2016 Jubiläum der Barmherzigkeit

Singen für ein Halleluja

Singen für ein Halleluja: die Pueri Cantores auf Romreise

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Singen, was die Stimmbänder hergeben: 140 geistliche Kinder- und Jugendchöre aus aller Welt sind dieser Tage in Rom zu Gast. In mehreren Kirchen wird gefeiert und gesungen, die Jugendlichen schauen sich die Ewige Stadt an, gehen durch die Heilige Pforte der Barmherzigkeit – und treffen Papst Franziskus. Gudrun Sailer hat sich zu einer der letzten grossen Chorproben vor der Begegnung mit dem Papst gesellt.

Ein geistiges Surren liegt in der Luft. In der grossen römischen Kirche der Heiligen Zwölf Apostel, unweit der Piazza Venezia, geben sich die Chöre deutscher Sprache ihr Stelldichein. Eine Messe wird da gefeiert und natürlich geprobt. Bunte Rucksäcke stehen herum, die letzten Gruppen tröpfeln erst gegen Beginn der Messe ein: der römische Busverkehr. Bis auf den letzten Platz sind die Kirchenbänke besetzt, stehend ein Knabenchor in bodenlangen scharlachroten Gewändern, ein Mädchenchor, knapp eingetroffen, streift sich die weissen Roben über, Brustkreuze fast wie Äbtissinnen, dann wird nach den gelbweissen Gesangsheften gelangt.

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Sind Religionen per se intolerant?

‚Religionen verkündeten „die Wahrheit“, „die eine, alleinige und umfassende Wahrheit“‚

srefan rehderQuelle

Von Stefan Rehder

„Terrorismus hat keine Religion.“ Wie ein Lauffeuer verbreitete sich dieser Satz in den sozialen Netzwerken nach den furchtbaren Anschlägen islamistischer Terroristen in Paris. Völlig verkehrt sei er, behauptet nun Alexander Grau, Kolumnist auf „Cicero-Online“. Wer dergleichen meine, besitze ein „unrealistisches, kitschiges und verklärtes Bild von Religion“. Religion bedeute weder „Friedfertigkeit, Sanftheit und Milde“, noch „Lichterketten, Friedensgebete und Händchenhalten“. Religionen verkündeten „die Wahrheit“, „die eine, alleinige und umfassende Wahrheit“. Daher seien Religionen „notwendig intolerant“. Sie müssten es sogar sein, da „alles andere“ ihrer „Logik“ widerspreche. Wer sich „im Besitz der absoluten, von Gott selbst offenbarten Wahrheit“ wisse, „kenne keine Kompromisse, keine Halbwahrheiten“. Religion, die sich selbst ernst nehme, dürfe „keine andere Religion, keine andere Weltanschauung neben sich dulden“. Da es „zwei Wahrheiten nicht geben kann“, wäre „alles andere Relativismus“.

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Taizé Jugendtreffen: Der Mut der Barmherzigkeit

Valencia: Der Ort des Jugendtreffens über den Jahreswechsel

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Mit Gebeten und Gesängen hat im spanischen Valencia das 38. Europäische Taize-Jugendtreffen begonnen. Zu den Eröffnungsfeiern in der Kathedrale und an drei weiteren Orten der Stadt kamen am Montagabend rund 25.000 Jugendliche und junge Erwachsene aus 52 Ländern zusammen. Angesichts aktueller Konflikte steht der Einsatz für Frieden und die Suche nach Barmherzigkeit im Mittelpunkt der Begegnungstage. Die Treffen werden jeweils zum Jahreswechsel in einer anderen europäischen Grossstadt ausgerichtet.

Der Prior der Gemeinschaft, Frère Alois (Löser), rief die Jugendlichen auf, „Menschen des Friedens“ zu werden. „Überall auf der Welt entsteht neue Not“, so der 61-Jährige, der die Weihnachtsfeiertage mit syrischen Christen in der kriegszerstörten Stadt Homs verbracht hat. Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, Umweltkatastrophen und gesellschaftliche Ungerechtigkeit forderten Glaubende wie Nicht-Glaubende gemeinsam heraus, nach neuen Wegen der Solidarität zu suchen. Frère Alois forderte die Teilnehmer auf, einen klaren Blick zu bewahren und Angst mit Mut zu überwinden. Der Mut der Barmherzigkeit des Evangeliums dränge dazu, sich jedem Menschen bedingungslos zu öffnen.

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Heilige Messe für die Familie

Predigt von Papst Franziskus

Hl. Familie meisterwerkQuelle
KathTube: Heilige Messe für die Familien – 27. 12. – Mit Papst Franziskus

Vatikanische Basilika
Sonntag, 27. Dezember 2015

Heilige Familie, Jesus, Maria und Josef

Die biblischen Lesungen, die wir gehört haben, zeigen uns das Bild zweier Familien, die ihre Pilgerreise zum Haus Gottes unternehmen. Elkana und Hanna bringen ihren Sohn Samuel zum Tempel in Schilo und weihen ihn dem Herrn (vgl. 1 Sam 1,20-22.24-28). In gleicher Weise ziehen Josef und Maria gemeinsam mit Jesus als Pilger zum Paschafest nach Jerusalem hinauf (vgl. Lk 2,41-52). Wir können sogar sagen, dass das Leben der Familie eine Gesamtheit von kleinen und grossen Wallfahrten ist.

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Botschaft ‚Urbi et Orbi‘ – Weihnachten 205

Botschaft von Papst Franziskus, Freitag, Dezember 2015

Quelle
KathTube: Papst Franziskus – Urbi et Orbi – 25. Dezember 2015

Liebe Brüder und Schwestern, gesegnete Weihnachten!

Christus ist für uns geboren, frohlocken wir am Tag unseres Heils!

Öffnen wir unsere Herzen, um die Gnade dieses Tages zu empfangen, die er selber ist: Jesus ist der leuchtende „Tag“, der am Horizont der Menschheit aufgegangen ist. Ein Tag der Barmherzigkeit, an dem Gott Vater der Menschheit seine unermessliche Zärtlichkeit offenbart hat. Ein Tag des Lichtes, das die Finsternis von Angst und Furcht vertreibt. Ein Tag des Friedens, an dem es möglich wird, einander zu begegnen, miteinander ins Gespräch zu kommen und vor allem sich zu versöhnen. Ein Tag der Freude: einer „grossen Freude“ für die Kleinen und die Demütigen und für das ganze Volk (vgl. Lk 2,10).

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In Christus offenbart sich die Barmherzigkeit Gottes

Gott will unsere Herzen umwandeln und die Welt aus dem Einflussbereich egoistischer Interessen befreien

WeihnachtsikoneVon Bischof William Shomali

Die Tagespost, 23. Dezember 2015

Unsere Grossväter im Glauben beteten mit dem Propheten Jesaja: „Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor“ (Jes 45,8). Und nun verkünden die Engel in Bethlehem einfachen Hirten diese erschütternde Nachricht: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“

Seit jeher war Gott der menschlichen Vernunft zugänglich gewesen und hatte sich als einziger, allwissender und allmächtiger Schöpfer zu erkennen gegeben. Durch das Gewissen des Menschen offenbarte er sich zudem als Gesetzgeber, der das Naturgesetz und die grundlegenden menschlichen Werte kundtat. Sodann hat er sich den Propheten als ein Gott offenbart, der ein Freund der Menschen und ihnen nahe, sowie der Beschützer seines Volkes ist. Doch in der Fülle der Zeit offenbarte er sich durch Jesus Christus als der Heiland der Menschen.

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Weihnachten, auch mit den Muslimen

Christen haben es nicht einfach zum Weihnachtsfest an den Orten, an denen das Geschehen gespielt hat:

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Kenia – Muslime retten Christen

Das Heilige Land ist voller Spannungen, auch zwischen den Religionen. Man hat ein Miteinander gefunden, aber der Terror und der andauernde Konflikt um den Palästinenserstaat werfen einen Schatten auf das Leben der Menschen.

Aber trotzdem wird Weihnachten gefeiert, im Alltag, ganz selbstverständlich. Zum Beispiel im Caritas Baby Hospital in Bethlehem, da werden ganz intensiv die Feiertage vorbereitet. Chefärztin Hiyam Marzouqa berichtet: „Also wir fangen an mindestens zehn Tage vorher, das Krankenhaus zu schmücken, und da haben wir auch eine Clown-Gruppe, die wird aktiv und geht von einem Zimmer zum anderen. Am 24., da kommt der Zug von Pfadfindern und der Patriarch und das ist ein Höchsterlebnis für die Leute in Bethlehem auch.“

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