Lateinamerika

Kardinal Ortega in Havanna als Erzbischof verabschiedet

Der kubanische Purpurträger war Gastgeber dreier Päpste

Rom, Zenit.org, 9. Mai 2016

Der scheidende Erzbischof von Havanna, Kardinal Jaime Ortega, ist nach 35 Jahren seines Dienstes feierlich in seiner Kathedrale verabschiedet worden. Ortega war zuvor Bischof in Pinar del Rio, bevor er am 27. Dezember 1981 Oberhirte in der kubanischen Hauptstadt wurde. Damit war er – weltweit einzigartig – Gastgeber für drei historische Papstbesuche: von Papst Johannes Paul II., Benedikt XVI. und zuletzt Franziskus.

Die Kathedrale war nun überfüllt mit Gläubigen, darunter Freunden, Mitbrüdern im Bischofsamt, Priestern, Ordensleuten, sowie Vertretern der Regierung und der Diplomatie in Havanna. Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Giorgio Lingua, verlas ein Schreiben von Papst Franziskus, in der dieser ihn „einen sehr lieben Freund“ nannte, der sich in schwierigen Zeiten bemüht habe, die Versöhnung innerhalb der kubanischen Gesellschaft zu fördern und Wege des Dialogs zwischen Kuba und anderen Ländern zu erschliessen.

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Brasilien

Brasilien: Indigene vor erneuter Entrechtung

Quelle
Brasilien-Experte: Die alten Eliten wollen zurück an die Macht

Die Landrechte der Indios in Brasilien sind wieder in Gefahr. Der emeritierte Bischof von Xingu, der aus Österreich stämmige Erwin Kräutler, weist darauf hin, dass es im Parlament des Landes Bestrebungen gäbe, die Verfassung zu ändern. Kräutler verwies im Interview mit der Wiener Zeitung darauf, dass eigentlich mit der Verfassungsänderung von 1988 die „brasilianische Apartheid-Geschichte“ geendet habe. Zuvor seien die Indios als „die Wilden“ und die Weissen als „die Zivilisierten“ betrachtet worden.

Die katholische Kirche in Brasilien und verschiedene Pro-Indio-Organisationen setzen sich gegen eine neuerliche Entrechtung ein.

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Urbi et Orbi: Jesus als tröstende Kraft für die Menschheit

Im Angesicht von Terror und Krisen auf der Welt spendet Jesus Christus mit seiner Auferstehung Trost und Hoffnung

KathTube: Papst Franziskus ´Urbi et Orbi´ – Ostersonntag 2016 (ohne Übersetzung)

Im Angesicht von Terror und Krisen auf der Welt spendet Jesus Christus mit seiner Auferstehung Trost und Hoffnung. Das sagte Papst Franziskus bei seiner Osterbotschaft an diesem Ostersonntag vor rund 80.000 Gläubigen auf dem Petersplatz. Jesus selbst habe mit seiner Auferstehung gezeigt, dass der Abgrund des Todes, die Trauer, die Klage und die Mühsal überwindbar seien (vgl. Offb 21,4). Jesus lasse uns mit seiner Auferstehung teilhaben an seinem unsterblichen Leben und schenke uns seinen Blick voll Zärtlichkeit und Mitgefühl gegenüber den Hungernden und Dürstenden, den Heimatlosen und Gefangenen, den Ausgegrenzten und Weggeworfenen, den Opfern des Missbrauchs und der Gewalt.

Der Papst erinnerte an die geistigen und moralischen Abgründe der gegenwärtigen Menschheit, die nur mithilfe der unendlichen Barmherzigkeit und Liebe Gottes zu überwinden seien. Etwa an die Opfer von Terror und Krieg in Syrien und der Ukraine, an die Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa ums Leben kommen, an Umweltzerstörung und Nahrungsmittelkrisen. „Die Welt ist voll von Menschen, die an Leib und Seele leiden, während die Nachrichten sich mit Meldungen über grausame Verbrechen füllen, die sich nicht selten in häuslichen Mauern zutragen, wie auch über bewaffnete Konflikte grösseren Massstabs, die ganze Bevölkerungen unsäglichen Prüfungen unterziehen.“

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Vatikan

Vatikan will Dokumente über argentinische Diktatur freigeben

DreikönigsgemeinschaftQuelle

Der Vatikan hat die Freigabe der Dokumente in ihren Archiven über die Militärdiktatur in Argentinien angekündigt.

Damit folgt der Vatikan das Vorhaben der USA, die dies ebenfalls angekündigt hatten. Die Akten aus der Zeit der Militärregierung (1976-83) im Heimatland von Papst Franziskus würden derzeit geordnet, um sie dann zu veröffentlichen, sagte am Samstag der Generalsekretär der argentinischen Bischofskonferenz, Carlos Malfa.

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Was ich beim Konsistorium gesagt hätte

Interview mit Kardinal Jorge Mario Bergoglio, Erzbischof von Buenos Aires

Aparecida: Diverse Beiträge
Evangelii nuntiandi

Interview mit Kardinal Jorge Mario Bergoglio von Stefania Falasca

30 Tage – Kirche: Aus Nr. 11 – 2007

“Ich muss wieder abreisen,” sagt er immer wieder. Nicht, dass ihm die römische Luft nicht behagen würde. Aber die von Buenos Aires fehlt ihm doch: die seiner Diözese, seiner „Esposa“, wie er sie nennt. Rom stattet Kardinal Jorge Mario Bergoglio, Erzbischof von Buenos Aires, meist nur Blitzbesuche ab. Dieses Mal aber hat ihn eine Ischiasnerventzündung gezwungen, seinen Aufenthalt in der Ewigen Stadt zu verlängern, noch ein paar Ruhetage anzuhängen. Und er musste auch noch – Ironie des Schicksals – jenen Termin absagen, wegen dem er den Ozean überquert hatte: die Begegnung mit dem Papst und den Kardinälen, die zum Konsistorium gekommen waren.

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„Es sind Priester, die beten und arbeiten“

Buenos Aires. Priester, Drogenhändler, Drohungen

Kardinal Jose Mario Bergoglio – 30 Tage – In Kirche und Welt
Diverse Beiträge in deutscher Sprache

Der Pfarrer eines argentinischen Elendsviertels wird von Drogenhändlern bedroht – und kann sich vor Sympathiebezeugungen seines Volkes nicht mehr retten. Interview mit Kardinal Jorge Mario Bergoglio.

Interview mit Kardinal Jorge Maria Bergoglio von Gianni Valente

Auch ihm laufen sie dann und wann über den Weg, die armen Sklaven des paco wenn er sich z.B. am Sonntag zu Fuss durch das Gewirr schmutziger Gassen kämpft, um hier in der villa miseria die Messe zu zelebrieren, eine Taufe oder eine Firmung zu spenden, oder einfach nur den heiligen Schutzpatron zu feiern. Sie erkennen ihn schon von weitem an seinem weissen Priesterkragen, haben ihn bald umringt: „Hallo, Pater, haben Sie vielleicht einen Peso für Koks?“. Für Kardinal Jorge Mario Bergoglio, Jesuit und seit 1998 Erzbischof von Buenos Aires, ist es die Bestätigung dafür, dass hier „die Wahrheit gesagt wird.“ Auch wenn sie darum bitten, aus dem Dunkel ihrer verpfuschten Leben herausgeführt zu werden. Und dann ist alles gut – solange sie nur seine Priesterfreunde von Baires in Ruhe lassen! Die mit ihm „per Du“ sind und ihm von all den Wundern erzählen, die der Herr hier wirken kann. Pater Bergoglio war es auch, der die Öffentlichkeit über die Morddrohungen informiert hat, die gegen die Priester ausgesprochen wurden von jenen, die er „los mercaderes de las tinieblas“ nennt: Händler der Finsternis.

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Guatemala

Vierzehn Militärs im Zusammenhang mit dem Verschwinden von 558 Vermissten festgenommen

Plan de Sánchez

Guatemala Human Rights

Guatemala City, Fide-Dienst, 8. Januar 2016

Insgesamt vierzehn pensionierte Militärs wurden am vergangenen 6. Januar in Guatemala festgenommen, weil sie verdächtigt werden am Verschwinden von mindestens 558 Vermissten in den Jahren von 1981 bis 1988 beteiligt gewesen zu sein.

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