Kardinal Kurt Koch

Ein historisches Pontifikat

Das bedeutet eine historische Zäsur für die Kirche

Die Tagespost, 27. Februar 2013, von Guido Horst

Hätte es am Rosenmontag nicht die überraschende Nachricht vom Rücktritt Benedikts XVI. gegeben, sondern die Schock-Meldung vom plötzlichen Tod des Papstes, man hätte kurz darauf schweren Herzens Bilanz ziehen müssen. Eine Einerseits-Andererseits-Bilanz: Einerseits hat das Pontifikat Joseph Ratzingers vieles angestossen, andererseits hat Benedikt XVI. auch manches seinem Nachfolger überlassen. Zum Beispiel die Reform der Arbeitsweise der römischen Kurie. Einerseits stand er ganz in der Tradition seines Vorgängers Johannes Paul II., andererseits hat er dessen gewaltigem Erbe Neues hinzugefügt, so die Konzentration der päpstlichen Liturgien auf das Wesentliche, auf den Herrn. Zum Beispiel bei Auslandsreisen weniger Schnickschnack und Getanze vor dem Papstaltar, dafür aber Eucharistische Anbetung mit Hunderttausenden von jungen Leute bei der Vesper auf den internationalen Weltjugendtagen.

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„Benedikts geistiges Erbe wird weitergehen“

Kardinal Koch

„Wir waren sehr überrascht.“ Dies sagte Kardinal Kurt Koch im Gespräch mit Radio Vatikan zur Rücktrittsankündigung Benedikt XVI. an diesem Montag. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates war selbst beim Konsistorium anwesend und hörte die Worte Benedikt XVI. auf Latein. Mario Galgano fragte den Schweizer Kurienkardinal, was diesem bei der Ankündigung des Papstes durch den Kopf ging.

„Wir waren natürlich alle sehr überrascht. Es war ja ein normales Konsistorium angesagt zur Heiligsprechung von bestimmten Personen. Am Ende dieser Feier – das ist ja immer ein Gottesdienst – hat der Heilige Vater diese Erklärung abgegeben. Und das war für alle ein Schock.“

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Kardinal Koch

Text der gemeinsamen Botschaft mit Lutheranern ist fertig

Mit Spannung wird eine gemeinsame Erklärung des Päpstlichen Einheitsrates und des Lutherischen Weltbundes erwartet, die den ökumenischen Blick auf das Reformationsjubiläum ausdrücken wird. Im Gespräch mit Radio Vatikan erläutert der Vorsitzende des Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, an diesem Freitag:

„Der Text ist an sich fertig, es geht jetzt nur noch um die Übersetzungen, vor allem natürlich auch eine deutsche Übersetzung – der ursprüngliche Text ist auf Englisch. Das sollte nun in nächster Zeit fertig gestellt sein und dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Text trägt den Titel ‚From conflict to communion‘, also vom Konflikt zur neuen Gemeinschaft, und wird auch zum Ausdruck bringen, was wir in den vergangenen fünfzig Jahren ökumenischer Arbeit an Gemeinsamem gefunden haben. Der Text redet auch von einem gemeinsamen ‚Commemorate of the Reformation‘, braucht also nicht den Begriff des Feierns, sondern des Gedenkens, und damit ist die katholische Sensibilität bei dieser Frage natürlich gut aufgefangen.“

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„Mit Gott gehen“

Ökumenische Bewegung darf kein Vertrag aus gemeinsamen Interessen sein

Predigt zur Vesper am Fest der Bekehrung des Apostels Paulus , Basilika St. Paul vor den Mauern. Von Armin Schwibach.

Rom, 26. September 2013

Die Einheit der Christen ist privilegiertes Mittel als Voraussetzung zur glaubwürdigen Verkündigung des Glaubens an jene, die Christus nicht kennen oder die das Evangelium als kostbares Geschenk bereits empfangen, es aber wieder vergessen haben. Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. am Abend des Festes der Bekehrung Pauli an die in der Päpstlichen Basilika St. Paul vor den Mauern versammelten Gläubigen bei der Vesper zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen.

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Netzwerk der Freundschaft

…mit den verschiedenen Kirchen und Glaubensgemeinden geschaffen (Erster Teil)

„Mit Gott gehen“

Gespräch mit Kardinal Kurt Koch im Blick auf die Gebetswoche für die Einheit der Christen

José Antonio Varela Vidal

Vatikanstadt, Thursday, 17. January 2013, zenit.org

Am Freitag, dem 18. Januar, beginnt die Gebetswoche für die Einheit der Christen, die am 25. Januar enden wird. Zum Abschluss der Gebetswoche wird Papst Benedikt XVI., wie jedes Jahr, in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern zusammen mit den Oberhäuptern der wichtigsten christlichen Kirchen die Vesper feiern. Das gemeinsame Ziel ist es, auf dem Weg der Einheit aller Christen voranzuschreiten.

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„Gemeinschaft im Leben führt zur Einheit“

Gebetswoche für die Einheit der Christen

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen ist ein Moment der Besinnung zum Zustand der Ökumene

Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan der vatikanische Ökumeneverantwortliche, Kardinal Kurt Koch. Christliche Gemeinden auf der ganzen Welt beteiligen sich jedes Jahr an dieser Gebetswoche, die traditionell vom 18. bis 25. Januar stattfindet. In diesem Jahr hat die christliche Studierendenbewegung in Indien die Texte zur Gebetswoche vorbereitet. Sie wählten als Thema Micha 6,6-8: „Mit Gott gehen“.

Kardinal Koch, wo stehen wir heute in der Ökumene?

„Ich hoffe nicht, dass wir stehen, sondern dass wir weiter gehen. Ich denke, dass in den vergangenen 50 Jahren sehr viel geschehen ist. Wir haben sehr viele Dialoge geführt und Annäherungen gefunden.“

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Die katholische Liturgie muss orthodoxer werden

Gott und dessen Anbetung wieder in das Zentrum der Messe stellen

Bei einer römischen Tagung der Görres-Gesellschaft fordert Kardinal Kurt Koch, Gott und dessen Anbetung wieder in das Zentrum der Messe zu stellen.

Rom, Die Tagespost, 19. Dezember 2012, von Guido Horst

Mit der Liturgie, wie man sie in den katholischen Kirchen heute feiert, stimmt etwas nicht. So genau gesagt hat das keiner. Aber unterschwellig schwang genau das jedoch mit, als vom vergangenen Freitag bis vorgestern Liturgiewissenschaftler und Theologen, die etwas zur Liturgie zu sagen haben, am römischen Institut der Görres-Gesellschaft auf dem „Campo Santo Teutonico2 im Vatikan zusammenkamen, um sich über römische Reformen gottesdienstlicher Feiern auszutauschen.

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