2016 Jubiläum der Barmherzigkeit

Von der Krippe zum Kreuzweg

Weihnachten ist Ernst – Damals wie heute

Flucht-nach-aegyptenVon Markus Reder

Die Tagespost, 23. Dezember 2015

Wohlige Festtagsromantik entspricht weder der Lebenswirklichkeit der heiligen Familie, noch der Situation vieler Christen in Not und Bedrängnis. Dass die Kirche am zweiten Weihnachtstag den Stephanustag begeht und der verfolgten Christen in aller Welt gedenkt, macht die ganze Dramatik christlicher Existenz deutlich. Nie war dieser Gedenktag so wichtig wie heute. Nie in der Geschichte der Kirche hat es eine Christenverfolgung in diesem Ausmass gegeben. Aber der Westen schaut weg. Trotz aller Appelle des Papstes und der Hilfeschreie der Christen herrscht eine perverse Gleichgültigkeit. Schwer zu sagen, was Christen in Not mehr schmerzt, der beissende Hass ihrer Peiniger oder die grausame Ignoranz des Westens? Zu Weihnachten hat das Oberhaupt der syrisch-katholischen Kirche, Ignatius Joseph III. Younan, genau das beklagt und dem Westen vorgeworfen, das Leid von Christen in Nahost zu ignorieren: „Wir werden nicht nur vergessen, sondern betrogen von der sogenannten zivilisierten Welt, die sich weigert, die Notlage der christlichen Minderheit unter einer nicht christlichen Mehrheit anzuerkennen“, so der Patriarch. Und er wurde noch deutlicher: „Wir bilden keine Umma, wir haben kein Öl, und der Westen will seine Geschäfte mit den muslimischen Ländern nicht gefährden, indem er uns verteidigt.“

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Papst zu Vatikan-Mitarbeitern

Papst zu Vatikan-Mitarbeitern: Barmherzigkeit beginnt in der Familie

huflattichQuelle

Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit muss auch zuhause, in der Familie gelebt werden, nicht nur bei grossen Events. Das sagte Papst Franziskus am Montag bei der traditionellen Weihnachts-Audienz mit Vatikan-Mitarbeitern und ihren Familien in der Audienzhalle.

„Der Herr liebt besonders jene, die die Barmherzigkeit im Alltag umsetzen,“ so der Papst. „Das wünsche ich euch: die Freude der Barmherzigkeit zu erleben, angefangen bei euren Familien.“

Er rief die Vatikan-Mitarbeiter dazu auf, sich stärker um ihre Familie und um ihre Ehe zu kümmern. „Die Ehe ist wie eine Pflanze. Sie ist nicht ein Schrank, der im Zimmer abgestellt wird und ab und zu entstaubt wird. Eine Pflanze lebt und muss jeden Tag gepflegt werden.“

Das Eheleben dürfe zu keinem Zeitpunkt für selbstverständlich erachtet werden, fuhr Franziskus fort. Schliesslich seien das Wichtigste für die Kinder nicht irgendwelche Dinge, sondern die Liebe der Eltern – auch zueinander. „Diese Liebe tut euch gut und auch euren Kindern“, so der Papst.

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Weihnachtsempfang für die römische Kurie

Ansprache von Papst Franziskus

ApostelQuelle

Ansprache von Papst Franziskus, Clementina-Saal, Montag, 21. Dezember 2015

Liebe Brüder und Schwestern,

ich bitte euch um Entschuldigung, dass ich nicht stehend spreche, aber seit einigen Tagen bin ich unter dem Einfluss einer Grippe und fühle mich nicht sehr stark. Mit eurer Erlaubnis werde ich also im Sitzen sprechen.

Mit Freude drücke ich euch meine herzlichsten Glückwünsche für ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein frohes neues Jahr aus, in die ich auch alle Mitarbeiter, die Päpstlichen Vertreter und besonders diejenigen einbeziehe, die in diesem Jahr wegen Erreichen der Altersgrenze ihren Dienst beendet haben. Denken wir auch an die Menschen, die vor das Angesicht Gottes gerufen wurden. Euch allen und euren Angehörigen gelten mein Gedenken und mein Dank.

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Heilige Pforte öffnet sich in Bagdad

Mit etwas Verspätung hat sich am Samstagabend auch in Bagdad eine Heilige Pforte geöffnet

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Mit etwas Verspätung hat sich am Samstagabend auch in Bagdad eine Heilige Pforte geöffnet. Patriarch Louis Sako wünscht sich, dass auch die Christen im Irak (deren Zahl nur noch bei etwa einer halben Million liegt und von denen viele Flüchtlinge sind) am weltweiten Jubeljahr der Barmherzigkeit teilnehmen können. Die Heilige Pforte führt in die Mariä-Schmerzen-Basilika in der irakischen Hauptstadt.

„Eine Heilige Pforte zu öffnen, ist etwas Symbolisches“, erklärt Erzbischof Sako: „Es bedeutet, wegzukommen von dem, was wir hier durchmachen, und auf Erbarmen, Versöhnung, Vergebung zuzugehen. Das ist für uns ein Übergang, fast so etwas wie Ostern. Unsere jetzige Lage ist furchtbar, aber sie ist nicht das Ende der Welt. Auch hinter diesem starken Leiden nehmen wir die Hand Gottes wahr, die uns rettet. Ohne die Schwierigkeiten zu leugnen, sagen wir: Gott ist stärker als sogar der Tod!“

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Gebetsblatt für bedrängte Christen

Am 26. Dezember, dem Fest des ersten christlichen Märtyrers Stephanus, begeht die katholische Kirche in Deutschland den „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“

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Aus diesem Anlass gibt das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ein Gebetsblatt im Postkartenformat heraus, das ein Gebet für die verfolgte Kirche weltweit enthält. Das Gebetsblatt geht auf eine Anregung des emeritierten Bischofs von Augsburg, Viktor Josef Dammertz, zurück und möchte eine Ergänzung zum neuen „Gotteslob“ sein.

„Gerade jetzt ist es wichtig, für unsere verfolgten Glaubensgeschwister zu beten und sie zu unterstützen. Denn Diskriminierung und Verfolgung von Christen nehmen dramatisch zu“, erklärte die Geschäftsführerin von „Kirche in Not“, Karin Maria Fenbert. Immer wieder erreichen das Hilfswerk erschütternde Berichte von Bischöfen, Priestern und Ordensleuten, deren Gemeinden gewaltsamen Übergriffen und Anschlägen ausgesetzt sind.

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Papst Franziskus spricht 2016 Mutter Teresa heilig

Ihr geistlicher Begleiter Leo Maasburg würdigt sie als „Ikone der Barmherzigkeit“ – Feierlichkeiten wohl am 4. September in Rom

Mutter TeresaSelige Mutter Teresa

Mutter Teresa von Kalkutta – 1910 als Agnes Gonxha Bojaxhiu in Skopje geboren – wurde von vielen Menschen bereits zu Lebzeiten als Heilige verehrt.

Rom/Wien (Die Tagespost/KAP/sb), 18. Dezember 2015

Papst Franziskus hat am Donnerstag die Tür zur Heiligsprechung der Seligen Mutter Teresa von Kalkutta geöffnet. Wie der Vatikan am Freitag im offiziellen „Bollettino“ mitteilte, habe der Papst durch Unterzeichnung des Dekrets die Heiligsprechungskongregation beauftragt, das benötigte Wunder auf Fürsprache der Ordensgründerin – eine medizinisch nicht erklärbare Heilung – zu bestätigen. Damit ist der Heiligsprechungsprozess für die albanischstämmige Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin nun abgeschlossen. Ihr Leben für die Ärmsten der Armen, zunächst auf den Strassen Kalkuttas und später weltweit, machte sie berühmt.

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Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit im Bistum Regensburg

‚Leidet einer, leiden alle mit, freut sich einer, freuen sich alle‘

FriedenslichtBistum Regensburg: Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit
Der Ablass ist besser als sein Ruf
Kath Tube: Bistum Regensburg: Bischof Voderholzer öffnet die Heilige Pforte an der Karmelitenkirche

Manche Medien greifen das Ablassthema gern auf, „weil sie darin Konfliktpotential und somit Aufmerksamkeit für sich wittern“.

Predigt im Regensburger Dom zur Eröffnung des Heiligen Jahres. Von Bischof Rudolf Voderholzer

Regensburg, 14. Dezember 2015

Gaudete – Freut Euch (Phil 4,4). Der Name des heutigen dritten Adventssonntags ist ein Aufruf zur Freude. Mit den Worten des Apostels Paulus aus dem Philipperbrief – wir haben sie in der Lesung gehört – ruft die Kirche auch uns heute zu: Gaudete! Freut euch.

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