„Es ist der Abschiedswunsch des Herrn gewesen“
Kardinal Koch: Kooperation darf Streben nach Einheit nicht ersetzen
Würzburg, zenit.org, 21.03.2011, Von Michaela Koller
Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Kurt Kardinal Koch, hat am Samstag davor gewarnt, die Einheit als Ziel der Ökumene nicht aus den Augen zu verlieren. „Ich kann hinter der strategischen Allianz stehen, wenn sie ein Schritt in die Richtung der Einheit ist, aber nicht als deren Ersatz“, sagte der Ökumeneminister des Papstes am Rande des Würzburger Kongresses „Treffpunkt Weltkirche“ des katholischen Hilfswerks Kirche in Not. Er habe ein Problem mit der Formulierung „strategisch“, weniger mit dem Begriff der Allianz, sagte der Kardinal vor Journalisten. „Strategisch“ klänge zu sehr nach militärischer Operation. Aber man müsse schon operativ tätig werden.
Ökumenegipfel zeigt wesentliche Gemeinsamkeiten auf
Eine strategische Allianz zwischen Katholischer Kirche und Orthodoxie:
Metropolit Hilarion und Kardinal Kurt Koch
Rom/Würzburg, 19.03.2011, zenit.org, Von Angela Reddemann
Es gäbe gerade angesichts der gemeinsamen Herausforderungen von Christen in der modernen Gesellschaft, die Chance einer „strategischen Allianz“, zwischen orthodoxer und katholischer Kirche, in der Verteidigung von Grundwerten wie Ehe und Familie, erklärte Metropolit Dr. Hilarion Alfejew, Vorsitzender des Aussenamtes des Moskauer Patriarchats, heute in Würzburg. Gerade die neuen Formen von Christenverfolgung seien ein Anlass dafür. Metropolit Hilarion begegnete in Würzburg Kardinal Kurt Koch, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen. Dieses hochkarätige katholisch-orthodoxe Ökumenetreffen fand am heutigen Josefstag auf dem Kongress Weltkirche von Kirche in Not statt.
„Dialog der Liebe für Dialog der Wahrheit“
Kardinal Kurt Koch besucht Moskau und Paris
Mission in Moskau:
Der vatikanische Ökumene-Verantwortliche besucht ab Samstag die Würdenträger der russisch-orthodoxen Kirche. Es ist der Antrittsbesuch von Kardinal Kurt Koch beim Moskauer Patriarchat. Gegenüber Radio Vatikan erläutert der Schweizer Kurienkardinal seine Erwartungen an dem Besuch.
„Es ist vor allem eine wichtige Kontaktaufnahme mit dem Patriarchat von Moskau. Es ist auch eine Audienz mit dem Patriarchen Kyrill I. vorgesehen. Es sind auch Gespräche mit dem Metropoliten Hilarion geplant. Er ist für die Beziehungen mit den christlichen Kirchen zuständig. Für mich ist diese Reise sehr wichtig, weil ich ja bereits im November das Patriarchat von Konstantinopel besucht habe, um persönliche Beziehungen mit der orthodoxen Kirche aufzunehmen. Im ganzen Dialog mit den Orthodoxen ist der Dialog der Liebe immer die Voraussetzung für den Dialog der Wahrheit.“
Jetzt geht es um Kirche, Amt und Eucharistie
Interview mit Kardinal Kurt Koch
Ein Gespräch mit Kurienkardinal Kurt Koch über den Stand der Ökumene und die Theologen mit ihren Erklärungen.
Die Tagespost, 25.02.2011, von Guido Horst
Hinter dem vor sechzig Jahren im Kanton Luzern geborenen Theologen Kurt Koch liegt ein bewegtes Jahr. Von seinem Bischofssitz Basel abberufen, trat er im vergangenen Sommer die Nachfolge von Kardinal Walter Kasper als Präsident des Rats zur Förderung der Einheit der Christen an. Dazu kamen die Erhebung in den Kardinalsstand und der Beginn zahlreicher Reisen, die den Kardinal wohl auch in Zukunft zu den verschiedensten Baustellen der Ökumene führen werden. Bald steht ein Besuch im Moskauer Patriarchat der Orthodoxen auf dem Programm.
Neu beginnen mit der Eucharistie
Ein Beitrag von (Bischof) Kardinal Kurt Koch
zum Nachsynodalen Apostolischen Schreiben von Papst Benedikt XVI.
Solothurn, kath.net, 14. März 2007
„Sacramentum Caritatis“ – „Sakrament der Liebe“: Diesen Titel trägt das Nachsynodale Apostolische Schreiben von Papst Benedikt XVI., das heute in Rom der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Darin fasst der Papst die Einsichten und Ergebnisse der Elften Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode vom 2. bis 23. Oktober 2005 über die Eucharistie als „Quelle und Höhepunkt von Leben und Sendung der Kirche“ zusammen. Dieser Synode vorausgegangen war das von Papst Johannes Paul II. ausgerufene Jahr der Eucharistie, das mit dem Internationalen Eucharistischen Kongress in Guadalajara im Oktober 2004 begonnen hatte und am Weltmissionssonntag im Oktober 2005 abgeschlossen wurde.
„Ökumene der Märtyrer“
Das Engagement für die Religionsfreiheit fördert die ökumenische Bewegung
Das gemeinsame Engagement für die Religionsfreiheit fördert die ökumenische Bewegung. Davon ist der vatikanische Ökumeneverantwortliche, Kardinal Kurt Koch, überzeugt. In einem Artikel für den „L’Osservatore Romano“ (Dienstag) schreibt der Schweizer Kurienkardinal, dass die Christenverfolgung dazu ermuntern sollte, konfessionsübergreifend für die Würde der Menschen einzustehen. Kardinal Koch spricht hierbei von der „Ökumene der Märtyrer“. Es sei deshalb ein positives Zeichen, wenn sich alle Christen zu Ehren all jener einsetzen würden, die für ihren christlichen Glauben gestorben sind. Weiterlesen
Kardinal Koch ortet „Verballhornung des Christentums“
„Latent kein Beitrag zum Schutz der Christen““
Der vatikanische Ökumeneverantwortliche, Kardinal Kurt Koch, kritisiert eine grenzenlose „Verballhornung“ des Christentums im deutschen Sprachraum. Gleichzeitig schütze man Islam und Judentum davor. Dies sei „latent kein Beitrag zum Schutz der Christen“, die in der Welt verfolgt würden. Das sagte der Schweizer Kurienkardinal im Gespräch mit dem Kölner Domradio.
Gottes Geist in der Ökumene
Als Präsident des päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen will er nun vor allem Bedingungen schaffen für die Möglichkeit, dass Gottes Geist in der Ökumene wirken kann. Denn die wirkliche Einheit der Christen, so Kardinal Koch im Domradio, könne nur Gott selbst bewirken. In diesem Zusammenhang sprach Koch auch die Beziehungen der katholischen Kirchen zu den evangelischen und reformatorischen Kirchen an. Hier müsse vor allem das unterschiedliche Verständnis von dem, was Kirche sei, angesprochen werden. Andernfalls rede man „aneinander vorbei“. Auch im Dialog mit der anglikanischen Kirche von England müsse es darum gehen, die jeweiligen Identitäten zu schärfen, denn Ökumene sei nur möglich „im Dialog zwischen Überzeugungen“, so Kardinal Koch. Weiterlesen




Neueste Kommentare