Die Berliner Traumfabrik
“Inception”
Schweizer Krankenkassen zahlen Schwangeren-Bluttest auf Trisomie
Von Stefan Rehder
Die Tagespost, 06. Juli 2015
In Christopher Nolans mit vier Oskars prämiertem Film “Inception” dringt der von Leonardo DiCaprio verkörperte Dominick Cobb in den Traum seines Opfers ein und versucht, dessen Unterbewusstsein einen Gedanken einzupflanzen. Als Pflanzer betätigen sich derzeit auch einige Befürworter des ärztlich assistierten Suizids im Deutschen Bundestag. Die Bilder, die sie in den Humus unseres Verstandes säen, sollen uns das Fürchten lehren: Das “Mundbodenkarzinom”, das “stinkend aus dem Kopf” herauswächst; der von einem Gesichtstumor entstellte Mensch, der sich in seiner Verzweiflung aus dem “Krankenhausfenster” in den Tod und auf “den Asphalt” stürzt. Die Frau, die sich – nach zwei gescheiterten Suizidversuchen – in der geschlossenen Psychiatrie eine “Plastiktüte über den Kopf” zieht (wo hat sie die überhaupt her?) und – mit schweren Hirnschäden – überlebt. Das Entsetzen, das uns unwillkürlich befällt, soll in uns Gedanken wecken wie: Wäre es nicht doch besser, wenn …?
Sterbehilfe: Werden unsere Alten und Kranken zukünftig vogelfrei sein?
Erschreckende Ergebnisse einer belgischen Studie: Offenbar töten Hausärzte Patienten ohne vorherige Einwilligung
Quelle
KathTube: Sterben mit Würde? – eine nähere Betrachtung zur Euthanasie
Eid des Hippokrates
Die Studie lässt auch in der deutschen Sterbehilfe-Diskussion massive Fragen aufkommen.
kath.net-Kommentar von Petra Lorleberg
Berlin, kath.net/pl, 26. Juni 2015
Die britische Daily Mail berichtete am 11. Juni 2015 über eine neue Studie, die belegt, dass belgische Hausärzte Patienten ohne deren vorherige Einwilligung töten. Es hat offenbar bereits tausende Menschen getroffen. In deutschen Medien wird die Meldung allerdings kaum aufgegriffen, obwohl – oder sollte man besser sagen: “weil”? – wir unmittelbar vor entscheidenden Weichenstellungen der deutschen Gesetzgebung zur Sterbehilfe stehen. Den zukünftigen Willen des Gesetzgebers kennen wir bisher noch nicht. Den gestalterischen Willen der Majorität der Medien in Deutschland kann allerdings auch der in Medienangelegenheiten weniger erfahrene Zuschauer/Leser zweifelsfrei ablesen. In Bild-, Ton- und Schriftmedien lässt sich eine starke Bejahung des aktiven Tötens erkennen. Streit herrscht höchstens noch über so zweitrangige Fragen wie: Dürfen auch gewerbliche Organisationen mitmischen oder soll das Töten in Zukunft nur “ehrenamtlich” oder durch “barmherzige” (und natürlich nur völlig unegoistische) Angehörige erlaubt sein?
Familie in der Gegenwartskultur
Vortrag bei Veranstaltung der “Thomas Morus Gebetsinitiative”
Quelle
“Geht es beim christlichen Familienentwurf nur um ein paar Gebote fürs Schlafzimmer? Oder geht es um viel mehr, geht es womöglich um eine Wahrheit über den Menschen?”
Vortrag bei Veranstaltung der “Thomas Morus Gebetsinitiative”.
Von Giuseppe Gracia
Chur, kath.net, 22. Juni 2015
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue mich, dass ich heute zum Thema Familie sprechen darf. Dazu möchte ich Ihnen zwei Thesen präsentieren.
Erstens: Heute bilden Familie, Liebe und Sexualität keine Einheit mehr. Im Fernsehen, in Bestsellern oder im Kino haben die Leute in allen möglichen Kombinationen sexuelle Erlebnisse.
Gesellschaft im Abgrund – Kirche im freien Fall
Bis auf wenige Ausnahmen schweigen die Hirten zu den ernsten Vorgängen unserer Gesellschaft
kath.net-Kommentar von Prof. Hubert Windisch
Regensburg, kath.net, 08. Juni 2015
Der rasante kulturelle Zusammenbruch unserer Gesellschaft muss erschrecken. Für die Gestaltung des konkreten Lebens auf vielen Ebenen scheint uns der lange Atem abhanden gekommen zu sein, durch den erst Kultur entstehen kann. Oberflächliches Kalkül bestimmt weithin das, was man früher durchaus auch geschichtliche Verantwortung nannte: in der Politik, in der Wirtschaft und auch in der Kirche. Man kann als Beleg dafür u. a. zwei dümmliche Aussagen anführen, die da lauten: Der Islam gehört zu Deutschland. Und: Stirbt der Euro, stirbt Europa. Der erste Ausspruch verkennt die christliche Wertegrundlage Europas auf sträfliche Weise und wird einem grundsätzlich gewaltbereiten Islam willkommen sein, das abzuschaffen, wofür diejenigen zu stehen glauben, die solche Aussprüche von sich geben. Der zweite Ausspruch ist eigentlich nur die flache, monetär gefärbte Variante der Herkunfts- und Richtungslosigkeit des ersten Ausspruchs.
Europas Kampf um Abtreibung
Die Gender-Ideologie soll alle Rechtssetzung auf allen Ebenen durchdringen, fordert ein Bericht im Europaparlament
Von Stephan Baier
Eine Hinterbänklerin prägt Europas Gesellschaftspolitik: Maria Noichl (SPD) im Europäischen Parlament.
Strassburg, Die Tagespost, 05. Juni 2015
Ein neuerlicher Vorstoss der Abtreibungs-Lobby und eine Kampfansage an Ehe und Familie steht am kommenden Dienstag im Europäischen Parlament in Strassburg zur Abstimmung. Der vom Frauenausschuss des Europäischen Parlaments mit 20 gegen 12 Stimmen gebilligte Bericht der bayerischen SPD-Europaabgeordneten Maria Noichl fordert nicht nur eine neue Strategie für Frauenrechte, sondern auch eine Strategie zur Bekämpfung angeblicher Diskriminierungen von “Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgenderpersonen und Intersexuellen” (LGBTI).
Vatikanist
Vatikanist: ‘Deutsche Bischöfe spannen den Wagen vor das Pferd’
Die deutsche Bischofskonferenz orientiert sich in der Antwort auf den Fragebogen zur Familiensynode im Oktober 2015 an der bereits weitgehend geübten Praxis bezüglich wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen, schreibt Sandro Magister.
Rom, kath.net/jg, 08. Mai 2015
Die Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf den Fragebogen für die Bischofssynode 2015 spiegelt die bereits weitgehend geübte Praxis wieder: Kommunion für zivilrechtlich geschiedene Wiederverheiratete, Toleranz für Zweitehen, Anerkennung homosexueller Partnerschaften. Das schreibt der italienische Vatikanist Sandro Magister auf seinem Blog.
Bereits im Februar 2015 hatte Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), mit der Aussage aufhorchen lassen, die deutschen Bistümer seien “keine Filialen von Rom”. kath.net hat berichtet.
“Kirche nicht zur Karikatur machen”
Die kantonale Denkmalpflege setzt sich dafür ein, dass die Herz-Jesu-Kirche auch nach einer Umnutzung als Kirchenraum spürbar bleibt.

Quelle
Franziskus: Baue meine Kirche wieder auf
San Damiano
In der Rorschacher Herz-Jesu-Kirche soll Wohnraum entstehen. Die Idee erhält viel Zuspruch, so dass Michael Niedermann, Leiter der kantonalen Denkmalpflege, seiner Bedenken wegen die Rolle des Spielverderbers aufgedrängt wird. Zu Unrecht, erklärt er.
Herr Niedermann, im Interview mit dem Fernsehsender TVO sagen Sie, die vom Kirchenverwaltungsrat geplante Umnutzung der Herz-Jesu-Kirche sei nicht machbar. Will die Denkmalpflege eine Umnutzung grundsätzlich verhindern?
Michael Niedermann: Nein, keinesfalls. Das Problem ist, dass die Kirchgemeinde mit diesem Wohnprojekt etwas forsch und für uns überraschend an die Öffentlichkeit ging. Wir wurden mit der Idee zwar einmal konfrontiert, aber das Projekt ist noch überhaupt nicht ausdiskutiert. Dass ein Problem besteht ist nicht zu bestreiten, und die Denkmalpflege stellt sich dieser Umnutzungsfrage auch. Das vorgeschlagene Projekt wäre sicherlich sehr spannend und reizvoll, aber die Herz-Jesu-Kirche ist dafür nicht geeignet.





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