Religionsfreiheit/Christenverfolgung

„Wir dürfen nicht schweigen”

Karin Maria Fenbert zur Initiative gegen Diskriminierung von christlichen Flüchtlingen

UPDATE: KathTube: Arte Doku: Christen in der arabischen Welt (Sehenswert!) 

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Wo bleibt die Solidarität mit Christen

Am 9. Mai haben christliche Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen in einem viel beachteten Appell auf die besorgniserregende Situation in deutschen Flüchtlingsunterkünften hingewiesen: Christen und andere religiöse Minderheit werden oftmals diskriminiert, bis hin zu gewalttätigen Übergriffen.

Die Hilfswerke fordern Politik und Öffentlichkeit auf, dieser Entwicklung entgegenzutreten und religiöse Minderheiten besser zu schützen. Zu den Unterstützern der Initiative zählt auch Kirche in Not. Darüber berichtet die Geschäftsführerin des deutschen Büros von Kirche in Not, Karin Maria Fenbert. Das Gespräch führte Tobias Lehner.

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Versöhnung von Aufklärung und Christentum

Wer heute für eine Versöhnung von Aufklärung und Christentum eintritt, muss gegen eine Geschichtsklitterung anschreiben, die seit der Aufklärung tief in den Köpfen verwurzelt ist

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Wer heute für eine Versöhnung von Aufklärung und Christentum eintritt, muss gegen eine Geschichtsklitterung anschreiben, die seit der Aufklärung tief in den Köpfen verwurzelt ist.

Gastkommentar von Generalvikar Martin Grichting

Chur, kath.net, 13. Mai 2016

Als die französischen Aufklärer im 18. Jahrhundert darangingen, ihre Ideale in die Tat umzusetzen, stiessen sie auf den erbitterten Widerstand des aristokratischen Staates, der mit der katholischen Kirche verbündet war. Folglich bekämpften Aufklärer wie Rousseau oder Voltaire auch die Kirche. Und da sie die Kirche als Feind betrachteten, knüpften sie zur Legitimierung ihrer Forderungen nicht beim Christentum an, sondern bei der Antike. In Sinne eines fröhlichen Eklektizismus nutzten sie das griechische sowie römische Altertum als Steinbruch und schlugen waghalsig eine Brücke über das angebliche dunkle Mittelalter.

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Die Oster-Botschaft des „Spiegel“

In der Print-Ausgabe und Online: „Der Spiegel“ verbindet den christlichen Glauben in manipulativer Weise mit aktuellen islamistischen Gewalttaten

bergpredigt xpVon Stefan Meetschen

Die Tagespost, 30. März 2016

Während die Welt durch Anschläge islamistischer Terroristen an verschiedenen Orten erschüttert wird und die Ortskirchen Westeuropas sich mit hohen Austrittszahlen, schlecht besuchten Gottesdiensten und anderen Phänomenen der Glaubensverdunstung konfrontiert sehen, hat das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ die Ostertage wieder einmal dazu genutzt, Ängste und negative Stereotype gegenüber dem Christentum zu schüren und zu verstärken. Am Kiosk und im Internet.

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Harmonie mit Missklang

Die Osterfeiern in Jerusalem verliefen friedlich – Begonnen haben sie indes mit Störungen jüdischer Fanatiker

Von Oliver Maksan

Jerusalem, Die Tagespost, 29. März 2016

Das Leiden Jesu damals, das Leiden seiner Jünger heute: Jerusalems Lateinischer Patriarch Fuad Twal zog diese Linie während des Osterhochamts in der Jerusalemer Grabeskirche. In seiner Predigt am Sonntagmorgen betonte er, dass auch heute noch in vielen Ländern Männer und Frauen wegen ihrer Zugehörigkeit zu Christus als Märtyrer stürben. Besonders erinnerte er an den Nahen und Mittleren Osten, vor allem den Jemen, wo Anfang März Islamisten vier Ordensfrauen und acht ihrer Mitarbeiter ermordeten. „Hoffen wir stark und fest und beten wir unablässig, dass endlich der Friede im Heiligen Land, im Nahen Osten und in der ganzen Welt einkehren möge“, so Twal. Die Anwesenheit des belgischen Generalkonsuls von Jerusalem verlieh der feierlichen, direkt vor der Grabesädikula zelebrierten Messe zusätzliche Aktualität. Anteilnehmend kondolierte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche im Heiligen Land dem diplomatischen Vertreter des vom islamistischen Terror schwer gezeichneten Königreiches.

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„Ermordete Ordensschwestern ‚Märtyrerinnen‘

Papst bezeichnet ermordete Ordensschwestern als Märtyrerinnen

Versuchung Jesu in der WüsteQuelle

Franziskus hat die vier in Yemen ermordeten Mutter-Teresa-Schwestern als Märtyrerinnen bezeichnet. Beim Angelusgebet drückte er den Missionarinnen der Liebe sein Beileid aus und beklagte zugleich, dass solche Taten keine Schlagzeilen machten. Die Schwestern hätten ihr Blut für die Kirche gegeben. Sie seien nicht nur die Opfer ihrer Angreifer geworden, die sie getötet hatten, sondern auch Opfer der Globalisierung der Gleichgültigkeit, der alles egal sei… Franziskus bete für die Schwestern und die anderen Opfer und ihre Familien: „Mutter Teresa begleite diese ihre Töchter und Märtyrer der Nächstenliebe ins Paradies, und trete bei Gott ein für Frieden und den heiligen Respekt vor dem menschlichen Leben.“. Mutmassliche Dschihadisten hatten am Donnerstag in der jemenitischen Hafenstadt Aden ein von den Mutter-Teresa-Schwestern betriebenes Seniorenheim angegriffen und die Schwestern sowie 12 weitere Mitarbeiter ermordet.

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Jemen

Jemen – Vier Missionarinnen der Nächstenliebe und mehrere Mitarbeiter bei Anschlag auf ein Kloster in Aden getötet

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Aden, Fides – Dienst, Freitag, 4 März 2016

Vier Missionarinnen aus der von Mutter Teresa von Kalkutta gegründeten Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe wurden bei einem terroristischen Anschlag auf ihr Kloster in Aden (Jemen) getötet. Dies teilt das Apostolische Vikariat Süd-Arabien mit. Bei dem Anschlag starben auch der Fahrer und mindestens zwei Mitarbeiter der Ordensgemeinschaft, während di Obere des Klosters dem Tod entging. Auch die älteren Menschen und die Menschen mit einer Behinderung, die im Kloster betreut wurden haben den Anschlag überlebt, während der indische Pater Tom Uzhunnalil von den Salesianern von Don Bosco vermisst wird, der seit dem Brandanschlag auf die Kirche von der Heiligen Familie in Aden im vergangenen September im Kloster lebte.

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2015 weitere Zunahme der Christenverfolgung

Weltverfolgungsindex 2016 zeigt weltweit einen Anstieg der Repression gegen Christen

Weltverfolgungsindex

Weltverfolgungsindex

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2016 von Open Doors weist geringfügige Verschiebungen in der Reihenfolge der Staaten mit der massivsten Christenverfolgung auf, insgesamt sind Übergriffe und Diskriminierungen gegen Christen aber deutlich gestiegen. Der Index, der Unterdrückung und Verfolgung auf verschiedenen Ebenen und unterschiedlicher Ausprägung erhebt und analysiert, dokumentiert die zunehmende Verschlechterung in der Beachtung der Religionsfreiheit in vielen Staaten.

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