„Liturgiereform ist keine Glasperlenspiel“
Deutschland
Wie kann man Gottesdienst so feiern, dass die Besucher sich wirklich angesprochen fühlen? Mit dieser Frage beschäftigen sich bis Samstag rund 300 Liturgiewissenschaftler, Kirchenmusiker, Architekten und Geistliche aus 31 Ländern. Sie treffen sich beim Kongress der „societas liturgica“ in Würzburg. Die Vereinigung war im „ökumenischen Aufschwung“ nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil gegründet worden. Auch der Schweizer Kurienkardinal und vatikanische Ökumene-Verantwortliche Kurt Koch ist dabei.
Das grosse Thema des Kongresses ist die Liturgiereform des Konzils. Nach 50 Jahren blicke man gemeinsam zurück, wolle aber vor allem eine Zukunftsperspektive entwickeln, betonte Martin Stuflesser gegenüber dem Münchner Kirchenradio. Der Würzburger Liturgieprofessor fügte an:
Kardinal Koch
„Europa braucht nicht nur den Euro“
Die wiedergewonnene Einheit der christlichen Kirchen wäre ein wichtiger Impuls für das derzeit in der Krise befindliche Projekt der europäischen Integration: Das sagte der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch am Freitag, dem Schlusstag des Pfingst-Dialogs über die Vision von „Vereinigten Staaten von Europa“ im kirchlichen Bildungszentrum Schloss Seggau in der Steiermark. In seinem Vortrag über die „geistigen Grundlagen Europas“ bezeichnete der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen den Prozess der ökumenischen Wiedervereinigung als den „weitreichendsten Beitrag des gegenwärtigen Christentums zur politischen Zukunft der Menschheit und insbesondere der westlichen Welt“.
Ökumene
Dialog-Dokument kommt am 17. Juni
Das katholisch-lutherische Dialog-Dokument zum „Reformationsjubiläum“ im Jahr 2017 wird im Rahmen der Ratsvollversammlung des Lutherischen Weltbunds (LWB) am 17. Juni in Genf veröffentlicht. Die Präsentation erfolge im Rahmen einer Pressekonferenz, an der Führungsvertreter des LWB und massgebliche Mitarbeiter des Papiers teilnehmen, heisst es in einer Aussendung des Weltbunds von Mittwoch.
Zur Ratsvollversammlung in Genf werden u.a. LWB-Präsident Bischof Munib Younan aus Jerusalem und Generalsekretär Pfarrer Martin Junge aus Santiago de Chile erwartet. Laut Angaben des Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, besteht das Dokument aus drei Teilen:
Kardinal Koch will Theologie statt Mission
Über das Zueinander von Juden und Christen
Über das Zueinander von Juden und Christen hat sich der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, im Interview mit dem Nahost-Korrespondenten von „Kirche in Not“ aus Jerusalem, Oliver Maksan, geäussert. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung.
Weil das Neue Testament „ganz und gar auf Grundlage des Alten Testaments“ entstanden sei, bedeute der christliche Glaube an das Heil im Neuen Bund Jesu Christi nicht etwas, das den Juden „völlig fremd“ sei. Das dürfe aber nicht zu einer „Mission der Juden“ führen, wie das bei bestimmten evangelischen Freikirchen zu beobachten sei, so Koch. Vielmehr sieht Koch die Theologie herausgefordert, „die ewige Gültigkeit des Alten Bundes mit dem Neuen Bund in Jesus Christus in Einklang zu bringen“.
Kardinal Koch im Interview
Beziehungen noch nie so gut wie unter Benedikt XVI.
Quelle: Kirche in Not
Der jüdisch-christliche Dialog 65 Jahre nach der Staatsgründung Israels
Rom, 7. Mai 2013, zenit.org
Am 14. Mai 1948 endete die britische Besatzung Palästinas, und der Staat Israel wurde ausgerufen. Zum 65. Jubiläum der Staatsgründung hat das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ mit dem Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates, Kurt Kardinal Koch, über den aktuellen Stand des vatikanischen Dialogs mit dem Judentum gesprochen.
„Zurück zur Quelle, um einander zu finden“
Kardinal Koch
Evangelisch-Lutherische Christusgemeinde Rom
Knabenkantorei Basel
„Die Ökumene kann nur in die Breite wachsen, wenn sie in der Tiefe verwurzelt ist“.
Dies betonte Kardinal Kurt Koch am Freitagabend in der evangelischen Gemeinde in Rom. Der vatikanische Ökumenebeauftragte feierte dort zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Jens-Martin Kruse einen ökumenischen Gottesdienst. In seiner Predigt betonte Koch die Gemeinschaft von Katholiken und Protestanten. Er beschrieb den Zustand der Ökumene mit einer Begebenheit aus dem Leben Franz von Assisis: Als dieser sich mit der Heiligen Klara treffen wollte, standen beide an einem Bach – allerdings an verschiedenen Ufern.
Keine einfachen, global gültigen Lösungen
Kardinal Koch: Engagement und pfingstliches Feuer nicht ohne Institution
Neue religiöse Bewegungen: Herausforderung für die katholische Kirche
Rom, 19. April 2013, zenit.org, Jan Bentz
Konkrete Antworten auf konkrete Probleme mit den örtlichen Bischofskonferenzen erarbeiten: Dies ist nach dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, die Richtschnur für die Reaktion der katholischen Kirche auf die Herausforderungen der neuen pfingstlichen Bewegungen innerhalb und ausserhalb der Kirche. Wie dieser Kongress deutlich gemacht habe, zeigten sich auf den einzelnen Kontinenten völlig verschiedene und komplexe Probleme, und es könne deshalb auch keine global gültigen und einheitlichen Lösungen geben.


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