Zeitzeichen

Bedenkliches Niveau in der Seelsorge

Und dies in Anbetracht des katastrophalen Zustandes des katholischen Glaubens in unserem Lande

“Schon immer allergisch gegen klerikale Machtallüren”

Flüeli-Ranft  |  01. September 2010

Obwaldner Seelsorger wegen möglichem Weihbischof besorgt

Der Konflikt innerhalb der katholischen Kirche des Bistums Chur geht weiter. Nun hat die Dekanatsversammlung Obwalden die Initiative ergriffen und Bischof Vitus Huonder eine Absage erteilt. Auch der Lungerer Kirchenhistoriker Albert Gasser geht mit der Kurie hart ins Gericht. Handkehrum wehrt sich der als Weihbischof gehandelte Martin Grichting.

In der Kirche in Flüeli-Ranft, hinter der Statue von Bruder Klaus, trafen sich die Obwaldner Seelsorgerinnen und Seelsorger.

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Papstsprecher: “Die Namenlosen nicht vergessen!”

Flucht vor Hunger, unmenschlicher Armut, vor Unterdrückung, Gewalt und Krieg

Radio Vatikan, 09.04.2011

Im Vatikan sind viele bestürzt über die immer neuen Tragödien im Mittelmeer: Flüchtlingsboote versinken auf ihrer riskanten Überfahrt von Afrika nach Europa, Hunderte sterben in den Fluten, Leichen werden in Nordafrika an die Küsten gespült. “Sicher sind Abertausende von Unbekannten in den letzten Jahren im Mittelmeer verschwunden”, meint Papstsprecher Pater Federico Lombardi. Den Jesuiten, der auch Radio Vatikan leitet, erinnern die Dramen an die Zehntausenden von vietnamesischen Bootsflüchtlingen, die Anfang 1979 im Meer ertranken.

“Eine Flucht vor dem Hunger, vor einer unmenschlichen Armut, vor Unterdrückung, Gewalt, Krieg – und dafür nehmen diese Menschen das Risiko in Kauf, in den Fluten unterzugehen, ohne Spuren zu hinterlassen, ja selbst ohne dass sich noch irgendjemand an ihre Namen erinnert. Man spricht in diesen Tagen oft von einem namenlosen Schmerz – aber das Mitgefühl fordert von uns, nicht zu vergessen und das Gedächtnis zu bewahren. Diese Geschichte ist auch die unsere!”

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Die “schwarze Woche”

Vor genau einem Jahr erlebte Rom den Höhepunkt eines Mediensturms

Rom, Die Tagespost, 06.04.2011

Vor genau einem Jahr erlebte Rom den Höhepunkt eines Mediensturms, in dem sich viel “sprungbereite Feindseligkeit” gegen den deutschen Papst entladen hat. Vatikanvertreter mussten lernen, dass heute jedes Wort auf die Goldwaage zu legen ist. Von Guido Horst

Der Frühling ist ausgebrochen und die Rom-Besucher, die in diesen Tagen bei strahlend blauem sonnigem Himmel über den Petersplatz bummeln und die üblichen Gruppenfotos schiessen, erinnert nichts mehr an die schweren Schatten, die genau vor einem Jahr über dem Zentrum der Weltkirche hingen. Aber auch der Vatikan geniesst seit Wochen die Ruhe des friedlich vor sich hin arbeitenden Apparats. Die Vorstellung des zweiten Bands des Jesus-Buchs von Papst Benedikt war eine kurze Unterbrechung der Routine, während der einwöchigen Fastenexerzitien von Papst und Kurie vor kurzem kam sogar der Trubel des Mittwochs rund um die Generalaudienz zum Erliegen.

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Mamma Info

Gianna Jessen (33) geboren während einer Abtreibung durch Salzlösung……………

Gianna Jessen: Video
Giannajessen.com
Mammainfo
Gianna:  Aborted…. and Lived to Tell about It (Englisch)

Kirchensteuern – Segen oder Fluch?

In der Schweiz ist genau dieser Fall eingetreten

Katholische Wochenzeitung, 12/2011, 25. März 2011

Der Vorschlag des Churer Generalvikars, Dr. Martin Grichting, die Kirchensteuern im herkömmlichen Sinn abzuschaffen und durch ein Mandatssteuersystem zu ersetzen, wie es etwas in Italien praktiziert wird, hat heftige Reaktionen ausgelöst. Vertreter des Staatskirchenwesens, aber auch prominente Geistliche, wie der Zürcher Generalvikar Dr. Josef Annen, haben dem Mandatssteuersystem eine klare Absage erteilt. Die Frage stellt sich: Was spricht für, was gegen die Kirchensteuer? Und: Worum geht es den Verfechtern und den Gegnern des heutigen Kirchensteuersystems in der Schweiz eigentlich?

Vereinfachend erklärt, funktioniert dieses weltweit einmalige System so: Der Staat zieht für die drei sogenannten Landeskirchen, also die römisch-katholische, die evangelisch-reformierte und die christkatholische Landeskirche, die Steuern ein. Wer einer dieser drei Kirchen angehört und nicht explizit den Austritt erklärt hat, zahlt demnach neben Gemeinde-, Kantons- und Bundessteuern auch Kirchensteuern. Das gilt übrigens nicht nur für natürliche, sondern auch für juristische Personen, das heisst Firmen, Unternehmen, Vereine, usw., die gewinnorientiert arbeiten und daher der Steuerpflicht unterworfen sind.

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Libyen: Bischof will bleiben

“Wir können sie nicht alleine lassen”

Rom, Radio Vatikan, 21.03.2011

Der Bischofsvikar von Tripolis, ein Italiener, will trotz der Luftschläge gegen das Gaddafi-Regime in der Stadt ausharren. “Unsere christliche Gemeinschaft, also vor allem die Gastarbeiter, sind noch hier, und wir können sie nicht alleine lassen.” Das meinte Bischof Giovanni Martinelli in einem Telefongespräch mit der italienischen Caritas. Er hoffe und bete, “dass das alles so schnell wie möglich endet”. Die Caritas teilte mit, sie fürchte angesichts der westlichen Luftschläge in Libyen um das Leben von Zivilisten. In Tripolis hätten sich viele Gastarbeiter den in der Stadt arbeitenden ausländischen Missionaren als Freiwillige zur Verfügung gestellt, vor allem um in Krankenhäusern auszuhelfen. Der italienische Missionar Sandro Depretis betreue Tausende von Flüchtlingen vor allem aus Eritrea, die in Libyen festsitzen; viele von ihnen hielten sich versteckt. In Bengasi, das im Moment in der Hand von Aufständischen ist, arbeiten nach Caritas-Angaben 14 italienische Ordensfrauen in Krankenhäusern und Behindertenzentren. “Keine von ihnen hat ihren Platz verlassen, sie hoffen, dass diese Orte respektiert werden.”

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Libyen: Angst vor möglichem Militärschlag

Alle warten hier auf die Ankunft der Bomber

Rom, Radio Vatikan, 18.03.2011

Nach der UNO-Entscheidung für einen Militäreinsatz in Libyen wachsen in dem Land Angst und Unsicherheit. Gedacht sei der Militäreinsatz, um das libysche Volk zu schützen und damit es seinem Streben nach Freiheit bis zum Ende nachgehen könne, gab ein französischer Regierungssprecher an. Von wirtschaftlichen Interessen der internationalen Gemeinschaft in dem erdölreichen nordafrikanischen Land ist derzeit freilich wenig die Rede. Zur Situation vor Ort haben unsere italienischen Kollegen Cristian Tinazzi in Tripolis befragt. Der Journalist gehört zur immer kleiner werdenden Gruppe von Europäern, die sich noch in dem Land aufhalten.

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