Einer, der nicht nach Utopia wollte
Einer, der nicht nach Utopia wollte: Thomas Molnar zum 100. Geburtstag

Einer, der nicht nach Utopia wollte – Patrimonium-Verlag
Ein katholischer Philosoph, der nicht nach Utopia wollte: Thomas Molnar (catholicnewsagency.com)
Am 26. Juli 2021 wäre Thomas Molnar, katholischer Philosoph, 100 Jahre alt geworden. Sein umfangreiches Werk ungarischer, englischer und französischer Sprache liefert Analysen der Geschichte, zu politischen Theorien und zahlreichen sozialen und religiösen Phänomenen. Der Denker Molnar ist jedoch nahezu unbekannt, was allerdings nur auf den ersten Blick verwundert.
In Zeiten antiautoritärer Erziehungsmodelle arbeitete Molnar das Positive an der Autorität heraus. Für die Weltrevolutionäre in Europas Hörsälen zerlegte er ruhig aber bestimmt die Theoriegebäude der Linken auf dem Seziertisch. Der Intellektuelle sei untergegangen, Utopien seit der Gnosis nichts Neues. Molnar schuf mit klarem Stil und Konzentration auf das Wesentliche eine philosophische Antipode zu den bestimmenden Theorien unserer Zeit. Dass diese ihn lieber früher als später vergass, ist nur allzu menschlich. Umso gebotener erschien den Herausgebern die Publikation einer Erinnerungsstütze.
Die Dynamik der Liebe Gottes
Die Dynamik der Liebe Gottes – Geistliche Betrachtungen zu den Enzykliken Benedikts XVI. – Teil 41
Quelle
Apostolische Reise nach München, Altötting und Regensburg (9.-14. September 2006) | BENEDIKT XVI. (vatican.va)
Meinung: Geistliche Betrachtungen zu den Enzykliken Benedikts XVI. (catholicnewsagency.com)
Von Thorsten Paprotny
9. Juli 2022
Wer glaubt, ist nie allein – dieses Motto bezeichnete die Apostolische Reise Benedikts XVI. nach Bayern im Jahr 2006. Über die Gemeinschaft im Glauben, mit Gott und untereinander, ist auch in der gemeinsam mit Papst Franziskus verfassten Enzyklika “Lumen fidei” die Rede. Dort heisst es etwa: “Der Glaube offenbart, wie fest die Bande zwischen den Menschen sein können, wenn Gott in ihrer Mitte gegenwärtig wird. Der Glaube ruft nicht nur eine innere Festigkeit wach, eine feste Überzeugung des Glaubenden; er erleuchtet auch die zwischenmenschlichen Beziehungen, weil er aus der Liebe kommt und der Dynamik der Liebe Gottes folgt.”
Gott und Welt – Natur und Übernatur
Zweck der vorliegenden Studie des bayerischen Benediktiners Godehard Geiger aus dem Kloster Metten ist die Darstellung der Harmonie, die zwischen der übernatürlichen Ordnung, wie sie in der christlichen Offenbarung gelehrt wird und in der christlichen Kirche verkörpert ist, und der Naturordnung existiert
Quelle
Gott und Welt – Natur und Übernatur
Die Erschaffung Adams (michelangelo.net)
Von Hans Jakob Bürger, 2. Juli 2022
Zweck der vorliegenden Studie des bayerischen Benediktiners Godehard Geiger aus dem Kloster Metten ist die Darstellung der Harmonie, die zwischen der übernatürlichen Ordnung, wie sie in der christlichen Offenbarung gelehrt wird und in der christlichen Kirche verkörpert ist, und der Naturordnung existiert.
Alle Einwendungen, die gegen das Christentum und seine Lehren und Einrichtungen erhoben werden, gehen im letzten Grunde aus dem vermeintlichen Widerspruch hervor, in dem sie mit der Natur stehen sollen.
“Einheit des Glaubens” ist die eines “lebendigen Organismus”
Die “Einheit des Glaubens” ist die eines “lebendigen Organismus” (catholicnewsagency.com)

Geistliche Betrachtungen zu den Enzykliken Benedikts XVI. – Teil 40
Von Thorsten Paprotny, 2. Juli 2022
Der Weg des Glaubens ist ohne das Gebet nicht vorstellbar. Benedikt XVI. und Franziskus verdeutlichen das in der gemeinsam verfassten Enzyklika “Lumen fidei”. Dabei ist das Beten nicht eine lästige Übung von äusserlichen Pflichten, die uns auferlegt sind, sondern ein wahrhaftiges Tun, das mit Freude erfüllt, und auch ein Ausdruck der Hingabe an Gott. Die Päpste sprechen über das Vaterunser: “Mit diesem Gebet lernt der Christ, die persönliche geistliche Erfahrung Christi zu teilen, und beginnt, mit den Augen Christi zu sehen. Von ihm her, dem Licht vom Licht, vom eingeborenen Sohn des Vaters lernen auch wir Gott kennen und können wir in anderen den Wunsch entfachen, sich ihm zu nähern.“ In gleicher Weise wichtig sind die zehn Gebote: „Der Dekalog ist nicht eine Sammlung von negativen Vorschriften, sondern von konkreten Weisungen, um aus der Wüste des selbstbezogenen, in sich verschlossenen Ich herauszukommen und in Dialog mit Gott treten zu können, während man sich von seiner Barmherzigkeit umfangen lässt, um selber Barmherzigkeit zu bringen.
Gedenkworte zum Heimgang von Ida Friederike Görres
Gehalten von Prof. Dr. Joseph Ratzinger beim Requiem im Freiburger Münster am 19. 5.1971 *UPDATE
*Anliegen von Ida Friederike Görres war der geistliche Kern der Kirche
**Im Winter wächst das Brot: Versuche über die Kirche: Sechs Versuche über die Kirche (Sammlung Kriterien)
Die Kirche feiert ihren Gottesdienst, indem sie des Todes ihres Herrn gedenkt. Sie tut es dankend, weil sie weiss, dass dieser Tod der Weh das Leben geschenkt hat. Von solchem Wissen her wagt es die Kirche, auch an den Gräbern ihrer Toten dankend zu stehen: Sie darf es, weil sie daran glaubt, dass der Tod derer, die an Jesus Christus glauben, hineingehalten ist in Seinen Tod und damit hineingehalten in Seine Auferstehung, zum Voraus überwunden, keine Zerstörung, sondern nur Obergang in eine neue und endgültige Weise des Seins mit Gott und des Seins mit allen, die dem Herrn zugehören.
“Eine der allergrössten Persönlichkeiten”
Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat den emeritierten Papst Benedikt XVI. als “eine der allergrössten Persönlichkeiten” gewürdigt
Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion
München, 20. Juni 2022 (CNA Deutsch)
Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat den emeritierten Papst Benedikt XVI. als “eine der allergrössten Persönlichkeiten” gewürdigt.
“Ich habe in meinem Leben keinen Menschen mehr getroffen, und ich habe viele hochstehende Persönlichkeiten kennengelernt, der die Komplexität des Glaubens und die einfache Botschaft miteinander vermitteln konnte, wenn er über Glauben und Vernunft auf höchstem intellektuellem Niveau gesprochen hat”, sagte der 80-jährige Stoiber im Gespräch mit Stefan Gross für das Bistum Regensburg.
Hineingenommen in die Liebe Gottes *UPDATE
Als 19-Jähriger stand der Autor an der Wasserscheide seines Lebens
Hineingenommen in die Liebe Gottes
Hineingenommen in die dreieinige Liebe Gottes
Jesus Christus — die fleischgewordene Liebe Gottes
*”Ich muss raus aus dieser Kirche, weil ich Mensch bleiben will”
Als 19-Jähriger stand der Autor an der Wasserscheide seines Lebens. Er beschreibt, wie er davor in einem kleinen Ort im Saarland der 1950er-Jahre durch die Taufe hineingenommen wird in die Liebe. Er erfährt sich dort in die Kirche eingereiht wie in eine acies bene ordinata, in ein wohlgeordnetes Heerlager, aus dem mittlerweile ein Feldlazarett (Papst Franziskus) geworden ist. Ein Theologiestudium u. a. bei Franz Böckle in Bonn lässt Glaubenszweifel überhand gewinnen. Das Dreigestirn Johannes Paul II., Joseph Ratzinger und ein Philosophiestudium in München bei Robert Spaemann erweckt den Glauben auf neuem Niveau wieder zum Leben. Der Glaube des Autors oszilliert dabei zwischen den Akzentuierungen “Zeitkern” (Johann Baptist Metz) und “Zeitlosigkeit” (Joseph Ratzinger) hin und her, sowohl als reflektierter Glaube an die Offenbarung als auch in theologischer Auseinandersetzung mit nachmetaphysischem Denken. Die persönlichen Glaubenskrisen bilden zudem die Umwälzungen in der katholischen Kirche in den letzten fast 70 Jahren geradezu exemplarisch ab: die zunächst kaum wahrnehmbare, aber stetige Verdunstung des Glaubens einerseits und dessen akademische Auflösung andererseits.





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