Vatikan/Libanon: Papstreise „prophetischer Besuch“
„Meine apostolische Reise in den Libanon steht im Zeichen des Friedens“
Die bevorstehende Visite Papst Benedikts im Libanon möge die Scheinwerfer der Weltöffentlichkeit auf die Nöte der Christen im Nahen Osten lenken: Das hofft man im Vatikan.
Kurienkardinal Leonardo Sandri, der als Präfekt der vatikanischen Ostkirchenkongregation im Gefolge Papst Benedikts nach Beirut reisen wird, sagte im Gespräch mit uns:
„Die Reise kann dazu dienen, darauf aufmerksam zu machen, dass die Minderheiten ein Recht darauf haben, respektiert zu werden. Und zwar auch in Ländern, in denen diese Minderheiten nur ein kleiner Teil eines Umfelds sind, in dem eine andere Religion gelebt wird.
Freilassung von Pastor Youcef Nadarkhani
Der zum Tod verurteilte evangelische Pastor Youcef Nadarkhani ist am Samstag überraschend freigekommen
Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur idea unter Berufung auf Menschenrechtsorganisationen. Am Samstag sollte dem 35-jährigen früheren Leiter einer Untergrundgemeinde wegen „staatsfeindlicher Propaganda“ eigentlich ein weiterer Prozess gemacht werden. Während Beobachter mit einem harten Urteils rechneten, sprach das Gericht den Pastor vom Vorwurf des Glaubensabfalls frei. Es war aber überzeugt, dass Nadarkhani unter Muslimen evangelisiert habe. Dafür erhalte er eine dreijährige Gefängnisstrafe, die mit der Untersuchungshaft abgegolten sei.
Religionsfreiheit im Sinn der Kirche, was ist das?
Inzwischen werden „vor allem die Christen zu den Häretikern der säkularen Gesellschaft gemacht“
Weihbischof Laun segnete das von ihm mitinitiierte Denkmal zur Religionsfreiheit im Stift Heiligenkreuz. Laun: Inzwischen werden „vor allem die Christen zu den Häretikern der säkularen Gesellschaft gemacht“.
Heiligenkreuz, kath.net, 3. September 2012
Am „Badener Tor“ des Stiftes Heiligenkreuz bei Wien segnet Weihbischof Andreas Laun am 9.9. 2012 ein modernes Denkmal zum Thema „Glaubens- und Gewissensfreiheit“ (Foto) ein. Weihbischof Laun erklärt, wie es dazu kam, die Gründe, es zu bauen, und die Botschaft der Kirche, wenn sie von
Berliner Rabbi geschlagen und antisemitisch beleidigt
Seine sechsjährige Tochter war Augenzeugin und wurde mit dem Tod bedroht
Die Polizei verdächtigt arabischstämmige Jugendliche.
Berlin, kath.net, 30. August 2012
Zusammengeschlagen und antisemitisch beleidigt wurde ein Berliner Rabbiner. Seine sechsjährige Tochter musste die Tat mit ansehen, sie wurde mit dem Tod bedroht. Darüber berichtete die „Welt“. Die Polizei vermutet nach eigenen Angaben, dass es sich bei den vier Tätern um arabischstämmige Jugendliche handelt. Bisher wurden keine Tatverdächtigen festgenommen. Inzwischen hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.
Sufi-Scheich Said Afandi fällt Mordanschlag zum Opfer
Nach Mord an gemässigtem geistlichen Führer schwindet Hoffnung auf Frieden in Dagestan
Göttingen/Berlin, 29. August 2012, GfbV
Mit dem Selbstmordattentat auf den Sufi-Scheich Said Afandi am Dienstag in dem Dorf Tschirkei schwindet die Hoffnung auf ein Ende des Blutvergiessens in Dagestan. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fürchtet, dass eine Befriedung der radikal islamischen Gruppen nun kaum noch möglich ist. „Man muss davon ausgehen, dass der radikale, von Salafisten geprägte Untergrund in Dagestan seine Strategie verändert hat und nun neben den Attentaten auf Mitarbeiter der Sicherheitskräfte und Regierung gezielt auch religiöse Gruppen angreift“, sagte die GfbV-Referentin für die GUS-Staaten, Sarah Reinke, am Mittwoch in Berlin.
Studie: Deutsch-Türken wollen muslimische Mehrheit
Für fast drei Viertel ist der Islam die einzig wahre Religion
„Die jüngste Generation zeigt insgesamt gerade bei religiösen Aspekten etwas radikalere Ansichten als die Älteren“, sagte Liljeberg, der Leiter der Studie.
Berlin, kath.net/idea, 21. August 2012
Für die in Deutschland lebenden Türken gewinnt der Islam immer mehr an Bedeutung. Fast jeder Zweite (46 Prozent) wünscht sich, dass hier irgendwann mehr Muslime als Christen leben. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts „Info GmbH“ (Berlin) mit dem Titel „Deutsch-Türkische Lebens- und Wertewelten“. Dafür wurden 1.011 aus der Türkei stammende Migranten telefonisch befragt. Bei der letzten Umfrage 2010 hatten nur 33 Prozent den Wunsch geäussert, dass die Zahl der Muslime die der Christen in Deutschland übersteigen solle.
Islamwissenschaftlerin: Kirchen idealisieren den Islam
Buchautorin: Der Koran rechtfertigt auch Gewalt in bestimmten Situation
Freiburg, kath.net/idea, 20. Augut 2012
Kritik an einer Idealisierung des Islam in den beiden grossen Kirchen in Deutschland übt die Islamwissenschaftlerin Rita Breuer (Aachen). Sie ist Autorin des Buches „Im Namen Allahs?“ – Christenverfolgung im Islam“, das vor kurzem im Verlag Herder (Freiburg) erschienen ist. Breuer verweist darin auf Äusserungen führender Kirchenvertreter. So habe der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), im vergangenen Jahr erklärt: „Es ist ein Irrtum zu sagen, der Islam sei deutlich weniger am Frieden interessiert als das Christentum.“ Nach den Worten der promovierten Islamwissenschaftlerin zeugt diese Aussage von einer „einseitigen Wahrnehmung des Islam“.


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