Religionsfreiheit/Christenverfolgung

Feigenblatt oder Wendepunkt?

Feigenblatt oder Wendepunkt?

Wien, Eröffnung Zentrum des saudischen Königs Abdullah für den interkulturellen und interreligiösen Dialog

Die Tagespost, 28. November 2012, von Stephan Baier

Mit internationaler Prominenz startete in Wien das Zentrum des saudischen Königs Abdullah für den interkulturellen und interreligiösen Dialog.

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Ist es nur noch Routine?

Damaskus: Anschläge mit mindestens 34 Toten im Christenviertel

Vatikanbotschafter Erzbischof Zenari erschüttert über Zahl der Opfer

Damaskus-Rom, kath.net/KAP, 29. November 2012

Mindestens 34 Menschen wurden am Mittwoch durch explodierende Sprengsätze in einem vorwiegend von Christen und Drusen bewohnten Viertel von Damaskus getötet. In Jaramana im Südosten der syrischen Hauptstadt detonierten vier Bomben – zwei davon in Autos versteckt. Mindestens 83 weitere Personen wurden schwer verletzt. Vatikanbotschafter Erzbischof Mario Zenari beklagte gegenüber dem römischen Pressedienst „AsiaNews“ die täglich anwachsende Zahl der Opfer. Aber „niemand sagt mehr etwas, es ist zur Routine geworden“.

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Kommentar: Christen politisch unerwünscht?

Wiederholt sich die Geschichte?

Die Tagespost, 14.11.2012, von Stephan Baier

Wiederholt sich die Geschichte? 2004 scheiterte der Italiener Rocco Buttiglione als designierter EU-Justizkommissar am Europäischen Parlament. Dort hatte er vergeblich versucht, einer aufgebrachten Menge linker und – laut Eigendefinition – liberaler Europaabgeordneter zu erklären, dass man gleichzeitig ein gläubiger Christ und ein pflichtbewusster Politiker sein kann. Konkret ging es darum, ob ein Katholik, der homosexuelle Praktiken persönlich für sündig hält, die Amtspflichten eines EU-Justizkommissars einschliesslich des Schutzes Homosexueller vor Diskriminierungen erfüllen kann.Derzeit wird dem von Malta designierten Kommissar Tonio Borg eine Sicht von Abtreibung, Ehescheidung und Homosexualität vorgeworfen, die mit freiem Auge als christlich identifizierbar ist.

Ein katholischer Finsterling

Ernstnahme der Religionsfreiheit

Wie ernst nehmen Schweizer Medien wie NZZ, „Tages-Anzeiger“ oder das öffentlich-rechtliche Fernsehen Religionsfreiheit, wenn über gewisse Gruppen berichtet wird? Ein Gastkommentar von Giuseppe Gracia

Schweiz, kath.net, 16. November 2012

Eine Errungenschaft der westlichen Welt ist die Religionsfreiheit, die zum liberalen Rechtsstaat gehört. Der Liberalismus hat zu einer schier umöglichen Leistung des Westens geführt: dem friedlichen, repressionsfreien Zusammenleben von Millionen Menschen, die unterschiedliche Weltanschauungen und Lebensentwürfe nebeneinander leben, ohne den Wahrheitsanspruch des eignenen Glaubens aufgeben zu müssen (nicht zu verwechseln mit Geltungsanspruch). Eine Bedingung für diese Freiheit ist die gegenseitige Toleranz.

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First American Freedom

US-Bischöfe verstärken ihren Kampf um die Religionsfreiheit

US-amerikanische Bischofskonferenz auf ihrer neuen Internetseite über Religionsfreiheit: „Im ganzen Land und auf der ganzen Welt stehen Menschen jeden Glaubens für ihre Religionsfreiheit auf – und wir stehen zu ihnen“. Von Petra Lorleberg

Washington D.C., kath.net/USCCB/pl, 6. November 2012

„Im ganzen Land und auf der ganzen Welt stehen Menschen jeden Glaubens für ihre Religionsfreiheit auf – und wir stehen zu ihnen. Durch Gebet, Bildung und öffentliche Aktionen aktivieren wir Amerikaner jeglichen Glaubens und jeglicher sozialen Schicht, diese Gefahren zurückzuweisen.“

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Ägypten:

Ägypten: Tawadros II. will keinen Religions-Staat

Der Papst der Kopten, Tawadros II., hat deutlich gemacht, dass er einen Religions-Staat in Ägypten nicht unterstützen wird. „Eine Verfassung, die aus Ägypten einen religiösen Staat macht, werde ich ablehnen“, so Tawadros wörtlich. Dies berichteten am Dienstag – zwei Tage nach seiner Wahl – übereinstimmend mehrere ägyptische Medien. Es könne keinen Staat geben, der nur der muslimischen Mehrheit gerecht werde, so Tawadros. Die Schönheit Ägyptens bestehe auch in einer Vielfalt und dem Nebeneinander von Christen und Muslimen.

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Nigeria:

Pfarrkirche von Obiora Ike wurde Ziel eines Terroranschlags

Kaum zurück aus der Schweiz

Menschen kamen nicht zu Schaden, aber es gab erheblicher Sachschaden an seiner Kirche. Das Allerheiligste wurde entweiht. Damit hat der in Nordnigeria gegen Christen tobende Terror auch auf Südnigeria übergegriffen.

Enugu, kath.net, 5. November 2012

Die Kirche von Obiora Ike wurde am Sonntag in den frühen Morgenstunden von Terroristen verwüstet. Personen kamen nicht zu Schaden, doch der Sachschaden ist erheblich. Damit hat der schon länger in Nordnigeria von muslimischen Fundamentalisten tobende Terror gegen Christen auch auf Südnigeria übergegriffen.

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