Benedikt XVI. und Franziskus „volle Kontinuität“
Kardinal Koch weist Behauptungen von Nikolaus Schneider zurück
Präsident des Päpstlichen Ökumene-Rates sieht im Gegensatz zu Schneider zwischen Benedikt XVI. und Franziskus „volle Kontinuität“.
Vatikanstadt, kath.net/KAP/red, 18. April 2013
Der römische Kurienkardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Ökumene-Rates, hat Behauptungen des Ratspräsidenten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, zurückgewiesen. Schneider habe bei der an den Besuch bei Papst Franziskus angeschlossenen Pressekonferenz den Eindruck vermittelt, als gebe es mit dem neuen Papst eine neue Ära in der Ökumene, im Sinne von „Diskontinuität“ gegenüber früher.
Vatikan
„Neue religiöse Bewegungen sind Herausforderung für Kirche“
Das Christentum zu Beginn des 21. Jahrhunderts geht in Richtung Pentekostalismus. Das betonte der vatikanische Ökumene-Verantwortliche, Kardinal Kurt Koch, im Radio Vatikan-Interview am Dienstag. Bis Donnerstag findet in Rom unter seiner Schirmherrschaft ein Kongress zu dem Thema statt, das von dem Ressort „Weltkirche“ der Deutschen Bischofskonferenz mitorganisiert wird. Unter den eingeladenen Gästen ist auch der spanische Religionssoziologe José Casanova. Er erhielt 2010 von der Universität Innsbruck den Ehrendoktor in Theologie. Im Gespräch mit Radio Vatikan sagt er, dass es für die katholische Kirche die grösste Herausforderung sei, neue Formen des Kircheseins zu verstehen.
Kardinal Koch
„Luthertum ist eine Weltgrösse“
Der Papst hat noch keine Antwort auf die Einladung des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider zur Teilnahme am Reformationsgedenken 2017 in Deutschland gegeben. Das erklärte der vatikanische Ökumene-Beauftragte, Kardinal Kurt Koch, im Gespräch mit Radio Vatikan. Schneider traf den Papst am Montagmittag im Vatikan.
„Der Ratsvorsitzende hat kurz darüber gesprochen, es wäre ja schön, wenn der Papst auch kommen würde. Aber es ist völlig klar, dass der Papst noch keine Antwort gibt, weil Deutschland ein Land und das Luthertum hingegen eine weltweite Grösse ist.“
Kardinal Kurt Koch
Als einziger Schweizer hat er das Konklave vor drei Wochen erlebt und durfte mitwählen
Quelle: Interview
Kardinal Kurt Koch ist jetzt Gast von Susanne Brunner, live im Studio von Radio Vatikan.
Der ehemalige Bischof von Basel wurde 2010 von Papst Benedikt XVI in den Rang eines Kardinals erhoben, und wirkt in Rom als Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Was für ein Verhältnis hat er zu Papst Franziskus? Was bedeutet die betonte Bescheidenheit des neuen Papstes?
Einführung des Erzbischofs von Canterbury
Gemeinsam mit Papst Franziskus
Canterbury bekam an diesem Donnerstag offiziell einen neuen anglikanischen Erzbischof – und damit die gesamte anglikanische Kirche ein neues Oberhaupt. Justin Welby wurde am Nachmittag offiziell in der Kathedrale der Stadt im Südosten Englands inthronisiert. Für den Vatikan nimmt der Ökumenebeauftragte, Kardinal Kurt Koch, an der Zeremonie teil.
Damit hat nicht nur die römisch-katholische, sondern auch die anglikanische Kirche ein neues geistliches Oberhaupt; allerdings ist das ein Vergleich, den Welby selbst im Interview mit Radio Vatikan kurz vor der Inthronisierung zurückweist.
L‘ Osservatore Romano
Die Vatikanzeitung in deutscher Sprache
Kurienkardinal Kurt Koch: Kirche vollzieht sich gewiss zunächst am konkreten Lebensort. Sie verdient aber nur dann die Ehrenbezeichnung »katholisch«, wenn sie ein offener Ort ist: offen für andere Ortskirchen und für die Universalkirche. Diese weltweite Gemeinschaft der Kirche ist gerade heute auf eine gute Kommunikation und deshalb sachgerechte Information angewiesen. Diesem Ziel ist die deutschsprachige Ausgabe des L’Osservatore Romano verpflichtet. Jede Woche bringt sie Bilder und Nachrichten aus der Weltkirche und auch aus den in den deutschsprachigen Ländern beheimateten Ortskirchen.
Das Konklave
Der Schweizer Teilnehmer
Rom, 1. März 2013, zenit.org, Britta Dörre
Kurt Kardinal Koch, Jahrgang 1950, stammt aus Basel. Nach der Matura studierte Koch in Luzern und München Theologie. Von 1976 bis 1978 war Koch Mitarbeiter des von „Iustitia et Pax“ eingerichteten Forschungsprojekts zum menschlichen Leben in der heutigen Gesellschaft unter christlich-ethischen Gesichtspunkten. Seine akademischen Studien setzte Koch von 1979 bis 1982 als Assistent an der Theologischen Fakultät in Luzern fort, wo er sein Theologiestudium 1987 mit einer Promotion über Wolfhart Pannenberg abschloss. Von 1982 bis 1989 war Koch als Dozent für Dogmatik und Moraltheologie an der Universität in Zürich tätig, bis er 1989 den Lehrstuhl für Dogmatik und Liturgie sowie für Ökumenische Theologie in Luzern erhielt.





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