballa übt Kritik an Gaza-Friedensplänen – religion.ORF.at
14. Februar 2026
Von M. Hikmat
“Das Christentum im Nahen Osten verschwindet still und leise”, sagt Charles de Meyer, Präsident und Mitbegründer von SOS Chrétiens d’Orient in einem Interview mit der Zeitschrift The European Conservative. Seine Worte klingen nüchtern, fast sachlich. Doch hinter ihnen steht eine historische Verschiebung von dramatischem Ausmass. Seit 2014 hat seine Organisation tausende Freiwillige in Länder wie Syrien, Irak, Libanon und Armenien entsandt. Finanziert ausschliesslich durch private Spenden, arbeiten sie im Wiederaufbau, in Schulen, in der Nothilfe. Sie sind dort präsent, wo internationale Aufmerksamkeit oft fehlt. Was de Meyer beschreibt, ist kein plötzlicher Zusammenbruch, sondern ein langsames Verschwinden.
Antonius, der erste Mönch
Antonius der Grosse, der als Einsiedler in der Wüste teuflischen Versuchungen widersteht und zum Leitbild des Mönchtums wird, ist eine Schlüsselfigur des frühen Christentums

Antonius der Große ist der Vater des christlichen Mönchtums
Antonius “der Große” – Ökumenisches Heiligenlexikon
Antonius der Grosse, der als Einsiedler in der Wüste teuflischen Versuchungen widersteht und zum Leitbild des Mönchtums wird, ist eine Schlüsselfigur des frühen Christentums. Peter Gemeinhardt erzählt anhand der zahlreichen antiken Quellen das über hundert Jahre währende Leben des Heiligen und zeigt, warum dieses Urbild eines Asketen gerade in der Moderne so viele Schriftsteller und Künstler inspiriert hat.
Kaum ein antiker Christ hat seine Zeitgenossen so fasziniert wie Antonius (um 250 – 356). Das Leben des ägyptischen Eremiten ist ein Fenster zu einer fremden und fernen Welt, in der das Christentum eine Religion neben anderen war, von inneren Kämpfen zerrissen, von römischen Kaisern grausam verfolgt und auf der Suche nach einem Weg, als Christ in der Welt – oder an ihren Rändern – den Glauben zu leben.
Keine sicheren Gebiete mehr für Christen in Syrien
388 Millionen Christen leben weltweit unter hohem bis extremem Verfolgungsdruck – eine Zahl, die abstrakt wirkt, bis man fragt, was sie konkret bedeutet: Angst, Gewalt, Entrechtung, Flucht
Keine sicheren Gebiete mehr für Christen in Syrien: Leiter von Hilfswerk Open Doors
Open Doors
Von Alexander Folz
15. Januar 2026
388 Millionen Christen leben weltweit unter hohem bis extremem Verfolgungsdruck – eine Zahl, die abstrakt wirkt, bis man fragt, was sie konkret bedeutet: Angst, Gewalt, Entrechtung, Flucht. Der aktuelle Weltverfolgungsindex zeigt eine dramatische Verschärfung der Lage, von Syrien über Subsahara-Afrika bis nach China.
Im Gespräch mit CNA Deutsch macht Markus Rode, der Leiter des Hilfswerks Open Doors Deutschland, deutlich: Christenverfolgung ist kein Randphänomen ferner Länder, sondern ein globaler Notstand, der auch Europa unmittelbar herausfordert.
Türkei: Für die Wiedereröffnung von Chalki
Seine Forderung nach einer Wiedereröffnung der seit 1971 geschlossenen Theologischen Hochschule im türkischen Chalki hat der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. in seiner Neujahrsansprache erneuert
Quelle
Theologische Hochschule von Chalki
Der Patriarch sprach von der Dringlichkeit dieses Anliegens für die orthodoxe Kirche und bezeichnete die Schließung der Bildungseinrichtung als ein “großes Unrecht” für die Erste Thronkirche von Konstantinopel.
Papst erbittet Beistand für verfolgte Christen
Am Gedenktag des Heiligen Stephanus hat Papst Leo an diesem Freitag den Blick auf bedrängte Christen in der Welt gelenkt
Quelle
D/Welt: Solidarität mit verfolgten Christen in Nigeria und weltweit – Vatican News
Nigeria: Kirchenführer reagieren unterschiedlich auf US-Luftangriffe – Vatican News
Am zweiten Weihnachtstag erneuerte der Papst beim Angelus am Petersplatz seine “Wünsche für Frieden und Gelassenheit im Licht des Weihnachtsfestes des Herrn” und grüßte die Gläubige in Rom und der Welt.
Gebet für verfolgte Christen
Am Stephanus-Tag bat er dann um Beistand für verfolgte Christen:
“In Erinnerung an den heiligen Stephanus, den ersten Märtyrer, bitten wir um seine Fürsprache, damit er unseren Glauben stärkt und die Gemeinschaften unterstützt, die wegen ihres christlichen Zeugnisses am meisten leiden. Sein Beispiel der Sanftmut, des Mutes und der Vergebung begleite alle, die sich in Konfliktsituationen für Dialog, Versöhnung und Frieden einsetzen.”


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