Tausende feiern orthodoxe Feuer-Liturgie in Jerusalem
Nach der Aufhebung der Versammlungsbeschränkungen, die zuvor nur eine stark reduzierte Feier von Ramadan, Pessach und dem katholischen Osterfest erlaubt hatten, feiern orthodoxe Christen wie gewohnt Ostern in Jerusalem. Zur Feier des “Heiligen Feuers” am orthodoxen Karsamstag kamen Tausende Besucher zusammen. Etwa 2.500 von ihnen durften nach Polizeiangaben die Grabeskirche betreten; mehrere hundert Menschen waren auf dem Vorplatz. Weitere hielten sich in der gesamten Altstadt auf
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Heiliges Feuer Jerusalem
Die über 1.200 Jahre alte Liturgie des “Heiligen Feuers“ am Samstagmittag gilt als Höhepunkt der ostkirchlichen Feiern in Jerusalem. Nach orthodoxem Volksglauben entzündet sich auf wundersame Weise eine Flamme an der als Grab Christi verehrten Kapelle. Das Feuer wird anschließend weitergereicht.
Die Polizei hatte Straßensperrungen ab den frühen Morgenstunden angekündigt. Im gesamten Bereich der Altstadt sollen demnach Hunderte Beamte im Einsatz sein. Die Kapazitätsgrenze für das Kirchengelände sei “in Übereinstimmung mit der Bewertung eines Sicherheitsingenieurs” unter Berücksichtigung von Faktoren wie Personendichte und Notausgängen festgelegt worden, “um eine gefährliche Überfüllung zu verhindern”, so die Polizei.
Türkei: Bartholomaios verurteilt Instrumentalisierung des Glaubens
Anlässlich des orthodoxen Osterfestes hat Patriarch Bartholomaios I. im Vorfeld eine deutliche Botschaft gegen Gewalt und die religiöse Rechtfertigung von Kriegen veröffentlicht. Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie mahnt in seinem Schreiben die Einhaltung christlicher Grundprinzipien an
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Orthodoxes Oberhaupt verurteilt Instrumentalisierung des Glaubens – DOMRADIO.DE
“Einsatz für gemeinsames Osterdatum fortsetzen” – Vatican News
In seiner offiziellen Osterbotschaft bezeichnete Bartholomaios I. die Auferstehung Christi als eine Absage an Gewalt und Angst. Die österliche Botschaft sei stattdessen als Aufruf zu einem Leben in Frieden zu verstehen. Der Patriarch, der seit 1991 als Patriarch von Konstantinopel amtiert und als Ökumenischer Patriarch die Ehrenoberhaupt-Funktion für schätzungsweise 220 bis 300 Millionen orthodoxe Christen weltweit innehat, betonte dabei die Gleichwertigkeit jedes Menschen.
Ökumenischer Patriarch Bartholomaios auf Ratzingers Kathedra
Es sind oft nicht die großen politischen Entscheidungen, sondern die stilleren, formalen Akte, in denen sich tiefere Verschiebungen der Geistesgeschichte abzeichnen. Die Aufnahme des Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I. in die “Académie des sciences morales et politiques” gehört zweifellos dazu
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“Einheit ist kein Luxus”: Papst und Patriarch bekräftigen ihren gemeinsamen Weg
Parolin trifft Israels Botschafter: Bedauern über Vorfall an Grabeskirche – Vatican News
Prof. Dr. Stefanos Athanasiou – Paris *
Denn Bartholomäus I. nimmt dabei jenen Sitz ein, den zuvor Papst Benedikt XVI. innehatte. Dass ein orthodoxer Patriarch die Nachfolge eines katholischen Papstes antritt, wäre lange Zeit kaum vorstellbar gewesen. Umso größer ist die Aussagekraft dieses Vorgangs von diesem Montag, der sich nicht im Raum kirchlicher Autorität, sondern im Kontext einer Institution vollzieht, die für die intellektuelle Selbstvergewisserung Europas steht.
Papst wird Erzbischöfin von Canterbury treffen
Während ihres Aufenthaltes in Rom vom 25. bis 28. April wird die neue Erzbischöfin von Canterbury, Sarah Mullally, auch den Vatikan besuchen. Das gab das anglikanische Erzbistum in einem Statement auf seiner Webseite bekannt. Am Mittwoch war Mullally in ihr Amt eingeführt worden
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Merkmale des anglikanischen Erbes, wie es in den Ordinariaten gelebt wird
Papst an Erzbischöfin von Canterbury: “Dialog fortsetzen” – Vatican News
Zu diesem Anlass hatten Papst Leo und die Erzbischöfin von Canterbury – die erste Frau in diesem Amt – Briefe ausgetauscht, in denen sie ihr Engagement für die Einheit der Christen und den Dialog zwischen Anglikanern und der römisch-katholischen Kirche bekräftigen.
Papst Leo XIV. hatte in seinem Schreiben sein Gebet dafür bekräftigt, dass sie “vom Heiligen Geist geleitet” werde und “Inspiration aus dem Beispiel Marias, der Mutter Gottes”, schöpfen möge.
Usbekistan: Neues Zentrum für islamische Zivilisation eröffnet
Der usbekische Präsident Schawkat Mirziyoyev hat anlässlich des Endes des islamischen Fastenmonats Ramadan ein neues Zentrum für islamische Zivilisation eingeweiht. Der Komplex umfasst ein Museum, den Koran-Saal, eine Bibliothek und die religiöse Verwaltung der usbekischen Muslime
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Sisters Project: “Frauen des Gebets” für die muslimischen Nachbarn – Vatican News
Das Gebäude, das auf Grundlage von architektonischen Ideen des Präsidenten gebaut wurde, gehört zu den weltweit größten Einrichtungen zur Erforschung und Verbreitung der islamischen Geschichte, Kultur und Zivilisation. Die gesamte für Besichtigungen zugängliche Fläche übersteigt 42.000 Quadratmeter, die Kuppel des Gebäudes ist 65 Meter hoch.
Georgien: Orthodoxes Kirchenoberhaupt Ilia II. verstorben
Patriarch Ilia II., Oberhaupt der Georgischen Orthodoxen Kirche, ist am Dienstag im Alter von 93 Jahren verstorben. Das hat das georgische Patriarchat mitgeteilt “UPDATE
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Georgien vor Patriarchenbegräbnis im Ausnahmezustand
Apostolische Reise nach Georgien und Aserbaidschan (30. September – 2. Oktober 2016)
Georgiens Katholiken fingen bei Null an. Wie geht es nach dem Papstbesuch weiter?
Orthodoxe: Georgien: Patriarch Ilia II. wird 90 – religion.ORF.at
*Leo XIV. würdigt Georgiens Patriarchen als “Stimme der Versöhnung” – Vatican News
Botschaft von Papst Leo XIV. zum Tod von Illia II., Katholikos-Patriarch von ganz Georgien, Erzbischof von Mzcheta-Tiflis und Metropolit von Abchasien und Bichwinta – Aktivitäten-Kalender | Vatican.va
Der Patriarch kämpfte seit vielen Jahren mit gesundheitlichen Problemen. Er verstarb in einem Krankenhaus in Tiflis.
Mehr als die Hälfte seines Lebens hatte Ilia II. als Kirchenoberhaupt verbracht. Als historisch galt sein Treffen mit Papst Franziskus am 30. September 2016 in Tiflis. Franziskus erklärte damals, Patriarch Ilia habe “ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen der Georgisch-Orthodoxen Kirche und der Katholischen Kirche aufgeschlagen”, indem er den ersten historischen Besuch eines georgischen Patriarchen im Vatikan vollzog.


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