2016 Jubiläum der Barmherzigkeit
Unterrichtsmaterialen zum Jubiläum der Barmherzigkeit
Bistum Chur
Im Folgenden finden Sie Unterrichtsmaterialen zum Jubiläum der Barmherzigkeit. Sie sind gegliedert nach
Allgemeines,
Unterstufe,
Mittelstufe,
Oberstufe. Die Unterrichtsmaterialien behandeln die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit. Eine weitere Unterlage wird demnächst vorbereitet für die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit.
Diese Unterlagen stehen zur freien Verfügung und dürfen kopiert und vervielfältigt werden.
Chur, 19. Januar 2016
Bischöfliche Kanzlei Chur
„Die vierte industrielle Revolution meistern“
Botschaft von Papst Franziskus an Professor Klaus Schwab, geschäftsführender Präsident des World Economic Forum
Zunächst einmal möchte ich Ihnen für die Freundlichkeit danken, mich einzuladen, ein Grusswort an die Jahresversammlung des World Economic Forum Ende Januar in Davos-Klosters zum Thema „Die vierte industrielle Revolution meistern“ zu richten. Von Herzen entbiete ich Ihnen meine guten Wünsche im Blick auf die Ergiebigkeit dieses Treffens, das sich zur Aufgabe gesetzt hat, eine fortwährende Sozial- und Umweltverantwortung zu fördern durch einen konstruktiven Dialog unter Führungskräften aus Regierung, Wirtschaft und öffentlichem Leben wie auch herausragenden Vertretern aus Politik, Finanzwesen und Kultur.
Der Anbruch der so genannten „vierten industriellen Revolution“ wurde von einem wachsenden Bewusstsein für die Unvermeidlichkeit einer drastischen Reduzierung der Zahl der Arbeitsplätze begleitet. Die jüngsten von der Internationalen Arbeitsorganisation durchgeführten Studien zeigen, dass die Arbeitslosigkeit gegenwärtig Hunderte Millionen Menschen betrifft. Die Finanzialisierung und die Technologisierung der nationalen und weltweiten Wirtschaftssysteme haben weitreichende Veränderungen im Arbeitsleben erzeugt. Verringerte Gelegenheiten für dienliche und würdevolle Beschäftigung in Verbindung mit einer Senkung der sozialen Sicherheit verursachen einen beunruhigenden Anstieg an sozialer Ungerechtigkeit und Armut in verschiedenen Ländern. Sicher besteht eine Notwendigkeit, neue Modelle unternehmerischer Tätigkeit zu erstellen, die die Entwicklung fortgeschrittener Technologien fördern und zugleich auch imstande sind, diese zu nutzen, um würdevolle Arbeit für alle zu schaffen, soziale Rechte aufrecht zu erhalten und zu festigen sowie die Umwelt zu schützen. Der Mensch muss die technologische Entwicklung bestimmen, ohne sich von ihr beherrschen zu lassen.
Gemeinsam gegen Angst und Hass
Synagogenbesuch des Papstes: Gemeinsam gegen Angst und Hass
Quelle
Papst Franziskus besucht Synagoge
KathTube: Papst besucht die grosse Synoge in Rom
Papst in Synagoge: Auschwitz muss uns für immer eine Lehre sein
Die Zeit der Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen Juden und Christen ist vorbei – es hat sich zwischen ihnen eine echte Freundschaft gebildet. Das betonte Papst Franziskus am Sonntag in seiner Ansprache in der jüdischen Synagoge von Rom. Mehr noch als Freunde seien Juden und Christen Brüder und Schwestern vor dem Herrn. Juden und Christen seien eine Familie und diese Familie steht angesichts von Terrorismus und aufkeimendem Rassismus in Europa vor grossen gemeinsamen Herausforderungen. Radio Vatikan sprach darüber mit dem Präsidenten der Päpstlichen Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum, Kardinal Kurt Koch und mit dem ehemaligen Präsidenten der jüdischen Gemeinde, Riccardo Pacifici.
Beerdigung von Msgr. Stephan Stocker
Predigt von Bischof Vitus Huonder anlässlich der Beerdigung von Msgr. Stephan Stocker am Samstag, 16. Januar 2016 in Tinizong GR (inkl. Lebenslauf)
Meine lieben Peter und Christoph,
liebe Angehörige des verstorbenen Mitbruders Msgr. Stephan Stocker
Hochwürdigster Herr Nuntius Gullickson
Hochwürdigste Exzellenzen und Prälaten
Liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst
Brüder und Schwestern im Herrn
Der plötzliche Tod von Msgr. Stephan Stocker ist ein grosser Schmerz für uns alle, für die Familienangehörigen, für das Bistum Chur, für den Heiligen Stuhl, für die Kirche. Von ganzem Herzen möchte ich allen mein Beileid aussprechen, ganz besonders den zwei Brüdern Peter und Christoph, ihnen und ihren Familien.
„Barmherzigkeit sollte auch politisches Handeln kennzeichnen“
Heiliges Land: Patriarch Twal: „Barmherzigkeit sollte auch politisches Handeln kennzeichnen „
Quelle
Einziges Land im Nahen Osten mit wachsender christlicher Bevölkerung
Jerusalem, Fides – Dienst, 16.12.2015
Kinder in aller Welt träumen an Weihnachten „von einem wunderschönen Fest, mit Geschenken, Lichtern, Christbäumen und Weihnachtskrippen“. Doch dies ist nur ein Traum, denn „die Welt befindet sich weiterhin im Krieg“. Dieser „Dritte Weltkrieg“, wie Papst Franziskus die Konflikte in aller Welt immer wieder bezeichnet, „findet vor unseren Augen statt und geht von unseren Ländern aus“, so der lateinische Patriarch von Jerusalem in seinem Hirtenbrief zur Weihnachtszeit. Auch das Heilige Land, so der Patriarch, befinde sich immer noch „in der blutigen Spirale der Gewalt“. „Wir dürfen eine Lösung nicht länger aufschieben und unter falschem Vorwand zögern“, so der Patriarch an die zuständigen israelischen und palästinensischen Politiker.
Welttag des Migranten und Flüchtlings, 17.1.2016
Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag des Migranten und Flüchtlings
[17. Januar 2016]
„Migranten und Flüchtlinge sind eine Herausforderung. Antwort gibt das Evangelium der Barmherzigkeit“
Liebe Brüder und Schwestern!
In der Verkündigungsbulle des ausserordentlichen Jubiläums der Barmherzigkeit habe ich daran erinnert, dass „es […] Augenblicke [gibt], in denen wir aufgerufen sind, in ganz besonderer Weise den Blick auf die Barmherzigkeit zu richten und dabei selbst zum wirkungsvollen Zeichen des Handelns des Vaters zu werden“ (Misericordiae vultus, 3). Tatsächlich möchte die Liebe Gottes alle und jeden erreichen und jene, die die Umarmung des Vaters annehmen, in ebensolche Arme verwandeln, die sich öffnen und schliessen, auf dass sich jeder wie ein Kind geliebt wisse und sich in der einen Menschheitsfamilie „zu Hause“ fühle.
Ein spannendes Jahr für die Ökumene
Kardinal Koch: Ein spannendes Jahr für die Ökumene
Quelle
Jahr der Barmherzigkeit
Die Einheit der Christen hat ein interessantes Jahr vor sich: Die Ökumene mit den Lutheranern, den Orthodoxen, den Orientalen und den Anglikanern steht vor unterschiedlichen und grossen Herausforderungen. Wenn ab Montag die Gebetswoche für die Einheit der Christen begangen wird, dann sind diese Herausforderungen immer mit dabei, sagt Kardinal Kurt Koch, der als Präsident des vatikanischen Einheitsrates für die Ökumene zuständig ist.
„Wir haben als Leitwort der Woche dieses schöne Wort gewählt, dass wir berufen sind, die Grosstaten Gottes zu verkünden. In diesem Zusammenhang wird im biblischen Text gesagt, dass wir eine Zeit lang ausgeschlossen gewesen sind von der Barmherzigkeit, nun aber aus der Barmherzigkeit Gottes leben dürfen. Da haben wir eine schöne Koinzidenz mit dem Jubiläum der Barmherzigkeit, und dieses Jubiläum ist ein Anlass, tiefer über die Mitte des christlichen Glaubens gemeinsam nachzudenken.
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