Bischofskonferenz

Zulassung von Embryotests

Zulassung von Embryotests: Delegierte von vier Parteien beschliessen Ja-Parole

Orwellsche VisionenLasset die Kinder zu mir kommenQuelle
Humanae Vitae: Folgebeiträge (633)

Zürich, 26.4.15 (kath.ch)

Nach den Delegiertenversammlungen mehrerer Parteien am Samstag, 25. April, ist klar: Die SVP Schweiz ist die einzige grosse Partei, die die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) ablehnt. Vier Parteien haben die Ja-Parole herausgegeben, wie die Nachrichtenagentur SDA meldete. Darunter die FDP und die CVP Schweiz. Die SP Schweiz beschloss dagegen Stimmfreigabe zur Vorlage, über die am 14. Juni abgestimmt wird.

Die Delegierten der FDP befürworteten den neuen Verfassungsartikel zur Fortpflanzungsmedizin sehr deutlich mit 194 zu sechs Stimmen. Unter den Delegierten der CVP Schweiz hatte die Vorlage einen schwierigeren Stand. Dennoch beschloss die Partei die Ja-Parole mit 120 zu 83 Stimmen bei elf Enthaltungen. Laut SDA war die CVP, sowohl in den Fraktionen der eidgenössischen Räte als auch im Parteivorstand, in dieser Frage gespalten gewesen.

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Ein Weg zur geistlichen Vaterschaft

Die „schnelle Eingreiftruppe“ der französischen Bischöfe

Hl. Pfarrer von ArsDie Gemeinschaft Saint Martin hat das drittgrösste Seminar für Weltpriester in Frankreich

Von Katrin Krips-Schmidt

Die Tagespost, 24. April 2015

Wo hierzulande Glauben scheinbar Raum dadurch gewinnt, dass Gemeinden zusammengelegt und umstrukturiert werden, wo Seminare geschlossen und Kirchengebäude verkauft und anderweitigen Nutzungen dienstbar gemacht werden, tut sich beim Nachbarn Frankreich Gegensätzliches und reichlich Erstaunliches.

Dort war in der Diözese Blois das Anwesen für die angehenden Priester und Diakone zu klein geworden – sämtliche Zimmer waren belegt, auf den Gängen staute es sich, die Unterrichtsräume waren überfüllt, und in der Kapelle gab es keinen Platz mehr für weitere Chorgestühle. 2014 zog das Seminar der Gemeinschaft Saint Martin schliesslich um – in eine andere Diözese, nach Laval. Hier, in Notre Dame d’Évron, einer ehemaligen Benediktinerabtei 260 Kilometer westlich von Paris gelegen, haben heute etwa hundert junge Männer ihr Domizil gefunden.

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USA

USA: Kardinal Francis George gestorben

Quelle

Kardinal Francis E. George, langjähriger Erzbischof von Chicago, ist tot. Er erlag an diesem Freitag im Alter von 78 Jahren einem langen Krebsleiden. George hatte 2014 seinen Rücktritt aus Krankheitsgründen angeboten, sein Nachfolger Erzbischof Blase Cupich.Kardinal George, der auch für eine Amtszeit bis 2010 Vorsitzender der US-Bischofskonferenz war, war für seine Klarheit in der Auseinandersetzung mit dem Staat bekannt. Vor allem seinem Engagement ist die Auseinandersetzung mit der Regierung Obama um die Gesundheitsversicherung und die daraus folgenden Einschränkungen der Religionsfreiheit zu verdanken.

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„Ostern ist das Fest des neuen Menschen“

„Ostern ist das Fest des neuen Menschen“ – Ostergruss von Bischof Rudolf Voderholzer

Quelle: Video-Beitrag

In seiner österlichen Videobotschaft spricht Bischof Rudolf Voderholzer über den „neuen Menschen“, der nicht im Reagenzglas entsteht, sondern im Wasser der Taufe.

Wer das neue Leben, das „österliche Leben empfangen hat, darf die Welt mit den Augen Gottes, mit liebenden, barmherzigen Augen anschauen und Lebensqualität schon haben vor dem Tod und die Hoffnung auf das ewige Leben nach dem Tod.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest!“

Aufruf der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2015

Schweizer Bischofskonferenz, 26.03.2015

Quelle

„Gegen Vertreibung und Not – für die Christen im Nahen Osten“

Aufruf der Schweizer Bischöfe zum Karwochenopfer 2015

Liebe Schwestern und Brüder in Christus

Mit schwerem Herzen schauen wir in den Nahen Osten. Wir dürfen nicht wegsehen bei Gewalt und Vertreibung, beim Leid so vieler Menschen. Wir sind tief besorgt über die anhaltenden Konflikte und enttäuscht, dass die Bereitschaft zur Lösungsfindung stark von Eigeninteressen und von wirtschaftlichen und politischen Faktoren abhängt. Humanität, Verantwortung für die Gemeinschaft, Nächstenliebe, Freiheit und Gerechtigkeit sind Werte, die zu beachten sind, auch und besonders im Nahen Osten, der Wiege unseres Glaubens. Wir rufen deshalb alle Menschen guten Willens zur Unterstützung auf, damit die Menschen ihre Heimat nicht verlassen müssen.

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Johannes Paul II. für mich schon lange Heiliger

Emeritierter Grazer Bischof zum 10. Todestag des polnischen Papstes: Johannes Paul II. war wichtiger Impulsgeber für Österreich und Europa

Quelle
KathTube: ein Lied für Papst Johannes Paul II.
KathTube: Allerheiligenlitanei beim Begräbnis von Papst Johannes Paul II.
KathTube: Erinnerung an Papst Johannes Paul II.

Den vor zehn Jahren am 2. April 2005 verstorbenen Papst Johannes Paul II. hat Bischof Egon Kapellari schon lange vor seiner Kanonisation im April 2014 als „Heiligen“ gesehen: „Ich halte ihn für heilig und habe eine affektiv-spirituelle Beziehung zu ihm – wie auch zu anderen Menschen, die nicht oder noch nicht heiliggesprochen sind“, erklärte der emeritierte Grazer Bischof im Interview mit „Kathpress“. Johannes Paul II. sei trotz seiner „tiefen Verbindung mit der Leidensmystik als Slawe“ ein besonders „österlicher Mensch“ gewesen, so die Einschätzung Kapellaris.

Als persönliches Vorbild bezeichnete der Bischof Johannes Paul II. besonders wegen seines Umgangs mit Alter, Behinderung und Tod: Durch das öffentlichen Leiden habe der zuvor dynamische und sportliche Papst „in einer Welt, in der Leiden und Tod verdrängt werden“ für alle ein Gegenzeichen gesetzt. Sein „unpathetischer Heroismus“ weise in die Zukunft und dämme die Gefahr von Selbstmitleid oder Selbstbezogenheit ein, ohne damit gleich ein Rezept für alle Päpste vorzugeben: „Er war in der langen Papstgeschichte ein Beispiel für eine der viele Arten, Situationen und Zeiten, in denen das Petrusamt gelebt werden durfte und musste – sehr abwechslungsreich und oft komplementär im selben Leben“, so Kapellari, der 23 seiner 33 Bischofsjahre im Pontifikat von Johannes Paul II. gewirkt hatte.

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Fragen, die geklärt werden müssen…

Von Bischof Heinz Josef Algermissen

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Mir zeigen die Gespräche, die ich im Zusammenhang mit den am 1. Advent 2014 von mir in Kraft gesetzten „Grundsätzen für die Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda“ mit Gemeinden, Räten und Priestern geführt habe, deutlich: Es wird unter uns Katholiken häufig über kirchenpolitische Themen gestritten. Wir beschäftigen uns intensiv mit Fragen der Strukturen. Merkwürdig still wird es aber, wenn es um Fragen geht, die in die Tiefe unseres Glaubens reichen. Es fällt schwer, über das zu sprechen, was in der Präambel zu den Grundsätzen an erster Stelle steht: über die Berührung durch Gott, die das tragende Fundament unseres persönlichen Glaubens ist. Ohne berührende Erfahrung bleibt der Glaube nur eine Theorie. Das Sprechen über Glaubenserfahrungen fällt auch deshalb schwer, weil wir aus einer Vergangenheit kommen, in der die persönliche Erfahrung nicht so wichtig war. In volkskirchlich geprägter Zeit galt es vorrangig, einen vorgegebenen Glauben in Traditionen und Riten zu übernehmen. Damals war das passend. Heute aber setzt christlicher Glaube eine persönliche Überzeugung voraus, die immer mit Erfahrungen einhergeht.

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