‘Economy of Francesco’: “Gegenentwurf zu räuberischer Ökonomie”
Wie geht Wirtschaft zusammen mit Gerechtigkeit und einem guten Leben für alle? Darauf versucht die von Papst Franziskus inspirierte Bewegung “Economy of Francesco” eine Antwort zu geben. Sie tagte unlängst in Castelgandolfo bei Rom. An der Konferenz nahm auch der deutsche Steuerrechtler Gerhard Vorwold teil, wir fragten ihn nach den Inhalten
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In memoriam: Franziskus‘ Wirtschaftsanalyse war “wichtiger Weckruf” – Vatican News
EoF Event 2025 | Die Wirtschaft von Francesco
Geschichten | Brückenüberbrückungen/Übersetzung
Interview
Professor Vorwold, Sie haben vom 28.-30.11.2025 am weltweiten Jahrestreffen der Bewegung “Economy of Francesco” in Castelgandolfo teilgenommen. Diese Bewegung tritt für ein alternatives, gerechteres Wirtschaftsmodell ein und war vor allem vom verstorbenen Papst Franziskus inspiriert. Wie ist sie denn nach Ihrem Eindruck ins neue Pontifikat hinübergekommen, haben sich da Akzente verschoben?
“Eine gute Frage! Nach meinem Eindruck hatte das ‘Economy of Francesco World Event 2025‘ mehr Substanz als das Initiativ-Event 2022 in Assisi zur Gründung der ‘Economy of Francesco‘. Aber wirkliche Fortschritte auf dem Gebiet, wie die Wirtschaft nun aussehen soll, hat es meines Erachtens leider auch diesmal nicht gegeben.
KI ist kein Schicksal: Papst wirbt für mündigen Umgang
Künstliche Intelligenz mündig nutzen und gestalten: Papst Leo hat einem passiven Umgang mit KI eine Absage erteilt. “Der Mensch ist dazu berufen, als Mitarbeiter am Schöpfungswerk mitzuwirken und nicht nur passiver Konsument von Inhalten zu sein, die durch künstliche Technologie erzeugt werden”, sagte er am Freitag gegenüber Teilnehmern einer KI-Konferenz
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KI und Religionsfreiheit: Keine Diskriminierung reproduzieren – Vatican News
An die Teilnehmer der Konferenz “Künstliche Intelligenz und die Sorge um unser gemeinsames Haus” – Aktivitäten-Kalender | Vatican.va
Anne Preckel – Vatikanstadt
Leo XIV. empfing Mitglieder der Konferenz “Artificial Intelligence and Care of Our Common Home” im Vatikan. Die Tagung, die an diesem Freitagnachmittag in Rom stattfindet, wurde von der Stiftung “Centesimus Annus” in Kooperation mit dem katholischen Universitäten-Netzwerk SACRU (“Strategic Alliance of Catholic Research Universities”) ausgerichtet.
“Der Mensch ist dazu berufen, als Mitarbeiter am Schöpfungswerk mitzuwirken und nicht nur passiver Konsument von Inhalten zu sein, die durch künstliche Technologie erzeugt werden. Unsere Würde liegt in unserer Fähigkeit zu reflektieren, frei zu wählen, bedingungslos zu lieben und authentische Beziehungen zu anderen einzugehen”, erinnerte der Papst vor seinen Besuchern.
Vatikan setzt bei Klimagipfel COP30 auf Multilateralismus und Bildung
Der Vatikan erwartet von der COP30 einen neuen Schub für den multilateralen Einsatz gegen den Klimawandel. Das erklärte der Apostolische Nuntius in Brasilien, Erzbischof Giambattista Diquattro, in einem Interview mit uns vom 21. November. Er gehört der vatikanischen Delegation an, die unter Leitung von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Gipfel teilnimmt
Der Heilige Stuhl hatte seinen Beitrag nach Angaben des Diplomaten bereits in den vergangenen Verhandlungstagen geleistet. Am Freitag soll der Gipfel programmgemäß zu Ende gehen. Wie Diquattro erklärte, habe der Vatikan “vor allem einen ethischen Beitrag und eine Botschaft menschlicher Solidarität” eingebracht. Die Klimakrise sei “nicht nur ein technisches, sondern auch ein moralisches Problem”. Menschen hätten Verantwortung füreinander und für die Schöpfung. Der Vatikan erinnere in allen Gesprächen an die “Würde der menschlichen Person, die von Gott stammt”. Diquattro verwies auf die Formulierung aus der Botschaft des Papstes zum Gipfel: Der Klimawandel habe ein “menschliches Gesicht”. Hinter allen Modellen und Abkürzungen stünden Gemeinschaften, die bereits unter der Erderwärmung litten.
Der Vatikan auf der Weltklimakonferenz in Belém
Der Vatikan auf der Weltklimakonferenz in Belém: Klimahoffnung gegen alle Hoffnung – Auf der COP30 oszilliert die Kirche zwischen überlebter grüner Ideologie und überlegter ethischer Weisung. Durchdringen wird der Vatikan damit in jedem Fall kaum
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COP30: Vatikan mahnt “menschliches Antlitz” der Klimakrise an – Frauen besonders betroffen – Vatican News
12.11.2025
Die jährliche Weltklimakonferenz hat runden Geburtstag, doch zu feiern gibt es wenig. Die Zeit der weltweiten Zusammenarbeit beim Klimaschutz, die vor zehn Jahren mit dem Pariser Klimaabkommen ihren Höhepunkt erreichte, scheint endgültig vorbei: Die Vereinigten Staaten, der zweitgrößte CO2-Emittent, sind aus dem Pariser Klimaabkommen erneut ausgestiegen. China investiert zwar im großen Stil in umweltfreundliche Technologien, scheint dabei aber eher machtpolitische Ziele zu verfolgen, als mit aller Kraft auf eine CO2-Reduktion hinzuarbeiten.
Brasilien lädt zur 30. UNO-Klimakonferenz: Eine Einordnung
COP30: Vatikan hofft auf “Kurswechsel” in Klimapolitik – Hohe Dringlichkeit, niedrige Erwartungen: In Belém (Brasilien) hat an diesem Montag der 30. Klimagipfel der Vereinten Nationen begonnen
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“Wenn du Frieden fördern willst, sorge für die Schöpfung”
Brasilien lädt zur 30. UNO-Klimakonferenz: Eine Einordnung – News – SRF
Der Vatikan nimmt an der COP30 mit einer zehnköpfigen Delegation unter der Leitung von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin teil. Stellvertretender Leiter der Delegation ist der Apostolische Nuntius in Brasilien, Erzbischof Giambattista Diquattro. Er hofft, wie er im Interview mit Radio Vatikan sagt, auf einen “Kurswechsel” in der internationalen Klimapolitik.
Parolin auf Klimagipfel: “Die Zeit wird knapp”
Am Donnerstag hat in Belém im Nordosten Brasiliens ein Gipfel von Staats- und Regierungschefs im Vorfeld der COP30 begonnen. Der Heilige Stuhl, der zu den 143 vor Ort vertretenen Delegationen gehört, wird von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin vertreten
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“Wenn du Frieden fördern willst, sorge für die Schöpfung” – Vatican News
Botschaft von Papst Leo XIV. durch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin auf der COP30 in Belém (7. November 2025)/Übersetzung
Belém
Silvonei José Protz –Belém
In einem Interview mit den Medien des Heiligen Stuhls sagte Parolin: “Die Zeit wird langsam knapp”. Die bereits bei früheren COP-Konferenzen zum Klimawandel eingegangenen Verpflichtungen müssten dringend “umgesetzt” und “konkretisiert” werden. Die COP30, 30. Klimakonferenz der Vereinten Nationen, beginnt am 10. November in der Hauptstadt des Bundesstaates Pará am Amazonas.
In dem Interview weist der Kardinal darauf hin, dass das Phänomen des Klimawandels heute “mehr Vertriebene” verursache als Kriege oder Konflikte. Aus seiner Sicht könnten Überlegungen und Maßnahmen zum Klimawandel eine Gelegenheit sein, den Multilateralismus wiederzubeleben, der seit Jahren “eine schwere Krise” durchlebe.
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