„Kirche in Not“ schlägt Alarm
‚Es steht nicht gut um die Religionsfreiheit in dieser Welt‘
Die Tagespost, 07. November 2014
Von Guido Horst
Die barbarische Verbrennung eines christlichen Ehepaars bei lebendigem Leibe in Pakistan ist wie ein trauriges Fanal: Es steht nicht gut um die Religionsfreiheit in dieser Welt. Doch es geht nicht um Einzelfälle, die alle für sich genommen schrecklich sind, sondern es gibt einen Trend: Die Kultur der religiösen Toleranz verfällt insgesamt.
Die Freiheit jedes Einzelnen, über seinen Glauben entscheiden und ihn praktizieren zu können, ist auf dem Globus des 21. Jahrhunderts ernsthaft bedroht. Das geht auch aus dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2014“ hervor, den jetzt das internationale Hilfswerk „Kirche in Not“ herausgegeben hat. Die umfangreiche Faktensammlung belegt, dass dieses „erste aller Menschenrechte“, wie es Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2011 genannt hat, in fast sechzig Prozent aller Länder dieser Welt nicht ausreichend geachtet wird.
Das Kreuz ist immer auf dem Weg des Christen
Franziskus-Perle des Tages
Der Verdienst des Christen – der Salat mit dem Öl der Verfolgungen, denn die Welt toleriert die Gottheit Christi nicht. Heute gibt es mehr Märtyrer als in den ersten Jahrhunderten. Von Armin Schwibach
Rom, kath.net, 4. März 2014
Die Verfolgungen von Christen standen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe am Dienstag der achten Woche im Jahreskreis in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“. Dabei ging der Papst vom Tagesevangelium aus (Mk 10, 28-31).
WeiterlesenJuden und Christen gegen aggressiven Säkularisms
Kardinal Koch: Juden und Christen gegen aggressiven Säkularismus
Juden und Christen sollen sich stärker als bisher gemeinsam für den Schutz der Religionsfreiheit einsetzen. Das fordert der für den Vatikan zuständige Verantwortliche für die Beziehungen zum Judentum, Kurienkardinal Kurt Koch.
Angehörige beider Religionen sollten „klare und öffentliche Zeichen der Solidarität“ mit allen wegen ihres Glaubens Angegriffenen geben und für sie beten, erklärte Kardinal Koch in einem schriftlichen Grusswort an die in Berlin tagende Konferenz Europäischer Rabbiner (CER).
WeiterlesenChina: KP untersagt religiöse Erziehung
IGFM: Versuch, die nächste Generation zu indoktrinieren
Frankfurt am Main / Peking, 22. Mai 2013
Religionsunterricht gibt es an Chinas Schulen nicht. Weder bieten staatliche Schulen derartigen Unterricht an, noch duldet die Kommunistische Partei Chinas, dass irgendeine Religionsgemeinschaft selbst Schulen für Kinder betreibt. Lediglich die fünf offiziell anerkannten Glaubensgemeinschaften – Buddhismus, Taoismus, protestantisches und katholisches Christentum und Islam – dürfen theologische Institute für Studenten oberhalb des Schulalters unterhalten.
Ägypten: Keine Diskriminierung von Christen mehr
Zusicherung gleiche Rechte für Christen
Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat dem neuen koptischen Patriarchen Tawadros II. gleiche Rechte für Christen zugesichert wie für andere Bürger. Er werde keine Diskriminierung dulden, sagte Mursi laut dem ägyptischen Nachrichtenportal „Waswat Masriya“ bei einer Begegnung mit dem Kirchenoberhaupt am Mittwoch in Kairo. Nach Angaben seines Sprechers habe der Präsident auch betont, es gehe darum, die nationale Einheit zu wahren und einen Konsens über die künftige Verfassung des Landes zu erreichen. Tawadros II. hatte sein Amt am Sonntag mit einem feierlichen Gottesdienst angetreten. Mursi hatte sich bei der Zeremonie durch einen Abgesandten vertreten lassen. Am Tag zuvor waren die Repräsentanten der christlichen Kirchen aus der Verfassungsversammlung ausgetreten. Sie warfen dem Gremium eine islamistische Tendenz vor.
Nur noch Bürger erster Klasse
Die Tagespost, 31.08.2011, von Stephan Baier
Es ist nicht das erste und nicht das folgenreichste Entgegenkommen, aber das für den türkischen Staat teuerste. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan unterzeichnete Anfang dieser Woche ein Dekret, das nicht-muslimischen Stiftungen ab 1936 konfisziertes Eigentum zurückerstattet und sie auch finanziell entschädigt („Die Tagespost“ berichtete am Dienstag). Dabei geht es um mindestens 1 400 Immobilien in teilweise sehr guter Lage, überwiegend in Istanbul. Der Staat will den christlichen und jüdischen Stiftungen für jene Gebäude und Grundstücke, die bereits an Dritte veräussert wurden, Entschädigungen „zum Marktpreis“ zahlen. Und der ist in der boomenden Metropole am Bosporus derzeit exorbitant hoch. Türkische Medien bezifferten die Entschädigungskosten auf rund 700 Millionen Euro.
Religionsfreiheit und interreligiöser Dialog in Pakistan
Italien/Pakistan: Paul Bhatti in Rom
Rom, Radio Vatikan, 29.03.2011
Der neue pakistanische Minderheitenminister, Paul Bhatti, kommt nächste Woche auf Einladung der katholischen Basisgemeinschaft Sant‘ Egidio nach Rom. Er beteiligt sich am Dienstag an einem Kongress über das Wirken seines ermordeten Bruders, Shabaz Bhatti, für Religionsfreiheit und interreligiösen Dialog in Pakistan. Ebenfalls eingeladen sind unter anderem ein Grossimam aus Lahore sowie der Bischof von Faisalabad, Joseph Coutts. Dienstagabend findet auf der Tiberinsel in der Kirche San Bartolomeo, die dem Gedenken katholischer Märtyrer der Jetzt-Zeit gewidmet ist, ein Gebet und die Übergabe einer Bibel aus dem persönlichen Besitz von Shahbaz Bhatti statt.




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