Kardinal Pizzaballa: Jerusalem ist Weltkulturerbe
Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa OFM, hat zu Beginn der Woche einen umfangreichen Hirtenbrief veröffentlicht, in dem er tiefgreifende Überlegungen zur Mission der Kirche im Heiligen Land inmitten des Krieges anstellt. Dabei betonte er, dass die Stadt Jerusalem “keine Kriegsbeute” sei, sondern Weltkulturerbe
Quelle
Abt Nikodemus Schnabel: Heiliges Land darf kein “christliches Disneyland” werden
UNESCO-Welterbe
Jerusalem
Redaktion – Mittwoch, 29. April 2026
Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa OFM, hat zu Beginn der Woche einen umfangreichen Hirtenbrief veröffentlicht, in dem er tiefgreifende Überlegungen zur Mission der Kirche im Heiligen Land inmitten des Krieges anstellt. Dabei betonte er, dass die Stadt Jerusalem “keine Kriegsbeute” sei, sondern Weltkulturerbe.
Das Dokument mit dem Titel “Sie kehrten mit großer Freude nach Jerusalem zurück” befasst sich mit den Auswirkungen der Terroranschläge der Hamas vom 7. Oktober 2023 und schlägt einen geistlichen, pastoralen und gemeinschaftlichen Weg für die in der Region lebenden Christen vor.
Türkei: Orthodox-koptisches Gipfeltreffen in Istanbul
Der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Tawadros II. hat am Wochenende das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel besucht. Am Sitz des Patriarchats (Phanar) in Istanbul wurde Tawadros von Patriarch Bartholomaios I. empfangen
Quelle
Brief des Heiligen Vaters zur Konzession der Ecclesiastica Communio an den Patriarchen von Bagdad der Chaldäer (24. April 2026)/Übersetzung
Patriarch Tawadros II
Mit dem Treffen, das 25 Jahre nach dem Besuch des koptischen Patriarchen Schenuda III. im Phanar stattfand, sollen die Beziehungen zwischen den beiden Kirchen weiter gestärkt werden, hieß es übereinstimmend von beiden Seiten laut dem “Pro Oriente”-Informationsdienst (Montag). Es war der erste Besuch von Tawadros II. im Ökumenischen Patriarchat.
In der Georgskirche im Phanar nahm das koptische Kirchenoberhaupt an einem Gottesdienst teil, bevor der Besuch in den Audienzräumen des Patriarchats seine Fortsetzung fand. Die beiden Kirchenoberhäupter betonten dabei mehrmals den Willen zur verstärkten Zusammenarbeit.
Kardinal Koch erinnert in Rom an Märtyrer Armeniens
Die armenischen Märtyrer von 1915/1916 erinnern auch heute noch daran, dass das Martyrium “kein Randphänomen des Christentums ist, sondern sein schlagendes Herz”. Das hat Kardinal Kurt Koch, Leiter des Vatikan-Dikasteriums für die Förderung der Einheit der Christen, in einer Botschaft für eine Gedenkfeier Donnerstagabend in der Basilika San Bartolomeo geschrieben
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Die ökumenische Veranstaltung war dem Frieden in der Welt und der Erinnerung an die christlichen Märtyrer des 20. und 21. Jahrhunderts gewidmet, die Botschaft des Präfekten des Dikasteriums für die Einheit der Christen wurde dabei vorgelesen.
Der Kardinal ordnete die armenischen Opfer des “Medz Yeghern”, wörtlich dem “Großen Übel”, in eine größere geistliche Perspektive ein. Sie gehörten zum “gemeinsamen Martyrologium”, von dem Johannes Paul II. gesprochen habe, und stünden für einen “Ökumenismus des Blutes”. Trotz des Endes der großen Diktaturen des 20. Jahrhunderts habe die Verfolgung der Christen nicht nachgelassen, “sondern sich in einigen Teilen der Welt sogar verstärkt”, so Koch.
Tausende feiern orthodoxe Feuer-Liturgie in Jerusalem
Nach der Aufhebung der Versammlungsbeschränkungen, die zuvor nur eine stark reduzierte Feier von Ramadan, Pessach und dem katholischen Osterfest erlaubt hatten, feiern orthodoxe Christen wie gewohnt Ostern in Jerusalem. Zur Feier des “Heiligen Feuers” am orthodoxen Karsamstag kamen Tausende Besucher zusammen. Etwa 2.500 von ihnen durften nach Polizeiangaben die Grabeskirche betreten; mehrere hundert Menschen waren auf dem Vorplatz. Weitere hielten sich in der gesamten Altstadt auf
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Heiliges Feuer Jerusalem
Die über 1.200 Jahre alte Liturgie des “Heiligen Feuers“ am Samstagmittag gilt als Höhepunkt der ostkirchlichen Feiern in Jerusalem. Nach orthodoxem Volksglauben entzündet sich auf wundersame Weise eine Flamme an der als Grab Christi verehrten Kapelle. Das Feuer wird anschließend weitergereicht.
Die Polizei hatte Straßensperrungen ab den frühen Morgenstunden angekündigt. Im gesamten Bereich der Altstadt sollen demnach Hunderte Beamte im Einsatz sein. Die Kapazitätsgrenze für das Kirchengelände sei “in Übereinstimmung mit der Bewertung eines Sicherheitsingenieurs” unter Berücksichtigung von Faktoren wie Personendichte und Notausgängen festgelegt worden, “um eine gefährliche Überfüllung zu verhindern”, so die Polizei.


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