Edward Elgar: The Dream of Gerontius
Das Oratorium aus dem Jahr 1900 spielt in der Musikgeschichte Englands eine Schlüsselrolle
Das Oratorium aus dem Jahr 1900 spielt in der Musikgeschichte Englands eine Schlüsselrolle. Ausserhalb der Landesgrenzen wird es jedoch nur selten aufgeführt. ARTE zeigt das Werk in einem gefeierten Konzert aus der Pariser Philharmonie. Andrew Staples ist als Gerontius zu erleben, als Schutzengel ist Magdalena Kožená zu hören. Musikalische Leitung: Daniel Harding.
George Bernard Shaw war einer derjenigen, der von der Unsterblichkeit der Musik Edward Elgars überzeugt waren, und er hat sich nicht getäuscht: Denn zumindest in England ist Elgars im Jahr 1900 uraufgeführtes Oratorium „The Dream of Gerontius“, oftmals auch als „englischer Parsifal” bezeichnet, nach wie vor überaus populär.
Der Geopferte: Ein anderer Blick auf ein grosses Leben
John Henry Newman – Der Geopferte: Ein anderer Blick auf ein grosses Leben

Kathpedia – Hanna- Barbara Gerl-Falkovitz
Erst kürzlich wurde ein unbekannter Entwurf von Ida Friederike Görres (1901-1971) über den genialen John Henry Newman (1801-1890) entdeckt. Görres liest darin zwischen den Zeilen der Geschichtstdaten das Menschliche, Gefährdete, von Gott Angeforderte, das Kühne und Bittere, kurz, das Gesicht eines Heiligen.
Über den Autor
Studium der Philosophie, Germanistik und Politischen Wissenschaften in München und Heidelberg, Promotion 1970, Habilitation 1979. Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen. Seit 1993 Lehrstuhl für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft an der TU Dresden.
John Henry Newman heiliggesprochen
Das „liebe Licht“: John Henry Newman heiliggesprochen
Quelle
Im Wortlaut: Die Papstpredigt bei der Heiligsprechung am 13. Oktober
Vatikan – Hl. Messe mit Heiligsprechung
*UPDATE – Video – Lead, Kindly Light – Blessed John Henry Cardinal Newman
Von AC Wimmer
Vatikanstadt, 13. Oktober 2019 (CNA Deutsch)
John Henry Newman war der bekannteste anglikanische Priester der Welt – doch dann riskierte er alles, um katholisch zu werden. Jetzt ist er ein Heiliger der Kirche: Papst Franziskus hat den grossen Kardinal und Konvertiten heute heiliggesprochen.
Auf dem sonnigen Petersplatz knieten auch anglikanische Priester am 13. Oktober unter den tausenden, die der Heiligsprechung Newmans beiwohnten. Ein prominenter Kopf dabei: Der britische Thronfolger, Prinz Charles.
In seiner Predigt würdigte Papst Franziskus, wie Kardinal Newman über die Heiligung des Alltags sprach, und zitierte aus dessen Predigt zum Thema:
„Der Christ besitzt einen tiefen, stillen, verborgenen Frieden, den die Welt nicht sieht. Der Christ ist heiter, zugänglich, freundlich, sanft, zuvorkommend, lauter, anspruchslos; er kennt keine Verstellung, er ist dabei aber so wenig ungewöhnlich oder auffallend in seinem Benehmen, dass er auf den ersten Blick leicht als ein gewöhnlicher Mensch angesehen werden mag“.
Heilige Messe mit Heiligsprechungen und Angelus 10.10 Uhr
Messbuch für die Feier: Heilige Messe mit Heiligsprechungen (13. Oktober 2019)
Unser Sonntag: Plädoyer für die Beichte
John Henry Newman begegnen
John Henry Newman begegnen: Vorzugsausgabe zur Seligsprechung

„Lasst uns beten, dass bald die Zeit komme, in der die Kirche offiziell und öffentlich die beispielhafte Heiligkeit von Kardinal John Henry Newman verkünden kann, einem der besonderen und berühmtesten Meister der englischen Spiritualität.“ Dieses Gebet von Papst Johannes Paul II. geht 2010 in Erfüllung, wenn sein Nachfolger, Papst Benedikt XVI. den englischen Kardinal seligspricht.
John Henry Newman, 1801 in London geboren, ist durch seinen Glauben, den er stets als eine persönliche Beziehung zu Jesus beschrieb, und durch sein Verständnis des Gewissens als Grundlage seiner Religionsphilosophie zum „Kirchenvater der Neuzeit“ geworden.
Der passionierte Vertreter der anglikanischen Kirche trat 1845 nach eingehendem Studium der Kirchenväter zur katholischen Kirche über und empfing 1847 die Priesterweihe. Seine Konversion verstand Newman nicht als Bruch mit seiner anglikanischen Vergangenheit, sondern als logische Entwicklung – wodurch er sich heute als Brückenbauer zwischen anglikanischer Tradition und katholischer Kirche auszeichnet.
Ein mutiger Zeuge für die Wahrheit wider den Zeitgeist
Der heilige John Henry Newman: Ein mutiger Zeuge für die Wahrheit wider den Zeitgeist
Quelle
Kardinal Newman
Literatur – John Henry Newman
Von Pater Hermann Geissler FSO, 27. September 2019
„Von Anfang an habe ich gegen ein grosses Zeitübel gekämpft: seit dreissig, vierzig, fünfzig Jahren bemühe ich mich nach meinen besten Kräften, den Geist des Liberalismus im Religiösen abzuwehren“. Dieses Wort stammt aus der bekannten Rede, die John Henry Newman hielt, als ihm am 12. Mai 1879 die Bulle mit der Ernennung zum Kardinal überreicht wurde. Im religiösen Liberalismus sah Newman die grösste Herausforderung für das Christentum der Moderne. Der gläubige Einsatz für die geoffenbarte Wahrheit zieht sich wie ein roter Faden durch Newmans Leben und Wirken. Gerade darin ist uns der englische Theologe und Seelsorger, den Papst Franziskus am 13. Oktober 2019 in die Schar der Heiligen aufnehmen wird, ein grosses Vorbild.
Ein grosser Kardinal der Kirche
Kardinal John Henry Newman (1801-1890), ein grosser Kardinal der Kirche
Das Herz spricht zum Herzen“ der Wahlspruch des Kardinals
ROM, 20. Oktober 2009 zenit.org P. Paul Bernhard Wodrazka C.O.
Den bekannten Konvertiten, Theologen und Oratorianer John Henry Kardinal Newman (1801-1890), der im kommenden Jahr seliggesprochen wird, bezeichnete Josef Pieper einst als „modernsten, unerschrockensten und nobelsten Geist der gegenwärtigen Christenheit“.
Nicht selten wird „der Kirchenlehrer der Neuzeit“ in einem Atemzug mit den großen Meistern einer Theologie des Herzens, wie Augustinus, Bonaventura oder Franz von Sales genannt. Newman verfasste grundlegende Beiträge zur Erkenntnistheorie, zur Bildungstheorie, zur Psychologie des Glaubens, zur Theologiegeschichte. Seine Schriften bezeugen eindrucksvoll eine extensive und lebendige Kenntnis der Heiligen Schrift und der Lehre der Kirchenväter und sie bezeugen, dass er selbst in dem lebte, was er schrieb.
Zu Beginn des Jahres 1864 behauptete ein anglikanischer Professor in einem Artikel, dass Wahrhaftigkeit nie eine Tugend der katholischen Priester gewesen sei und „Dr. Newman“ das beste Beispiel dafür biete. Diesen Vorwurf konnte Newman nicht stillschweigend auf sich sitzen lassen. In wenigen Wochen legte er dar, wie Gottes Licht ihn geführt hatte – bis hin zur Konversion zur katholischen Kirche. Die Geschichte seiner religiösen Überzeugung, die „Apologia pro vita sua“, ein Buch das oft mit den Confessiones des hl. Augustinus verglichen wird, ist ein wirkliches Meisterwerk. Weiterlesen



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