Zeitzeichen

Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein

Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht Lukas 19.45-46

Fasnachts-Polonaise in der Kirche

Bischofszell. Es ist schon ein besonderer Gottesdienst, wenn Pfarrer Christoph Baumgartner als Clown, assistiert von einer Humor-Medizinerin und der Guggenmusik Näbelhusaren, in der Bischofszeller Pelagiuskirche auftritt. Zum 10. Mal wurde der Fasnachtsgottesdienst musikalisch von den Näbelhusaren mitgestaltet. Der närrische Pfarrer schaffte es, aufzuzeigen, dass Fröhlichkeit und Besinnung nahe beieinander sind und beide im kirchlichen Leben Platz haben.

Faszinierend, wie sich der Pfarrer der närrischen Zeit und die Guggenmusik der kirchlichen Umgebung anpassten. Höhepunkt des Gottesdienstes war dann die fasnächtliche Polonaise fast aller Gottesdienstbesucher, egal ob maskiert oder nicht. Zum Abschluss begleitete ein Apéro mit Klängen der Guggenmusik Näbelhusaren die Gottesdienstteilnehmer wieder hinaus in die kurzen restlichen Tage vor dem Beginn der Fastenzeit.

St. Galler Tagblatt, 08.03.2011 Weiterlesen

Professor Hans Küng

“Huonder ist in der gleichen Situation wie Ghadhafi”

Dem Bischof von Chur laufen zurzeit die Kaderleute davon. Theologe Hans Küng fordert nun den Rücktritt von Vitus Huonder.
Der bekannte Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng fordert Vitus Huonder, den Bischof von Chur, zum Rücktritt auf. “Huonder ist in der gleichen Situation wie der libysche Diktator Muammar al-Ghadhafi, dem die Generäle davonlaufen”, sagt Küng in einem Interview in der “Südostschweiz am Sonntag”.

Huonder sei nicht mehr in der Lage, das Bistum Chur zu führen, sagt Küng. Elf von 17 Dekanen haben sich inzwischen von Bischof Vitus Huonder distanziert. Er, Küng, würde in einer solchen Situation als Bischof zurücktreten. Weiterlesen

Diesem Hirten fehlt das Gespür für die Herde

Wie lange sollen wir diese systematischen Hetzereien noch stillschweigend hinnehmen?
(Anm. Redaktion)

Zürichsee-Zeitung, Sarah Gaffuri, 05.03.2011

Im Churer Bistum geht es wieder zu wie in den Neunzigerjahren unter Bischof Wolfgang Haas. Nicht nur die katholisch-konservative Haltung des heutigen Bischofs Vitus Huonder erzürnt die Kirchenbasis. Die damit verbundenen personalpolitischen Entscheide – wiederum genau wie im Fall Haas – lösen in einem Grossteil der Katholiken im Churer Bistum höchste Konsternation aus. Und mittlerweile ist fraglich, ob sich der Churer Scherbenhaufen noch zu einem einigermassen glaubwürdigen Ganzen kitten lässt.

Schon die Ernennung des Uzners Marian Eleganti zum regionalen Weihbischof überrumpelte die Zürcher Katholiken. Man hatte damit gerechnet, dass Generalvikar Josef Annen, mit dem man sich bereits gut arrangiert hatte, in die Kränze kommen würde.

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Wer ist diese “Basis”? Wir?

Baut man so Brücken?

Offener Brief: Die neusten unglaublichen Ereignisse im Bistum Chur, dürfen nicht unbeantwortet bleiben

So wie man gegenwärtig die Ehe und die Familie nur noch über die Sexualität in all ihren Varianten zu definieren versucht, möchte man die katholische Kirche an den Äusserungen der sogenannten Basis messen. Wer sich heute um die katholische Kirche verdient machen möchte, müsste in erster Linie versuchen, den Begriff „Basis“ zu definieren! Wer ist sie, was will sie?

Sind das tatsächlich grosse Teile  der  Gläubigen, die im Namen Gottes versuchen nach der Lehre Jesu Christi von Frieden und  Freiheit für alle zu leben? Oder ist das ein Teil der Kirche, der  zwar unablässig Demokratie fordert, aber in unangenehm diktatorischer Manier versucht, seine eigenen Interessen und Bedürfnisse zu verteidigen? Derjenige Part, der hemmungslos die Medien für sich instrumentalisiert, um seine oft sehr irdischen Forderungen, nämlich Macht und Geld durchzusetzen? Weiterlesen

Das Tribunal der Selbstgerechten

So schnell kann man eine grosse Zukunft hinter sich haben

Die Tagespost, 02.03.2011, von Markus Reder

Noch vor wenigen Wochen wurde Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg von Hochglanzmagazinen als “Mann des Jahres” gefeiert. Man verneigte sich vor einem, dem die politische Zukunft in Deutschland gehört. Vor einem, der anders ist. Der nicht nur einen neuen Ton, sondern auch einen neuen Stil in den biederen Berliner Budenzauber bringt. Gefeiert wurde ein Kommunikator, der seinesgleichen sucht. Politisch hochbegabt, parkettsicher, rhetorisch brillant. Kein Amt, das man Guttenberg nicht zugetraut, in das man ihn nicht hineingeschrieben hätte. Aus und vorbei. Der Überflieger ist zurückgetreten. So schnell wie Guttenberg ist noch kein Politiker aufgestiegen. So brutal noch niemand abgestürzt.

Gruppierungen, Konferenzen, Tagsatzungen, Manifeste

Wie effizient, glaubenfördernd und friedenstiftend sind sie in der katholischen Kirche?

“Wir sind Kirche”: Quelle kathpedia

Die Gruppe Wir sind Kirche ist 1995 aus dem sogenannten Kirchenvolksbegehren entstanden. Die Gruppierung agiert in mehreren Ländern unter verschiedenen Namen und hat sich durch verschiedene Forderungen (Zulassung von Priesterinnen, Bischofswahl durch das Volk, Gegen das “Pflicht”Zölibat” usw.) gegen Positionen der Katholischen Kirche gestellt.

Kirchliche Stimmen über “Wir sind Kirche”

Das Bistum Regensburg bezeichnete “Wir sind Kirche” im November 2006 als “problematische Splittergruppe”. (1) Weiterlesen

Ist es Sache einer Kantonalkirche einen Bischof an die Wand zu drängen?

Werner Inderbitzin: “Jetzt muss uns der Bundesrat helfen”

Anm. Redaktion: Altes Spiel in neuem Gewand

Neue Luzerner Zeitung, Interview Christoph Reichmuth

Bistum Chur – Die Fronten bleiben verhärtet, eine Lösung zeichnet sich nicht ab. Jetzt erwägen die Kantonalkirchen, die Landesregierung in Rom vorstellig werden zu lassen.

Werner Inderbitzin, Bischof Vitus Huonder sucht nach den seit Wochen anhaltenden Querelen im Bistum Chur Rat in Rom. Ist der Bischof überfordert?

Werner Inderbitzin*: Dieses Vorgehen kann man unterschiedlich interpretieren. Deutlich geworden ist nun, dass der Bischof erkannt hat, dass die Situation im Bistum verworrener und schwieriger ist, als er sich das vorgestellt hat. Was die Gespräche in Rom ergeben werden, ist offen. Ich hoffe aber, dass Rom nicht nur die eine Seite anhören wird.

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