“Mit dem leidenden Jesus vereint“
Abendgruss vom „Papstfenster“ im Bischofspalast — Volltext
„Dobry wieczór!“, d.h. „Guten Abend“. Mit diesen Worten grüsste Papst Franziskus am Freitag die erneut zahlreich auf dem Platz vor dem Krakauer Bischofspalast wartenden Gläubigen und Pilger.
Es sei ein Tag des Schmerzes gewesen, so sagte der Papst, ein Tag, an dem man mit dem leidenden Jesus vereint gewesen sei.
Jorge Bergoglio erinnerte an seinen Besuch in der Krakauer Kinderklinik und stellte die Frage „Warum leiden die Kinder?“. Es sei eine Frage, auf die es keine Antwort gebe, so betonte er.
Syrien: Aleppo feiert den WJT
Kriegsszenen, aber der WJT findet statt
Quelle
Syrische Jugendliche feiern in Aleppo Weltjugendtag
Bild: Erzbischof Jeanbart von Aleppo
Der Weltjugendtag hat auch das Kriegsland Syrien erreicht: Rund 1.200 Jugendliche wollen noch bis Samstag in Aleppo zusammenkommen, um dort den WJT gleichzeitig mit den jungen Leuten in Polen zu feiern, wie es in einer Mitteilung der WJT-Veranstalter in Krakau hiess. In der Nacht zu Samstag hätten die jungen Leute in Aleppo ihre Grüsse an Franziskus adressiert. Das katholische Glaubensfest steuert auf sein Ende mit einer grossen Abschlussmesse mit Papst Franziskus am Sonntag auf einem Feld in der Nähe von Krakau zu. Organisiert wird die syrische Veranstaltung den Angaben zufolge von örtlichen Kirchen mit dem Segen von Bischöfen. Beteiligt seien mehr als 30 Akteure.
Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen
Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen: Erinnerungen
“Vergessen Sie das Kind, es wird nicht leben.” Mit diesen Worten wird Eva Umlaufs Mutter Anfang 1945 in Auschwitz konfrontiert. Ihre Tochter ist mit zwei Jahren eine der Jüngsten im Lager, ist, abgemagert und todkrank. Eva Umlauf wird sich später nicht an diese Zeit erinnern können, und dennoch schlummert das Erbe ihrer Vergangenheit unter der Oberfläche und prägt ihren gesamten Lebensweg.
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Eva Umlauf, geboren 1942 in Novaky, einem »Arbeitslager für Juden« in der Slowakei, überlebte Auschwitz. Sie promovierte in Kinderheilkunde in Bratislava und ging 1967 nach München, wo sie zunächst als Klinikärztin arbeitete. Später betrieb sie eine Kinderarztpraxis und ist bis heute als Psychotherapeutin tätig. 2011 sprach Eva Umlauf bei der Gedenkfeier in Auschwitz, seither engagiert sie sich als Zeitzeugin.
Stefanie Oswalt promovierte in Potsdam in Jüdischen Studien. Sie arbeitet als freie Journalistin u.a. für Deutschlandradio und als Autorin in Berlin. Zuletzt erschien 2012 Ari heisst Löwe (mit Ari Rath, Zsolnay-Verlag).








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