Asien/Syrien
Letzter in Homs lebender Christ ermordet, Jesuitenkloster beschädigt
Homs, Fidesdienst, 31. Oktober 2012
Der letzte noch in Homs lebende Christ, der 84jährige Elias Mansour, der sich geweigert hatte im Rahmen der Evakuierung der Zivilsten seine Wohnung zu verlassen, weil er dort seinen behinderten Sohn pflegte, wurde ermordet. In dem von Christen und sunnitischen Muslimen bewohnten Vierteln entlang der Wasdi Sayeh-Strasse kommt es weiterhin zu heftigen Gefechten zwischen der syrischen Armee und den Rebellen. Wie ein griechisch-orthodoxer Priester dem Fidesdienst berichtet, wurde Elias Mansour bereits gestern ermordet. Noch in den Tagen zuvor hatte er betont, dass er das Stadtviertel um keinen Preis verlassen würde und dass er seine eventuellen Mörder „an die zehn Gebote und die Heilige Schrift“ erinnern werde.
Ägypten: Katholischer Fernsehsender in Planung
Finanzierung durch Ägypter im Ausland und Bischofskonferenzen vorgesehen
Rom, 24. Oktober 2012, zenit.org
Ab Ende 2013 soll der TV-Sender „Salam“ (arabisch: „Friede“) von Kairo aus seine Programme ausstrahlen. Die Planung läuft unterdessen bereits auf Hochtouren, wie der Fidesdienst berichtet.
Der neue TV-Sender ist der erste katholische Sender in dem heute von den Muslimbrüdern regierten Land. „Es gibt hier sieben katholische Riten“, so der Apostolische Vikar von Alexandria, Bischof Adel Zaki OFM.
Damaskus: Zwei Christen verschleppt und ermordet
Patriarch Laham zur Entführung und Ermordung zweier Christen:
„Christen sind im Konflikt Mittel zum Zweck“. Bei den beiden ermordeten Christen handelt es sich um den Bruder und den Cousin eines jungen griechisch katholischen Priesters aus Damaskus.
Damaskus, kath.net/Fidesdienst, 24. Oktober 2012
Zwei Christen wurden gestern in Damaskus verschleppt und ermordet, während am gestrigen Abend ein Sprengsatz in der Nähe der St. Abrahams-Kirche im Stadtviertel Jaramana im Norden von Damaskus explodierte. Bei den beiden ermordeten Christen handelt es sich um den Bruder und den Cousin des jungen griechisch katholischen Priesters Salami aus Damaskus. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten, befanden sich die beiden auf dem Weg von Qusair nach Damaskus, als sie von einer bewaffneten Gruppe aufgehalten und verschleppt wurden. Die Entführer forderten von der Familie ein Lösegeld in Höhe von 30.000 Dollar. Zwei Stunden später teilten die Entführer mit, man habe die Geiseln getötet.
Vor allem Christen
…. haben unter religiöser Diskriminierung oder Verfolgung zu leiden
Kirche in Not veröffentlicht Bericht zur Religionsfreiheit weltweit 2012
Wien, 16. Oktober 2012, ZENIT.org/KIN
Christen verschiedener Konfessionen sind zwar nicht die einzige Religionsgruppe, die wegen ihres Glaubens benachteiligt wird; weltweit leiden sie aber am meisten unter religiöser Diskriminierung oder Verfolgung. Darauf hat das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ jetzt anlässlich der Veröffentlichung des Berichts zur „Religionsfreiheit weltweit 2012“ hingewiesen. Die Publikation, die alle zwei Jahre veröffentlicht wird, prüft das Mass der Religionsfreiheit in 196 Ländern. Die Untersuchung bezieht sich auf die Situation aller Glaubensgemeinschaften, die in dem jeweils untersuchten Land vertreten sind.
Freiheit, Religionsfreiheit und christliche Freiheit
Der Bischof von Triest erläutert die apostolische Exhortation Ecclesia in Medio Oriente
Rom, 27. September 2012, ZENIT.org)
In der jüngsten Apostolischen Exhortation „Ecclesia in Medio Oriente“ (Kirche im Nahen Osten) kehrte der Heilige Vater Benedikt XVI. zur Religionsfreiheit zurück. Das Thema findet in den Absätzen 25 und 27 besondere Vertiefung; die Absätze 29 und 30 sind den Themen Laientum und Fundamentalismen gewidmet.
Die beiden Absatzblöcke sind auf der Homepage des internationalen Observatoriums Kardinal Van Thuan unter der Rubrik „Fonti/Dokumenti“ (Quellen/Dokumente) einsehbar. Auf der Grundlage dieser und früherer Lehren des Papstes möchte ich im folgenden einige Anregungen zur Vertiefung und Diskussion anführen.
Deo Gratias
Interreligiöse Feier anlässlich der Freilassung der Geiseln
Anlässlich der Freilassung von insgesamt 240 Geiseln (nicht wie am Vortag berichtet 280, Anm. d. Red.) aus dem Dorf Rableh in der Region Homs an der Grenze zum Libanon versammelten sich die Dorfbewohner zu einer interreligiösen Feier. Da es sich bei den von den Apfelplantagen entführten Arbeitern vorwiegend um griechisch-katholische Gläubige handelte (vgl. Fidesdienst vom 25/09/2012) läuteten zur Feier des Tages die Glocken der christlichen Kirchen. Der Freilassung waren nach Berichten einheimischer Beobachter Verhandlungen mit den einheimischen Familienoberhäuptern vorausgegangen, dies sich in der Bürgerinitiative „Mussalaha“ zusammenschliessen. Dabei stand vor allem „die Vermeidung eines Bruderkrieges und eine konfessionellen Krieges im Mittelpunkt.“
In Syrien wurden 280 Christen verschleppt
Das Verhalten des christlichen Westens ist ein Skandal
Die bewaffneten Entführer kündigten Verhandlungen über die Zahlung eines eventuellen Lösegeldes an. Drei Christen, welche in den letzten Tagen verschwunden waren, wurden inzwischen tot aufgefunden.
Rom – Homs, kath.net/Fidesdienst, 26. September 2012
In der syrischen Provinz Homs wurden 280 griechisch-katholische Christen verschleppt, wie der vatikanische Pressedienst „Fides“ berichtete.
Bereits am Dienstag wurden 150 Menschen verschleppt, es handelte sich um Arbeiter und Bauern, Männer, Jugendliche und Frauen, die in der Nähe des Dorfes bei der Apfelernte arbeiteten.



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