Rosarot sehen: Gaudete!
„Gaudete in Domino!“, also: Freut euch im Herrn!
Von Thorsten Paprotny, 14. Dezember 2019
Der heilige Paul VI. hat am 9. Mai 1975 – im Heiligen Jahr – ein Apostolisches Schreiben publiziert, das ein wenig in die liturgische Farbenlehre des dritten Adventssonntags einführt: „Gaudete in Domino!“, also: Freut euch im Herrn!
Können wir uns als ganz normale römisch-katholische Christen eigentlich noch freuen? Verspüren wir die Sehnsucht nach Heil und Erlösung? Oder wollen wir uns nur noch synodal neu erfinden und uns selbst verwirklichen? Ist unser Herz unruhig nach Gott?
Paul VI. sagt 1975, man könne die „christliche Freude nicht gebührend preisen“. Jeder Mensch hege eine Sehnsucht nach Freude, „vom ersten Staunen des Kindes bis zur heiteren Abgeklärtheit des Alters“. Die Freude sei „eine Vorahnung des göttlichen Geheimnisses“. Lautere, ungezwungene, für viele von uns vielleicht manchmal unvorstellbare Ausdrücke der Freude erleben wir, wenn wir Menschen begegnen, die an geistigen oder auch körperlichen Beeinträchtigungen leiden. Sie geben sich ganz der Freude hin, so wie sie – zu anderen Zeiten – auch den Schmerz, den sie spüren, nicht verdecken.
Syllabus errorum UPDATE
Enzyklika Quanta cura
Der Syllabus errorum ist der berühmte Anhang der *“Enzyklika Quanta cura“ des seligen **Papstes Pius IX. aus dem Jahre 1864, in dem 80 Sätze aufgezählt werden, welche die wesentlichen Zeitirrtümer des 19. Jahrhunderts kennzeichnen. Das Wort „Syllabus“ bedeutet „Zusammenstellung“. Der Syllabus erregte damals grosses Aufsehen und verursachte heftige Ablehnung einerseits, mancherorts deshalb wiederum umso heftigere Zustimmung. Das Dokument markiert eine notwendige Abgrenzung der Kirche von den Hauptströmungen des damaligen Zeitgeistes. Rückblickend von grösserer Bedeutung ist jedoch die energische päpstliche Zurückweisung jedweden totalen Übergriffs des Staates oder der Gesellschaft auf Bereiche der Religion.
Heilige Kongregation für die Glaubenslehre *UPDATE
‚Irrtümer bezüglich Interpretation Beschlüsse II. Vatikanisches Konzil‘
Quelle
Briefwechsel zwischen Kardinal Ottaviani und Erzbischof Lefebvre (1966)
Der Heilige Vater reagiert auf die „Correctio filialis“
Bischof Fellay: Warum ich die „Correctio filialis“ unterzeichnet habe
Tosatti über den in Rom geplanten Studientag: „Wurzeln der Kirchenkrise“
Papst Paul VI.
Konzil (214)
*“Correctio filialis“ – eine erste Zwischenbilanz
Rundschreiben an die Präsidenten der Bischofskonferenzen zu einigen Erklärungen und Irrtümern bezüglich der Interpretation der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils
Da das Zweite Vatikanische Konzil, das vor kurzem zu einem glücklichen Abschluss gebracht werden konnte, überaus weise Dokumente lehramtlichen und disziplinären Inhalts veröffentlicht hat, um das Leben der Kirche wirksam zu fördern, obliegt dem gesamten Gottesvolk die schwere Pflicht, sich mit ganzer Kraft für die Umsetzung all dessen einzusetzen, was unter dem Einfluss des Heiligen Geistes von besagter universaler Versammlung der Bischöfe unter dem Vorsitz des Papstes feierlich vorgeschlagen und beschlossen worden ist.
Gebete um Priesterberufungen
Menschenfischer „Jesus, göttlicher Hirt“ ( Papst Paul VI.)
Quelle
Berufungsgebet
Bittet den Herrn
Papst Paul VI.
Menschenfischer „Jesus, göttlicher Hirt“ (Sel. Papst Paul VI.)
Jesus, göttlicher Hirt,
du hast die Apostel berufen und zu Menschenfischern gemacht.
Rufe auch heute junge Menschen in deine Nachfolge und deinen Dienst.
Du lebst ja, um immer für uns da zu sein.
Dein Opfer wird auf unseren Altären Gegenwart,
weil alle Menschen an der Erlösung teilhaben sollen.
Lass alle, die du berufen hast,
diesen deinen Willen erkennen und sich zu Eigen machen.
Öffne ihnen den Blick für die ganze Welt,
für die stumme Bitte so vieler
um das Licht der Wahrheit und die Wärme echter Liebe.
Apostolisches Schreiben ‚Evangelii Nuntiandi‘
Apostolisches Schreiben ‚Evangelii Nuntiandi‘ seiner Heiligkeit Papst Paul VI. an den Episkopat, den Klerus und alle Gläubigen der Katholischen Kirche über die Evangelisierung in der Welt von heute
Quelle/Vollständiges Dokument
Vatikan Bischofssynode
Ehrwürdige Brüder, geliebte Söhne und Töchter! Gruss und Apostolischen Segen!
Einführung
Besonderer Einsatz für die Evangelisierung
1. Die Verkündigung des Evangeliums an die Menschen unserer Zeit, die von Hoffnung erfüllt, aber gleichzeitig oft von Furcht und Angst niedergedrückt sind, ist ohne Zweifel ein Dienst, der nicht nur der Gemeinschaft der Christen, sondern der ganzen Menschheit erwiesen wird. Darum erscheint Uns die Pflicht, die Brüder zu bestärken – diese haben Wir vom Herrn empfangen mit dem Amt des Nachfolgers Petri (1), und sie ist für Uns eine „tägliche Sorge“ (2), ein Lebens- und Arbeitsprogramm sowie eine grundlegende Verpflichtung Unseres Pontifikates –, darum erscheint Uns also diese Pflicht noch vornehmer und dringlicher, wenn es sich darum handelt, unsere Brüder zu bestärken, die mit der Evangelisierung beauftragt sind, damit sie in diesen Zeiten der Unsicherheit und der Verwirrung ihre Sendung mit immer mehr Liebe, Eifer und Freude erfüllen.
Auf Christus schauen – positiv denken
Auf Christus schauen – positiv denken! Eine Anregung zur Neuevangelisierung
Quelle
Vatikan – Papst Johannes Paul II.
Von Thorsten Paprotny, 24. September 22019
An den 22. Oktober 1978 denken vielleicht nicht nur Katholiken gern zurück. An diesem Sonntag wurde der heilige Papst Johannes Paul II. in den Petrusdienst eingeführt. Unvergessen bleiben seine Worte: „Non abbiate paura! Aprite, anzi, spalancate le porte a Cristo!“ Auf Deutsch: „Habt keine Angst! Öffnet, besser noch, reisst weit die Tore auf für Christus!“ Der Papst aus Polen rührte, bewegte und ermutigte die versammelten Gläubigen auf dem Petersplatz und in der Kirche weltweit. Auch viele Menschen guten Willens sahen in ihm einen Botschafter der Hoffnung. Mit Sensibilität erkannte und förderte Johannes Paul II. Gemeinschaften mit einem besonderen Charisma. In seinem Pontifikat sind viele geistliche Bewegungen, die bis heute – auch in Deutschland – von innen her positiv die Freude am Glauben bezeugen, entstanden und gewachsen. Die Gruppen des Neokatechumentalen Weges etwa wirken fruchtbar und sind ein Reichtum für eine so oft müde und zermürbt anmutende Kirche. Ein wahrer Schatz heute ist das Apostolat der Petrusbruderschaft, lobenswert sind die Christkönigsjugend und ihre Aktivitäten.
Heiliger Paul VI., bitte für uns! *UPDATE
„Ein wahrhaft prophetisches Wort über die Erneuerung der Kirche“
Heiliger Paul VI., bitte für uns! – Die Glaubens- und Kirchenkrise im Lichte von „Ecclesiam suam“
Quelle
Was bringt einen echten Neuanfang? Was bringt einen echten Neuanfang? Rosenkranz beten oder endlose Gremien und Gerede?
Enzyklika ‚Ecclesiam suam‘
*Relaunch
Von Thorsten Paprotny, 26. April 2019
Den gegenwärtigen Aufruhr in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland, teilweise begünstigt durch die unverständliche Aufbruchsrhetorik einiger Bischöfe, nehmen viele Katholiken als irritierende, verstörende Signatur der Zeit wahr. Vielleicht könnte es helfen, jene Personen, die gegenwärtig zuweilen als „prophetisch“ wahrgenommen werden – ganz gleich, ob es sich um den etablierten Kirchenkritiker Eugen Drewermann oder um die populäre Klimaaktivistin Greta Thunberg handelt – ins Gebet mit einzuschliessen, ebenso die Bischöfe, die sich berufen fühlen, diese Persönlichkeiten als Propheten öffentlich vorzustellen. Wichtig wäre auch, ein wahrhaft prophetisches Wort über die Sendung und Erneuerung der Kirche neu zu entdecken, verfasst von dem im vergangenen Jahr heiliggesprochenen Paul VI. Am 6. August 1964 publizierte der Konzilspapst sein erstes Lehrschreiben, seine Antrittsenzyklika. Der Text heisst: „Ecclesiam suam“ (= „Seine Kirche“) und nicht: „Ecclesiam nostram“ (= Unsere Kirche). Die von ihm angesprochenen Themen scheinen vertraut, ja höchst aktuell und vielleicht zeitlos zu sein.




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