Evangelium

Impuls zum Fest Christi Himmelfahrt

Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist

Von Msgr. Dr. Peter von Steinitz*

Münster, 16. Mai 2012, zenit.org

“Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel?” sagen zwei Männer in weissen Gewändern zu den Aposteln, nachdem der Herr zum Himmel aufgefahren ist. Die Frage der Engel enthält einen Ansporn, fast eine Kritik. So als wollten sie sagen: Ihr sucht Christus, der diese Welt verlassen hat, aber ihr sollt ihn nicht oben in der Luft suchen. Er ist aus der sichtbaren Welt in die unsichtbare Welt hinüber gegangen.

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Christi Himmelfahrt

Evangelium nach Markus 16,15-20

Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.

Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen liess. Weiterlesen

Quid statis aspicientes in caelum

Was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?

Christi Himmelfahrt im Spiegel von Palestrinas Mottete Viri Galilaei

Von Daniel Kretschmar*

Salzburg, 16. Mai 2012, zenit.org

“Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?” (Apg 1,11). Diese Frage der zwei Männer in weissen Gewändern, wie es die Heilige Schrift schildert, greift augenblicklich die ganze Stimmung dieses Himmelfahrtstages auf. Christus fährt, die Jünger segnend und ihnen Seine Wiederkunft verheissend, in den Himmel auf. Und doch hat diese Situation, die sich auch auf die Liturgie der Kirche übertrug, etwas Trauriges an sich. Zum einen ist die Freude über die Auferstehung des Herrn und Seine Erscheinungen vierzig Tage hindurch gross. Zum anderen aber ist den Jüngern dennoch während dieser Zeit klar, dass Er nicht in der Weise bei ihnen bleiben wird, wie sie es denken.

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6. Sonntag in der Osterzeit

Evangelium nach Johannes 15,9-17

Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine grössere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiss nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: Liebt einander! Weiterlesen

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer

Evangelium nach Johannes 15,1-8

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer.

Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch.

Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.

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Freitag der 4. Osterwoche

Evangelium nach Johannes 14,1-6

Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?

Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.

Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater ausser durch mich. Weiterlesen

Der Herr ruft, aber dieser Ruf bedarf der Antwort

Wer in die Fussstapfen des guten Hirten treten will, darf kein “bezahlter Knecht” sein

(Joh 10, 12) – Ein Kommentar zum Sonntagsevangelium von P. Bernhard Sirch

Illschwang, kath.net, 26.04.2012

B – 4. Ostersonntag, 1. Lesung: Apg 4, 8-12. 2. Lesung: 1 Joh 3, 1-2; Ev. Joh 10,11-18.

Bei jeder Eucharistiefeier spricht der Priester in der Person Christi: “Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird”. “Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird” (Mk 14,23). Jesus, “der gute Hirt der sein Leben hingibt für seine Schafe” (Joh 10,11) ist das Thema des heutigen Sonntags.

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