OAS: Heiliger Stuhl fordert die Stärkung der Menschenwürde
Im Rahmen einer Tagung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington hat der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls, Monsignore Juan Antonio Cruz Serrano, zu einer intensivierten internationalen Zusammenarbeit gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität aufgerufen. Diese Form der Kriminalität stelle eine der größten Bedrohungen für die Sicherheit und die ganzheitliche Entwicklung der Völker dar
Quelle
UNO/Vatikan: Unverzügliche Abrüstung und wirksame Maßnahmen gegen Armut – Vatican News
Organisation Amerikanischer Staaten – Wikipedia

Giada Aquilino und Mario Galgano – Vatikanstadt
Hinter allen Statistiken stünden stets menschliche Schicksale, wie etwa Opfer von Menschenhandel, in Drogennetzwerke geratene Jugendliche oder durch Gewalt vertriebene Familien.
Cruz Serrano betonte, dass die Würde der menschlichen Person das zentrale Kriterium jeder staatlichen Sicherheitsstrategie bilden müsse. Dies gelte auch für den Einsatz moderner Technologien und Künstlicher Intelligenz bei der Strafverfolgung, die stets unter angemessener menschlicher Aufsicht verbleiben und dem Dienst an der Gerechtigkeit untergeordnet sein müssten. Da kriminelle Netzwerke Staatsgrenzen, Gesetzeslücken und neue Technologien gezielt ausnutzten, sei ein verstärkter Zusammenschluss von Justiz-, Polizeipräsidien und Finanzbehörden erforderlich. Insbesondere die Austrocknung illegaler Finanzströme sei essenziell, um die Korruption und die Schwächung staatlicher Institutionen zu stoppen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausführungen lag auf der Prävention und dem Schutz besonders gefährdeter Gruppen vor Gefahren im Internet. Das digitale Umfeld biete Kriminellen neue Wege zur Ausbeutung Minderjähriger, etwa durch Cyberbullying, Grooming, Erpressung oder die Verbreitung von Missbrauchsmaterial. Neben wirksamen Schutzinstrumenten im Netz verwies der vatikanische Vertreter im Sinne von Papst Leo XIV. auf die Notwendigkeit, Jugendliche durch Bildung zu befähigen, Manipulationsversuche zu erkennen und ihre eigene Würde zu schützen.
vatican news, 15. Oktober 2026
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