Hilfswerke

Von der Krippe zum Kreuzweg

Weihnachten ist Ernst – Damals wie heute

Flucht-nach-aegyptenVon Markus Reder

Die Tagespost, 23. Dezember 2015

Wohlige Festtagsromantik entspricht weder der Lebenswirklichkeit der heiligen Familie, noch der Situation vieler Christen in Not und Bedrängnis. Dass die Kirche am zweiten Weihnachtstag den Stephanustag begeht und der verfolgten Christen in aller Welt gedenkt, macht die ganze Dramatik christlicher Existenz deutlich. Nie war dieser Gedenktag so wichtig wie heute. Nie in der Geschichte der Kirche hat es eine Christenverfolgung in diesem Ausmass gegeben. Aber der Westen schaut weg. Trotz aller Appelle des Papstes und der Hilfeschreie der Christen herrscht eine perverse Gleichgültigkeit. Schwer zu sagen, was Christen in Not mehr schmerzt, der beissende Hass ihrer Peiniger oder die grausame Ignoranz des Westens? Zu Weihnachten hat das Oberhaupt der syrisch-katholischen Kirche, Ignatius Joseph III. Younan, genau das beklagt und dem Westen vorgeworfen, das Leid von Christen in Nahost zu ignorieren: “Wir werden nicht nur vergessen, sondern betrogen von der sogenannten zivilisierten Welt, die sich weigert, die Notlage der christlichen Minderheit unter einer nicht christlichen Mehrheit anzuerkennen”, so der Patriarch. Und er wurde noch deutlicher: “Wir bilden keine Umma, wir haben kein Öl, und der Westen will seine Geschäfte mit den muslimischen Ländern nicht gefährden, indem er uns verteidigt.”

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Heilige Pforte öffnet sich in Bagdad

Mit etwas Verspätung hat sich am Samstagabend auch in Bagdad eine Heilige Pforte geöffnet

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Mit etwas Verspätung hat sich am Samstagabend auch in Bagdad eine Heilige Pforte geöffnet. Patriarch Louis Sako wünscht sich, dass auch die Christen im Irak (deren Zahl nur noch bei etwa einer halben Million liegt und von denen viele Flüchtlinge sind) am weltweiten Jubeljahr der Barmherzigkeit teilnehmen können. Die Heilige Pforte führt in die Mariä-Schmerzen-Basilika in der irakischen Hauptstadt.

“Eine Heilige Pforte zu öffnen, ist etwas Symbolisches”, erklärt Erzbischof Sako: “Es bedeutet, wegzukommen von dem, was wir hier durchmachen, und auf Erbarmen, Versöhnung, Vergebung zuzugehen. Das ist für uns ein Übergang, fast so etwas wie Ostern. Unsere jetzige Lage ist furchtbar, aber sie ist nicht das Ende der Welt. Auch hinter diesem starken Leiden nehmen wir die Hand Gottes wahr, die uns rettet. Ohne die Schwierigkeiten zu leugnen, sagen wir: Gott ist stärker als sogar der Tod!”

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Gebetsblatt für bedrängte Christen

Am 26. Dezember, dem Fest des ersten christlichen Märtyrers Stephanus, begeht die katholische Kirche in Deutschland den “Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen”

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Aus diesem Anlass gibt das weltweite katholische Hilfswerk “Kirche in Not” ein Gebetsblatt im Postkartenformat heraus, das ein Gebet für die verfolgte Kirche weltweit enthält. Das Gebetsblatt geht auf eine Anregung des emeritierten Bischofs von Augsburg, Viktor Josef Dammertz, zurück und möchte eine Ergänzung zum neuen “Gotteslob” sein.

“Gerade jetzt ist es wichtig, für unsere verfolgten Glaubensgeschwister zu beten und sie zu unterstützen. Denn Diskriminierung und Verfolgung von Christen nehmen dramatisch zu”, erklärte die Geschäftsführerin von “Kirche in Not”, Karin Maria Fenbert. Immer wieder erreichen das Hilfswerk erschütternde Berichte von Bischöfen, Priestern und Ordensleuten, deren Gemeinden gewaltsamen Übergriffen und Anschlägen ausgesetzt sind.

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Den Sinn von (S)spenden hinterfragen

Jedes zehnte Kind in der Schweiz ist arm

Maria und das JesuskindDie Bemühungen um eine neue Schweizer Nationalhymne verlaufen offenbar im Sand: Der Bundesrat macht keine Anstalten, etwas zu ändern.

Quelle: Die Suche nach neuer Hymne war wohl nur für Galerie
Schweizer Landeshymne
Drängerei?

Bundesrat will nicht aktiv werden

Daran dürfte sich auch nichts ändern, wie Kulturminister Alain Berset am Donnerstag auf eine entsprechende Frage von Ständerat Konrad Graber (CVP) klarstellte. Der Bundesrat habe in der nächsten Legislatur nicht vor, eine neue Hymne einzuführen.

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Geburt eines Flüchtlingsbabys in der Heiligen Nacht in einem Kloster

“Kirche in Not” gibt Werk über mutige afrikanische Missionare heraus

Bangui FlüchtlingslagerQuelle
Kirche in Not/Buchbestellung “Selbst wenn sie mich töten, sterbe ich nicht”

Rom, 15. Dezember 2015, Zenit.org

Missionaren und Ordensleuten in der Zentralafrikanischen Republik, die ihr gesamtes Leben in den Dienst der Barmherzigkeit stellen, ist jetzt ein Buch des weltweiten katholischen Hilfswerks “Kirche in Not” gewidmet. Sie verhandelten unter Lebensgefahr mit bewaffneten Gruppen, um ein Mindestmass an Schutz für die Zivilisten in den seit 2013 herrschenden Konflikten zu erreichen.Tausende Menschen sind seither wegen Plünderungen und Angriffen in Missionsstationen und Klöster geflüchtet. Viele Priester und Ordensschwestern wurden selbst Opfer von Übergriffen.

In dem 116-seitigen Werk mit dem Titel “Selbst wenn sie mich töten, sterbe ich nicht!” beschreibt die Autorin Eva-Maria Kolmann den Einsatz dieser Glaubenszeugen. Sie fasst deren dramatische und mitfühlende Briefe und Aufzeichnungen zusammen. In dem Buch werden diese gefährlichen Begegnungen ebenso geschildert wie die Geburt eines Flüchtlingsbabys in der Heiligen Nacht in einem Kloster.

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Handbuch zur Armutsbekämpfung

Handbuch zur Armutsbekämpfung: Barmherzigkeit und Rechte

SpendenmöglichkeitQuelle

Man darf Barmherzigkeit nicht gegen die Frage nach Gerechtigkeit ausspielen. Das sagte Caritas International Chef Michel Roy an diesem Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Vatikan. Die Caritas war bei der Erstellung eines Handbuches  zur Armutsbekämpfung beteiligt, das den Titel trägt: “Making Human Rights Work for People Living in Extreme Poverty: a Handbook for Implementing the UN Guiding Principles on Extreme Poverty and Human Rights” und dieses Handbuch wurde vorgestellt.

“Barmherzigkeit und Recht sind für uns eng miteinander verbunden. Rechte ohne Liebe wären sehr trocken und würde nicht zum Aufbau einer neuen menschlichen Gesellschaft beitragen, Liebe hingegen ohne Rechte wäre ziemlich luftig, ohne Inhalt, sicherlich gut gemeint, aber sie würde in den wesentlichen Dingen nichts erreichen,” so Roy. Glaubensgemeinschaften hätten eine besondere Rolle bei der Armutsbekämpfung, das werde auch von der UNO so erbeten.

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Zu den christlichen und abendländischen Werten bekennen

Welt am Sonntag: Bedeutet das nicht eine Diskriminierung, wenn wir die Flüchtlinge aussieben?

catholicheraldQuelle: Intervview

Lord Weidenfeld: Ich begreife die Frage nicht. Warum sollten wir uns wegen vermeintlicher Diskriminierung schämen, wenn wir bestimmen, wer zu uns kommen soll? Die islamischen Länder und gerade die Fundamentalisten diskriminieren uns doch systematisch. Wir müssen im Gegenzug ebenfalls unsere Grenzen kontrollieren, unsere eigenen Regeln bestimmen und unsere Lebensweise durchsetzen. Aber offenbar hat man in Deutschland nicht mehr den Mut, sich zu den christlichen und abendländischen Werten zu bekennen. Weiterlesen

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