3. Sonntag im Jahreskreis A (26.01.2020)
Das Wort Gottes ist Fleisch geworden (Bibel-Sonntag)
L1: Jes 8,23b-9,3; L2: 1 Kor 1,10-13.17; Ev: Mt 4,12-23
Josef Spindelböck
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!
Gott spricht zu uns nach Menschenart! Er macht sich kund, er offenbart sich uns in seiner Liebe, und er spricht so zu uns, dass wir ihn verstehen können.
Am „Sonntag des Wortes Gottes“, auch Bibel-Sonntag genannt, dürfen wir in Dankbarkeit den Schatz des Wortes Gottes ehren, der uns in der Heiligen Schrift und der apostolischen Tradition geschenkt ist. Aber noch mehr: „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1,14). Der Sohn Gottes, das ewige Wort, ist Mensch geworden. Im Menschen Jesus Christus, der zugleich in seiner Gottheit eins ist mit dem Vater und dem Heiligen Geist, spricht uns Gott ganz persönlich an. Gott zeigt sich uns mit einem menschlichen Angesicht. Sein Wort ist lebendig und kraftvoll; es ist Weisung für unser Leben.
2. Sonntag nach Weihnachten A (05.01.2020)
2. Sonntag nach Weihnachten A (05.01.2020) – Vom Kind in der Krippe geht Friede aus
Quelle
Jesus „Christus“ von Nazaret
L1: Sir 24,1-2.8-12; L2: Eph 1,3-6.15-18; Ev: Joh 1,1-18
Josef Spindelböck
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!
Der 2. Sonntag der Weihnachtszeit lenkt die Sehnsucht unseres Herzens zum Himmel. Denn Gott ist Mensch geworden und herabgestiegen zu uns. Wir aber dürfen als Kinder Gottes eintreten ins Reich des Himmels. Das Himmelreich ist uns nicht ferne, sondern nahe. Schon jetzt leben wir in der Hoffnung auf die selige Vollendung.
Die Lesung aus dem Buch Jesus Sirach preist die Weisheit, die wie eine eigene Person vorgestellt wird. Gott hat von Anfang der Schöpfung an alles wohlgeordnet und bedacht. Sein ewiger Plan der Liebe und des Heils zielt auf die Teilhabe der Menschen und Engel an der Seligkeit Gottes im Himmel. Dazu hat er uns seinen Sohn gesandt, Jesus Christus. Er ist gleichsam die menschgewordene Weisheit Gottes. In ihm begegnen wir dem himmlischen Vater; der Heilige Geist lenkt und leitet uns im Herzen, sodass wir Gott erkennen und ihn lieben.
Gottesmutter und Mutter aller Menschen
Gottesmutter und Mutter aller Menschen – Hochfest der Gottesmutter Maria A (01.01.2020)
L1: Num 6,22-27; L2: Gal 4,4-7; Ev: Lk 2,16-21
Josef Spindelböck
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!
Das neue Jahr 2020 möge ein Jahr des Segens werden. Dies ist ein Wunsch, den wir alle hegen und oftmals aussprechen. „Prosit Neujahr!“ heisst soviel wie: Das neue Jahr möge uns zum Guten bekommen; Gott möge uns Heil und Segen schenken.
Im Rückblick auf das vergangene Jahr und im Ausblick auf das kommende wird uns bewusst: Vieles Gute wurde uns geschenkt, und auch in den Widrigkeiten des Lebens sind wir getragen und begleitet worden durch gute Menschen, die uns Beistand und Hilfe erwiesen haben. Vor allem aber war es Gottes Güte, die uns stets zuteil geworden ist und wofür wir immer wieder danken wollen. An Gottes Segen ist alles gelegen, so heisst es mit Recht im Sprichwort. Es ist daher höchst sinnvoll, wenn in der Lesung aus dem Buch Numeri jener Segensspruch vorgetragen wird, der als Priestersegen des Aaron und seiner Söhne bekannt geworden ist.
Im Kind zu Bethlehem begegnet uns Gottes Liebe
Hochfest der Geburt des Herrn (Christmette) A (25.12.2019)
L1: Jes 9,1-6; L2: Tit 2,11-14; Ev: Lk 2,1-14
Josef Spindelböck
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!
Wir alle haben uns in dieser Heiligen Nacht auf den Weg gemacht. Wir sind aufgebrochen wie damals die Hirten auf dem Felde, denen die frohe Kunde zuteilwurde. Die Botschaft der Engel vom Himmel gilt auch uns: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr.“
Was aber finden wir in der Davidsstadt Bethlehem? Dort liegt in einer Krippe ein neugeborenes Kind, das den Namen Jesus tragen wird. Maria, die Mutter des Kindes, wacht in Liebe über sein Wohlergehen; Josef von Nazareth, der Maria auf Geheiss des Engels als seine Frau zu sich genommen hat, weiss sich verantwortlich für seine Familie und ist ein Zeuge des heiligen Geschehens.
3. Adventssonntag A – 15.12.2019
L1: Jes 35,1-6a.10; L2: Jak 5,7-10; Ev: Mt 11,2-11
Quelle
3. Adventsonntag A (15.12.2019)
Josef Spindelböck
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!
Die Erwartung des kommenden Erlösers bestimmt den 3. Adventsonntag, den wir heute feiern!
Bald kommt das ersehnte Heil, und das Herz der Glaubenden streckt sich aus nach dem verheissenen Messias. Zu Weihnachten dürfen wir dann die Geburt des göttlichen Kindes feiern: der Retter ist da; Gott selbst wird ein Mensch und nimmt bei uns Wohnung.
Die Lesung aus dem Buch Jesaja kündigt ein neues Erblühen der Wüste und des trockenen Landes in der Steppe an. Sogar die Natur freut sich und jubelt über das Kommen des Heiles. Die Augen der Blinden werden geöffnet, die Tauben können wieder hören, die Lahmen springen umher und Stumme reden. All dies ist hier verheissen für die Zeit des Kommens des Messias.
Rosarot sehen: Gaudete!
„Gaudete in Domino!“, also: Freut euch im Herrn!
Von Thorsten Paprotny, 14. Dezember 2019
Der heilige Paul VI. hat am 9. Mai 1975 – im Heiligen Jahr – ein Apostolisches Schreiben publiziert, das ein wenig in die liturgische Farbenlehre des dritten Adventssonntags einführt: „Gaudete in Domino!“, also: Freut euch im Herrn!
Können wir uns als ganz normale römisch-katholische Christen eigentlich noch freuen? Verspüren wir die Sehnsucht nach Heil und Erlösung? Oder wollen wir uns nur noch synodal neu erfinden und uns selbst verwirklichen? Ist unser Herz unruhig nach Gott?
Paul VI. sagt 1975, man könne die „christliche Freude nicht gebührend preisen“. Jeder Mensch hege eine Sehnsucht nach Freude, „vom ersten Staunen des Kindes bis zur heiteren Abgeklärtheit des Alters“. Die Freude sei „eine Vorahnung des göttlichen Geheimnisses“. Lautere, ungezwungene, für viele von uns vielleicht manchmal unvorstellbare Ausdrücke der Freude erleben wir, wenn wir Menschen begegnen, die an geistigen oder auch körperlichen Beeinträchtigungen leiden. Sie geben sich ganz der Freude hin, so wie sie – zu anderen Zeiten – auch den Schmerz, den sie spüren, nicht verdecken.
Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst
Evangelium Lk 23, 35b–43 – Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes Jesus und sagten: Andere hat er gerettet,
nun soll er sich selbst retten, wenn er der Christus Gottes ist, der Erwählte.
Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten:
Wenn du der König der Juden bist, dann rette dich selbst!
Über ihm war eine Aufschrift angebracht:
Das ist der König der Juden.







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