100. Weltmissionssonntag: Papst gewährt vollkommenen Ablass


Anlässlich des 100. Weltmissionssonntages gewährt Papst Leo durch die Apostolische Pönitentiarie einen vollkommenen Ablass. Der Tag wurde 1926 durch Papst Pius XI. eingeführt

Quelle
Weltmissionssonntag: Not und Solidarität im Fokus – Vatican News
Theologe: Kirche muss Mission von kolonialem Denken lösen – Vatican News

In einem entsprechenden Dekret der Apostolischen Pönitentiarie wird festgelegt, dass der Ablass unter den üblichen Bedingungen erlangt werden kann: sakramentale Beichte, eucharistische Kommunion und Gebet nach der Meinung des Papstes. Die Gläubigen können in Verbundenheit mit dem Papst den Rosenkranz für die Verbreitung des Evangeliums in der Welt beten.

Der Weltmissionssonntag steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Eins in Christus, vereint in der Mission“. Papst Leo äußerte sich an diesem Sonntag bei seinem Angelus-Gebet zum Thema Mission.  

„Denken wir daran, wie viel Missionsgeschichte in diesen hundert Jahren geschrieben wurde. Beten wir dafür, dass die Kirche dem Auftrag des auferstandenen Herrn stets treu bleibt: Geht in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“

Die Botschaft des Papstes zum Weltmissionssonntag

In seiner Botschaft zum 100. Weltmissionssonntag, die am 25. Januar veröffentlicht wurde, ruft der Papst „die gesamte Kirche dazu auf, den missionarischen Weg mit Freude und Eifer im Heiligen Geist fortzusetzen – ein Weg, der in Christus geeinte Herzen, versöhnte Gemeinschaften sowie bei allen die Bereitschaft erfordert, großherzig und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten“.

Im Mittelpunkt der Mission steht für den Papst das „Geheimnis der Verbundenheit mit Christus“. In den Worten Jesu vor seinem Leiden – „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein“ – offenbart sich das tiefste Anliegen Christi und das eigentliche Wesen der Kirche: Sie ist „eine Gemeinschaft, die aus der Dreifaltigkeit hervorgeht und von der Dreifaltigkeit sowie in ihr lebt“, und zwar im Dienst an der menschlichen Geschwisterlichkeit und im Einklang mit allen Geschöpfen, erklärt der Papst. „Christsein ist nicht in erster Linie eine Ansammlung von Praktiken oder Ideen; es ist ein Leben in Verbundenheit mit Christus, in dem wir Anteil erhalten an der kindlichen Beziehung, die Er im Heiligen Geist zum Vater pflegt“, betont der Papst. Er fügt hinzu, dass die vorrangige Aufgabe der Kirche in ihrer missionarischen Sendung darin besteht, die geistliche und geschwisterliche Einheit unter ihren Mitgliedern zu erneuern.

Am Evangelisierungsauftrag der Kirche teilhaben

Heute sind wir mit Konflikten, Polarisierungen, Missverständnissen und gegenseitigem Misstrauen konfrontiert, bemerkt Papst Leo und weist darauf hin, dass „wenn dies auch“ in kirchlichen Gemeinschaften geschieht, „das Zeugnis geschwächt“ wird. Dabei erfordert „der Evangelisierungsauftrag, den Christus den Jüngern anvertraut hat, vor allem versöhnte Herzen, die sich nach Gemeinschaft sehnen“. „Kein Getaufter“, so der Papst, „ist dem Auftrag gegenüber fremd oder gleichgültig: Alle – jeder gemäß seiner eigenen Berufung und Lebenssituation – nehmen an dem großen Werk teil, das Christus seiner Kirche anvertraut.“ Denn, „wie Papst Franziskus mehrfach betont hat, ist die Verkündigung des Evangeliums immer ein gemeinschaftliches, synodales Handeln“. Daraus ergibt sich Leones Aufruf, sich den Missionarinnen und Missionaren anzuschließen – „durch das Zeugnis eines Lebens in Christus, durch Gebet und durch einen Beitrag für die Missionen“ – und „jeder gemäß seiner eigenen Berufung und den empfangenen Gaben zu dem großen Evangelisierungsauftrag beizutragen, der stets ein Werk der Liebe ist“. Zum Abschluss seiner Botschaft ruft der Papst Gott an, damit „alle Glieder der Kirche in der Mission vereint, dem Heiligen Geist gegenüber fügsam und mutig im Zeugnis für das Evangelium“ seien.

Auch in einer Videobotschaft hatte sich der Papst im Oktober zum Weltmissionssonntag geäußert. 

Während der Weltmissionssonntag in Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Ländern am 18. Oktober gefeiert wird, begeht ihn die katholische Kirche in Deutschland am 25. Oktober. 

vatican news, 18. Oktober 2026

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