Libanon: UPDATE
Der Apostolische Nuntius zum Besuch von Papst Benedikt XVI.
Novenen für den Papstbesuch, Gebetswachen, Papstbilder und Vatikanflaggen
Rom, 12. September 2012, ZENIT.org
„In Erwartung des Papstbesuchs erkennt der Libanon erneut die Grösse und Schönheit der eigenen Berufung als Nation: die eines Landes, in dem verschiedene Identitäten in gegenseitigem Respekt zusammenleben.“
Der Apostolische Nuntius in Beirut, Erzbischof Gabriele Giordano Caccia, fasst mit diesen Worten laut dem Fidesdienst die positiven Zeichen im Vorfeld des Besuchs von Papst Benedikt XVI. (14.-16. September) zusammen.
Schützen,was heilig ist
Das ist schlimme Trittbrettfahrerei
Tagespost, 21. September 2012, von Markus Reder
Wer angesichts einer hochexplosiven Lage zusätzlich Öl ins Feuer giesst, den kann man nur als hirnverbrannt bezeichnen. Wie absurd, wenn die, die jetzt mit Ölkanistern am Brandherd spielen, sich für Helden der Nation und Retter der Freiheit halten. Mohammed-Karikaturen in Frankreich, in Deutschland zieht das Satire-Magazin „Titanic“ nach: Das ist schlimme Trittbrettfahrerei. Werbung für sich selbst, die Zeche zahlen andere. Mit der Verteidigung einer freiheitlichen Gesellschaft hat das so wenig zu tun wie das Mohammed-Schmäh-Video mit Kunst.
Muhammed Sammak:
Alle hätten sich gewünscht, dass der Papstbesuch länger dauern würde
Politiker sollen von der offensichtlichen Einheit der Religionsführer lernen
Rom, 18. September 2012 (ZENIT.org)
„Der Besuch von Papst Benedikt XVI. im Libanon hat der Welt gezeigt, dass die Bürger des Libanon, Christen und Muslime, auf derselben Seite stehen, während sich Parteien und Fraktionen spalten und Konflikte heraufbeschwören. Es bleibt zu hoffen, dass auch die Politiker des Landes etwas von der offensichtlichen Einheit lernen, die in den Tagen des Papstbesuchs zu sehen waren“, so der politische Berater des Grossmuftis im Libanon und Generalsekretär des libanesischen Ausschusses für den muslimisch-politischen Dialog, Muhammad Sammak gegenüber dem Fidesdienst.
Kopten distanzieren sich scharf von antiislamischem Video
Beten wir den Rosenkranz : Video Papst Johannes Paul II.: Rosenkranz

Koptisch-orthodoxe Diözese Sydney verweist darauf, dass Anti-Islam-Hardliner Botros schon 2003 an Papst Shenouda mit Bitte um Entlassung aus dem Priesteramt herangetreten war, der entsprochen wurde.
Washington-Berlin-Beirut, kath.net/KAP, 18. September 2012
Die koptisch-orthodoxe Diaspora in den USA und anderen Ländern distanziert sich aufs Schärfste vom kalifornischen christlich-fundamentalistischen Netzwerk, das für das Islam-Schmähvideo „The Innocence of Muslims“ verantwortlich ist. Jene drei aus der koptischen Kirche stammenden Personen, die an der Produktion des Skandal-Films direkt oder indirekt mitbeteiligt sein sollen, werden als Outsider charakterisiert.
Führender Islamgelehrter will UN-Resolution gegen Blasphemie
Blasphemische Taten würden den Weltfrieden und die internationale Sicherheit bedrohen
Grossimam der Kairoer Al-Azhar-Universität, Scheich Ahmed Al-Tayyeb: Blasphemische Taten seien zu ächten, weil sie den Weltfrieden und die internationale Sicherheit bedrohten
Kairo, kath.net/KNA, 17. September 2012
Der Grossimam der Kairoer Al-Azhar-Universität, Scheich Ahmed Al-Tayyeb, hat eine UN-Resolution gegen die Verunglimpfung des Islam und anderer Weltreligionen gefordert. Solche Taten seien zu ächten, weil sie den Weltfrieden und die internationale Sicherheit bedrohten, heisst es in der Erklärung Al-Tayyebs vom Samstag, aus der die ägyptische Tageszeitung „Egypt Independent“ zitiert. Die Al-Azhar-Universität gilt als führende Autorität für den sunnitischen Islam weltweit.
Gewissen, Glaube, Religion:
Wandelt sich die Religionsfreiheit?
Ist die Religionsfreiheit in Gefahr oder ist sie gefährlich? Diese Frage ist weit mehr als ein Problem für Juristen: In ihr spiegelt sich das Selbstverständnis unserer Gesellschaft. Westliche Gesellschaften sind in eine Schweblage der Uneindeutigkeit geraten. Die Säkularisierung geht weiter, ebenso wie die Individualisierung der Lebensstile; zugleich mehren sich Rufe nach neuer Sittlichkeit und regt sich eine religiöse Suche nach Lebenssinn. Allerdings brechen auch überwunden geglaubte Muster des Fundamentalen wieder hervor, bei Frommen wie Agnostikern, kehren gescheiterte Rezepte der Wirklichkeitsflucht wieder. Die Gesellschaft verliert ein gutes Stück ihrer ideellen Mitte, sieht sich zerklüftet in parallele, aber sprachlos nebeneinander stehende Sozialräume.
Afrika/Ägypten
An Protesten gegen islamfeindlichen Film nehmen auch Christen teil
Kairo, Fidesdienst, 13. September 2012
– Auch Christen schliessen sich den muslimischen Protesten gegen einen den USA produzierte islamfeindlichen Film an. Dies bestätigt der Medienbeauftragte der katholischen Kirche in Ägypten, Pfarrer Rafic Greiche, im Gespräch mit dem Fidesdienst. „In diesem Moment finden im Zentrum von Kairo Protestkundgebungen gegen den amerikanischen Film und die Beleidigung des Propheten Mohammed statt. Dabei kam es bereits zu Ausschreitungen mit der Polizei. Die Lage ist vor allem in der Umgebung der US-amerikanischen Botschaft angespannt, die sich ganz in der Nähe des Tahrir-Platzes befindet“, so Pfarrer Greiche aus Kairo.“



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