Katholische Stimmen

Konzilswidrige Abwege auf dem “Synodalen Weg”?

Wie das Synodalpräsidium “Gaudium et spes” im “Orientierungstext” deutet

Quelle
‘Gaudium et spes’ kathpedia
Laien, Predigt, Priesterdienst: Der “Synodale Weg” und die Klerikalisierung
D: “Eucharistie und Priester zentral für Kirche
Unterscheidung der Geister

Von Thorsten Paprotny, 29. Januar 2022

Ungeachtet der gegenwärtigen Wirbel in Kirche, Medien und Welt legt das Synodalpräsidium einen Orientierungstext für die in der nächsten Woche stattfindende Synodalversammlung vor, mit der traditionell-postmodernistischen Aufbruchsrhetorik versehen, manchen öffentlichkeitswirksamen Einsichtsbekundungen verknüpft, einer stabilen Unschärfe sowie einer Abwendung vom Zweiten Vatikanischen Konzil.

Nur Abschnitt 42 dieses weitläufigen Papiers sei exemplarisch vorgestellt und kritisch reflektiert. Dort heisst es: “Die Zeichen der Zeit in Gottes Geisteskraft zu erkennen und im Lichte des Evangeliums zu deuten, dazu bedarf es des Zusammenspiels aller weiteren Orte und Quellen des Glaubens. Die Heilige Schrift eröffnet den Blick auf Kriterien, die sich aus der Unterscheidung wahrer und falscher Prophetie ergeben. Die Tradition belegt, dass die Unterscheidung der Geister immer schon Aufgabe der Glaubenden und der Kirche war – unter wechselnden Bedingungen und mit wechselndem Erfolg. Der Glaubenssinn der Gläubigen erschliesst durch deren Nähe zur Alltagswelt der Menschen eine hohe Expertise. Das Lehramt achtet auf die Konsistenz und die Anschlussfähigkeit zum Bekenntnis des Glaubens. Und die Theologie sichert den Anschluss an die Erkenntnisse, die im Diskurs der Wissenschaften in die Deutung aller Zeichen der Zeit einfliessen müssen.” Allen, die sich begründet lieber abseits der nebulösen Diskurse aufhalten, sei gesagt: Mit “Gottes Geisteskraft” ist offenbar der Heilige Geist gemeint, transformiert in eine anscheinend zeitgemässe Sprache.

Weiterlesen

Unser Sonntag: Kann Gott trauern?

In dieser Betrachtung von Frau Prof. Gerl-Falkovitz geht es um die Bitterkeit Jesu, seine Psychologie, die zerschellten Hoffnungen Gottes. Mit Augustinus fragt sie: Sind wir drinnen? Sind wir draussen?

Quelle
Warum das Leiden zu Gott gehört
Jesus begegnet den weinenden Frauen von Jerusalem
Lesungen/Evangelium

Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-FalkovitzLk 4, 21-30

Mitten in die anhaltende Feststimmung des Neuen Jahres hinein lässt die Kirche ein Evangelium lesen, das einen groben Missklang enthält, etwas verstörend Hässliches. Die ersten spektakulären Heilungen Jesu sind geschehen, einige Apostel sind schon ausgewählt, die Menge schleppt die Kranken zu ihm.

Da: wie ein giftiges Rinnsal mischt sich ein Flüstern in den Glanz: Ist Jesus ein Hochstapler? Kennen wir nicht seinen Vater, den Zimmermann Joseph? Was masst er sich an – auch wenn er schön reden kann? Ist er nicht doch ein Schwätzer? Taten will man sehen, nicht Worte. Zeig, was du kannst!
Jesus selbst provoziert diese Stimmen, dabei wäre es ihm doch ein Leichtes gewesen, sich auszuweisen.

Weiterlesen

Hoffnung auf Gottes Gerechtigkeit

Geistliche Betrachtungen zu den Enzykliken Benedikts XVI. – Teil 18

Quelle

Von Thorsten Paprotny, 29. Januar 2022

Die Frage nach der Hoffnung, die unser Leben trägt und hält, ist ausgerichtet auf das Kommende. Einfach gläubige Christen haben von der jungen Kirche bis heute sich dem Herrn anvertraut und übereignet. Ja, Er wird schon wissen – und Er wird wiederkommen in Herrlichkeit. Von innen her wissen wir: das Beste kommt noch. Wir schauen nach vorne. Die Gerechtigkeit Gottes ist unauflöslich verknüpft mit der Rede vom Gericht.

Daran hat auch Benedikt XVI. in der Enzyklika “Spe salvi” erinnert: “Der Glaube an Christus hat nie nur nach rückwärts und nie nur nach oben, sondern immer auch nach vorn, auf die Stunde der Gerechtigkeit hingeblickt, die der Herr wiederholt angekündigt hatte.” Im Lauf der Zeit ist der Gedanke an das Gericht verblasst. Benedikt spricht davon, dass die Individualisierung dazu beigetragen habe, die Verengung auf das “eigene Seelenheil”.

Weiterlesen

Umgang mit Benedikt XVI. “Mit sprungbereiter Feindseligkeit”

Zur Debatte um Benedikt XVI. nimmt der Heiligenkreuzer Abt und Ratzinger-Preisträger Maximilian Heim gegenüber der “Tagespost” Stellung. Wir dokumentieren die Anmerkungen im Wortlaut

Quelle
Heiligenkreuz dankt Papst Benedikt XVI.

27.01.2022, Maximilian Heim OCist

Die Debatte um ein mögliches Fehlverhalten von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI., die durch die Veröffentlichung des Münchener Gutachtens durch zahlreiche ungewöhnlich scharfe Kommentare neu befeuert worden ist, hat mich und viele andere in der Kirche erschüttert und wegen ihrer von vielen empfundenen Einseitigkeit befremdet. Zunächst eine Vorbemerkung:

Auch Päpste sind Menschen. Sie sind wie wir alle in der Kirche Sünder. Jeder Priester bekennt zusammen mit den Gläubigen den Sündenzusammenhang, in dem wir alle leben, zu Beginn jeder Heiligen Messe. Die “Unfehlbarkeit“, die dem Papst als der letzten Instanz der Glaubensverkündigung durch das Erste Vatikanische Konzil zugeschrieben wurde, meint nicht eine kognitive Irrtumslosigkeit, ein Freisein von Fehlern in der Erinnerung oder eine moralische Sündenlosigkeit. Aus diesem Grund wissen wir Katholiken, wie die grossen Heiligen der Kirchengeschichte es uns zeigen, dass wir immer in jedem Augenblick unseres Lebens angewiesen sind auf die Barmherzigkeit Gottes.

Weiterlesen

Geistliche Übungen des Hl. Ignatius von Loyola

Ignatius von Loyola

Die Seele eines Löwen **UPDATE

Die Seele eines Löwen: Dietrich von Hildebrand

Verteidigung der Tradition – Diverse Beiträge
*Dietrich von Hildebrand
Alice von Hildebrand
Sittlichkeit und ethische Werterkenntnis
Katholische Philosophin Alice von Hildebrand verstorben
Dietrich von Hildebrand kathpedia
**Abschied von Alice von Hildebrand: Sie “verteidigte, was es zu verteidigen gilt”

Inhaltlich unveränderte Neuauflage.

Dietrich von Hildebrand ist einer der grossen katholischen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Bis zu dieser nun vorliegenden Biographie von seiner Frau Alice war jedoch nur wenig über sein Leben bekannt. Alice von Hildebrand, selbst eine hochangesehene katholische Denkerin, erzählt in dieser Biographie von dem bewegten und spannenden Leben eines wahrhaft bedeutenden Mannes der Kirche. Basierend auf einem sehr langen Brief, den Dietrich seiner Frau Alice in fortgeschrittenem Lebensalter schrieb, erzählt das Buch seine Lebensgeschichte – von der einzigartigen intellektuellen und kulturellen Bildung in seiner Jugend, seiner Konversion zum Katholizismus, seiner grossen Leidenschaft für die Wahrheit und Schönheit, seinen umfassenden Schriften zur Philosophie und Theologie bis zu der Zeit seines Widerstands gegenüber den Nazis, die aus ihm einen stigmatisierten Mann machten.

Weiterlesen

“Ein wunderbares Leben”

“Ein wunderbares Leben”: Was Katie Shaw dem “March for Life” in Washington zu sagen hat

Quelle

Von Katie Yoder*

Washington, D.C., 21. Januar 2022 (CNA Deutsch)

Katie Shaw ist vieles: eine Kämpferin für das ungeborene Leben, eine Anwältin für Menschen mit Behinderungen, eine gläubige Katholikin und jetzt auch eine Sprecherin des March for Life. Außerdem hat sie das Down-Syndrom.

Ihre Botschaft an die Welt, sagt sie, ist Psalm 139:14.

“Der Hauptgrund, warum ich eine nationale Pro-Life-Sprecherin geworden bin, ist, dass Gott mich dazu berufen hat, allen Menschen Psalm 139:14 zu sagen: ‘Ich bin furchtbar und wunderbar gemacht'”, sagte sie gegenüber EWTN Pro-Life Weekly im Jahr 2020.

Am Freitag wird die 37-jährige Verfechterin des Lebensschutzes diese Botschaft bezeugen, wenn sie zu den Zehntausenden von Demonstranten spricht, die beim Marsch für das Leben in Washington, D.C., erwartet werden, der grössten Pro-Life-Veranstaltung des Landes, die die Abtreibung verurteilt und das Leben feiert.

Weiterlesen

Archiv

[Not a valid template]

Empfehlung

Ausgewählte Artikel