Die Rolle der Christen
Patriarch Louis Raphael I. Sako in New York
Es war die ganz grosse Bühne, die dem chaldäischen Patriarchen Louis Raphael I. Sako am Freitag in New York geboten worden war. Auf Initiative des ständigen Mitglieds Frankreich sprach das Oberhaupt der mit Rom unierten chaldäischen Kirche vor dem UN-Sicherheitsrat über die Lage der Christen im Irak. Im Mittelpunkt seiner Ansprache stand aber nicht nur die Klage über die in ihrer Existenz bedrohte irakische Christenheit sowie anderer religiöser Gemeinschaften, beispielsweise der unglücklichen Jesiden. Der Patriarch der grössten Einzelkirche des Landes versuchte vielmehr, Massnahmen aufzuzeigen, die dem Schutz der verbliebenen Christen – vielleicht 300 000 – helfen und den im Gang befindlichen Exodus aufhalten würden.
Ökumene-Kardinal
Ökumene-Kardinal: Zwei-Staatenlösung im Heiligen Land gefordert
Die Nahost-Politik des Vatikans dreht sich vor allem um die Zwei-Staaten-Lösung, also die Integrität Israels und die Anerkennung Palästinas. Daran erinnerte der Ökumene-Verantwortliche des Vatikans, Kurienkardinal Kurt Koch, im Gespräch mit Radio Vatikan. Am Donnerstagabend hielt der Schweizer Kardinal einen Vortrag unter dem Titel „Päpste und der Nahe Osten“ mit einem besonderen Blick auf das Verhältnis zum Judentum und den orientalischen Kirchen.
Kardinal Koch ist Präsident des Päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen. Dem Rat angeschlossen ist auch der Dialog mit dem Judentum. Sein Referat fand an der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl statt. Im Anschluss präzisierte Kardinal Koch im Gespräch mit Radio Vatikan, dass die politisch-diplomatischen Kompetenzen zur vatikanischen Nahost-Einstellung Sache des Staatsekretariats seien. „Die grosse Sorge, die wir haben, ist die Tatsache, dass die Christen im Heiligen Land bleiben können. Falls sie das Heilige Land verlassen, wenn wir dort nur noch Steine und keine Menschen mehr haben, dann haben wir etwas ganz Wesentliches verloren. Die Christen gehören zur Identität des Heiligen Landes. Deshalb muss es für uns eine ganz grosse Sorge sein, die Christen zu ermutigen, dort zu bleiben aber ihnen auch konkret zu helfen.“
Gegen die Ästhetik des Horrors
Jean d’Ormesson: Gegen die Ästhetik des Horrors
Quelle
UNO: Öffentliche Sitzung zu Christenverfolgung
Der französische Schriftsteller, Philosoph und Kolumnist Jean d’Ormesson : Wir alle waren mal deutsche Juden, jetzt sollten wir orientalische Christen sein.
In Deutschland kennen ihn nur wenige, aber in seiner Heimat Frankreich ist er eine lebende Legende: Jean d’Ormesson. Der fast neunzigjährige Schriftsteller, der zur Académie Francaise gehört, ist eine Art französischer Marcel Reich-Ranicki, ein Literaturkritiker und ein Klassiker zu Lebzeiten. In seinen Werken hat er sich auch oft mit religiösen Themen beschäftigt, zum Beispiel in „Dieu, sa vie, son oeuvre“ (Gott, sein Leben und Werk) von 1981.
D’Ormesson war es nun, der vor ein paar Wochen einen Appell für die verfolgten Christen im Nahen Osten verfasst und das Schweigen der politischen und Medien-Eliten in Frankreich angeprangert hat. Der Appell hat viel Resonanz gefunden: Viele Intellektuelle und immer mehr Politiker schliessen sich ihm an. Aussenminister Laurent Fabius hat daraufhin dafür gesorgt, dass der UNO-Sicherheitsrat am 27. März über die Verfolgung von Christen und anderen Minderheiten in Syrien und dem Irak beraten wird; Fabius will die Sitzung selbst leiten.
Aramäisch, die Sprache Jesu
Die grösste Christenverfolgung der Gegenwart
Quelle: Intressantes ganzes Dokument
Maaloula: Weitere Beiträge zum Thema
Vater Unser auf Aramäisch: KathTube
8. Aramäisch, die Sprache Jesu
Im ersten Jahrtausend vor Christus war das Aramäische unter den spätassyrischen und persischen Königen Amtssprache im gesamten Vorderen Orient. Es blieb Verkehrssprache auch nach dem Verfall der Grossreiche der Assyrer, Chaldäer und Perser.
Durch das Vordringen der griechischen Kultur verlor es im 4. Jahrhundert vor Christus allmählich insgesamt an Bedeutung. Bis heute ist dieses Aramäisch, die Sprache Jesu, Liturgie- und Theologiesprache in den beiden alten syrischen Kirchen.
Tansania: Gottesdienst gewaltsam beendet
Der Druck auf Christen im Land wächst GEBETE UND GEBETSAKTIONEN (444)
Quelle
Weltverfolgungsindex
Kirche in Not: Tansania
Fides-Dienst: Tansania
Tansania, 16. März 2015
Wie Open Doors erst jetzt bekannt wurde, ereigneten sich im ostafrikanischen Tansania seit Beginn des Jahres mehrere Übergriffe gegen Christen. So stürmten am 18. Februar 2015 mit Steinen und Knüppeln bewaffnete Muslime in den Gottesdienst der „Assemblies of God“ Kirche und vertrieben die versammelten Christen. Verletzt wurde niemand, doch die Christen aus der Stadt Mnazimmoja und im gesamten Land sehen sich vermehrt offener Feindseligkeit ausgesetzt.
Brandstiftung aus Rache
Am 9. Januar 2015 wurde eine Kirche in der Stadt Bunyambo im Westen Tansanias zum Ziel eines Brandanschlags. Unbekannte legten gegen 23 Uhr ein Feuer in der örtlichen Kirche der Assemblies of God. Personen wurden nicht verletzt, doch das Gebäude wurde durch das Feuer stark beschädigt.
„Treffpunkt Weltkirche“
Internationaler Kongress von Kirche in Not in Würzburg vom 12.-15. März
Quelle
Kath Tube: Wichtiges Podiumsgespräch ‚Gegen den Strom von Meinungsdiktatur und Political Correctness‘ beim Kongress von Kirche in Not
Mit einem feierlichen Pontifikalgottesdienst im Würzburger Kiliansdom hat am Freitag der 5. Internationale Kongress „Treffpunkt Weltkirche“ von Kirche in Not begonnen. Mit dem Würzburger Diözesanbischof Friedhelm Hofmann zelebrierte auch der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke sowie Bischöfe und Geistliche unter anderem aus Ägypten, Nigeria und Lettland.
Jünger Jesu sein wollen wir als Christen alle
In unsere Überlegungen zu Nachfolge und Fastenopfer platzten die Nachrichten von 21 ermordeten ägyptischen Christen in Libyen, die im Todeskampf schreien „O Gott, Jesus Christus – Jesus, mein Herr“
Gastbeitrag von Felix Honekamp
Berlin, kath.net/ Papsttreuer Blog, 20. Februar 2015
Las man gestern das Tagesevangelium, konnte man sich als Christ so richtig „soldatisch” fühlen. Da geht es um Hingabe an den Glauben, um Hingabe (nicht zu verwechseln mit Unterwerfung) an Jesus selbst. Jesus macht deutlich, dass das kein Zuckerschlecken sein wird, ihm zu folgen – besser man richtet sich darauf ein. Zum Nachlesen noch mal der Text (Lukas 9,22-25):
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.





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