‚Rache‘ wegen Karikaturen im Niger
Nach der letzten Publikation von Charlie Hebdo: 72 Kirchen zerstört
Seit der Veröffentlichung der jüngsten Ausgabe des Magazins „Charlie Hebdo“ brennen im Niger Kirchen. Mindestens zehn Christen wurden ermordet. Staatspräsident Issoufou fragt im Staatsfernsehen: „Womit haben die Christen das verdient?“
Burgdorf, 22. Januar 2015
Nach der Veröffentlichung der neuen Ausgabe des Magazins „Charlie Hebdo“ brach am 16. Januar eine noch nie dagewesene Welle der Gewalt gegen die Christen im Land los.
Beginnend in Zinder, der zweitgrössten Stadt des Landes, kam es auch in der Hauptstadt Niamey und weiteren Orten zu gewaltsamen Übergriffen. Bislang wurde die Zerstörung von 72 Kirchen, sieben christlichen Schulen, 30 Häusern von Christen und mehreren Pfarrhäusern registriert. Gottesdienste mussten wegen der extremen Gefährdung der Christen abgesagt werden. Mindestens zehn Menschen verloren ihr Leben.
IS jetzt auch in Afghanistan – Taliban getötet
Der Vormarsch des IS in Syrien und im Irak hat Dschihadisten aus aller Welt dorthin gelockt
Quelle
Gesellschaft für bedrohte Völker
Der Vormarsch des IS in Syrien und im Irak hat Dschihadisten aus aller Welt dorthin gelockt. Aber auch in Afghanistan formieren sich zunehmend die Unterstützer der Terrormiliz.
Auch ausserhalb Syriens und des Iraks bekennen sich zunehmend Aufständische zur Terrormiliz Islamischer Staat. Erstmals bestätigten Vertreter der afghanischen Behörden und des Militärs, dass die Gruppe auch im Süden des Landes in der Provinz Helmand aktiv sei. Die Taliban würden der zunehmenden Präsenz des IS dort Widerstand leisten, sagte General Mahmud Chan.
Europas grössere Feinde
Zu Hunderttausenden sind sie am Sonntag in Paris marschiert
Die Tagespost, 12. Januar 2015
Von Oliver Maksan
Zu Hunderttausenden sind sie am Sonntag in Paris marschiert. Markige Worte waren von Politikern und Bürgern zu hören, von der Verteidigung unserer Freiheit, Nichtzurückweichen und ähnlichem. Keine Frage: Zwischen Europa und dem aus ihm hervorgegangenen Westen einerseits und dem extremistischen Islam andererseits tobt ein Kulturkampf. Die Frage nach der Identität des Kontinents stellt sich damit akut. Wer sind wir? Dieser Frage Samuel Huntingtons können die Europäer nun nicht mehr entkommen – und wollen es offenbar auch nicht, wie die in Paris und europaweit trauernd wie trotzig versammelten Massen zeigen. Das ist eine gesunde Reaktion.
Das besondere Thema
Nicht-Solidarität
Von Johannes Röser
Der Terror des Radikal-Islam gibt keine Ruhe und erfasst immer grössere Weltgegenden. Am schlimmsten trifft es momentan die im Orient beheimateten Christen. Eine Herausforderung auch an den Westen.
‚Der gesellschaftliche Friede ist bedroht‘
Imam ruft Frankreichs Muslime zu Massendemonstrationen auf
Rektor der Grossen Moschee von Bordeaux, Tareq Oubrou: „Der gesellschaftliche Friede ist bedroht. Die Muslime Frankreichs müssen massenhaft auf die Strasse gehen, um ihre Abscheu angesichts dieses Verbrechens kundzutun“.
Paris, kath.net/KNA, 09. Januar 2015
Ein führender islamischer Gelehrter Frankreichs hat die Muslime seines Landes zu Massendemonstrationen aufgerufen. Wie die katholische Zeitung „La Vie“ am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe berichtet, sagte der Rektor der Grossen Moschee von Bordeaux, Tareq Oubrou, nach einer Begegnung mit Papst Franziskus in Rom: „Der gesellschaftliche Friede ist bedroht. Die Muslime Frankreichs müssen massenhaft auf die Strasse gehen, um ihre Abscheu angesichts dieses Verbrechens kundzutun“.
Gemeinsame Erklärung
Gemeinsame Erklärung: „Ohne Pressefreiheit ist die Welt in Gefahr“
Der Vatikan und vier französische Imame haben in einer gemeinsamen Erklärung den Anschlag in Paris als „Grausamkeit und blinde Gewalt“ verurteilt. Ohne die Pressefreiheit sei die Welt in Gefahr, heisst es in dem Schreiben, das der Vatikan am Donnerstag veröffentlichte. Jeder Mensch müsse sich allen Formen der Gewalt, die das menschliche Leben zerstörten oder die menschliche Würde verletzten, entgegenstellen. Die Verantwortlichen der Religionen müssten stets eine „Kultur des Friedens und der Hoffnung“ fördern. An die Verantwortlichen in den Medien appelliert die Erklärung, respektvoll über Religion zu berichten. Zugleich rufen die Unterzeichner zum Gebet für die Opfer auf.
Deus caritas est!
Franziskus in Santa Marta: Die Liebe – der Weg zur wahren Gotteserkenntnis
Durch die Nächstenliebe zur Gottesliebe. Papst feiert Messe für die Opfer des Terroranschlags in Paris.
Von Armin Schwibach
Rom, kath.net/as, 08. Januar 2015
Am heutigen Morgen feierte Papst Franziskus die erste Messe 2015 in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ für die Opfer des Terrorangriffs in Paris gegen das Satiremagazin „Charlie Hebdo“, deren er gleich zu Beginn gedachte.










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