Türkei – Erneut Kirche in Moschee umgewandelt
Scharfe Reaktionen hat die am Freitag bekannt gewordene Umwandlung der Hauptkirche des Istanbuler Chora-Klosters in eine Moschee ausgelöst
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Hagia Sophia: Griechische Präsidentin schreibt an 14 Staatschefs
Scharfe Reaktionen hat die am Freitag bekannt gewordene Umwandlung der Hauptkirche des Istanbuler Chora-Klosters in eine Moschee ausgelöst. Die griechische Staatspräsidentin Katerina Sakellaropoulou bezeichnete auf Twitter die Umwandlung des berühmten Gotteshauses, das seit 1958 Museum war, als eine „Entstellung“.
Es handle sich um einen „provokativen Akt“ der türkischen Staatsführung, der den „interreligiösen und interkulturellen Dialog“ unterminiere.
Die griechische Kulturministerin Lina Mendoni sprach von einem „Affront für das Weltkulturerbe“. Die Hauptkirche des Chora-Klosters sei eines der „bedeutendsten byzantinischen Monumente“. Die Mosaiken und Fresken der Kirche stellten „einmalige Kunstwerke“ dar. Das Bildnis der Gottesmutter aus Chora finde sich weltweit in allen Büchern über byzantinische Geschichte und byzantinische Kunst. Ähnliches gelte für das Mosaik des thronenden Christus, dem Theodoros Metochites, der grosse Erneuerer von Chora im frühen 14. Jahrhundert, das Modell des Gotteshauses überreiche.
Türkei
Türkei: Bei der Hagia Sophia geht es um Nationalismus
Mittwoch, 22. Juli 2020
Türkei: Bei der Hagia Sophia geht es um Nationalismus
Am 10. Juli kündigte Präsident Erdogan in einer Rede an die Nation an, dass die ehemalige Basilika der Hagia Sophia, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, am 24. Juli 2020 wieder für muslimische Gottesdienste geöffnet werden soll. Er hob hervor, dass die Umwandlung des monumentalen Komplexes in eine Moschee „ein Hoheitsrecht“ der Türkei sei. Der türkische Staatsrat, der auf Erdogans Wunsch hin in dieser Frage entscheiden sollte, hob das Dekret des damaligen Präsidenten Mustafa Kemal (Atatürk) vom 24. November 1934 tatsächlich auf. Letzterer hatte die Hagia Sophia, die nach der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen (1453) zur Moschee geworden war, in ein Museum umgewandelt.
Das internationale päpstliche Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» sprach wieder mit Etienne Copeaux, der sich als Historiker mit der zeitgenössischen Türkei befasst, um mit ihm der Frage nachzugehen, was hinter der jüngsten Entscheidung steht. Der frühere Mitarbeiter des Französischen Instituts für Anatolische Studien (Institut Français d’Études Anatoliennes) in Istanbul und ehemalige Forscher am Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique) betreibt den Susam-Sosak-Blog, der ausschliesslich der Türkei gewidmet ist. Das Interview führte Christophe Lafontaine.
Marokko
Marokko – Nach dem Lockdown: “Unsere Kirchen sind geöffnet: Gläubige bleiben vorsichtig
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Marokko
Wissenswertes von Marokko
Fés Fidesdienst, 25. Juli 2020
“Die Regierung hat die Disziplin der marokkanischen Bevölkerung gewürdigt , die geduldig und stoisch den langen Lockdown ertragen hat”, so Pater Matteo Revelli, Priester der Gesellschaft der Afrikamissionen aus Fès.
“Moscheen, Kirchen und Tempel blieben trotz aller Vorsichtsmassnahmen für die Gläubigen geöffnet, einschliesslich meiner Gemeindemitglieder, die zu 99% Studenten und Arbeiter aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara sind, die nach Marokko kamen um hier zu studieren oder zu arbeiten “, fährt Pater Revelli fort, der als Missionar in der in Fés die Pfarrei des heiligen Franziskus von Assisi leitet und seit 13 Jahren in der Gemeinde tätig ist.
“Allerdings“, betont er, „ist die Angst immer noch gross und die Alarmbereitschaft hoch. Letzten Sonntag liessen mich unsere Freiwilligen, die für die Kontrollen an den Kircheneingängen zuständig sind, nicht ein, ohne vorher meine Temperatur zu messen und meine Hände viermal zu desinfizieren. Auch bei der der Verteilung der Kommunion stellte ich mit Erstaunen fest, dass, dass viele zögerten, sich anzustellen.”
Weltweit Reaktionen auf erstes Freitagsgebet in der Hagia Sophia
Zahlreiche Politiker und Religionsvertreter meldeten sich nach der offiziellen Umwandlunsgzeremonie vom Freitag zu Wort
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Türkei: Hagia Sophia ist wieder eine Moschee
Weltweit Reaktionen auf erstes Freitagsgebet in der Hagia Sophia
Nach der Umwandlung der Istanbuler Hagia Sophia in eine Moschee hat es weltweit zahlreiche Reaktionen und erneut Kritik an der türkischen Regierung gegeben. Zahlreiche Politiker und Religionsvertreter meldeten sich nach der offiziellen Umwandlunsgzeremonie vom Freitag zu Wort.
Der Papst äusserte sich vor einer Woche zur Hagia Sophia im Kontext des Sonntags des Meeres, den die katholische Kirche immer am zweiten Sonntag des Juli begeht. „Und das Meer trägt meine Gedanken etwas weiter weg: Nach Istanbul: Ich denke an die Hagia Sophia und es schmerzt mich sehr“, sagte Franziskus.
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis erklärte in einer Videoansprache, die Türkei habe mit der Umwidmung der Hagia Sophia am Freitag universelle Werte verletzt. Die Massnahme sei keine Manifestation der Stärke, sondern ein Beweis der Schwäche. „Sie werden sicherlich nicht die Macht haben, die Ausstrahlung einer Weltkulturerbestätte zu überschatten”, so Mitsotakis. An diesem Tag sei die Hagia Sophia mehr denn je in den Herzen der griechisch-orthodoxen Christen. „Und so wird es immer bleiben”, betonte der Ministerpräsident.
Hagia Sophia …und die Schweiz
Die Hagia Sophia in Istanbul. Bilder aus sechs Jahrhunderten und Gaspare Fossatis Restaurierung der Jahre 1847-1849: Katalog der Ausstellung im … Stendal 24. Juli – 26. September 1999

Aussenamt: Hagia Sophia Thema bei der nächsten Unesco-Sitzung
Die Hagia Sophia wurde unter Kaiser Justinian I. 532-37 in Konstantinopel als die Hauptkirche des Oströmischen Reiches erbaut, von Sultan Mehmed II. Fâtih 1453 zur Hauptmoschee des Osmanischen Reiches gemacht und von Staatspräsident Kemal Atatürk 1934 in ein Museum umgewandelt.
In den Jahren 1847-49 hat der Schweizer Architekt Gaspare Fossati im Auftrage Sultan Abdülmecids I. das baufällig und schäbig gewordene ‘Weltwunder der Architektur’ restauriert.
Das 150jährige Jubiläum dieser Restaurierung, einer frühen Glanzleistung der Denkmalpflege, ist der Anlass zu einer Ausstellung, die am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern erarbeitet wurde und im Jahre 1999 im Bernischen Historischen Museum, im Winckelmann-Museum Stendal und in der Casa del Mantegna in Mantua präsentiert wird. Sie gliedert sich in zwei Abteilungen. Es werden ausgewählte Zeichnungen und Aquarelle aus Fossatis Nachlass gezeigt, die nicht nur bewundernswerte Bilder der Hagia Sophia sind, sondern auch Fossatis Arbeit am Baudenkmal sowie seine Konservierungsmethoden anschaulich nachvollziehen lassen.
Vézelay – Licht von Johannes dem Täufer zu Jesus
Heute um 12 Uhr fällt in Vézelay das Licht von Johannes dem Täufer zu Jesus (24. Juni)
In der fast tausend Jahre alten Kirche Sainte-Marie-Madeleine öffnet das Kirchenschiff dank einer genialen Konstruktion die Perspektive der Gläubigen vom Täufer zum Heiland
Heute um 12 Uhr fällt in Vézelay das Licht von Johannes dem Täufer zu Jesus
Von AC Wimmer
Vézelay, 24. Juni 2020 (CNA Deutsch)
Am heutigen Tag – genau sechs Monate vor Weihnachten – gedenkt die Kirche des Vorläufers Jesu: Die Katholiken in aller Welt feiern den Geburtstag von Johannes dem Täufer.
Entlang den Gräben
Entlang den Gräben: Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan

Ein immer noch fremd anmutendes, von Kriegen und Katastrophen zerklüftetes Gebiet beginnt östlich von Deutschland und erstreckt sich über Russland bis zum Orient. Navid Kermani ist entlang den Gräben gereist, die sich gegenwärtig in Europa neu auftun: von seiner Heimatstadt Köln nach Osten bis ins Baltikum und von dort südlich über den Kaukasus bis nach Isfahan, die Heimat seiner Eltern. Mit untrüglichem Gespür für sprechende Details erzählt er in seinem Reisetagebuch von vergessenen Regionen, in denen auch heute Geschichte gemacht wird.



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