Zeichen eines sanften Wandels?
China: Merkel zu Gast in Peking
Eine neue Generation übernimmt im Herbst die Staatsführung
Die Tagespost, 30.01.2012, von Klaus Wilhelm Platz
Chinesische Gläubige bitten zu Beginn des Jahres des Drachens um Gesundheit, Reichtum und Glück. In der Volksrepublik brodelt es – überall im Land gibt es Streiks.
Bundeskanzlerin Angela Merkel reist in dieser Woche zum fünften Mal nach China. Sie wird mit Regierungschef Wen Jiabao und Staats- und Parteichef Hu Jintao über die Lage der Weltwirtschaft, die europäische Schuldenkrise und – nicht zuletzt – chinesische Investitionen in Europa sprechen.
Internationales Sterbehilfe-Treffen in Zürich
Ehre für unser Land?
Organisationen aus 45 Ländern treffen sich im Juni zu einem Kongress – zum Ärger der Suizidhilfe-Gegner
2. Februar 2012, Neue Zürcher Zeitung, Andreas Schmid
Aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens veranstaltet die Sterbehilfeorganisation Exit ein Treffen des Weltverbands für das Selbstbestimmungsrecht. Der Kongress in Zürich provoziert Kritik aus christlichen Parteien.
Die ‘Pfarrer-Initiative’: Ein Fall für das Kirchenrecht?
Eine kanonistische Analyse von Mag. theol. Michael Gurtner
Zur strafrechtlichen Relevanz der österreichischen Pfarrer-Initiative nach den canones 1373 und 1374 des CIC.
Linz, kath.net, 2. Februar 2012
Das Kirchenrecht ist dazu da, der kirchlichen Gesellschaft eine fassbare Ordnung zu verleihen, den Gläubigen zu ihrem Recht zu verhelfen und sie vor Unrecht und Schaden zu schützen. Es hilft im letzten auf verschiedenen Ebenen, den Glauben zu fördern und ist ein Hilfsmittel, um auf dem Weg der Heiligkeit und der Frömmigkeit voranzuschreiten. Diese Wirkung, welche dem Heil der Seelen dient, kann es jedoch nur dann entfalten, wenn es auch tatsächlich zur Anwendung gebracht wird und nicht nur eine hypothetische Möglichkeit bleibt. Es nicht zur Anwendung zu bringen bedeutet, den Gläubigen die Güter vorzuenthalten welche aus der Aufrechterhaltung des Rechtes entwachsen – eine Unterlassung ist also kein Akt der Barmherzigkeit, sondern eine schwerwiegende Unterlassung. Im Falle der gegenwärtigen Aktionen der Pfarrer-Initiative ist es kaum vorstellbar, dass keine Vergehen gegen das Gesetz des Glaubens, das Gesetz der Moral und das Gesetz der Kirche begangen wurden und werden.
Konservative Theologen werden in der Kirche immer mehr gemobbt
Philosoph Robert Spaemann zum Schreibverbot für Augsburger Priester Oblinger
Hier handle es sich um “einen schwerwiegenden Fall von Verleumdung” – Bischof Zdarsa sei “Opfer seiner Berater” geworden
- Update: Zitate aus dem Interview
Augsburg, kath.net, 27.01.2012
Die Diskussion rund um das Schreibverbot für den Augsburger Priester Georg Alois Oblinger in der “Jungen Freiheit” geht weiter. Jetzt hat der katholische Philosoph Robert Spaemann Kritik an der Entscheidung geübt. Gegenüber der “Jungen Freiheit” meinte Spaemann, dass konservative Theologen in der Kirche immer häufiger regelrecht gemobbt werden.
Rom berät über Pfarrer-Rebellion
Papst Benedikt ist besorgt über die Pfarrer-Rebellion in Österreich
Bischöfe aus Österreich informieren den Vatikan über drohende Kirchenspaltung.
Rom, Die Tagespost, 25.01.2012, von Guido Horst
Im Vatikan hat am Montagnachmittag ein Gespräch zwischen Spitzenvertretern der Österreichischen Bischofskonferenz und Vertretern römischer Dikasterien über die von dem Priester Helmut Schüller geführte “Pfarrer-Initiative” stattgefunden. Diese Gruppe, die nicht nur für Ungehorsam gegenüber der katholischen Kirchenführung wirbt, sondern Thesen vertritt, die die Grenze zur Häresie überschreiten, will sich nun auch als internationale Organisation und als andere Länder und Kontinente umfassendes Netzwerk aufstellen (siehe DT vom 24. Januar).
Rehabilitation des Seelenheils
Die Sorge um das eigene Seelenheil ist eine hoffnungslos veraltete theologische Kategorie
Die Tagespost, 25.01.2012, von Johannes Seibel
Die Sorge um das eigene Seelenheil ist eine hoffnungslos veraltete theologische Kategorie. Mehr noch: Sie ist in der katholischen Kirche verdächtig geworden. Individueller und kollektiver Heilsegoismus wird ihr unterstellt. In der Welt dagegen feiert das Wort unbefangen profane Urständ. Dabei könnte eine Wiederaneignung dieses Begriffes über Sokrates, Paulus und auch Luther das hiesige Christentum durchaus aus seiner Lähmung führen.
Die Sorge um das eigene, das ewige Seelenheil belegt längst keine oberen Plätze mehr in der Hitliste zeitgenössischer katholischer Themen und Debatten. Ob in den Sonntagspredigten, den Vorlesungen an den Theologischen Fakultäten, in den Akademieprogrammen oder im aktuellen Dialogprozess der Bischofskonferenz in Deutschland – das Wort und die Kategorie des Seelenheils, das ist erledigt, antiquiert, nicht mehr zu gebrauchen im Hier und Heute des katholischen Lebens.
Würzburger Synode 1971 – 1975
Ziel: Das Zweite Vatikanische Konzil auf Deutsche Verhältnisse herunterzubrechen
Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland (1971-1975)
Ihre Einberufung war im Februar 1969 von der Deutschen Bischofskonferenz beschlossen worden. Sie kam zwischen Januar 1971 und November 1975 zu acht Sitzungsperioden zusammen. Da die Tagungen in Würzburg stattgefunden haben, wird die Synode häufig auch “Würzburger Synode” genannt. Ihr Ergebnis bestand in 18 Beschlüssen und 6 Arbeitspapieren.
Ziel der Würzburger Synode war es, das Zweite Vatikanische Konzil auf die Verhältnisse der Bundesrepublik Deutschland herunterzubrechen.



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