Gruppierungen, Konferenzen, Tagsatzungen, Manifeste
Wie effizient, glaubenfördernd und friedenstiftend sind sie in der katholischen Kirche?
“Wir sind Kirche”: Quelle kathpedia
Die Gruppe Wir sind Kirche ist 1995 aus dem sogenannten Kirchenvolksbegehren entstanden. Die Gruppierung agiert in mehreren Ländern unter verschiedenen Namen und hat sich durch verschiedene Forderungen (Zulassung von Priesterinnen, Bischofswahl durch das Volk, Gegen das “Pflicht”Zölibat” usw.) gegen Positionen der Katholischen Kirche gestellt.
Kirchliche Stimmen über “Wir sind Kirche”
Das Bistum Regensburg bezeichnete “Wir sind Kirche” im November 2006 als “problematische Splittergruppe”. (1) Weiterlesen
Ist es Sache einer Kantonalkirche einen Bischof an die Wand zu drängen?
Werner Inderbitzin: “Jetzt muss uns der Bundesrat helfen”
Anm. Redaktion: Altes Spiel in neuem Gewand
Neue Luzerner Zeitung, Interview Christoph Reichmuth
Bistum Chur – Die Fronten bleiben verhärtet, eine Lösung zeichnet sich nicht ab. Jetzt erwägen die Kantonalkirchen, die Landesregierung in Rom vorstellig werden zu lassen.
Werner Inderbitzin, Bischof Vitus Huonder sucht nach den seit Wochen anhaltenden Querelen im Bistum Chur Rat in Rom. Ist der Bischof überfordert?
Werner Inderbitzin*: Dieses Vorgehen kann man unterschiedlich interpretieren. Deutlich geworden ist nun, dass der Bischof erkannt hat, dass die Situation im Bistum verworrener und schwieriger ist, als er sich das vorgestellt hat. Was die Gespräche in Rom ergeben werden, ist offen. Ich hoffe aber, dass Rom nicht nur die eine Seite anhören wird.
Realitätsfremd
Bistum Chur: “Dem Bischof die Finanzen sperren”
Neue Luzerner Zeitung, Interview Christoph Reichmuth
Im Bistum hängt der Haussegen wieder einmal schief. Der Reformtheologe Hans Küng rät dazu, den Druck auf den Bischof aufrechtzuerhalten.
Hans Küng, Bischof Huonder sucht nach den Turbulenzen der letzten Wochen Rat direkt in Rom. Der Bischof selbst räumt ein, die Bistumsleitung habe “kein Bild der Einheit” vermittelt. Wie schätzen Sie dieses Vorgehen des Bischofs ein?
Hans Küng: Der Bischof wendet sich an die falsche Adresse. Er sollte nicht die römischen Bürokraten konsultieren, die ihn schon bisher falsch beraten haben. Er sollte sich mit seinem Priesterrat zusammensetzen und mit seinen Dekanen sprechen und Lösungen suchen. Die Unterstützung von Dekanen ist für einen Bischof sehr wichtig. Wenn ein Bischof mit den eigenen Dekanen nicht mehr zurechtkommt, sollte er zurücktreten.
Ehrlichkeit tut Not
Zürcher Unterländer: Fünf vor zwölf für die Kirche
Dienstag, 01. März 2011 von Christian Wüthrich
Die Landeskirchen schrumpfen – vor allem die Reformierte. Zwar treten aus der Katholischen Kirche massiv mehr Leute aus. Doch Einwanderer füllen die Lücke grösstenteils auf.
In diesen Wochen reichen viele Bürger wie jedes Jahr ihre Steuererklärung ein. Und wie jedes Jahr dürfte sich beim Ausfüllen der Formulare manch einer überlegt haben, ob die Religionszugehörigkeit dem Spargedanken geopfert werden soll. Steueroptimierung sei einer der Gründe für die zahlreichen Kirchenaustritte, wenn auch nicht der wichtigste, räumt die Katholische Kirche des Kantons Zürich in ihrem Geschäftsbericht ein.
IMABE
Das Institut
Das “Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik” (IMABE) wurde 1988 auf Initiative von Medizinern, Juristen und Geisteswissenschaftlern in Wien gegründet. Ziel des Instituts ist es, den Dialog von Medizin und Ethik in Forschung und Praxis auf Grundlage des christlichen Menschenbildes zu fördern. Die Österreichische Bischofskonferenz übernahm 1990 die Patronanz des Vereins.
Aufgabe:
Die Fortschritte von Medizin und Forschung haben die Lebenssituation des Einzelnen in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert. Gleichzeitig sind die ethischen Herausforderungen gewachsen: Was wollen wir können – mit Blick auf den Mensch in seiner unantastbaren Würde, sei es am Lebensbeginn, am Lebensende oder im Zuge der ärztlichen Behandlung? Weiterlesen
Der Etikettenschwindel
Beherrscht wer Schlagzeilen zu setzen weiss, die Spielregeln einer Debatte?
Was die Unterstützerliste des Memorandums so alles zeigt: Religionspädagogen und Ruhestandsprofessoren plädieren für die Abkehr von Rom. Von Alexander Kissler
Wer über die Begriffe bestimmt, beherrscht das Denken, und wer Schlagzeilen zu setzen weiss, der definiert die Spielregeln einer Debatte: Nach diesen Gesetzen der Massenkommunikation haben die Initiatoren des Memorandums “Kirche 2011 – Ein notwendiger Aufbruch” fast alles richtig gemacht. Seit das kirchenpolitische Manifest Anfang Februar an die Öffentlichkeit gelangte, zirkuliert es unter der Überschrift, rund ein Drittel der Theologen an deutschsprachigen Universitäten, etwa 150 “deutsche katholische Theologieprofessorinnen und -professoren” forderten einschneidende Reformen, von der Priesterehe über die Aufwertung homosexueller Partnerschaft hin zu mehr kirchlichen Ämtern für Frauen. Beim genauen Blick jedoch auf die Unterzeichner stellt sich heraus, dass eine andere Überschrift den Tatsachen eher entsprochen hätte: “Religionspädagogen und Ruhestandsprofessoren plädieren für Abkehr von Rom.” Weiterlesen
Die Gotteskrise und das Theologenmemorandum
“Das Evangelium von der Freiheit, wie es Paulus verstand”
Rom, kath.net, 15. Februar 2011
Es zeugt von purem Provinzialismus, zu meinen, dieses Problem … lasse sich auf dem Weg einer deutschen Sonderregelung lösen – Der Grundsatzbeitrag von Walter Kardinal Kasper in voller Länge auf kath.net
Die deutliche Stellungnahme von Walter Kardinal Kasper zum Theologenmemorandum hat starkes Aufsehen erregt. Walter Kasper war als Bischof von Rottenburg-Stuttgart der Vorgänger von Bischof Gebhard Fürst und danach erst Sekretär, dann seit 2001 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, wovon er sich im Jahr 2010 aus Altergründen zurückgezogen hat. Kath.net dokumentiert den Grundsatzbeitrag des Kurienkardinals Walter Kardinal Kasper in voller Länge:
Das Memorandum deutscher katholischer Theologinnen und Theologen “Ein notwendiger Aufbruch” lässt aufhorchen. Denn kein vernünftiger Mensch und kein wacher Christ wird bestreiten, dass die katholische Kirche in Deutschland einen Aufbruch bitter nötig hat und dass die Dinge nicht einfach so weiter gehen können, wie sie sich im Augenblick darstellen.





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