Franziskus besorgt über Wiedererstarken der Gewalt in Syrien
Der Papst äußert sich in seiner Angelus-Ansprache zur Lage in Syrien. Auch andere Stimmen warnen vor anhaltender Gewalt
10.03.2025
Meldung
Papst Franziskus zeigt sich besorgt über die erneuten Gewaltausbrüche in Syrien. Beim Angelus am Sonntag sprach er von einer “Wiederaufnahme der Gewalt in einigen Gebieten Syriens” und rief zum Gebet für den Frieden auf.
Auch Geistliche aus der betroffenen Region haben sich bereits zu den jüngsten Ereignissen in dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land zu Wort gemeldet. In der von den Patriarchen Johannes X., Ignatius Aphrem II., Youssef Absi unterzeichneten gemeinsamen Erklärung beziehen diese Stellung zu der zunehmenden Gewalt und Angriffen auf Zivilisten.
Terror gegen die Alawiten
Massaker und Racheakte erschüttern Syriens Minderheiten. Pfarrer Peter Fuchs schildert das dramatische Ausmaß der Gewalt


Quelle
Kämpfe, Massaker und Racheakte in Syrien | Die Tagespost
Syrischer Patriarch: Von Massakern auch Christen betroffen – Vatican News
10.03.2025
Peter Fuchs
“Christen nach Beirut, Alawiten ins Grab!” – Dieser Schlachtruf der 2012 vom heutigen “Übergangspräsidenten” Syriens gegründeten al-Nusra-Front schallt derzeit durch Moscheen von Damaskus bis Aleppo und Jableh am Mittelmeer, wo er grausame Realität wurde.
Nachdem Alawiten am Abend des 6. März in Tartus und Latakia gegen die seit dem Sturz des Assad-Regimes entstandene Bedrohung durch Entführungen und Tötungen sowie die Aussetzung von Gehaltszahlungen und Renten massiv protestierten, eilten dschihadistische Kämpfer aus Aleppo, Idlib, Hama und Homs – auch Sicherheitskräfte aus Damaskus – in das Siedlungsgebiet der Alawiten, wo sie nach Angaben von lokalen Beobachtern mehr als 4.000 Zivilisten töteten, darunter Männer, Frauen und Kinder, Alte und Behinderte.
Kustodie warnt: Syrien am Rande eines Bürgerkriegs
Die Lage in Syrien hat sich dramatisch verschärft. Pater Bahjat Elia Karakach warnt vor einem erneuten Bürgerkrieg, während Gewalt und politische Unsicherheit das Land erschüttern
Quelle
Syrien, quo vadis? Fragen an Erzbischof Mourad – Vatican News
Syrien
Die Lage in Syrien hat sich weiter zugespitzt, wie Pater Bahjat Elia Karakach, Mönch der Kustodie des Heiligen Landes und Gemeindepfarrer von Aleppo, berichtet. In einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur SIR beschreibt er ein Klima großer Spannungen, insbesondere in Suwaida, Jaramana und den Küstenstädten wie Jable, die von drusischer und alawitischer Bevölkerung geprägt sind. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Geir Pedersen, zeigte sich “zutiefst beunruhigt” über die anhaltenden Zusammenstöße, die bereits zahlreiche zivile Opfer gefordert haben. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden seit dem 6. März allein in der Provinz Latakia 229 Menschen getötet, darunter 134 alawitische Zivilisten.
Johannesoffenbarung – Höhle der Apokalypse
Höhle der Apokalypse (Patmos) – VacanzeGreche
Patmos – www.die-bibel.de
Kloster des Heiligen Johannes des Theologen – Wikipedia
Chora (Kythnos) – Wikipedia
Patmos: Gottes heilige Festung – Deutsches Ärzteblatt
Wer waren die Reiter der Apokalypse?| National Geographic | National Geographic
Die Höhle der Apokalypse befindet sich zwischen den Dörfern Skala und Chora in einem Kiefernwald, nicht weit vom Hafen der Insel Patmos entfernt. Es verdankt seinen Namen der Tatsache, dass der Apostel Johannes hier die Stimme Gottes aus einem dreifachen Riss im Felsen hörte, der die Heilige Dreifaltigkeit symbolisierte und die Visionen hatte, die ihn dazu veranlassten, das letzte Buch der Bibel zu schreiben, das Offenbarung. Dieser mystische Ort, das Zentrum des Christentums, brachte zusammen mit dem Johanneskloster den Titel “Jerusalem des Mittelmeers” auf die Insel Patmos.
“Lage der Christen im Westjordanland verschlechtert”
Nach dem Waffenstillstand im Gaza-Streifen nehmen Einschränkungen und Unsicherheit für die Bewohner des Westjordanlands, darunter auch für die Christen, zu
Quelle
Waffenstillstand in Gaza hat die Lage für die Christen im Westjordanland verschlechtert – KIRCHE IN NOT
Israelische Raketen treffen christliche Häuser in Gaza: Für Bischof Marcuzzo ist die israelische Antwort nicht “verhältnismäßig” – Agenzia Fides
Dies erklärte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, beim Besuch einer Delegation von “Kirche in Not”. „Mit dem Beginn des Waffenstillstands haben Operationen im Westjordanland mit hunderten Kontrollpunkten und Einsätzen in der Stadt Dschenin begonnen. Es besteht kein Zweifel, dass sich die Lage dort verschlechtert hat.“
Israel stoppt humanitäre Hilfe für Gaza
Die israelische Regierung hat an diesem Sonntag angekündigt, die Einfuhr von Waren und Versorgungsgütern in den Gazastreifen auszusetzen
Sie wirft der Hamas vor, einen US-Vorschlag zur Verlängerung der Waffenruhe abgelehnt zu haben. Die Terrorgruppe spricht hingegen von einem Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen.
Nach Ablauf der ersten Phase der Waffenruhe, die von Katar mit Hilfe Ägyptens und der USA ausgehandelt wurde und am 19. Januar in Kraft trat, scheinen Israel und die Hamas jetzt keine Einigkeit in der Frage zu finden, wie der weitere Prozess ab diesem Sonntag aussehen sollte. Israel gab in der Nacht bekannt, dass es einen Last-Minute-Vorschlag des US-Sondergesandten Steve Witkoff akzeptiert habe, der eine Verlängerung der Waffenruhe während des Ramadan und des jüdischen Passahfestes bis Mitte April vorsieht.
Vatikan: “Gaza soll Heimat der Palästinenser bleiben”
Der Heilige Stuhl rät im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern zur Zweistaatenlösung: Daran ändern auch Vorstöße aus den USA nichts, die den Gazastreifen als großes Immobilienprojekt ohne Palästinenser entwickeln möchten. Erzbischof Paul Richard Gallagher, vatikanische Sekretär für die Beziehungen zu Staaten und internationalen Organisationen, gab dazu nun ein Interview

Quelle
Interreligiöses Friedensprojekt mit Israelis und Palästinensern – Vatican News
Gudrun Sailer – Vatikanstadt
Im Gespräch mit der jesuitischen Zeitschrift “America” bekräftigte der Erzbischof, “dass der Gazastreifen trotz der Ruinen, in denen er liegt, die Heimat dieser Menschen ist. Generationen von Palästinensern sind dort geboren und haben ihr Leben dort verbracht, und selbst in seinem erbärmlichen, zerstörten Zustand ist es immer noch ihre Heimat, und sie wollen dort bleiben und ihr Leben dort wieder aufbauen, und ich denke, wir können uns dem nicht widersetzen”, erklärte Gallagher. Er gab das Interview vergangene Woche in München, wo er an der jährlichen Sicherheitskonferenz teilnahm.

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