Religionsfreiheit/Christenverfolgung

„Das Christentum im Nahen Osten verschwindet still und leise“

Es gibt Orte, an denen das Christentum älter ist als viele europäische Nationen. In Aleppo, Mossul oder der Ninive-Ebene reicht seine Geschichte bis in die ersten Jahrhunderte zurück. Doch ausgerechnet dort, wo der Glaube einst Wurzeln schlug, werden diese Wurzeln heute immer dünner. Nicht durch ein einziges Ereignis, sondern durch einen schleichenden, beinahe lautlosen Exodus

Quelle
Experte: Christentum verliert im Nahen Osten seine Wurzeln – Vatican News
Der Exodus der Christen aus dem Nahen Osten hört nicht auf | tagesschau.de
Christen im Nahen Osten: Eine bedrängte Minderheit kämpft ums…
„Wir lassen euch nicht allein“: Bischof Bertram Meier zieht Bilanz seiner Syrien-Reise – Vatican News
Blutbad in Taraba: 80 Tote und 90.000 Vertriebene lösen verzweifelten Protestmarsch aus – Vatican News
DR Kongo: Aktivistin Kamate fordert zivilen Widerstand – Vatican News
Interessen: Pizzaballa übt Kritik an Gaza-Friedensplänen – religion.ORF.at

14. Februar 2026

Von M. Hikmat

„Das Christentum im Nahen Osten verschwindet still und leise“, sagt Charles de Meyer, Präsident und Mitbegründer von SOS Chrétiens d’Orient in einem Interview mit der Zeitschrift The European Conservative. Seine Worte klingen nüchtern, fast sachlich. Doch hinter ihnen steht eine historische Verschiebung von dramatischem Ausmass. Seit 2014 hat seine Organisation tausende Freiwillige in Länder wie Syrien, Irak, Libanon und Armenien entsandt. Finanziert ausschliesslich durch private Spenden, arbeiten sie im Wiederaufbau, in Schulen, in der Nothilfe. Sie sind dort präsent, wo internationale Aufmerksamkeit oft fehlt. Was de Meyer beschreibt, ist kein plötzlicher Zusammenbruch, sondern ein langsames Verschwinden.

Weiterlesen →

Antonius, der erste Mönch

Antonius der Grosse, der als Einsiedler in der Wüste teuflischen Versuchungen widersteht und zum Leitbild des Mönchtums wird, ist eine Schlüsselfigur des frühen Christentums

Antonius der Große ist der Vater des christlichen Mönchtums
Antonius „der Große“ – Ökumenisches Heiligenlexikon

Antonius der Grosse, der als Einsiedler in der Wüste teuflischen Versuchungen widersteht und zum Leitbild des Mönchtums wird, ist eine Schlüsselfigur des frühen Christentums. Peter Gemeinhardt erzählt anhand der zahlreichen antiken Quellen das über hundert Jahre währende Leben des Heiligen und zeigt, warum dieses Urbild eines Asketen gerade in der Moderne so viele Schriftsteller und Künstler inspiriert hat.

Kaum ein antiker Christ hat seine Zeitgenossen so fasziniert wie Antonius (um 250 – 356). Das Leben des ägyptischen Eremiten ist ein Fenster zu einer fremden und fernen Welt, in der das Christentum eine Religion neben anderen war, von inneren Kämpfen zerrissen, von römischen Kaisern grausam verfolgt und auf der Suche nach einem Weg, als Christ in der Welt – oder an ihren Rändern – den Glauben zu leben.

Weiterlesen →

Keine sicheren Gebiete mehr für Christen in Syrien

388 Millionen Christen leben weltweit unter hohem bis extremem Verfolgungsdruck – eine Zahl, die abstrakt wirkt, bis man fragt, was sie konkret bedeutet: Angst, Gewalt, Entrechtung, Flucht

Keine sicheren Gebiete mehr für Christen in Syrien: Leiter von Hilfswerk Open Doors
Open Doors

Von Alexander Folz

15. Januar 2026

388 Millionen Christen leben weltweit unter hohem bis extremem Verfolgungsdruck – eine Zahl, die abstrakt wirkt, bis man fragt, was sie konkret bedeutet: Angst, Gewalt, Entrechtung, Flucht. Der aktuelle Weltverfolgungsindex zeigt eine dramatische Verschärfung der Lage, von Syrien über Subsahara-Afrika bis nach China.

Im Gespräch mit CNA Deutsch macht Markus Rode, der Leiter des Hilfswerks Open Doors Deutschland, deutlich: Christenverfolgung ist kein Randphänomen ferner Länder, sondern ein globaler Notstand, der auch Europa unmittelbar herausfordert.

Weiterlesen →

Türkei: Für die Wiedereröffnung von Chalki

Seine Forderung nach einer Wiedereröffnung der seit 1971 geschlossenen Theologischen Hochschule im türkischen Chalki hat der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. in seiner Neujahrsansprache erneuert

Quelle
Theologische Hochschule von Chalki

Der Patriarch sprach von der Dringlichkeit dieses Anliegens für die orthodoxe Kirche und bezeichnete die Schließung der Bildungseinrichtung als ein „großes Unrecht“ für die Erste Thronkirche von Konstantinopel.

Weiterlesen →

Papst erbittet Beistand für verfolgte Christen

Am Gedenktag des Heiligen Stephanus hat Papst Leo an diesem Freitag den Blick auf bedrängte Christen in der Welt gelenkt

Quelle
D/Welt: Solidarität mit verfolgten Christen in Nigeria und weltweit – Vatican News
Nigeria: Kirchenführer reagieren unterschiedlich auf US-Luftangriffe – Vatican News

Am zweiten Weihnachtstag erneuerte der Papst beim Angelus am Petersplatz seine „Wünsche für Frieden und Gelassenheit im Licht des Weihnachtsfestes des Herrn“ und grüßte die Gläubige in Rom und der Welt.

Gebet für verfolgte Christen

Am Stephanus-Tag bat er dann um Beistand für verfolgte Christen:

„In Erinnerung an den heiligen Stephanus, den ersten Märtyrer, bitten wir um seine Fürsprache, damit er unseren Glauben stärkt und die Gemeinschaften unterstützt, die wegen ihres christlichen Zeugnisses am meisten leiden. Sein Beispiel der Sanftmut, des Mutes und der Vergebung begleite alle, die sich in Konfliktsituationen für Dialog, Versöhnung und Frieden einsetzen.“

Weiterlesen →

Schweizweite Mahnwache

Schweizweite Mahnwache: Stille Gebete und Hunderte von Kerzen für Weihnachten ohne Terror

Quelle
CSI-Mahnwache – CSI-Schweiz

11. Dezember 2025

Medienmitteilung

Schweizweite Mahnwache: Stille Gebete und Hunderte von Kerzen für Weihnachten ohne Terror

Mahnwachen in 72 Schweizer Ortschaften erinnerten am 10. Dezember an das Unrecht der Diskriminierung und Verfolgung von Menschen allein aufgrund ihres Glaubens.

Am 10. Dezember 2025 demonstrierten in 72 Orten in der Schweiz über 2100 Menschen, dass ihnen das Schicksal von Glaubensverfolgten nicht gleichgültig ist. Mit Kerzen in der Hand und umgehängten Protestplakaten beteten sie still für bedrängte Christen und andere religiös Verfolgte. An vielen Orten blieben Passanten stehen, zeigten Interesse und suchten das Gespräch.

Weiterlesen →

Entführung erschüttert Nigeria

Entführung erschüttert Nigeria: Papst Leo XIV. fordert internationale Hilfe – Von über 300 am Wochenende entführten Schülern gelang mehr als 50 die Flucht. Die Behörden warnen vor Banditenkriminalität, die Bischofskonferenz fordert Schutzmaßnahmen

Quelle
Bischof aus Nigeria fordert von westlichen Ländern mehr Einsatz für verfolgte Christen – KIRCHE IN NOT
Nigeria: Hundert katholische Schüler entführt – Vatican News
Fides Dienst Nigeria
Fides Dienst Kamerun
Nigeria: Trumps Vorstoß | Mit offenen Karten – Im Fokus | ARTE
Kamerun – Geografie, Bevölkerung & Wirtschaft
Nicht nur Venedig: Heftige Überschwemmungen in Kamerun – Vatican News

4.11.2025

José García

Papst Leo XIV. hat angesichts der jüngsten Entführungswelle in Nigeria und Kamerun zu dringendem Gebet und internationaler Solidarität aufgerufen. „Mit sehr großer Trauer habe ich die Nachrichten über die Entführung von Priestern, Gläubigen und Schülern in Nigeria und Kamerun erfahren. Ich empfinde großen Schmerz, insbesondere für die vielen entführten Jungen und Mädchen und ihre beängstigten Familien“, erklärte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag auf dem Petersplatz. Bei einer Begegnung mit Pilgern im Rahmen des Heiligen Jahres rief Leo XIV. eindringlich dazu auf, die Geiseln unverzüglich freizulassen, und appellierte an die zuständigen Behörden, die nötigen und zeitnahen Entscheidungen zu treffen, um deren Befreiung zu gewährleisten.

Weiterlesen →

Kategorien

Vatikan.va

Archiv

Empfehlung